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Wöchentliches Gebet

Wöchentliches Gebet - 02. September 2026

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem. 

„Deine Gnade, o HERR, sei über uns, wie wir es von dir erhoffen!“ (Ps 33,22)

Wir haben Psalm 33 aufgeschlagen.

In fast allen Gebetsversammlungen, an denen ich teilgenommen habe und in denen dieser Psalm verwendet wurde, betete man nur die Verse 10 und 11, vielleicht noch Vers 12.

Ps 33,10-12

„Der HERR vereitelt den Rat der Heiden, er verhindert die Anschläge der Völker. Der Rat des HERRN besteht ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er sich zum Erbe erwählt hat!“

So wunderbar und beruhigend diese Verse auch sind, sie offenbaren bloß eine Seite des Problems Israels. Zweifellos ein großes Problem, jedoch nicht das zentrale.

Das zentrale Problem Israels erwächst aus Gottes Wesen. Genau das, was uns tröstet und Zuversicht gibt, offenbart auch unser Problem als Nation. 

Betrachten wir jedoch zunächst die wunderbaren Eigenschaften und das Wesen Gottes. Wir tun gut daran, auf die Verse 1–3 zu antworten, die uns dazu aufrufen, uns Seiner zu freuen!

Dazu berufen, all das, wer Gott ist, zu feiern.

Ps 33,1-3

„Jauchzet dem HERRN, ihr Gerechten! Den Redlichen ziemt Lobgesang. Preiset den HERRN mit der Harfe, spielet ihm auf dem zehnsaitigen Psalter; singet ihm ein neues Lied, spielet gut, mit Posaunenschall!“

Ps 33,4-21  -  Entfaltung einiger Eigenschaften Gottes und Seiner Identität

Ps 33,4-5  -  Der Charakter Gottes

„Denn das Wort des HERRN ist richtig, und all sein Werk ist Treue. Er liebt Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Gnade des HERRN.“

Ps 33,6–9  -  Gottes Identität

„Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht und ihr ganzes Heer durch den Geist seines Mundes. Er sammelt die Wasser des Meeres wie einen Haufen, legt in Behälter die Fluten. Alle Welt fürchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt. Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da!“

Er sprach, und das gesamte Universum war einfach da. Keine Anstrengung, kein Widerstand, kein Widersacher. 

Das Zusammenströmen der Meeresgewässer zu einem Haufen spielt zweifellos auf den Auszug aus Ägypten an.

Ps 33,10–12  -  Gottes Autorität

Dies sind die vertrauten Verse, die wir oft gebetet haben; sie beleuchten jedoch nur eine Seite des Problems.

Ps 33,13–15  -  Die Nähe Gottes

„Vom Himmel schaut der HERR herab, er betrachtet alle Menschenkinder; von seinem festen Thron sieht er alle, die auf Erden wohnen; er, der ihrer aller Herz gebildet hat, bemerkt auch alle ihre Werke.“

Gott ist nahe. ER sieht alles. Nichts über dich – und auch nichts über irgendeinen anderen Sohn Adams – entgeht Gottes Einsicht.

Ps 33,16–17  -  Die Rettung Gottes

„Einem König ist nicht geholfen mit viel Heeresmacht, ein Held wird nicht errettet durch große Kraft; das Roß ist unzuverlässig zur Rettung, und trotz seiner großen Stärke kann man nicht entrinnen.“

Das gilt natürlich auch 100%ig für unsere Erlösung durch den Messias. Trotz all seiner Weisheit, Macht und Fähigkeiten kann der Mensch sich nicht selbst erretten. Er ist dazu völlig unfähig.

Ps  33,18–21  -  Die Treue Gottes

„Siehe, der HERR hat ein Auge auf die, so ihn fürchten, die auf seine Gnade hoffen, dass er ihre Seele vom Tode errette und sie in der Teuerung am Leben erhalte. Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist unsre Hilfe und unser Schild. Ja, an ihm soll unser Herz sich freuen; denn auf seinen heiligen Namen haben wir unser Vertrauen gesetzt.“

Was bedeutet es, auf diesen treuen Gott zu warten / zu harren? 

Hier ist der Punkt unserer Glaubenszweifel: Warten auf Befreiung und Versorgung in Zeiten der Not. 

Für denjenigen, der in dieser Weise wartet, kommt die Gewissheit, dass er sich noch an Gottes Antwort erfreuen wird. Der treue Gott wird durchkommen!

Ps 33,22  -   Die Barmherzigkeit Gottes

„Deine Gnade, o HERR, sei über uns, wie wir es von dir erhoffen!“

Das hebräische Wort für „Hoffnung“ ist „yachal“. Es bedeutet: warten, erwartungsvoll Ausschau halten… Es schließt das Warten auf etwas oder jemanden ein, der noch nicht angekommen ist, während die Situation weiterhin schwierig bleibt. Das bedeutet, warten mit einem gewissen Maß an Schmerz und Leiden.

Erkennst du, wo unser Problem ist? Es liegt in der Art und dem Wesen Gottes.

Ps 33,4-5

„Denn das Wort des HERRN ist richtig, und all sein Werk ist Treue. Er liebt Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Gnade des HERRN.“

Wir hingegen haben das Land mit Unrecht und Bosheit erfüllt. Als Nation haben wir uns weit von Gott und Seinem Wesen entfernt. All das mündet in der Ablehnung unseres Königs, des Herrn Jesus.

Was bleibt uns also zu tun? 

Zu DEM um Gnade zu flehen, der hier beschrieben ist, auf der Grundlage dessen, wer ER ist und wie ER ist!

Und so endet dieser Psalm mit Gebet.

Ps 33,22

„Deine Gnade, o HERR, sei über uns, wie wir es von dir erhoffen!“

Das einzige Gebet in diesem Psalm ist dieser eine Vers: das Flehen um Gnade – das genügt.

Genau die Dinge, die uns in Gott Schwierigkeiten bereiten, sind die Dinge, die uns sowohl geistlich als auch physisch retten werden.

Überführung von Schuld und Errettung gehören zusammen; ist das nicht genau das, was am Kreuz geschieht?

Und so wird GOTT uns von unseren Sünden erretten, und ER wird uns von unseren Feinden erretten. Das sagt dieser Psalm, und er schreibt diese zweifache Errettung allein Gott zu!

Deshalb können wir voller Hoffnung und Zuversicht sagen: „Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er sich zum Erbe erwählt hat!“ (Ps 33,12)

Um unsere Lage und unsere Hoffnung besser zu verstehen, lohnt es sich, Apg 3,13-26 zu lesen.

„Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll und nicht verziehen.“ (Hebr 10,37)

Gottes Segen in Yeshua,

Ofer

1. Aufgerufen, alles zu feiern, was Gott ist

Bei allen Schwierigkeiten und Kämpfen schenkt Gott Seinem Volk auch jetzt immer wieder Gründe zum Feiern und zum Danken, wie die folgenden Artikel zeigen. 

‘Der wahre Sieg‘: Der ehemalige Gaza-Geisel Elkana Bohbot freut sich über die Geburt seiner Tochter.

In einem Instagram-Post teilte Bohbot ein Foto von sich, seiner Frau und dem Neugeborenen im Krankenhaus. Dazu schrieb er einen Vers aus den Psalmen und dankte Gott.

Bohbot wurde am 13. Oktober 2025 aus der Gefangenschaft der Hamas befreit, nachdem er über zwei Jahre in Tunneln unter Gaza verbracht hatte. Im Zuge seiner Genesung veröffentlichte er das Buch '738 Tage in Hamas-Gefangenschaft', in dem er seine Überlebensgeschichte schildert.

Präsident Isaac Herzog gratulierte dem Paar und übermittelte seine besten Wünsche. 'Der wahre Sieg!', schrieb er auf Twitter. 'Wir wünschen Ihnen und Ihrer ganzen Familie alles Gute und hoffen, dass Sie Ihre Tochter in Ruhe, Glück, Gesundheit und Liebe aufziehen werden.'

Der Vorsitzende von Yisrael Beytenu, Knessetabgeordneter Avigdor Lieberman, gratulierte dem Paar ebenfalls zur Geburt ihrer Tochter.

‚Möge Ihre Tochter in Frieden und mit viel Liebe aufwachsen. Ganz Israel freut sich mit Ihnen.‘“

https://www.jpost.com/israel-news/article-906894

Neue Familien hauchen dem vom Krieg gezeichneten Kiryat Shmona neues Leben ein

Nachdem der Hermon-Platz in Kirjat Schmona mehr als ein Jahrzehnt lang verwaist war, erwachte er am Donnerstag, dem 27. August, zu neuem Leben: Eine Gruppe von Familien, die in den letzten Monaten in die Stadt gezogen waren, eröffnete ein Café sowie ein Kulturzentrum, um das geschäftliche Treiben in diesem Bereich wiederzubeleben.

Als der Moderator der Eröffnungsveranstaltung die neuen Einwohner der Stadt bat, die Hand zu heben, schnellten Hunderte von Händen in die Höhe. Jacqueline Elharar (83), Mutter von 18 Kindern, die in den späten 1950er Jahren aus Marokko nach Kirjat Schmona eingewandert war, wurde als Vertreterin der alteingesessenen Bevölkerung auf die Bühne gebeten; dort überreichte ihr eine der Familien, die erst in der Vorwoche zugezogen waren, einen Blumenstrauß. 'Es war sehr bewegend, sie kennenzulernen', sagte sie. 'Sie bringen Licht mit. Man hat das Gefühl, dass auch hier gute Nachrichten Einzug halten. Das ist keine Selbstverständlichkeit für uns.'

Die Initiative zur Gründung des Cafés und des lokalen Kulturzentrums wird von Danny Koten geleitet – einem Sozialunternehmer und Mitbegründer des 'Garin Kiryat Shmona', einer Gemeinschaftsgruppe, deren Mitglieder in die Stadt gezogen sind. Koten selbst ist aus Tel Aviv hierhergekommen und engagiert sich dafür, den neuen Familien bei der Eingewöhnung zu helfen...

Auf dem nahegelegenen IDF-Platz richtet zudem die 'Tarbut-Bewegung' einen Kreativ- und Aktionsraum für Künstler ein, die am Anfang ihrer Karriere stehen...

Um die Wiederbelebung des verwaisten Stadtzentrums zu unterstützen, beteiligte sich die Bank Hapoalim über ihren Fonds 'Poalim for Revival' an den neuen Initiativen und spendete mehr als eine halbe Million Schekel.

Neben dem Café und einem Gemeinschafts-Arbeitsbereich (Coworking-Space) werden im Laufe des Jahres unter dem Motto 'Live-Donnerstag auf dem Platz' zwölf Kulturveranstaltungen stattfinden – mit Live-Auftritten und einem Nachtmarkt, auf dem lokale Unternehmen ihre Stände betreiben.

‚Wir freuen uns sehr zu sehen, wie die Vision Wirklichkeit wird und Leben auf den Stadtplatz zurückkehrt‘, sagte Sharona Tarshish, Leiterin für gesellschaftliches Engagement bei der Bank Hapoalim.

Der Bürgermeister von Kirjat Schmona, Avichai Stern, hieß die neuen Einwohner willkommen. ‚Sie haben sich entschieden, hierherzukommen – zu einer Zeit, in der die Wahl für Kirjat Schmona keineswegs selbstverständlich ist‘, sagte er. ‚Sie haben sich nicht nur für eine neue Adresse entschieden, sondern für eine Gemeinschaft.‘“

https://www.ynetnews.com/article/s1nylsbozl

Wir können beten

  • und dem HERRN mit Seinem Volk für das Wunder der Errettung von Elkana Bohbot, seiner Heilung, Wiederherstellung und dem neuen Leben, das Er dieser Familie geschenkt hat, danken. „Jauchzet dem HERRN, ihr Gerechten! Den Redlichen ziemt Lobgesang. Preiset den HERRN mit der Harfe, spielet ihm auf dem zehnsaitigen Psalter; singet ihm ein neues Lied, spielet gut, mit Posaunenschall!“ (Ps 33,1–3)
  • und dem HERRN danken, dass ER Elkana auch bewegt hat, dem GOTT Israels öffentlich (auf Instagramm) die Ehre zu geben. „Die in Finsternis und Todesschatten saßen, gebunden in Elend und Eisen… die sollen dem HERRN danken für seine Gnade und für seine Wunder an den Menschenkindern, dass er eherne Türen zerbricht und eiserne Riegel zerschlägt!“ (Ps 107,10.15-16)
  • dass Elkana Bohbot und alle Geiseln, die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt sind, doch DEN, der sie befreit hat, Yeshua, persönlich kennen lernen und IHM mit ihrem wiedergewonnenen Leben dienen. 
  • dass all das für die Israelis, die noch unter den Folgen des Hamas-Angriffs leiden, ermutigt, Gott zu suchen!
  • und dem HERRN danken, dass durch den Krieg Israelis aus Tel Aviv und anderen Orten eine Sicht dafür bekommen haben, dem Auftrag Gottes zu folgen und auch in grenznahe Städte wie Kiryat Shmona zu ziehen. „Siehe, ich habe euch das Land, das vor euch liegt, gegeben; geht hinein und nehmt das Land ein, von dem der HERR euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wolle.“ (5 Mose 1,8)

2. Errettung Israels

Wir können beten

  • und dem HERRN danken, dass ER Seine Treue zu Israel immer wieder in Seinem Wort bestätigt. „Euch zuerst hat Gott, indem er seinen Sohn Jesus auferweckte, ihn gesandt, um euch zu segnen, durch Bekehrung eines jeden unter euch von seiner Bosheit.“ (Apg 3,26)
  • und vor GOTT die Tatsache bekennen, dass Israel voller Ungerechtigkeit und Korruption ist. „Hasset das Böse und liebet das Gute und gebet dem Recht seinen Platz im Tor; vielleicht wird der HERR, der Gott der Heerscharen, dem Überrest Josephs gnädig sein.“ (Am 5,15)
  • dass der HERR Seinen Geist über dieses zutiefst bedürftige Land ausgießen möge.
  • dass ER durch Seinen Geist viele in Israel bewegt, IHN zu suchen. „Ich aber will nach dem HERRN ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich hören.“ (Mi 7,7)
  • dass Menschen durch das Wirken des Heiligen Geistes von ihrer Sünde überführt werden. „Wir erkennen, o HERR, unsere Bosheit und die Sünde unsrer Väter, dass wir wider dich gesündigt haben.“ (Jer 14,20)  
  • dass der HERR sich Seines Volkes erbarmt, ihre Bosheit bezwingt und sie zu Seinem Volk macht, wie ER ihren Vätern geschworen hat. „Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Bosheit bezwingen. Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen! Du wirst Jakob treulich geben und Abraham gnädig halten, was du unseren Vätern vorlängst geschworen hast.“ (Mi 7,19-20) 

3. Der Leib des Messias im Land Israel

Wir können beten

  • dass der HERR die messianische Gemeinde im Land Israel erweckt, IHN neu zu suchen. „Denn also spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben!“  (Am 5,4)
  • dass ER auf Seine Gemeinde neu Seinen Geist ausgießen möge. „Und als sie gebetet hatten, erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren, und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.“ (Apg 4,31)
  • dass ER einen Hunger in ihre Herzen gibt, IHM zu gefallen. „Die verkehrten Herzen sind dem HERRN ein Gräuel; die aber unsträflich wandeln, gefallen ihm wohl.“ (Spr 11,20)
  • dass Seine Gemeinde in Israel den Ruf Gottes nach Heiligung hört. „wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, werdet auch ihr heilig in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: "Ihr sollt heilig sein! Denn ich bin heilig." (1 Petr 1,15-16)
  • dass Er Seine Gemeinde lehrt, ein diszipliniertes Leben im Wort und im Wandel vor IHM zu führen. „Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu Gottes Ehre!“ (1 Kor 10,31)
  • dass der HERR ihre Herzen mit Erbarmen und Retterliebe für die vielen Juden im Land, erfüllt, die Yeshua noch nicht erkannt haben, und sie dafür beten und arbeiten. „Ich ermahne dich nachdrücklich vor Gott und vor Jesus Christus, der alle Menschen richten wird, die Lebenden und die Toten! Ich beschwöre dich, so gewiss Christus erscheinen und seine Herrschaft aufrichten wird: Verkünde den Menschen die Botschaft Gottes, gleichgültig, ob es ihnen passt oder nicht! Rede ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht und ermutige sie! Werde nicht müde, ihnen den rechten Weg zu zeigen!“ (2 Tim 4,1-2; GN)

 
Für Deutschland

Bitte nehmt doch das Wachen und Beten September als Grundlage zum Beten.

Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!

Heinz-Jürgen Heuhsen

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