Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
O, du Geplagte, vom Sturm-Geschüttelte und Ungetröstete
Inmitten der Nöte und Erschütterungen, die die Welt erlebt, und angesichts der schwierigen Lage, in der sich Israel sowohl innen- als auch außenpolitisch befindet, haben wir uns Ps 47 und Jes 54 zugewandt, um wieder die rechte Sicht auf Gott und Seine Absichten für Israel und die Welt zu gewinnen.
Dort durften wir IHN neu als den großen KÖNIG der ganzen Erde und den ERLÖSER, Ehemann und Tröster Seines Volkes erkennen. Unser Glaube wurde gestärkt, und unsere Gebete fanden ihre Ausrichtung.
Der HERR selbst muss unser wegweisendes Licht in Zeiten der Dunkelheit sein.
2 Sam 22:29
„Denn du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR macht meine Finsternis licht…“
Ps 47 – Gott ist der Große König
Ps 47 bezeugt dreimal, dass Gott der große König über die ganze Erde ist (V 3, 8, 9).
ER ist der König der gesamten Erde, und wir sind dazu berufen, vor Freude zu jubeln und Seine Herrschaft mit Siegesrufen zu feiern.
„Der HERR thront auf der Wasserflut, der HERR thront als König in Ewigkeit. Der HERR wird Stärke geben seinem Volk, der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.“ (Ps 29:10,11)
„David präsentiert uns hier den Herrn als einen mächtigen König auf seinem Thron. Wir sehen ihn, wie Er über den unruhigen, tobenden Wassern der Flut auf dem Thron sitzt. Damit sind gewaltige Kräfte gemeint, die um uns herum entfesselt sind und unser eigenes Leben bedrohen, die wir aber nicht kontrollieren können. Diese tobenden Wasser versinnbildlichen ebenfalls die unruhigen, rebellischen Nationen dieser Welt, die unter der Herrschaft von bösen geistlichen Mächten stehen. In seiner Vision auf Patmos sah Johannes eine Hure an vielen Wassern sitzen.
Ihm wurde gesagt: 'Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker und Menschenmassen, Nationen und Sprachen' (Offb 17:15). Auch diese sind uns als Volk Gottes feindlich gesinnt. Vor diesem Hintergrund der tobenden, feindlichen Kräfte erinnert uns David daran, dass es einen König gibt, der sie alle beherrscht. Es ist der Herr. Er erwartet, dass wir sein Königtum anerkennen und ihm den Lobpreis und die Ehre geben, die ihm gebühren. Wenn wir das tun, dann erwidert Er unser Handeln zweifach: Er gibt uns Seine Kraft und Er segnet uns mit Seinem Frieden.
Die Stärke, die uns inmitten all dieser feindlichen Mächte aufrechterhalten wird, kommt nur von dem Herrn. Unsere eigene Stärke wird versagen, 'Alle, die auf den HERRN vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft' (Jes 40:31). Auch mitten im Druck wird der Herr sein Volk mit Frieden segnen. Frieden ist nicht von äußeren Umständen abhängig. Wir erlangen ihn, wenn wir anerkennen, dass der Herr über der Flut thront.“ (Derek Prince, Psalmen, Asaph Verlag 2022, S.52f)
Demütige dich selbst
Joh 8,7-9:
„Als sie nun dabei verharrten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! Und er bückte sich wiederum nieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie einer nach dem andern hinaus, die Ältesten zuerst; Jesus aber ward allein gelassen mit der Frau, die vor ihm stand.“
Wenn Jeshua sprach, geschah etwas. -
Als Er zum Sturm sprach, beruhigte sich der See. Als Er zu den Toten sprach, wurden sie lebendig. Als Er sagte: "Steh auf, nimm dein Bett und geh", wurde der Kranke, der bereits achtunddreißig Jahren krank war, sofort geheilt.
In unserem Zusammenhang brachten die Worte Jeshuas starke Überführung. Sie sollten zu tiefer Buße führen, jedoch die Männer verließen Seine Gegenwart.
Gewiss kamen die überführenden Worte aus demselben Herzen, das so sanft zu der Frau redete. Dieselbe Freundlichkeit und Gnade, die Jeshua der Frau entgegenbrachte, waren auch gegenüber ihren Anklägern im Herzen Jeshuas.
2 Petr 3,9b:
„…, da er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“
Der Herr will nicht, dass irgendjemand umkommt, sondern dass alle zur Buße kommen.