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Berührungen

"Berührungen" Nr. 92

Hag 2,18: 
„Gebt nun acht von diesem Tage an und weiterhin, vom vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats an, von dem Tage an, da das Fundament des Tempels des HERRN gelegt worden ist - merket auf:“

Hag 2,19:
„Ist etwa der Same noch in der Scheune? Bislang hat der Weinstock, der Feigenbaum, der Granatapfel und der Olivenbaum noch keine Frucht getragen. Aber von diesem Tage an will ich dich segnen.“

Gott wartet In seinem ganzen Umgang mit uns nicht eine Minute länger als nötig, um uns mit Seinen Segnungen zu überschütten. Er diszipliniert und lehrt uns wie ein Vater, unser Himmlischer Vater.

Diejenigen, die aus Babylon zurückgekehrt waren, vernachlässigten Gott und Sein Haus, indem sie ihren eigenen Interessen und ihrem eigenen Wohlergehen nachgingen. Das führte zum entgegengesetzten Ergebnis von dem, was sie erwartet hatten. Das ist immer so. Es bringt keinen Vorteil, wenn man seine eigenen Interessen verfolgt.

Als sie schließlich Gottes Ruf beherzigten und auf ihn zu reagieren begannen, schob Gott Seine erneuten Segnungen nicht weiter hinaus.

Gott freut sich und ist begierig, Sein Volk zu segnen.

"Berührungen" Nr. 91

Hes 36,33:
„So spricht Gott, der HERR: Zu jener Zeit, da ich euch von allen euren Missetaten gereinigt haben werde, will ich auch bewirken, dass ihr in den Städten wohnt, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden.

Hes 36,34:
„Und das verwüstete Land soll wieder bearbeitet werden, nachdem es zuvor wüst lag vor allen, die vorübergingen.“

Hes 36,35:
„Und man wird sagen: Dieses Land, das wüst war, ist wie der Garten Eden geworden, und die zertrümmerten und zerstörten Städte sind befestigt worden und sind bewohnt!"

Hes 36,36:
„Dann werden die Heiden, die rings um euch her übriggeblieben sind, erfahren, dass Ich, der HERR, das Abgebrochene aufgebaut und das Verwüstete bepflanzt hat: Ich, der HERR, habe es gesagt und werde es auch tun.“

Hes 36,37:
„So spricht Gott, der HERR: Auch dafür will ich mich vom Hause Israel noch erbitten lassen, es für sie zu tun: Ich will sie mehren mit Menschen wie eine Herde.“

Aus diesen Bibelversen können wir mehrere Dinge lernen:

Israel und Juda haben ein Land, in dem Milch und Honig floss“, durch Rebellion und Sünde in ödes Land verwandelt.

"Berührungen" Nr. 90

Neh 1,3-4:
„Und sie sprachen zu mir: ‚Die Übriggebliebenen, welche nach der Gefangenschaft in der Provinz übriggeblieben sind, befinden sich dort im Lande in großem Unglück und in Schmach. Die Mauern Jerusalems sind auch eingerissen und ihre Tore mit Feuer verbrannt.' Als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin und weinte und trug Leid viele Tage lang; ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels.“

Als Nehemia von dem tragischen Zustand der Dinge in Jerusalem hörte, machte er sich daran zu beten. Aus dem Datum, das zu Beginn der beiden Kapitel genannt wird, können wir schließen, dass er etwa zwei Monate betete, bevor er handelte, bevor er sich an den König wandte.

Das Muster ist einfach: "Notlage - Gebet - Handlung". Für viele von uns sieht das Muster allerdings anders aus: "Notlage - Handlung". Oft sind wir durch Ungeduld oder eine empfundene Dringlichkeit versucht zu handeln, ohne erst auf Gottes Leitung, Weisheit und Anweisungen zu warten.

Königin Ester rief die Juden zum Gebet auf, bevor sie sich an den König wandte, obwohl der Erlass zur Zerstörung ihres Volkes bereits ergangen war.

Das Ergebnis? Durch eine Reihe glücklicher Fügungen kehrte Gott alles um!

Als Josaphat hörte, dass eine große Anzahl Moabiter und Ammoniter herannahten, versammelte er die Nation zum Haus des Gebets und wartete, bis er vom Herrn gehört hatte.

Das Ergebnis? Gott sagte, Er werde für sie streiten. (Was für sie zu tun übrigblieb, war zu singen und die Beute einzusammeln!)

"Berührungen" Nr. 89

Jes 5,7:
„Der Weinberg des HERRN Zebaoth ist die Nation Israel, und die Männer von Juda sind die Pflanzung, an der er sich erfreute. Er wartete auf Gerechtigkeit, und siehe da, Blutvergießen; auf Erbarmen, und siehe da, Geschrei der Armen.“

Dieser Vers sollte folgendermaßen gelesen werden:

„Denn das Haus Israel und die Menschen von Juda sind der Weinberg des Herrn der Heerscharen; eine Pflanzung, die er zu Seiner Freude und zu Seinem Wohlgefallen gepflanzt hat,

Hast du jemals den Herrn darum gebeten, was auch immer in deinem Leben zu tun, damit Er sich daran freuen kann? Hast du Ihn jemals darum gebeten, was auch immer mit deinem Leben zu tun, damit es Ihm Freude und Wohlgefallen bringt?

Wir alle sehnen uns nach Erfüllung und Glück, aber wir sind versucht, auf unsere Art danach zu streben. Von Adam und Eva, unseren ersten Eltern, tragen wir immer noch das Misstrauen in uns, dass Gott uns vielleicht etwas vorenthalten könnte, das uns glücklich macht und die Erfüllung bringt, nach der wir uns so sehr sehnen.

Aber vielleicht stehen Gottes Freude und Wohlgefallen viel weniger im Gegensatz zu dem, was wir uns vorstellen, als wir denken. Vielleicht - nur vielleicht - falls wir Gott erlauben würden, das in uns zu tun, was Er zu Seiner Freude tun möchte, würde sich herausstellen, dass es genau das ist, was uns die Erfüllung und das Glück beschert, nach denen wir uns so sehr sehnen.

"Berührungen" Nr. 88

Hes 11,16: 
„Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht der Herr GOTT: Obwohl ich sie fern unter die Nationen geworfen habe und ich sie unter die Länder zerstreut habe; dennoch werde ich ein kleines Heiligtum für sie sein in den Ländern, dahin sie gekommen sind.“

Obwohl sich Israel hartnäckig geweigert hat, auf die Propheten zu hören, dem Herrn den Rücken zukehrte, Götzen anbetete, die Warnungen und Bitten Gottes ignorierte, versprach Gott dennoch, mit ihnen zu gehen. Als ob Er sagen würde: Ich werde mit euch ins Exil gehen; Ich werde ein kleines Heiligtum für euch sein! Das heißt, dass Er sie nicht aufgeben hatte und seine Gegenwart mit ihnen sein würde. Er würde für sie ihr Tempel sein, obwohl sie den Tempel in Jerusalem verloren hatten.

Und als ob das nicht bereits freundlich genug ist, verhieß Er ihnen in den darauffolgenden Versen, sie wieder ins Land und zu Ihm Selbst zurückzubringen.

Hes 11,17-19:
„Darum sollst du weiter zu ihnen sagen: So spricht Gott, der HERR: Ich will euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern, in welche ihr zerstreut worden seid, wieder zusammenbringen und euch das Land Israel wieder geben! Und sie werden dahin kommen und alle Scheusale und Gräuel daraus entfernen. Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben und einen neuen Geist in eure Brust legen und will das steinerne Herz aus ihrem Leibe nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben“

Wenn man diese Linie bei den Propheten verfolgt, ist zu erkennen, dass Gott gewissermaßen sagt: Ich werde mit euch gehen, Ich werde euch nicht verlassen, Ich werde einen besseren Bund mit euch schließen - durch meinen Sohn. Ich werde nicht nur Jerusalem wiederherstellen, sondern Ich werde euch dazu geeignet machen, mit Mir in Herrlichkeit zu wohnen - im Neuen Jerusalem, und ihr werdet alles erben, was Ich verheißen habe.

"Berührungen" Nr. 87

Esr 2,1-2: 
„Nun dies sind die Leute aus der Provinz, die aus der Gefangenschaft zurückkamen, von denen, die Nebukadnezar, der König von Babylon, nach Babylon weggeführt hatte, und die wieder nach Jerusalem und Juda zurückkamen, jeder in seine eigene Stadt. Die mit Serubbabel kamen waren Jesua, Nehemia, Seraja, Reelaja, Mordechai, Bilsan, Mispar, Bigvai, Rehum und Baana. Dies ist die Anzahl der Männer des Volkes Israel:“

Esra 2 mag dem flüchtigen Leser als langweilige Liste von Namen und Zahlen erscheinen. Doch genau genommen ist es eine Aufzeichnung der Liebe und des Erbarmens Gottes.

Wie grüne Schösslinge nach einem verheerenden Feuer aus dem Erdboden hervorkommen, so sind diese Namen. Sie bezeugen das souveräne Erbarmen Gottes und Seine bewahrende Macht.

Besonders bemerkenswert ist die Erwähnung der einhundertachtundzwanzig Männer aus Anatot.

Esr 2,23:
„die Männer von Anatot: 128“.

Obwohl Gott gesagt hatte Er werde ihnen keinen Überrest lassen, weil sie sich verschworen hatten, Jeremia (der selbst aus Anatot war) zu töten. Dennoch ließ Er ihnen einen Überrest. Wahrlich Gnade.

"Berührungen" Nr. 86

Ps 76,2-4:
„Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name groß; in Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung in Zion. DORT hat er die Blitze des Bogens zerbrochen, Schild, Schwert und Kriegsgerät. Pause.“

Da der Psalm 76 kein besonderes Ereignis erwähnt, bietet er sich für eine tiefere Sicht und Betrachtung von Errettung an.

DORT hat er die Blitze des Bogens zerbrochen, Schild, Schwert und Kriegsgerät.

Wo ist DORT?

Offensichtlich in Zion. Aber wo hat Gott sich in Zion offenbart und die Schlacht gewonnen?

Am Kreuz. DORT ist am Kreuz.

DORT am Kreuz hat Yeshua den Sieg errungen. Er hat DORT den Feind besiegt.

DORT hat Er der heiligen Gerechtigkeit des Vaters Genüge getan.
DORT hat Er den Becher des Zorns ausgetrunken.
DORT hat jene Liebe Erbarmen ausgegossen.

DORT ist es, wo Yeshua unseren Platz eingenommen hat.
DORT ist es, wo wir unserem Vater begegnen.
DORT ist es, wo wir als Söhne willkommen geheißen werden.
DORT ist es, wo Er für uns zum Bergungsort wird.
DORT ist es, wo Brot und Wein ausgeteilt werden.
DORT ist es, wo Liebe alles Verlangen stillt.

DORT ist Er. Er ist immer DORT für den, der anklopft.

Jes 32,2:
„Und ein Mann wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schirm wider das Ungewitter, wie Wasserbäche am dürren Ort, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem ermüdenden Land.“

Komm, Er wartet DORT.

"Berührungen" Nr. 85

Apg 3,2-8:
„Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib an, den man täglich an die Pforte des Tempels, welche man „die Schöne" nennt, hinsetzte, damit er von denen, die in den Tempel hineingingen, ein Almosen erbitte. Als dieser Petrus und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen wollten, bat er sie um ein Almosen. Petrus aber samt Johannes blickte ihn an und sprach: Sieh uns an! Er aber achtete auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen.
Da sprach Petrus: ‚Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, stehe auf und wandle!‘ Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Und alsbald wurden seine Füße und seine Knöchel fest, und er sprang auf und konnte stehen, ging umher und trat mit ihnen in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott.“

Versuche dir einmal einen Moment das Wunder vorzustellen, das der von Geburt lahme Mann erlebte, als er seine Beine, die nie zuvor gebraucht worden waren, gebrauchte und so das Wunder entdeckte, wofür sie geschaffen waren!

Stelle dir vor, wie es für uns wäre zu entdecken, wofür unser Herz geschaffen ist.

Wofür ist denn das Herz da?

Unser Herz wurde dafür geschaffen, Gott zu lieben, uns an Ihm zu erfreuen und für immer unsere Freude in Ihm zu haben! Unser Herz wurde mit der Fähigkeit geschaffen, Gottes Einzigartigkeit zu erfassen - Seine Natur und Wesen. Unser Herz ist speziell dazu bestimmt, sich an allem zu erfreuen, wer Gott ist. Unser Herz wurde dazu geschaffen, bis in alle Ewigkeit in Gott verliebt zu sein und in Seiner Gegenwart und Herrlichkeit zu leben.

"Berührungen" Nr. 84

Joh 19,15
„Sie aber schrien: ‚Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn!‘ Pilatus spricht zu ihnen: ‚Soll ich euren König kreuzigen?‘ Die Hohenpriester antworteten: ‚Wir haben keinen König außer Cäsar!‘“

Wie tief sind wir als Volk gefallen!

Zuerst forderte Israel zur Zeit Samuels einen irdischen König.

1 Sam 8,5
„Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen König über uns, der uns richte, nach der Weise aller anderen Völker!“

Gott war nicht genug; wir wollten etwas „Anfassbares“, etwas „Reales“, „Solides“ und nicht einen unberührbaren Gott. Außerdem gefielen uns Seine Wege nicht …

1 Sam 8,7-8
„Da sprach der HERR zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll. Sie tun auch mit dir, wie sie es immer getan haben, von dem Tage an, als ich sie aus Ägypten führte, bis auf diesen Tag, indem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben.“

… und wollten stattdessen sein wie die anderen Nationen.

"Berührungen" Nr. 83

Hab 2,20
„… aber der HERR ist in Seinem heiligen Tempel. Die ganze Erde sei stille vor Ihm!

Hab 2,4
„… der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.“

Was wir in dieser Zeit am meisten brauchen, ist ein Herz der Herrlichkeit - d.h. ein Herz, das in der Gegenwart des Königs lebt, Ihn sieht und ein Bewusstsein Seiner Überlegenheit und Souveränität hat.

Das war es, was auch Habakuk dringend brauchte.

Wie lange geht das so weiter? Warum unternimmt Gott nichts dagegen? Wie kann ein guter und heiliger Gott soviel Böses, soviel Ungerechtigkeit, soviel Verbrechen, Ausbeutung, Sünde und Götzendienst immer weiter zulassen? Weshalb antwortet Gott nicht auf unsere Gebete und unser Schreien?

Das waren die Fragen und Zweifel, die Habakuk in der Zeit, in der er lebte, quälten. Das war seine Qual und von dieser Art ist auch unsere. Wir leben in einer Zeit, die in dieser Hinsicht nicht so viel anders ist wie seine.

Gottes erste Antwort entsetzte ihn (nämlich die bevorstehende Invasion der Babylonier, wie in Hab 1 beschrieben).

Gottes zweite Antwort warf ihn um.

"Berührungen" Nr. 82

Offb 5,6:
„Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, ausgesandt über die ganze Erde.“

Lk 24,39:
„Sehet Meine Hände und Meine Füße, daß Ich selbst es bin. Rühret mich an und sehet, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe.“

Joh 20,27:
„Dann spricht Er zu Thomas: ‚Reiche deinen Finger her und siehe Meine Hände an, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.‘“

Aus den Berichten des auferstandenen Messias wird deutlich, dass Er die Wunden Seiner Kreuzigung behalten hat.

Was bedeutet das? Was sagen uns diese Wunden?

Als Erstes sprechen sie von der Inkarnation. Vielleicht wird es die Ewigkeit brauchen, um die Inkarnation zu erfassen - um zu beginnen, die Tiefe der Liebe, die Ihn zu einer solchen Erniedrigung trieb, zu verstehen.

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