Wöchentliches Gebet - 08. Juli 2026
Für Israel
Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Fenster nach Jerusalem hin offen
Dan 6,10:
„Als nun Daniel erfuhr, das das Edikt unterschrieben sei, ging er hinauf in sein Haus - er hatte aber in seinem Obergemach offene Fenster gen Jerusalem -; und er fiel des Tages dreimal auf die Knie nieder, betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er vordem zu tun pflegte.“
Was bedeutet es, dass Daniel mit nach Jerusalem geöffneten Fenstern betete? Ist dies für unser eigenes Gebetsleben von Bedeutung? Und wenn ja: Wie sollte es unsere eigenen Gebete prägen?
Einerseits spiegelte die Ausrichtung nach Jerusalem beim Gebet die jüdische Praxis wider, sich von jedem Ort aus, wo sie waren, Seiner Wohnstätte in Jerusalem zuzuwenden – gemäß Salomos Gebet in 1. Könige 8,46–49. Zweifellos spiegelte sie auch Daniels Sehnsucht nach der von Gott verheißenen Wiederherstellung Jerusalems nach dem babylonischen Exil wider.
Doch im weiteren Verlauf des Buches wird deutlich, dass das Gebet bei „nach Jerusalem geöffneten Fenstern“ weit mehr bedeutete als nur die Sehnsucht nach der Rückkehr aus der Verbannung. Daniels Gebete waren geprägt von Gottes sich entfaltendem Heilsplan – von der Wiederherstellung Jerusalems über das Kommen des Messias und die Errichtung Seines Reiches bis hin zur letztendlichen Erneuerung aller Dinge. Indem Daniel für Jerusalem betete, nahm er an dem großen, die Zeitalter übergreifenden Kampf um Gottes Reich teil!
Das Buch Daniel entfaltet schrittweise die Geschichte des Königreiches. Jede Vision fügt dem Bild vom Fortgang des Heilsplans gewissermaßen eine weitere Ebene hinzu.
Wachen und Beten – Juli/August 2026
Apg 17,30-32a:
„Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für jedermann dadurch beglaubigte, dass er ihn von den Toten auferweckt hat. Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten…“
Diese Äußerung macht der Jude Paulus im damaligen Zentrum der europäischen Weisheit, auf dem Areopag in Athen.
Er verkündet den „Athener und auch den Ausländern, die sich dort aufhielten“ (Apg 17,21) die Realität und die Wahrheit des Gottes, der Himmel und Erde gemacht hat.
Er fordert sie auf, ihre gottlosen und rebellischen Wege zu verlassen und - er warnt sie auch vor dem kommenden Gericht Gottes.
Damit wiederholte der Jude Paulus für die Europäer, was der Jude Jesus, der Sohn Gottes, der Retter der Welt, ebenfalls in Seiner Liebe zu allen Menschen gesagt hat.
Mk 1,14-15:
„Jesus … predigte das Evangelium vom Reiche Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe: Tut Buße und glaubet an das Evangelium!“
"Berührungen" Nr. 142
Demütige dich selbst
Joh 8,7-9:
„Als sie nun dabei verharrten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie! Und er bückte sich wiederum nieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie einer nach dem andern hinaus, die Ältesten zuerst; Jesus aber ward allein gelassen mit der Frau, die vor ihm stand.“
Wenn Jeshua sprach, geschah etwas. -
Als Er zum Sturm sprach, beruhigte sich der See. Als Er zu den Toten sprach, wurden sie lebendig. Als Er sagte: "Steh auf, nimm dein Bett und geh", wurde der Kranke, der bereits achtunddreißig Jahren krank war, sofort geheilt.
In unserem Zusammenhang brachten die Worte Jeshuas starke Überführung. Sie sollten zu tiefer Buße führen, jedoch die Männer verließen Seine Gegenwart.
Gewiss kamen die überführenden Worte aus demselben Herzen, das so sanft zu der Frau redete. Dieselbe Freundlichkeit und Gnade, die Jeshua der Frau entgegenbrachte, waren auch gegenüber ihren Anklägern im Herzen Jeshuas.
2 Petr 3,9b:
„…, da er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“
Der Herr will nicht, dass irgendjemand umkommt, sondern dass alle zur Buße kommen.













