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Wöchentliches Gebet

Wöchentliches Gebet - 28. Oktober 2026

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem. 

Schläft Gott? Muss Er geweckt werden?

Nun sind es nur noch weniger als eine Woche bis zu den Wahlen in Israel - und die gesamte Nation ist in höchster Anspannung.

Unsere Zeitungen und Medien sind voller politischem Gehabe, Erklärungen, Versprechungen und Ähnlichem. Auf Parteien, die aller Voraussicht nach die 3,25 % Hürde nicht überspringen werden, wächst der Druck, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. 

Das Ganze fühlt sich eher wie ein umfassender interner Krieg an als ein bloßer politischer Wettbewerb.

Gleichzeitig ist die gesamte Sicherheitslage Israels äußerst prekär. Unsere Feinde sind noch nicht besiegt und bereiten sich bereits auf die nächste Runde von Feindseligkeiten vor. 

Unterdessen nehmen der politische, wirtschaftliche und sicherheitspolitische Druck auf Israel vonseiten anderer Nationen zu – und dieser Druck wird zunehmend koordinierter ausgeübt.

Trumps Drohung, den Iran nach den ‚Zwischenwahlen‘ (Midterms) anzugreifen, gepaart mit der Ungewissheit über den Ausgang der bevorstehenden Wahlen in Israel, verschärft die Spannung und Erschöpfung einer Nation, die seit Jahren innerlich zerrissen ist und sich seit drei Jahren im Krieg befindet… ganz zu schweigen von den Ereignissen des 7. Oktobers – der größten Katastrophe, die Israel seit dem Holocaust erlebt hat.

Doch ist dies alles nicht völlig neu. Israel sah sich bereits zuvor mit verzweifelten Umständen konfrontiert. 

Unsere Geschichte bis zurück in biblische Zeiten ist geprägt von Phasen der Gefahr, der Niederlage, des Leidens und der scheinbar hoffnungslosen Situationen.

Lies z.B. Psalm 44. Er verleiht der Not eines Volkes Ausdruck, das Gottes scheinbares Schweigen angesichts seiner Leiden nicht begreifen kann.

Obwohl es sich an die glorreiche Vergangenheit erinnert (V 1–8), beklagt es die schwierige und katastrophale Gegenwart (V 9–16) und schreit zu Gott (V 17–26).

Ps 44:24-27

„Herr, erhebe dich! Warum schläfst du? Wache auf und verstoße uns nicht für immer! Warum verbirgst du dein Angesicht und vergissest unsres Elendes und unsrer Bedrängnis? Denn unsre Seele ist bis zum Staub gebeugt, und unser Leib klebt am Erdboden. Mache dich auf, uns zu helfen, und erlöse uns um deiner Gnade willen!“

Der Schrei zu Gott, doch aufzuwachen, ist kein Ausdruck von Respektlosigkeit – als würde man Ihm tatsächlich vorwerfen, dass Er schläft. Vielmehr ist es ein Schrei zu Gott, doch tätig zu werden, zu handeln, zu retten! 

Die Verse 25 und 26 bringen die Not zum Ausdruck, die hinter diesem Schrei steht. Gott scheint Sein Angesicht verborgen und Sein leidendes Volk vergessen zu haben. 

Der letzte Vers (27) macht die Bitte unmissverständlich deutlich: Es ist ein Schrei zu Gott, aufzustehen und in Barmherzigkeit zu handeln, um Sein Volk zu erlösen. 

Sein barmherziges Handeln zugunsten Seines Volkes ist der untrügliche Beweis dafür, dass Er weder abwesend ist noch schläft, sondern aktiv in ihr Leben eingreift.

Mk 4 veranschaulicht dies auf wunderbare Weise: Jeschua schläft im Boot, während auf dem See Genezareth ein gewaltiger Sturm tobt.

Auch dort geht es um Barmherzigkeit und Mitgefühl. Gott scheint untätig zu sein – „zu schlafen“ –, wenn Er angesichts unserer großen Not, in der wir auf Sein Erbarmen angewiesen sind, zu zögern scheint.

Mk 4:38

„Meister, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?

Jeschua beruhigte zuerst die tobenden Wasser und tadelte dann seine Jünger für ihren mangelnden Glauben. Sie hatten seine Liebe und Fürsorge für sie bezweifelt – ebenso seine Macht, zu retten. Doch Seine Liebe, Seine Fürsorge und Seine rettende Kraft waren in Seiner Person ebenso gegenwärtig während Er schlief wie in dem Moment, als Er aufstand und den Sturm stillte!

Dies führt uns zurück zu Ps 44. Unmittelbar vor dem eindringlichen Schrei des Psalmisten, Gott möge erwachen (Vers 24–27), erklärt er:

Ps 44:18-19

„Dieses alles ist über uns gekommen; und doch haben wir deiner nicht vergessen, noch deinen Bund gebrochen. Unser Herz hat sich nicht zurückgewandt, noch sind unsre Schritte abgewichen von deinem Pfad“

Es ist so, als wollte der Psalmist sagen: „Wir warten allein auf dich. Wir haben niemanden sonst, an den wir uns wenden könnten – und wir werden uns auch nicht von dir abwenden!“ 

Auch wenn es so scheint, als hätte Gott sie vergessen, so haben sie ihn doch nicht vergessen! Selbst in ihrer Not wenden sie sich weiterhin an IHN.

Und genau das müssen auch wir tun.

Wir wurden dazu ermutigt, unseren Platz vor Gott einzunehmen und unser Vertrauen auf Seine Souveränität, Seine Güte und Seine Bundestreue zum Ausdruck zu bringen.

Während wir die gegenwärtige Lage – sowohl in Israel als auch in Bezug auf Israels Verhältnis zu den Völkern – betrachteten, wandten wir uns verschiedenen Schriftstellen zu, die uns daran erinnerten, wer GOTT ist, was ER verheißen hat und was ER noch vollbringen wird.

Gottes Souveränität kommt in Seiner Rolle als Schöpfer zum Ausdruck.

Jes 45:18

„Denn also spricht der HERR, der Schöpfer des Himmels, der Gott, der die Erde gebildet und bereitet hat; er hat sie nicht erschaffen, dass sie leer sein soll, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet: Ich bin der HERR und sonst ist keiner!“

Seine Souveränität erstreckt sich über alle Völker. 

Jes 45:23

„Ich schwöre bei mir selbst, Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, ein Wort, das nicht zurückgenommen wird: Mir soll sich beugen jedes Knie und schwören jede Zunge.“

Gottes Beziehung zu Israel ist geprägt von Erlösung und Seinem persönlichen Anspruch auf Sein Volk.

Jes 43:1

„Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist Mein!“

Gottes Souveränität über die Völker offenbart sich auch durch Gericht. 

Er wird die Völker im Tal Josaphat versammeln und mit ihnen ins Gericht gehen.

Joel 4:1-2

„Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückbringen will, da werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Josaphat hinabführen und daselbst mit ihnen rechten wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und mein Land verteilt haben.“

Diese Souveränität gipfelt in der Wiederherstellung Israels und der Anerkennung der Macht Gottes durch die Völker.

Hes 28:25-26

„So spricht Gott, der HERR: Wenn ich das Haus Israel wieder sammle aus den Völkern, unter welche sie zerstreut worden sind, so werde ich mich an ihnen heilig erweisen vor den Augen der Heiden, und sie sollen in ihrem Lande wohnen, welches ich meinem Knechte Jakob gegeben habe. Ja, sie sollen sicher darin wohnen, Häuser bauen und Weinberge pflanzen; ja, sie werden sicher wohnen, wenn ich an allen denen rings um sie her, welche sie verachten, das Urteil vollziehen werde; alsdann werden sie erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott bin.“

 Große Völker, kleine Völker – alle Völker werden die mächtige, souveräne Hand Gottes erkennen, während Er Seine Pläne zur Vollendung führt und Seine Gnade und Herrlichkeit offenbart.

 Und wie steht es um die innere Situation in Israel?

Auch hier müssen wir uns daran erinnern, WEM das Volk letztendlich gehört.

Hes 34:30-31

„Also werden sie erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht Gott, der HERR. Und ihr seid meine Herde; ihr Menschen seid die Schafe meiner Weide! Ich bin euer Gott, spricht Gott, der HERR.“

Der Herr hat Israel als SEIN Eigentum beansprucht; Er hat Sich Selbst zu ihrem Hirten erklärt.

Kein Mensch und keine politische Partei können einen Anspruch auf dieses Volk erheben. Keine Partei darf nach eigenem Belieben mit dem Volk Israel verfahren. Sie alle sind GOTT gegenüber rechenschaftspflichtig.

Was für eine notwendige Erinnerung in diesen Zeiten politischer Auseinandersetzungen und Spaltungen!

Wir haben diese Schriftstellen gelesen und im Lichte dessen gebetet – zutiefst ermutigt, mit Ehrfurcht, Zuversicht und Liebe zu unserem Gott zu rufen.

Der Prophet Jesaja selbst bringt einen derartigen Ruf zum Ausdruck:

Jes 51:9

„Erwache, erwache, und ziehe Macht an, du Arm des HERRN! Erwache, wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?“

Jesaja erinnert an die mächtigen Taten Gottes in der Vergangenheit und ruft Gott dazu auf, erneut zu handeln. Der Gott, der Sein Volk damals befreite, ist derselbe Gott, zu dem wir heute flehen.

Und - wir haben sogar noch mehr Grund zur Zuversicht, denn wir blicken nicht nur zurück auf die mächtigen Taten Gottes in der Geschichte Israels, sondern auch auf den entscheidenden Sieg des Messias am Kreuz.

Ja, Er hat der Schlange einen tödlichen Schlag versetzt – am Kreuz!

Lasst uns im Glauben und im Gebet vor unserem großen und glorreichen Gott stehen!

Seid gesegnet im Messias, dem Gekreuzigten, Auferstandenen, Aufgefahrenen und absoluten Herrscher!

Ofer

1. Israels Beziehung zu Gott

Wir können beten

  • und dem HERRN danken, dass ER Sein Volk immer wieder daran erinnert, wer auf dieser Erde über alles regiert und alle Entscheidungen trifft. „Denn also spricht der HERR, der Schöpfer des Himmels, der Gott, der die Erde gebildet und bereitet hat; er hat sie nicht erschaffen, dass sie leer sein soll, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet: Ich bin der HERR und sonst ist keiner!“ (Jes 55:18)
  • und dem HERRN danken, dass ER Israels Wohlergehen und sicheres Wohnen in ihrem Land herbeiführen wird. „So spricht Gott, der HERR: Wenn ich das Haus Israel wieder sammle aus den Völkern, unter welche sie zerstreut worden sind, so werde ich mich an ihnen heilig erweisen vor den Augen der Heiden, und sie sollen in ihrem Lande wohnen, welches ich meinem Knechte Jakob gegeben habe.“ (Hes 28:25)
  • und dem HERRN danken, dass ER in dem wichtigsten Anliegen, der geistlichen Errettung Seines Volkes, nicht nachlässt. „So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für Zion mit großem Eifer und eifere um seinetwillen in großem Zorn. So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, dass Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg.“ (Sach 8:2-3) 
  • und IHM danken, dass ER nicht nur einzelne Menschen retten will, sondern das ganze Volk. „Und ihr sollt in dem Lande wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.“ (Hes 36:28)
  • dass das Volk Israel den Ruf Seines Messias hört, zu IHM zu kommen. „Da sprach Joseph zu seinen Brüdern: Kommt doch näher!“ (1 Mose 45:4 Hfa)
  • dass Israel eine Hinwendung zu dem GOTT vollzieht, der es von ganzem Herzen liebt. „Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehret euch zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreisset eure Herzen und nicht eure Kleider und kehret zurück zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade und lässt sich des Übels gereuen“. (Jo 2:12-13)

2. Regierung Israels

Israel hat gestern gewählt. Hier erste Prognosen, Analysen und Kommentare.

„Israel hat gewählt, doch die Koalitionsblockade steht erst am Anfang – Analyse

Eine engagierte Nation ging am Dienstag in beispielloser Zahl zur Wahl und sprach sich aus. Es wird nun Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis wir genau wissen, was sie gesagt hat…

Beide Lager schienen jedoch nicht über die nötigen Partner zu verfügen, um die versprochene Regierung zu bilden. Die arabischen Parteien spielen dabei eine zentrale Rolle. Laut den Nachwahlbefragungen gewannen sie zusammen 17 bis 18 Sitze und waren damit eine der größten Überraschungen der Wahl. Ihre offensichtliche Stärke trug dazu bei, Netanjahu die absolute Mehrheit zu verwehren.

Es ist zu erwarten, dass beide Seiten den Sieg für sich beanspruchen werden. Netanjahu wird auf den Vorsprung des Likud gegenüber Jaschar verweisen, der in den Nachwahlbefragungen zwei oder drei Sitze hinter ihm lag. Eisenkot wird auf das Gleichgewicht zwischen den Blöcken verweisen.

Doch der scheidenden Koalition die absolute Mehrheit zu verwehren und zu ihrer Ablösung beizutragen, sind zwei unterschiedliche Erfolge. Der erste scheint in greifbarer Nähe. Der zweite Punkt hängt von noch ausstehenden Verhandlungen und Entscheidungen ab… Die Politiker müssen nun entscheiden, was sie zu ändern bereit sind: ihre Bedingungen, ihre Partner oder ihre Versprechen.

Sollte ihnen das nicht gelingen, könnten sie die Wähler um eine erneute Abstimmung bitten.“ 

https://www.jpost.com/israel-news/article-913071

„Netanjahu oder Eisenkot? Israels Wahl stellt Herzog vor eine unmögliche Entscheidung – ein Kommentar

Als am Dienstagabend die ersten Nachwahlbefragungen bekannt wurden – sie sahen den Likud von Premierminister Benjamin Netanjahu als stärkste Kraft, während der Oppositionsblock um Gadi Eisenkot insgesamt auf mehr Sitze kam –, stellt sich die Frage, was nun in Staatspräsident Isaac Herzog vorgehen mag.

Erste Hochrechnungen der Sender 'Kan' und 'Kanal 13' sahen den Likud bei 25 Sitzen, gefolgt von Eisenkots Partei 'Yashar' mit 23 Sitzen; der Oppositionsblock kam demnach auf 53 Sitze, gegenüber 50 Sitzen für das Lager um Netanjahu. Keine der beiden Seiten scheint jedoch über die für eine Mehrheit in der Knesset erforderlichen 61 Sitze zu verfügen... Es bleibt offen, wie Eisenkot eine Koalition bilden könnte. Nur wenige Parteien haben ihre Bereitschaft signalisiert, mit den arabischen Parteien zusammenzuarbeiten – für die ein Rekordergebnis von 18 Mandaten prognostiziert wird.

Nach israelischem Recht muss der Staatspräsident die Fraktionen der Knesset konsultieren, bevor er entscheidet, wem er den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt...

Dennoch könnte der Präsident schon bald vor der schwierigsten Entscheidung seiner Amtszeit stehen: Zwei politische Führungspersönlichkeiten, die beide Anspruch auf das Amt des Premierministers erheben, werden ihn um grünes Licht für die Bildung der nächsten israelischen Regierung bitten.“ 

https://www.jpost.com/israel-election-2026/article-913069

„Bis zu 650.000 Sonderstimmen könnten das Ergebnis der israelischen Wahl noch einmal grundlegend verändern

Bei den israelischen Parlamentswahlen wurden bislang knapp 2,85 Millionen Stimmen ausgezählt. Hunderttausende weitere Stimmen, die außerhalb der regulären Wahllokale abgegeben wurden, müssen jedoch noch überprüft und ausgezählt werden – was bedeutet, dass die endgültige Sitzverteilung im Parlament noch ungewiss ist. Ihre Einbeziehung könnte das politische Kräfteverhältnis, das sich seit Schließung der Wahllokale am Dienstagabend abzeichnet, noch verschieben.

Bis Mittwochmorgen um 7:45 Uhr lagen der Zentralen Wahlkommission die Ergebnisse aus 6.660 der insgesamt 13.389 Wahllokale vor – das entspricht 49,7 % aller Wahllokale. Insgesamt wurden 2.841.668 gültige Stimmen gezählt. Der rechtsgerichtete und religiöse Block von Premierminister Benjamin Netanjahu kam auf 56 Sitze, das gegnerische Lager unter Führung des ehemaligen Militärchefs Gadi Eisenkot auf 49 Sitze, und die arabischen Parteien erreichten zusammen 15 Sitze. Keines der beiden Hauptlager konnte die für eine Mehrheit in der 120-köpfigen Knesset erforderlichen 61 Sitze auf sich vereinen…

Zu den noch ausstehenden Stimmen gehören die sogenannten 'Doppelumschlag-Stimmen' – ein Verfahren, das es Wahlberechtigten, die ihr eigentlich zugewiesenes Wahllokal nicht aufsuchen können, ermöglicht, ihre Stimme an einem anderen Ort abzugeben…

Aufgrund des anhaltenden Krieges, der hohen Zahl mobilisierter Reservisten sowie vieler Israelis, die ihre Heimat verlassen mussten, hatte sich die Zentrale Wahlkommission auf eine beispiellose Anzahl solcher Stimmen eingestellt. Bei der Wahl 2022 wurden mehr als 460.000 dieser Stimmen abgegeben; in diesem Jahr dürften es schätzungsweise 600.000 bis 650.000 sein. Dies entspricht einer Stimmenzahl, die etwa 15 Sitzen in der Knesset gleichkommt…

Historisch gesehen kommen diese Stimmen tendenziell den zionistischen Parteien aus dem gesamten politischen Spektrum zugute – vor allem deshalb, weil Soldaten einen beträchtlichen Teil der Wähler ausmachen, die dieses Verfahren nutzen.

Die Auszählung dieser Stimmen erfordert zusätzliche Prüfschritte und wird voraussichtlich über die reguläre Stimmenauszählung hinaus andauern – möglicherweise sogar bis in den Freitag hinein. Da Netanjahus Block derzeit fünf Sitze von einer Mehrheit entfernt ist und Eisenkots Block noch weiter zurückliegt, könnte die endgültige Sitzverteilung erhebliche Auswirkungen auf die Koalitionsverhandlungen haben. Bis alle Stimmen überprüft und einbezogen sind, bleiben die aktuellen Sitzprognosen vorläufig; die Parteien könnten also noch an Sitzen gewinnen oder welche verlieren, bevor die endgültigen Ergebnisse feststehen.“

https://www.ynetnews.com/article/s1iwdzkpge

Wir können beten

  • dass der HERR als DER HIRTE Israels zum Wohle Seines Volkes eingreift. „Also werden sie erfahren, dass ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht Gott, der HERR. Und ihr seid meine Herde; ihr Menschen seid die Schafe meiner Weide! Ich bin euer Gott, spricht Gott, der HERR.“ (Hes 34:30-31)
  • dass ER nach der Auszählung aller Stimmen die Bildung einer Regierung ermöglicht und Israel nicht noch einmal wählen muss.
  • dass ER diejenigen, die Ihm treu waren und bisher zum Wohl des Volkes gearbeitet haben, in ihrem Amt bestätigt. 
  • dass ER die Politiker, denen es nicht um das Wohl des Volkes geht, von Regierungsverantwortung fernhält und Israel demütige Führer gibt. „Er hat Gewaltige von den Thronen gestoßen und Niedrige erhöht.“ (Lk 1:52)
  • dass der HERR „verständige Leute“ in Regierungsverantwortung bringen möge, die mit einer stabilen Mehrheit das Land für eine längere Zeit regieren. „Ein treuloses Land erlebt häufigen Fürstenwechsel; wo aber verständige Leute sind, die wissen, was sich gehört, kann einer lange regieren.“ (Spr 28:2)
  • dass die neue Regierung mit ihren Maßnahmen mehr Einheit im Volk bewirkt. „Dann ist Schluss mit Efraïms Neid und die Feindseligkeit Judas hat ein Ende. Efraïm wird nicht mehr neidisch sein auf Juda und Juda wird Efraïm nicht mehr befeinden.“ (Jes 11:13)
  • dass JESUS sich als der Hüter und Hirte Israels über Sein Volk erbarmt und ihnen Regierende gibt, die nach Wahrheit und Integrität streben, die ihrer Nation dienen wollen und sie nicht für ihre eigenen Absichten benutzen oder missbrauchen. 

3. Aliyah

„Die Krise in Frankreich ist eine historische Chance…

Die Unruhen in Frankreich haben in Israel die zu erwartenden Reaktionen ausgelöst. Einige äußern Besorgnis angesichts der Bilder aus Paris, Lille und Marseille, während andere ihre Genugtuung darüber, dass einer der schärfsten europäischen Kritiker Israels in eine Krise geraten ist, kaum verbergen können.

Doch anstatt sich zurückzulehnen und zuzusehen, wie Europa brennt, sollte sich Israel auf eine zentrale Frage konzentrieren: Wie lässt sich die Krise in Frankreich in eine historische Chance für Israel verwandeln?

In Frankreich leben etwa eine halbe Million Juden – die größte jüdische Gemeinschaft Europas und eine der bedeutendsten weltweit… 

Nicht alle französischen Juden möchten ihre Heimat verlassen, und nicht jede Krise in Frankreich führt zwangsläufig zu einer Alijah. Genau deshalb benötigt Israel eine proaktive Politik. Israel sollte sich auf eine zentrale Frage konzentrieren: Wie lässt sich die Krise in Frankreich in eine historische Chance für Israel verwandeln?...

Unmittelbar nach den Wahlen muss die israelische Regierung eine gezielte, … nationale Kampagne starten, um die Alija aus Frankreich zu fördern… 

Die Kampagne sollte darauf abzielen, in den kommenden Jahren Zehntausende französischer Juden nach Israel zu holen und zugleich bereits in den ersten Monaten praktische Einwanderungswege für Tausende von Familien zu schaffen. Der Schlüssel zum Erfolg dieser Kampagne liegt jedoch nicht allein bei den Regierungsministerien oder nationalen Institutionen. Er hängt in erheblichem Maße auch von den israelischen Arbeitgebern ab.

Israels Wirtschaftsführer sind gefordert.

Israel benötigt dringend Fachkräfte. Krankenhäuser brauchen Ärzte und Pflegepersonal, Technologieunternehmen suchen Ingenieure, im verarbeitenden Gewerbe werden qualifizierte Handwerker benötigt, und Verkehrsbetriebe suchen Busfahrer. Der Mangel beschränkt sich keineswegs auf den High-Tech-Sektor oder prestigeträchtige Berufe. Er ist in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens spürbar, beeinträchtigt die wirtschaftliche Produktivität und mindert die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen.

In Frankreich leben viele Juden, die dazu beitragen könnten, diesen Bedarf zu decken. Doch entgegen der gängigen Praxis gibt es keinen Grund, erst abzuwarten, bis sie sich zur Einwanderung nach Israel (Alija) entschließen, bevor man versucht, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Prozess sollte umgekehrt werden: Man sollte ihnen Arbeitsplätze in Israel, berufliche Perspektiven und finanzielle Sicherheit bieten. So wird die Alija von einer vagen Möglichkeit zu einem konkreten Lebensplan.

Dies erfordert den aktiven Einsatz der israelischen Wirtschaftsführer. Sie sollten Arbeitsverträge anbieten, bei der Aus- und Weiterbildung unterstützen und sich an einer umfassenden Initiative beteiligen, die es Familien ermöglicht, ihren Lebensmittelpunkt nach Israel zu verlagern.

Ein israelischer Arbeitgeber, der in Frankreich Personal rekrutiert, löst nicht nur ein eigenes Besetzungsproblem – er trägt aktiv dazu bei, die künftige Stärke des Staates Israel zu festigen.

Barrieren abbauen

Der Staat Israel muss bürokratische Hürden beseitigen, die Anerkennung beruflicher Qualifikationen und Abschlüsse beschleunigen, Unterstützung bei der Wohnungs- und Bildungssuche bieten und sicherstellen, dass sich neue Einwanderer schnell in die israelische Gesellschaft integrieren können.

Die Jewish Agency for Israel (Jüdische Agentur für Israel) und andere nationale Institutionen müssen bei diesem Vorhaben eine zentrale Rolle spielen.

Das Leitprinzip sollte ein Paradigmenwechsel sein: Weg von einer Politik, die passiv auf die Ankunft von Einwanderern wartet, hin zu einem Ansatz, der die Alija aktiv fördert und erleichtert.

Vor 35 Jahren erkannte Premierminister Jitzhak Schamir, dass die große Einwanderungswelle aus der Sowjetunion nicht nur eine Herausforderung bei der Aufnahme der Menschen darstellte, sondern eine historische Chance zur Transformation Israels bot. Ein Land mit damals 5 Millionen Einwohnern mobilisierte sich für eine schier unmögliche Aufgabe – und veränderte innerhalb weniger Jahre seine Zukunft. Langfristig legte diese nationale Kraftanstrengung den Grundstein dafür, dass sich Israel zur „Startup-Nation“ entwickeln konnte. Israel ist heute stärker, wohlhabender und weiter entwickelt, als es in den 1990er Jahren war. Es gibt keinen Grund, warum es nicht eine ähnliche Mission in Angriff nehmen könnte. Doch dazu bedarf es einer Führung, die in der Lage ist, über die Ereignisse des Tages hinauszublicken, die wirkenden historischen Kräfte zu verstehen und Gelegenheiten in Taten umzusetzen.“

https://www.israelhayom.com/2026/10/23/frances-crisis-is-a-historic-opportunity-but-israel-is-missing-it/

Wir können beten

  • und dem GOTT ISRAELS danken, dass ER die Sammlung Seines Volkes zur „Chefsache“ erklärt hat. „Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen holen.“ (5 Mose 30:4)
  • und IHM danken, dass Gott überraschende Wege für die Juden öffnet, auf denen sie nach Hause kommen können, so wie es in Seinem Wort verheißen ist: „Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde.“ (Jes 43:19)
  • dass der HERR die Juden in der Diaspora daran erinnert, dass ER ihnen im Staat Israel eine Heimat gegeben hat, wo sie sein sollen und dass sie auch wirklich nach Israel gehen. „Denn es gibt noch einen Lohn für deine Mühe, spricht der Herr; und sie (deine Kinder) sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes; und es ist Hoffnung vorhanden für deine Zukunft, spricht der Herr, und deine Söhne werden zu ihren Grenzen zurückkehren!“ (Jer 31:16b,17)
  • dass ER jetzt handelt, wie ER in Sacharja verheißen hat. „Ich will ihnen pfeifen und sie sammeln; denn ich habe sie erlöst; und sie sollen so zahlreich werden, wie sie einstmals waren.“ (Sach 10:8) 
  • dass ER der neuen Regierung Israels und den im Zeitungsartikel genannten Gruppen und Institutionen Gnade gibt, diese Gelegenheit zu ergreifen und aktiv zu werden. 
  • dass ER auch allen Christen, die ER als Mitarbeiter zu diesem Werk berufen hat, schützt und mit Weisheit ausrüstet, z.B. Ebenezer Operation Exodus Johannes Barthel (Regionaler Koordinator), Jeremy Smith (Nationaler Koordinator) und Colin Ross (Gebetsleiter). „Da wir denn Mitarbeiter sind, so ermahnen wir euch auch, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen!“ (2 Kor 6:1)


Für Deutschland

Bitte nutzt doch noch einmal die Gebetsanliegen vom 21. Oktober.

Hier noch eine Ergänzung zu Punkt 3. Regierung und Gesellschaft. 

„‘GenZ‘-Demos am 31. Oktober: Schülersprecherin lobt Protestaufrufe – Linken-Chefin nennt Frankreich als Vorbild

Nach gewalttätigen Ausschreitungen bei großen Jugendprotesten in Frankreich und Italien nehmen Sicherheitsbehörden einen Demonstrationsaufruf für den 31. Oktober in Deutschland in den Blick. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) sagte bei WELT TV, ihm machten die angekündigten Proteste 'allergrößte Sorgen'.

Hinter dem Aufruf im Internet steht eine Initiative, die sich 'GenZ regelt' beziehungsweise 'GenZ steht auf' nennt. Sie setzt sich unter anderem für mehr Klimaschutz, für Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und gegen die Wehrpflicht ein. Dabei lehnt sie Gewalt ausdrücklich ab.

‚Ich nehme den Veranstaltern ihre Distanzierung von möglichen Gewalttaten nicht ab‘, erklärte Redmann. ‚Warum sucht man sich ausgerechnet den Halloween-Tag aus für eine solche Aktion?‘ An Halloween hätten in den vergangenen Jahren immer wieder Straftaten stattgefunden...

Linken-Chefin Schwerdtner: Stelle mich schützend vor euch

Linken-Chefin Ines Schwerdtner forderte am Mittwoch bei einem Online-Briefing der Studentenorganisation ihrer Partei Massenproteste. ‚Was in Frankreich funktioniert, die verschiedenen Bewegungen zu verbinden, müssen wir auch in Deutschland machen. Aber auf unserer eigenen Basis sozusagen‘, sagte sie… Sie betonte, sie wolle sich schützend vor Demonstranten stellen, ‚wenn ihr angegriffen werdet, egal ob von der Polizei oder von den Medien, darauf könnt ihr euch verlassen‘…

Über Schwerdtners Äußerungen gegenüber Studenten sagte CDU-Politiker Redmann: ‚Das ist ein fatales Signal.‘ Die Linke stelle sich in die Tradition ‚dieser französischen Gewalttaten‘, betonte er. ‚Damit trägt man auch eine politische Verantwortung dafür, was hier in Deutschland auf den Straßen am 31. passiert.‘“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6ad9a16a199dc15f1abdc9b9/genz-demos-am-31-oktober-schuelersprecherin-lobt-protestaufrufe-linken-chefin-nennt-frankreich-als-vorbild.html?source=puerto-reco-2_ABC-V51.1.D_schlagzeilen

„‘Gen Z regelt‘: ‚Gruselige Linksextremisten oder Islamisten brauchen ohnehin keine Maske‘ – Polizeigewerkschaft warnt vor Halloween-Gewalt 

Steht Deutschland ein Halloween der Gewalt bevor? Mehr als 5.000 Menschen haben online bereits ihre Teilnahme an der 'Gen Z regelt'-Demonstration am Samstag in Magdeburg angekündigt. Es wächst die Sorge, welche Dimension die 'Proteste' in Großstädten wie Berlin oder Hamburg am Wochenende erreichen könnten

In Frankreich waren Demonstrationen zuletzt von Krawallen, Plünderungen und gewaltsamen Angriffen auf Polizisten begleitet worden. Polizeigewerkschafter Manuel Ostermann warnt mit Blick auf Deutschland: 'Hier demonstriert nicht die Klasse 3b, sondern das linksextremistische und migrantisch gewaltbereite Milieu. Die Polizei wird vorbereitet sein.'

Nun verschärft auch die Deutsche Polizeigewerkschaft ihre Warnung: Gewaltbereite linksextreme und islamistische Gruppen könnten die Proteste unterwandern, heißt es in einer aktuellen Mitteilung. 

DPolG-Chef Heiko Teggatz macht deutlich, dass die Polizei bei Gewalt konsequent einschreiten werde: 'Das Vermummungsverbot gilt selbstverständlich auch am Reformationstag und in der Halloween-Nacht. Gruselige Linksextremisten oder Islamisten brauchen ohnehin keine Maske. Wenn sie diesen Tag nutzen, um vermummt Straftaten zu begehen, werden meine Kollegen hart durchgreifen.'

Bundesweit ruft die Initiative 'Gen Z regelt' in 23 Städten zu Protesten auf…“ 

https://nius.de/gesellschaft/sorge-vor-halloween-gewalt-deutschland

Und zum Schluss aus einem Sondermail-Aufruf von unseren Geschwistern von der ICEJ, Deutscher Zweig e.V, zum Beten:

„So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagungen für alle Menschen, für die Könige und alle Obrigkeit… 1.Timotheus 2,ff 

Liebe Botschaftsfreunde,

der Funke aus Frankreich soll am 31. Oktober in Deutschland einen Flächenbrand auslösen. In den Sozielane Netzwerken werden Schüler zum 'Halloween-Tag' zu Portesten aufgerufen – für bessere Schulen, gegen Wehrpflicht und Schuldenbremse.

Es ist wahr: viele Schulen sind in einem schlimmen Zustand und unsere junge Generation hat berechtigte Zukunftsängste. 

Tatsächlich jedoch rufen derzeit vor allem Linksradikale, Islamisten und 'Pro-Pälistine'-Aktivisten zum Protest auf – und diese Gruppen bezeichnen ausdrücklich die gewalttätigen Ausschreitungen und brennenden Städte Frankreichs als Vorbild. Sie propagieren Zerstörung und Plünderung unter dem Deckmantel von 'Schülerprotesten'. 

Als Christen haben wir den Auftrag, für unser Land und unsere Regierung zu beten. Abraham ist vor Gott für Sodom eingetreten. Er hat um die Menschen dieser düsteren Stadt gerungen! Und hätten sich dort nur 10 Gerechte gefunden, hätte Gott auf Abrahams bitte hin die ganze Stadt verschont...“

Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!

Heinz-Jürgen Heuhsen 

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