Wöchentliches Gebet - 15. September 2021

Für Israel

Wir befinden uns immer noch in den „10 Tagen der Stille“, deren Beginn unsere Gebetszeit der letzten Woche geprägt hat. Lasst uns deshalb die Gebetsanliegen der vergangenen Woche noch einmal vor dem Herrn bewegen.

Hier noch zwei kurze Beiträge, zur Ergänzung der Anliegen der letzten Woche.

1. Für die Errettung Israels

Der Ruf eines israelischen Sängers zu Gott verbreitet sich wie ein Lauffeuer.

Auf der Suche nach dem Heilmittel für ein zerrissenes Herz.

Ein Blick auf das geistliche Klima in Israel:

Neunundzwanzig Millionen YouTube-Aufrufe auf dem winzigen Markt für hebräische Lieder sind keine Kleinigkeit, es entspricht ungefähr 1,5 Milliarden Aufrufen auf dem Markt für englische Lieder. 

Dieses populäre Lied wird von Ishay Ribo direkt zu Gott gesungen, während er fragt: „Was kann man mit einem alten Herzen wie dem meinen machen?“ Der Text bezieht sich auf Bibelstellen, die sich mit der Natur des menschlichen Herzens auseinandersetzen (z. B. Genesis 6,5) und auch auf das Bild des in zwei Teile gerissenen Roten Meeres. 

Wie konnte ein Gebetslied im Mainstream-Radio so populär werden? 

Wie wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben, sind mehrere orthodox/religiöse israelische Sänger in der israelischen Mainstream-Musik sehr populär geworden, obwohl die meisten Israelis nicht orthodox sind. Der ultra-orthodoxe Ribo sagte: '… völlige Atheisten … schreiben mir und sagen: ‚Ich glaube an nichts, aber deine Lieder wecken etwas in meiner Seele.‘' Seine ausverkauften Konzerte sind tief bewegende emotionale/spirituelle Erfahrungen auf der Suche nach dem Gott Israels. 

Viele scheinen sich mit dem Dilemma in Ribos Lied zu identifizieren: Er schüttet sein Herz vor seinem Schöpfer aus, hin- und hergerissen zwischen Schuld und Erlösung, Hoffnung und Verzweiflung. Der Dialog ähnelt auf verblüffende Weise dem des Rabbi Paulus von Tarsus in Römer 7, als er sich selbst als einen 'elenden Menschen' bezeichnet, der seine böse Neigung (hebräisch yetzer hara) nicht überwinden kann und fragt, wer ihn erlösen wird.

(hier einige Zeilen aus dem Liedtext)

Mein Herz ist in zwei Teile zerrissen
Wie das Rote Meer. Was kann ich tun?!
Wie ein Sturm, der an die Küste donnert,
Wie Miriams Tamburin, nur noch stärker pochend.
Und es gibt kein Heilmittel auf der Welt.

Mein Herz kapituliert…

Nur Du weißt, wie Du mein Herz öffnen kannst,
um meinen Schmerz zu nehmen…

Aber Moses ist nicht hier, um zu Gott zu schreien.
nur ich
mit einem gebrochenen Herzen…“

https://www.israelheute.com/erfahren/der-ruf-eines-israelischen-saengers-zu-gott-geht-viral/?utm_source=acfs&utm_medium=email&utm_term=all&utm_campaign=newsletter-de-2021-09-13

Wir können beten

  • und Gott danken, dass Er offensichtlich an den Herzen seines Volkes arbeitet
  • dass Er an den Herzen der Hörer dieser Lieder wirkt und sie nicht im emotional-seelischen Bereich steckenbleiben, sondern einen Durchbruch im Geist erleben und wirklich von Herzen zu Gott schreien.
  • dass Gott dann den Schrei der Herzen erhört und sich erhebt mit Heilung in Seinen Flügeln. „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heilung unter ihren Flügeln; und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!“ (Mal 3,20)
  • dass Gott Sein Angesicht nicht mehr vor Seinem Volk verbirgt. „Und ich will fortan mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, weil ich meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen habe, spricht Gott, der Herr.“ (Hes 39,29)

2. Für die israelische Regierung und die Siedler

Als Naftali Bennet, der derzeitige PM Israels, noch Minister in der Regierung Netanyahu war, setzte er sich dafür ein, dass das gesamte Gebiet C in Judäa und Samaria Israel juristisch angegliedert werden sollte. Diese Haltung scheint in das Gegenteil umgeschlagen zu sein.  

„Bennetts Wähler werden mit Bennetts Realpolitik konfrontiert“

Abrissverfügungen wie die für den Weinberg der Arugot Farm sind nur eine der Methoden, mit denen die Bennett-Lapid-Regierung einen diplomatischen Prozess zur Errichtung eines feindlichen palästinensischen Staates in Judäa, Samaria und Jerusalem einleitet.

Die vier Landwirte der Arugot Farm, die im Osten des Siedlungsblocks Gush Etzion liegt, waren am Montagmorgen angespannt. Sie hatten gerade die Nachricht erhalten, dass am nächsten Tag 100 Soldaten ihren Hof stürmen und ihren Weinberg entwurzeln würden. Sie haben ihren Weinberg vor sechs Jahren zum Gedenken an Ezra Schwartz gepflanzt, einen jüdisch-amerikanischen Jugendlichen, der 2015 bei einem Terroranschlag ermordet wurde...

Die örtlichen Behörden baten die Bauern, die Arugot Farm zu bauen. Sie befindet sich auf staatlichem Land, das der Jüdische Nationalfonds nicht in der Lage war zu erhalten. Vor etwa 20 Jahren pflanzte der JNF 10.000 Bäume auf dem Gelände, um es vor palästinensischem Landraub zu schützen. Doch innerhalb weniger Stunden entwurzelten palästinensische Dorfbewohner alle Bäume. Die vier Bauern und ihre Familien zogen vor sieben Jahren ein. Gemeinsam bewirtschaften und schützen sie rund vierzig Hektar staatliches Land...

Auf der Farm erklärte Ari Abramowitz am Montag die Bedeutung der Arugot Farm und des Weinbergs im Zusammenhang mit dem palästinensischen Landnahmekrieg.

‚Unser Standort ist die letzte Grenze des staatlichen Landes im Osten von Gush Etzion. Ein Kilometer östlich von uns befindet sich bereits von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliertes Gebiet. Es gibt Tausende von Gebieten, in denen die Palästinenser die Kontrolle über staatliches Land übernommen haben. Naturreservate werden zerstört und verschwinden. Die Zivilverwaltung unternimmt nichts, um dies zu verhindern. Aber unseren kleinen Weinberg, in den wir Hunderttausende von Schekeln aus unseren Ersparnissen investiert und Hunderte von Stunden mit dem Anbau verbracht haben, den wollen sie unbedingt entwurzeln.‘ …

‚Der Befehl des Militärs, diesen Weinberg zu zerstören, ist besonders ärgerlich, weil die Palästinenser ungefähr zu der Zeit, als wir den Weinberg anlegten, auf der anderen Seite dieses Berges einen Olivenhain auf Vermessungsland anlegten. Für diesen Olivenhain gibt es keinen Zerstörungsbefehl.‘

Ein lokaler Regierungsbeamter erklärte, dass der Zerstörungsbefehl für den Weinberg Teil einer neuen Politik ist, die von der Bennett-Lapid-Regierung in Kraft gesetzt wurde.

‚Seitdem diese Regierung im Amt ist, hat sich die Landpolitik in Judäa und Samaria geändert. Bisher ist die Zivilverwaltung zwar nicht gegen palästinensische Landnahme vorgegangen, aber sie hat versucht, die Vermessung von Land zu beschleunigen und es in staatliches Land umzuwidmen. Damit ist jetzt Schluss. Jetzt besteht die Politik darin, das Eigentum an vermessenem Land nicht zu ermitteln und es stattdessen so zu behandeln, als gehöre es den Palästinensern, auch wenn niemand den Besitz beansprucht hat.‘

...Obwohl Premierminister Naftali Bennett vor acht Jahren mit dem Plan antrat, das israelische Recht auf das gesamte Gebiet C anzuwenden, gibt er heute das Gebiet C kampflos an die Palästinenser ab...

Am Montagnachmittag verschob die Zivilverwaltung die Anordnung, den Weinberg der Arugot Farm zu roden, auf den nächsten Monat. Die vier Landwirte waren zwar erleichtert über diese Nachricht, hatten aber wenig Grund, sich zu freuen. Wenn sich nicht etwas Radikales ändert, wird Bennetts diplomatischer Prozess für Gush Etzion Realität werden.“ (Übersetzung EdP)

https://www.israelhayom.com/2021/09/03/bennetts-voters-face-bennetts-diplomacy/

Wir können beten

  • dass Gott über Seinem Wort wacht und es erfüllt. „Und ich will das Gefängnis meines Volkes Israel wenden, und sie werden die verwüsteten Städte wieder aufbauen und darin wohnen, Weinberge pflanzen und deren Wein trinken, Gärten anlegen und deren Früchte genießen. Und ich will sie einpflanzen in ihr Land, daß sie aus ihrem Lande, das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden sollen, spricht der HERR, dein Gott! (Am 9,14-15)
  • dass die Siedler, die dort wohnen, sich im Wort Gottes stärken und nicht aufgeben; Gott hat die Frucht der Berge Seinem Volk zugesprochen. „Ihr Berge Israels sollt wieder grünen und eure Frucht tragen für mein Volk Israel.“ (Hes 36,8)
  • dass die Regierung von Entscheidungen, die gegen den Willen Gottes sind, umkehrt und alle Bemühungen bestärkt, das Land für das Volk Israel in Besitz zu nehmen, so wie Gott es schon Josua geboten hatte. „Sei mutig und entschlossen! Du wirst diesem Volk das Land, das ich ihren Vorfahren mit einem Eid zugesagt habe, als bleibenden Besitz zuteilen.“ (Jos 1,6)

Für Deutschland

1. Für die Gemeinde

Die Bibel spricht an zahlreichen Stellen davon, dass es vor der Rückkehr Jesu auf die Erde in der Gemeinde zu einem großen Abfall vom Glauben kommen wird, der u.a. seinen Ausdruck in der Leugnung der Wahrheit des Wortes Gottes findet. In diesem Zusammenhang haben wir wiederholt für die Situation der Bremer St.-Martini-Gemeinde und die Verurteilung ihres Pastors Olaf Latzel wegen angeblicher Volksverhetzung gebetet. Zur neueren Entwicklung des Berufungsverfahrens zuerst einige Zitate aus den Nachrichten.

„Olaf Latzel: Berufungsgericht bestellt theologischen Gutachter

Für die Berufungsverhandlung gegen den wegen Volksverhetzung verurteilten Bremer Pastor Olaf Latzel hat das Landgericht ein theologisches Gutachten in Auftrag gegeben. Das Gericht habe den Theologieprofessor Christoph Raedel von der Freien Theologischen Hochschule Gießen beauftragt zu prüfen, ob Latzels Aussagen über Homosexualität und Gender noch von der Bibel gedeckt sind … Außerdem solle der Gutachter darstellen, was dieses für die tägliche Arbeit eines Pastors … bedeutet.

Verurteilung wegen Aufstachlung zum Hass gegen Homosexuelle

Latzel war als Pastor der Bremer St.-Martini-Gemeinde im November des vergangenen Jahres vom Amtsgericht der Hansestadt wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 90 Euro verurteilt worden. Dies liegt unterhalb der Grenze einer Vorstrafe.

Nach Auffassung des Amtsgerichtes hatte der Theologe in einem sogenannten «Eheseminar» im Oktober 2019 zum Hass gegen Homosexuelle aufgestachelt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Latzel hat Berufung eingelegt. Bis zu einer endgültigen Entscheidung hatte ihn die Kirchenleitung vorläufig des Dienstes enthoben, ein schon Monate zuvor eingeleitetes kirchliches Disziplinarverfahren ruht. Vor der Disziplinarkammer der bremischen Kirche beantragte Latzel, die Freistellung auszusetzen – mit Erfolg.

Dem Sprecher zufolge soll sich der Gutachter mit einem Fragenkatalog auseinandersetzen, der zwischen der Staatsanwaltschaft und dem Verteidiger von Latzel abgestimmt ist. Mit dem Verfahrensbeginn sei nicht vor Januar oder Februar zu rechnen, da der Gutachter zunächst seine Arbeit machen müsse und die Termine des Gerichts bis zum Jahresende voll seien.“

https://www.jesus.de/nachrichten-themen/olaf-latzel-berufungsgericht-theologisches-gutachten-christoph-raedel/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=Blickpunkt

„Methodistische Kirche distanziert sich von Gutachter im Fall Latzel

Die Evangelisch-methodistische Kirche in Deutschland hat sich von den Aussagen des theologischen Gutachters im Berufungsverfahren um den umstrittenen Bremer Pastor Olaf Latzel distanziert. Sie seien keine offiziellen Aussagen der Kirche.

Der zu der Freikirche gehörende Theologieprofessor Christoph Raedel habe seine ablehnende Haltung zur Homosexualität ‚als Privatperson‘ deutlich gemacht, sagte ein Sprecher der methodistischen Kirche …: ‚Diese Aussagen sind nicht als offizielle Stellungnahme namens und im Auftrag der Evangelisch-methodistischen Kirche anzusehen.‘…

Auf epd-Anfrage bezeichnete Raedel ‚ausgelebte Homosexualität‘ als ‚Sünde‘.

Er zitierte dazu aus der Verfassung seiner Kirche: ‚Die weltweite Evangelisch-methodistische Kirche kann die praktizierte Homosexualität nicht gutheißen und betrachtet diese Handlungsweise als unvereinbar mit der christlichen Lehre.‘

‚Diskriminierung hat in der Kirche keinen Platz‘

Der Sprecher der methodistischen Kirche, Michael Putzke, sagte, die von Raedel zitierte Passage aus der Verfassung der weltweiten methodistischen Kirche sei zwar richtig, aber unvollständig. Korrekt sei, dass praktizierte Homosexualität darin als nicht vereinbar mit der christlichen Lehre angesehen werde …

In Deutschland sei dieser Beschluss nicht umgesetzt worden: Die wenigen Passagen mit negativen Aussagen zur Homosexualität seien ‚vorläufig außer Kraft‘ gesetzt ...

https://www.domradio.de/themen/soziales/2021-09-05/keine-offizielle-stellungnahme-methodistische-kirche-distanziert-sich-von-gutachter-im-fall-latzel

„Staatsanwaltschaft lehnt Gutachter im Bremer Latzel-Prozess ab

Die Staatsanwaltschaft Bremen hat den umstrittenen theologischen Gutachter Christoph Raedel im Berufungsverfahren um den wegen Volksverhetzung verurteilten Pastors Olaf Latzel abgelehnt. ‚Wir haben beim Landgericht beantragt, den Gutachter wegen der Besorgnis der Befangenheit abzulehnen‘, sagte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Frank Passade. Mit einer Entscheidung des Gerichts sei in den kommenden Tagen zu rechnen …“ 

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/latzel-prozess-gutachter-kirche-bremen-100.html

Die Tatsache, dass der Sprecher der methodistischen Kirche in Deutschland sagt, sie habe einige Passagen der Bibel vorläufig außer Kraft gesetzt, zeigt den Zustand dieses Gemeindeverbandes an, der eigentlich als bibeltreu bezeichnet wird.

Wir können beten

  • und bekennen, dass viele Gemeinden sich dem Geist dieser Welt gebeugt haben, und deshalb nicht mehr das „Licht des Lebens“ in sich tragen. „Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ (Joh 8,12)
  • und bekennen, dass in vielen Gemeinden falsche Hirten und Lehrer wirken, die „ein anderes Evangelium und einen anderen Jesus“ (2 Kor 1,3-4) predigen und dass diese Gemeinden den falschen Lehren folgen
  • dass jetzt für viele klar wird, dass auch die methodistische Kirche in Deutschland nicht mehr an der Bibel als das inspirierte Wort Gottes festhält
  • dass in diesem Prozess die Wahrheit ans Licht kommt, alle Verleumdungen aufgedeckt werden und Pastor Latzel und seine Gemeinde weiterhin gestärkt werden, für die Wahrheit des Wortes in Klarheit und Liebe einzustehen. „Im Übrigen betet für uns, ihr Brüder, dass das Wort des Herrn laufe und verherrlicht werde, wie bei euch, und dass wir errettet werden von den widrigen und bösen Menschen; denn nicht alle haben den Glauben. Aber der Herr ist treu, der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen.“ (2 Thess 3,1-3)
  • dass in dem jetzt anstehenden Verfahren vor dem Landgericht durch alles, was geschieht, Gott verherrlicht wird.
  • und danken, dass das Gericht einen Gutachter ausgesucht hat, der in dieser Frage an den Aussagen der Bibel festhält
  • dass die Person zum Gutachter bestellt wird, die Gott in diesem Prozess für diese Aufgabe vorgesehen hat.

2. Für die Regierung

Am 26. September ist Wahltag für den Bundestag sowie die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Wenn man Nachrichtenmeldungen aus unterschiedlichen Bereichen wie z.B. Afghanistan, Klima, Corona vergleicht, ergibt sich immer stärker der Eindruck, dass zumindest zum Teil der Versuch gemacht wird, für die Regierung unbequeme Fakten zu unterdrücken und Nachrichten zu manipulieren. Hierzu einige Meldungen aus dem Bereich der Corona-Situation:

Kampf gegen Corona: Der leise Zweifel impfender Ärzte

Immer wieder äußern einzelne Ärzte Skepsis an der Sicherheit der Impfungen gegen Covid-19. Doch dann schweigen sie plötzlich oder rudern wieder zurück – aus Angst, wie sie sagen …

Es war Anfang Juli, als sich Johannes Weiffenbach entschied, seinen Patienten keine Corona-Impfungen mehr zu verabreichen. Der Mediziner stellte eine Mitteilung auf die Internetseite seiner Stuttgarter Hausarztpraxis, Titel: 'Ausstieg aus der Covid-19-Impfkampagne'.

Weiffenbach, seit drei Jahren im Stadtteil Möhringen ansässig, behauptete: 'Der Nutzen einer Covid-Impfung für die … schwer kranken oder alten Patienten ist aller Wahrscheinlichkeit nach höher als das Risiko der Impfungen.' Bei allen anderen Patienten sei er sich beim Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht mehr so sicher.

Er nannte die Impfkampagne 'eine riesige Studie, an der alle Impfwilligen als Probanden teilnehmen' und berichtete von fast täglich auftretenden Nebenwirkungen bei Geimpften – 'z. B. Fieber, Schmerzen, Übelkeit, Hautausschläge, Lymphknotenschwellungen, Gefühlsstörungen, Autoimmunerkrankungen'. Er könne es daher nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, weiter zu impfen …

Sorgen um die Karriere

… jene Ärzte, deren Skepsis den Weg ins Netz findet und sich von dort aus verbreitet. WELT AM SONNTAG hat mit mehreren von ihnen gesprochen. Sie alle wollen namentlich nicht genannt werden. Weil sie, wie sie sagen, Angst hätten – etwa vor dem Verlust des Jobs oder ihrer Karriere. Einer fragt gar, ob man versichern könne, nicht beim Verfassungsschutz zu arbeiten.

Da ist der Notarzt, der ein Video von sich im Arztkittel ins Netz stellte und von schwer erkrankten Patienten berichtete, die er nach der Corona-Impfung antraf. Empfehlen könne er die Impfung nicht, sagte er: 'Dafür ist mir das Ganze mittlerweile zu suspekt, mit zu vielen Ungereimtheiten.'

Da ist die Hausärztin aus Süddeutschland, die einen Leserbrief an die Lokalzeitung schrieb: Es vergehe praktisch kein Tag, an dem nicht Patienten mit 'schwersten Impfreaktionen' in ihre Praxis kämen. Da ist der Hausarzt aus Baden-Württemberg, der Mitte August aus der Impfkampagne ausstieg und dies bei Facebook mit dem Tod eines Geimpften und einer eigenen Beinvenenthrombose erklärte.

Da ist die Anästhesistin aus dem Heidelberger Raum, die sich bei der Redaktion meldet und über ihre Annahme spricht, nur 20 Prozent aller Beschwerden, die auf die Impfung zurückzuführen sein könnten, würden überhaupt ans PEI gemeldet.

Auch ein namhafter Mediziner hatte jüngst Sorgen geäußert. Peter Schirmacher, Chef der Pathologie des Heidelberger Uniklinikums, forderte im August, mehr zu obduzieren. Mehr als 40 Menschen habe er bereits seziert, die binnen zwei Wochen nach einer Impfung gestorben seien.

Schirmacher sagte der Deutschen Presse-Agentur, er gehe davon aus, dass 30 bis 40 Prozent davon an der Impfung gestorben seien. Die Häufigkeit tödlicher Impffolgen werde unterschätzt…

Gustavo Baretton, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pathologie erzählte am Telefon, er habe schon im Frühjahr Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schriftlich gebeten, mehr finanzielle Mittel für die Obduktion möglicher Impfgeschädigter zur Verfügung zu stellen. Er habe keine Antwort erhalten …“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus233646739/Kampf-gegen-Corona-Der-leise-Zweifel-impfender-Aerzte.html

„‘Bekloppte‘ – Joachim Gauck greift Impfgegner an

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck hat die Gegner einer Impfung gegen das Coronavirus scharf angegriffen. Bei einer Tagung für Lehrer am Samstag in Rostock betonte er, dass die Pandemie noch nicht überwunden sei. ‚Dann ist ja auch schrecklich, dass wir in einem Land leben, in dem nicht nur Bildungswillige leben, sondern auch hinreichende Zahlen von Bekloppten. Also Entschuldigung: Das darf ich mal so locker formulieren, ich bin ja jetzt Rentner und muss nicht mehr auf jedes Wort achten.‘

Gauck (81) sagte, dass die Menschen mit ihrer Einsicht ‚Impfen sei schädlich‘ nicht für sich selbst, sondern für ihr Umfeld Probleme schafften …“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article233737858/Bekloppte-Joachim-Gauck-greift-Impfgegner-an.html

Dieser kurze Blick auf die Politik unseres Landes macht deutlich, dass Gott die Regierenden „ihrem untauglichen Verstand überlässt“ (Rö 1,28-30). Deutschland muss in seinem politischen Handeln dringend umkehren. In Psalm 60:3 heißt es: „Du … bist zornig gewesen; führe uns wieder zurück!“  Wohin sollen wir ­- politisch gesehen - wieder zurückkehren? Hier gibt die Präambel des Grundgesetzes einen klaren Hinweis  

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und Menschen…hat das Deutsche Volk…diese GG der Bundesrepublik Deutschland beschlossen“. Wir müssen zurück zu der klaren Richtung, die hier im Grundgesetzt vorgegeben ist; die Politik muss zurück zu biblisch-christlichen Grundwerten.

Wir können beten

  • dass wir eine Regierung bekommen, die unser Land wieder in Verantwortung vor Gott regiert;
  • dass die nächste Regierung sich an der Wahrheit orientiert, Wahrheit spricht und in Wahrheit und Gerechtigkeit handelt;
  • dass Gott uns Politiker gibt, die zum Regieren den erforderlichen Verstand haben. „Der HERR ist es, der Weisheit gibt, von ihm kommen Wissen und Verständnis.“ (Spr 2,6)
  • dass Gott Menschen in Ämter einsetzt, die ihr Amt mit der Einstellung Davids ausüben wollen. „Ich halte Ausschau nach allen im Land, die treu und zuverlässig sind; mit solchen Leuten umgebe ich mich. Wenn jemand ein vorbildliches Leben führt, dann nehme ich ihn in meinen Dienst.“ (Psalm 101,6)
  • dass die gesunde Furcht Gottes über alle Menschen unseres Landes kommt und in Auseinandersetzungen über unterschiedliche Meinungen wieder Respekt vor der Person des Gegenüberstehenden zurückkehrt
  • dass Gott Gnade gibt und doch viele Menschen sich Ihm zuwenden in dem Bewusstsein, dass bei Ihm allein Weisheit, Hilfe und Rettung zu finden ist. „Wo bleiben da die Weisen? Wo die gewandten Diskussionsredner dieser Welt? Was für diese Welt als größter Tiefsinn gilt, das hat Gott als reinen Unsinn erwiesen… Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung.“ (1 Kor 1,20.30)

Möge der Herr uns allen helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.

Heinz-Jürgen Heuhsen


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