Wöchentliches Gebet - 08. Juni 2022

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.

In Joel Kapitel 1 und 2 befasst sich Gott mit dem Volk Israel. In Kapitel 3 wendet Er Seine Aufmerksamkeit den Völkern im Gericht zu.

In Joel 2 - dem zweiten Teil - finden wir Gottes Segen als Ergebnis der Reaktion der Nation Israel auf Gottes Ruf zur Buße.

Joel 2,18-24 Das Land wird physisch wiederhergestellt

Joel 2,24-27 Das Volk wird wirtschaftlich "entschädigt".

Joel 3,1-5 (2,28-32) Das Volk wird geistlich wiederhergestellt

Kapitel 3(4) - Gott wendet seine Aufmerksamkeit den Nationen im Gericht zu

"Es kann keine endgültige Rettung des Volkes Gottes geben ohne einen Tag der Abrechnung mit seinen Feinden, die so großzügig zu seinem Leiden beigetragen haben. Die Prophezeiungen über die Rettung Israels enthalten häufig auch den Hinweis auf Gottes Gericht über seine Nachbarn." (Tyndale)

Der Zeitpunkt des Gerichtes Gottes - ist die Zeit der Wiederherstellung.

Joel 4,1:
„Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückbringen will.“

Die Person hinter dem sich entfaltenden Drama.

Joel 4,2:
„da werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen und daselbst mit ihnen rechten wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und mein Land verteilt haben."

Die Person ist der HERR! Er ist es, der unsere Feinde vor unsere Haustür bringt.

Obwohl dies eine beängstigende Perspektive ist (besonders für diejenigen, die hier leben), finden wir in diesen Versen Trost und Zuversicht.

Erstens: Gott ist es, der unsere Feinde vor unsere Haustür bringt!

Zweitens: Es ist klar, wer die Kontrolle hat. Gott ist souverän und hat die vollkommene Kontrolle über alles, was geschieht.

Gott befiehlt den Nationen, aufzuwachen - Vers 9

Gott befiehlt den Nationen, sich vorzubereiten - Vers 9

Gott befiehlt den Nationen, sich zu versammeln - Vers 10

Gott beschreibt das Gericht als eine Ernte - Vers 13

Gott beschreibt das Gericht als eine Kelter - Vers 13

Gott erklärt, dass die Bosheit zur Vollreife gekommen ist - Vers 13

Wie schrecklich ist das alles!

Und dennoch, wie notwendig ist es, dass Gott Bosheit auf der Erde richtet und dass Er kommt, um Sein Volk zu retten, es von seinen Sünden und seinen (unerbittlichen) Feinden zu befreien.

Es muss ein Gericht über das Böse, die Sünde und die Bosheit kommen. Die Welt und ihr Fürst werden sich niemals ändern, niemals Buße tun, niemals Gott die Ehre geben, ihn niemals lieben und das Volk Gottes niemals in Ruhe lassen.

Mit knirschenden Zähnen wird "jedes Knie sich beugen“„und jede Zunge bekennen, dass Jesus Christus (Yeschua, der Messias) der Herr ist." (Phil 2,10-11)

Und der zentrale Schauplatz, an dem sich dies alles als ein Schlüssel zum Weltgeschehen abspielt, ist Israel. Der Krieg ist global, aber der Schwerpunkt der Schlacht liegt hier.

All das bringt Leiden für Israel, die Welt und das Volk Gottes mit sich. Doch Gott sei Dank ist das Ergebnis garantiert, es ist sicher:

Das Ergebnis ist sicher: Der Herr wird reden!

"Die starke eschatologische Stoßrichtung des Textes warnt vor dem Versuch, Nationen zu genau zu definieren. Völlige Gerechtigkeit für die Nationen und völlige Sicherheit für Israel ist die Absicht Jahwes." (Tyndale)

Joel 4,15-21:
„Sonne und Mond trauern, und die Sterne verlieren ihren Schein, und der HERR wird aus Zion brüllen und von Jerusalem her seine Stimme hören lassen, dass Himmel und Erde zittern; aber der HERR ist seines Volkes Schutz und die Zuflucht der Kinder Israel. Und ihr sollt erfahren, dass ich, der HERR, euer Gott, zu Zion, auf meinem heiligen Berge, wohne. Jerusalem aber wird heilig sein, und Fremde sollen es nicht mehr betreten. Und zu jener Zeit wird es geschehen, dass die Berge von Most triefen und die Hügel von Milch fließen werden; alle Bäche Judas werden voll Wasser sein, und aus dem Hause des HERRN wird eine Quelle hervorbrechen und das Tal Sittim bewässern. Ägypten soll zur Wüste werden und Edom zu einer öden Trift, wegen der Misshandlung der Kinder Juda, weil sie in deren Lande unschuldiges Blut vergossen haben. Juda aber soll ewig bewohnt werden und Jerusalem für und für. Und ich will ihr Blut rächen, das ich noch nicht gerächt habe! Und der HERR wird in Zion wohnen bleiben.“

Siehe auch Jesaja 2,1-4

Erst am Dienstagabend wurde unser Haus vom Dröhnen der Düsentriebwerke erschüttert. Später lasen wir in den Nachrichten, dass dies eine Vorbereitung für einen möglichen Angriff auf den Iran war!

Israelische Luftwaffe simuliert großangelegten Angriff auf iranische Atomanlagen

Dutzende von Kampfjets der israelischen Luftwaffe haben in der Nacht zum Dienstag Luftmanöver über dem Mittelmeer durchgeführt und dabei einen Angriff auf iranische Atomanlagen simuliert.

Wie die israelischen Verteidigungskräfte am Mittwoch mitteilten, umfasste die Übung ‚Langstreckenflüge, Luftbetankung und den Angriff auf weit entfernte Ziele‘.

Es nahmen mehr als 100 Flugzeuge sowie U-Boote der Marine an der Übung teil, die sich über eine Strecke von etwa 10.000 Kilometern erstreckte.

Die Jets wurden während der Simulation zweimal aufgetankt, als sie über Zypern kreisten und Scheinangriffe auf Israel flogen, so der Bericht. In der Zwischenzeit stand die Elite-Hubschrauber-Such- und Rettungseinheit 669 bereit, um Piloten zu unterstützen, die ihre Flugzeuge möglicherweise hätten verlassen müssen.

Durch diese Übung - als Teil der großen Militärübung ‚Chariots of Fire‘ – sollte ein groß angelegter Angriff auf den Iran simuliert werden, unter anderem auf dessen Atomanlagen.

Die Übung 'Chariots of Fire', an der fast alle Abteilungen der IDF beteiligt sind, konzentriert sich auf die Ausbildung für den Kampf an Israels Nordgrenzen, auch gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Terrorgruppe im Libanon.

Angesichts der wachsenden Ungewissheit über eine Rückkehr des Irans zum Atomabkommen von 2015 inmitten der seit langem festgefahrenen Verhandlungen mit den Weltmächten haben die israelischen Verteidigungskräfte im vergangenen Jahr ihre Bemühungen zur Vorbereitung einer glaubwürdigen militärischen Bedrohung gegen die Atomanlagen Teherans verstärkt…

Die IAF muss nicht nur Mittel und Wege finden, um iranische Einrichtungen anzugreifen, die tief unter der Erde liegen und spezielle Munition und Taktiken erfordern, sondern sie muss sich auch mit der immer ausgefeilteren iranischen Luftabwehr auseinandersetzen, um einen solchen Angriff durchführen zu können. Die Luftwaffe muss sich auch auf einen zu erwartenden Vergeltungsschlag des Irans und seiner Verbündeten in der Region gegen Israel vorbereiten…

Am Dienstag besuchte Verteidigungsminister Benny Gantz einen anderen Teil der Übung 'Chariots of Fire', die auf Zypern stattfindet und den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon simulieren soll…

Die Übung 'Chariots of Fire', die bis zum 3. Juni dauern soll, ist die größte Übung des Militärs seit Jahrzehnten.

Militärbeamte erklärten, sie ziele darauf ab, die Kompetenz und die Bereitschaft der Truppen und der Führungsebene für einen Krieg an mehreren Fronten sowie die Koordinierung mit anderen Notfallorganisationen, lokalen Behörden und Regierungsministerien zu verbessern.“

https://www.timesofisrael.com/israeli-air-force-simulates-widescale-strike-on-iran-nuclear-facilities/?utm_source=article_hpsidebar&utm_medium=desktop_site

Wenn du dir vorstellen möchtest, wie das aussehen würde, denke an 1500 Raketen pro Tag aus dem Libanon, mehr aus dem Gazastreifen und Unruhen in gemischten Städten (wo Juden und Araber nebeneinander leben). Denke an beschädigte Infrastrukturen und zerstörte Gebäude. Wenn dir das alles zu dramatisch vorkommt… - auf dieses Szenario bereitet sich die IDF gerade vor.

Und wer weiß, ob der Krieg in der Ukraine nicht zu einem Weltkrieg wird.

Es ist unglaublich, dass die Menschen in der Ukraine in den Monaten, in denen Russland massiv Truppen an den Grenzen der Ukraine sammelte, genauso weiterzuleben schienen, als ob keine Gefahr am Horizont auftauche. In gewisser Weise hat niemand an die Möglichkeit geglaubt, dass Russland einen Krieg beginnen würde, aber es hat es getan.

Wir sollten uns nicht von unserem mangelnden Realitätssinn einschläfern lassen, dem ins Auge zu sehen, was klar vor uns liegt: ein unerbittlicher Feind, der vor nichts zurückschrecken wird, um Israel, den Westen und besonders Amerika zu vernichten. Es gibt nur sehr wenige Orte auf der Erde, die von ballistischen Raketen nicht erreicht werden können.

Lasst uns wach sein für Ihn, lebendig im Geist - und ein Herz haben, das bereit ist zum Beten.

1. Für die Regierung Israels und die Sicherheit des Landes

a) Sicherheitsbelange des Landes

Wir können beten

  • und danken, dass Gott Seine Haltung für Israel immer wieder sehr klar macht. „Denn der Herr hat sich Jakob erwählt, Israel zu seinem besonderen Eigentum.“ (Psalm 135,4)
  • dass Gott seinem Volk Schutz gewähren möge: „und der HERR wird aus Zion brüllen und von Jerusalem her seine Stimme hören lassen, daß Himmel und Erde zittern; aber der HERR ist seines Volkes Schutz und die Stärke der Kinder Israels.“ (Joel 4,16)
  • dass der Herr in dieser Zeit Sein Wort aus Jesaja 41 wahr macht. „Erschrick nicht, du Würmlein Jakob, du Häuflein Israel; denn ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Siehe, ich mache dich zu einem neuen, scharfschneidenden Dreschwagen: du wirst Berge zerdreschen und zermalmen und Hügel der Spreu gleichmachen“ (Jes 41,14-15)
  • dass alles, was zu einem erfolgreichen Angriff der Streitkräfte Israels auf den Iran erforderlich ist, geübt und bereitgestellt wird, besonders die erforderlichen Tankflugzeuge zum Auftanken der IAF-Flugzeuge
  • dass die arabischen Nationen, die den Iran fürchten, Israel unterstützen durch Weitergabe von Informationen, Überflugrechte für die IAF usw.
  • dass auch das Manöver „Chariots of Fire", an dem fast alle Abteilungen der IDF beteiligt waren und durch das die Ausbildung für den Kampf an Israels Nordgrenzen verbessert werden sollte, die Schlagkraft der IDF erhöht
  • dass die Cyber-Einheiten und Spione alle notwendigen Informationen über die Planungen des Iran erfahren, damit die israelische Regierung weiß, wann und wie sie handeln muss
  • dass die israelische Regierung nicht durch politische Auseinandersetzungen innerhalb des Landes gehindert wird, sich auf einen möglichen Präventivschlag vorzubereiten und – wenn der HERR das will – diesen dann auch durchführt

b) Regierung allgemein

Die Regierung in Israel in der Knesset eine Abstimmungsniederlage erlitten.

Schwerer Schlag für die Koalition: Zwei ihrer Abgeordneten tragen dazu bei, ein wichtiges Gesetz für das Westjordanland zu verhindern

Zwei Abgeordnete der Koalition stimmten am Montagabend (05 Juni) gegen einen kritischen Gesetzesvorschlag, der die Anwendung des israelischen Strafrechts und einiger zivilrechtlicher Bestimmungen auf Israelis im Westjordanland verlängern soll, und trugen so dazu bei, den Gesetzentwurf zu Fall zu bringen.

Die vom Likud geführte Opposition unter Führung des ehemaligen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu forderte Ministerpräsident Naftali Bennett nach der Abstimmung zum Rücktritt auf, während Bennetts Koalitionspartner, Außenminister Yair Lapid, versuchte, die Niederlage zu verharmlosen und versprach, 'die nächste Runde zu gewinnen'.

Justizminister Gideon Sa'ar, der die Gesetzgebung beaufsichtigt, hatte vor der Abstimmung gesagt, dass dies ein entscheidender Test für die Lebensfähigkeit der Koalition sei. Bennetts Acht-Parteien-Regierung hat nur 60 Sitze in der 120 Mitglieder zählenden Knesset, und die wachsende Unzufriedenheit in den eigenen Reihen, auch bei Schlüsselfiguren wie Sa'ar, stärkt die Zuversicht des Likud, dass Bennett und seine Verbündeten bald abgesetzt werden könnten - entweder durch Neuwahlen oder dadurch, dass genügend Unterstützung zusammenkommt, um eine alternative Koalition zu bilden, ohne das Parlament aufzulösen.

Das Endergebnis der Abstimmung lautete 52 Ja- und 58 Nein-Stimmen.

Der Ra'am-Abgeordnete Mazen Ghanaim und die Meretz-Abgeordnete Ghaida Rinawie Zoabi stimmten gegen den Gesetzentwurf, während die übrigen drei Ra'am-Abgeordneten und der rebellische Yamina-Abgeordnete Idit Silman dem Plenum fernblieben…

Es wird erwartet, dass die Maßnahme, die sich noch in der ersten Lesung befindet, bereits nächste Woche in die Knesset zurückkehrt, aber die Aussichten auf eine Verabschiedung durch die Koalition scheinen auch dann gering.

Der Abstimmung ging eine heftige Debatte voraus, die sich über fast fünf Stunden hinzog…

Unter Hinweis auf die möglichen Folgen, wenn das derzeitige Gesetz Ende Juni ohne eine endgültige Verlängerung ausläuft, sagte Sa'ar, das Schuljahr sei gefährdet, Führerscheine würden nicht ausgestellt, Identitätsnummern könnten nicht zugewiesen werden und das Westjordanland könne zu einem 'Zufluchtsort' für Kriminelle werden…

Der Gesetzentwurf würde eine Maßnahme erneuern, die das israelische Strafrecht und bestimmte wichtige Zivilgesetze - wie Einkommenssteuer und Krankenversicherung - auf die im Westjordanland lebenden Israelis ausdehnt. Obwohl Israel das Westjordanland nicht annektiert hat, sorgt die Maßnahme dafür, dass die dort lebenden Siedler in den meisten Angelegenheiten so behandelt werden, als würden sie in Israel leben, ohne dass derselbe rechtliche Schutz auf Palästinenser ausgedehnt wird…

Das ursprünglich nach dem Sechstagekrieg von 1967 erlassene Gesetz bleibt eine "Notmaßnahme", die alle fünf Jahre erneuert werden muss. Zuletzt wurde es 2017 verabschiedet und läuft Ende Juni aus.

https://www.timesofisrael.com/raams-abbas-reportedly-says-one-of-his-party-will-oppose-crucial-settlement-bill/

Wir können beten

  • dass der HERR Israel eine Regierung geben möge, die mit einer stabilen Mehrheit regiert und Gesetze erlässt, die Seinem Willen für diese Zeit entsprechen
  • dass der HERR Personen in die Regierung bringen möge, die von der Furcht Gottes und der Bereitschaft, dem Volk Israel zu dienen, motiviert sind
  • dass Gott all das Gute über Sein Volk bringt, dass Er ihnen verheißen hat. „Denn also spricht der HERR: Wie ich all dieses große Unglück über dieses Volk gebracht habe, also will ich auch alles Gute über sie bringen, das ich über sie geredet habe.“ (Jer 32,42)
  • dass eine weitere Wahl die Fähigkeit Israels, sich zu verteidigen, nicht beeinträchtigt.
  • dass die Regierung göttliche Weisheit für Israels Umgang mit dem Iran und der Gesamtsituation im Nahen Osten bekommt. „Der HERR gibt Weisheit, aus seinem Munde kommen Erkenntnis und Verstand.“ (Spr 2,6)

2. Für die messianische Gemeinde und die unbekehrten Juden im Land

Wir können beten

  • dass die messianische Gemeinde im Land Israel dazu erweckt werden möge, den HERRN neu zu suchen. „Denn also spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben!“ (Amos 5,4)
  • dass Jesus Seinen Geist neu ausgießen möge. „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“ (Apg 4,31)
  • dass der Leib des Messias geistlich bereit sein möge für den Empfang des Geistes mit allen Seinen Gaben.
  • dass er dazu erweckt werden möge, nach Gottesfurcht und Heiligkeit zu streben. „Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird!“ (Hebr 12,14)
  • dass er in dem von Gott geschaffenen Neuen Menschen und nicht im alten Fleisch wandelt
  • dass er ein Licht für die Nation sein möge
  • dass sie festhalten, dass in allem die Erkenntnis Yeshuas entscheidend ist, und dass sie für die Errettung der vielen Juden im Land beten und arbeiten, die noch nicht errettet sind „Der HERR ist mein Erb- und Becherteil; du sicherst mir mein Los!“ (Psalm 16,5)
  • dass der Leib des Messias bereit sein möge, mit aller Weisheit und Offenbarung für das einzutreten, was Gott in solchen Zeiten tun will.
  • dass die messianische Gemeinde im Land Israel auch die Verheißungen für den Besitz des Landes neu ergreift. „schlug große Nationen und tötete mächtige Könige; Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König zu Basan, und alle Könige Kanaans und gab ihr Land als Erbe, als Erbe seinem Volke Israel.“ (Psalm 135,10 -12)
  • dass sie, wie Mose, den Stab des Glaubens erhebt und intensiv betet und das Volk Israel das Land als sein Erbteil vom Herrn gegebenes Erbteil in Besitz nimmt.


Für Deutschland

Bitte betet doch mit den Gebetsanliegen weiter, die wir als „Wachen und Beten“ für den Monat Juni versandt haben. Deshalb hier nur eine Ergänzung zu den dort veröffentlichten Anliegen.

Gebet für Aliyah, besonders aus Deutschland

Aus der Laudatio von Mathias Döpfner für Charlotte Knobloch wird wieder das Dilemma Deutschlands, das – nicht nur in Deutschland – zwischen den seelisch-humanistischen Wünschen von Juden und der Wahrheit des Wortes Gottes besteht.

Charlotte Knobloch: ‚Stolze Deutsche! Stolz auf Deutschland?‘

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland wurde bei der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Wir dokumentieren die Laudatio von Mathias Döpfner, dem Vorstandsvorsitzenden von Axel Springer.

Wir haben hier ein sehr internationales Publikum. Trotzdem möchte ich meine Rede gerne auf Deutsch halten. Deutsch ist die Muttersprache von Charlotte Knobloch. Und interessanterweise hätte Theodor Herzl beinahe dafür gesorgt, dass Deutsch die offizielle Sprache in der Knesset wird…

Als Sie wenige Monate alt waren, übernahm Hitler die Macht. Sie erlebten Ausgrenzung, Hass und Pogrome, und Sie überlebten den Holocaust. Ihre Kindheit fiel in das dunkelste Kapitel dieses Landes. Und trotzdem sind Sie hiergeblieben, um dafür zu kämpfen, dass das jüdische Leben in Deutschland eine Zukunft hat…

Anfang des letzten Jahres haben Sie im Bundestag gesprochen. Am 27. Januar, dem Tag, an dem Deutschland der Opfer des Nationalsozialismus gedenkt, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. 

Am Rednerpult im Reichstagsgebäude, jenes geschichtsbeladenen Ortes, sagen Sie dann einen unglaublichen Satz: ‚Ich stehe vor Ihnen als stolze Deutsche.‘…

Viele Juden haben in Kriegen für dieses Land gekämpft, haben das Land mit aufgebaut. Das jüdische Leben gehört seit 1700 Jahren zu Deutschland…

Judentum und Christentum gehören in Deutschland unkündbar zusammen. Jüdisches Leben, jüdische Kultur haben Deutschland zu dem gemacht, worauf wir stolz sind. Deswegen ist jeder, der diese Kultur, dieses Leben bedroht, eine Bedrohung für Deutschland.

Ich wünsche mir nicht nur, dass Sie sagen können: 'Ich stehe vor Ihnen als stolze Deutsche.' Ich möchte, dass Sie eines Tages sagen können: 'Ich bin stolz auf Deutschland.' Für dieses Lebensprojekt, für die Leidenschaft, die Unerschütterlichkeit und den Mut, mit dem Sie dieses Ziel verfolgen, bewundere ich Sie. Ich gratuliere von Herzen zum CER-Präsidentenpreis.“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus239111039/Charlotte-Knobloch-Stolze-Deutsche-Stolz-auf-Deutschland.html

Wir können beten

  • dass Juden dankbar sind, dass es den Staat Israel gibt und sie dort leben können
  • dass Gott die Juden in ihren Herzen anspricht, und sie erkennen, dass der weltweit einzige für sie richtige und sichere Ort Israel ist und kein anderes Land
  • dass Gott Dinge geschehen lässt, die die Juden in Deutschland erschüttern und dazu bringen, Israel als ihre Heimat zu erkennen und Aliyah zu machen
  • dass in den Herzen der Juden überall in der Welt die Wahrheit des Wortes aufleuchtet und ihnen bewusst wird, dass sie außerhalb Israels „in ihren Gräbern“ leben. „So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will eure Gräber auftun und euch, mein Volk, aus euren Gräbern führen und euch wieder in das Land Israel bringen; und ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin, wenn ich eure Gräber auftue und euch, mein Volk, aus euren Gräbern führen werde.“ (Hes 37,12-13)
  • dass die Situation in der Ukraine dazu beiträgt, dass viele Juden in der Welt aufwachen und sich aufmachen und nach Israel, ihr Zuhause, kommen
  • dass Gott Wunder tut und alle jetzt aus der Ukraine und Russland fliehenden Juden direkt nach Israel bringt. „Auf, auf! Flieht aus dem Lande des Nordens!, spricht der HERR“ (Sach 2,10a)
  • dass Leiter der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland von Gott daran gehindert werden, „jüdisches Leben in Deutschland wieder aufzubauen“
  • dass auch der Leiter des Zentralrats der Juden in Deutschland, Herr Schuster, zur Aliyah aufruft. „Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen. 12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.“ (Hes 34,11-12)
  • dass christliche Gemeinden nicht länger Juden auffordern, in Deutschland zu bleiben, sondern bei der Verwirklichung ihrer Aliyah helfen.
  • dass die Herzen der Juden so mit ihrem Volk und ihrem Land verbunden werden, dass sie nicht mehr wie Frau Knobloch sagen können und wollen: „Ich stehe hier als stolze Deutsche“. „Denn wie ein Jüngling sich mit einer Jungfrau vermählt, so werden sich deine Kinder dir vermählen“ (Jes 62,5)

Möge der Herr uns helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.

Heinz-Jürgen Heuhsen


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