Wöchentliches Gebet - 14. Januar 2026
Für Israel
Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Die Botschaft Jeremias: Am Ende steht Gottes Gnade
Jer 2,1-6:
„Und das Wort des HERRN erging an mich und sprach: Gehe hin und predige in die Ohren Jerusalems und sprich: So spricht der HERR: Ich denke noch an deine jugendliche Zuneigung, an die Liebe deiner Brautzeit, da du mir nachzogest in der Wüste, in einem unbebauten Lande. Israel war damals dem HERRN geheiligt, der Erstling seines Ertrages; alle, die es fressen wollten, mussten es büßen; es kam Unglück über sie, spricht der HERR. Höret das Wort des HERRN, Haus Jakob und alle Geschlechter des Hauses Israel! So spricht der HERR: Was haben eure Väter Unrechtes an mir gefunden, dass sie sich von mir entfernt haben und dem Eitlen nachgegangen und nichtig geworden sind? Und sie haben nicht gefragt: Wo ist der HERR, der uns aus Ägyptenland heraufgeführt und uns durch die Wüste geleitet hat, durch ein wildes und zerklüftetes Land, durch ein dürres und totes Land, durch ein Land, wo niemand wandert und das kein Mensch bewohnt?“
Der Hintergrund dieser herzzerreißenden Liebeserklärung ist, dass Juda sich vom HERRN abgewandt und unter den Flügeln Ägyptens oder Assyriens Schutz gesucht hatte. Und obwohl Josia nach Jahrzehnten des Götzendienstes eine Erneuerung und Rückkehr zum HERRN angestoßen hatte, hielt diese nicht an; die Herzen des Volkes waren nicht wahrhaft bekehrt.
Und inmitten dieser schrecklichen, zerrütteten Beziehung finden wir Gott, der mit zärtlichsten Worten zu seinem Volk spricht:
„Ich erinnere mich an die Treue deiner Jugend, wie du mich als Braut geliebt und mir durch die Wüste gefolgt bist, durch ein Land, das nicht besät war.“ (Dearman, Jeremiah and Lamentations, Zondervan, 2002, p.38)
„Erinnerst du dich nicht daran, wie ICH dich damals beschützt habe? Wie alle, die dich verschlingen wollten, vom Unheil getroffen wurden?“ (Dyer, Jeremiah, The Bible Knowledge Commentary; Wheaton, 1985, 1:1135)
„Erinnerst du dich nicht daran, wie ICH dich erlöst, dich aus Ägypten befreit, dich in der heulenden Wüste versorgt und dich durch Wüsten, durch Finsternis und Gefahr geführt habe?“ (V6)
„Welchen Fehler hast du an mir gefunden? Wo habe ICH dich schlecht und ungerecht behandelt? Was habe ICH getan, dass du mich verlassen und dich den Götzen zugewandt hast?“ (V5)
„War ICH für dich eine Wüste, ein Land der Finsternis?“ (V31)
„Kehr zu mir zurück! Wir sind verheiratet, das weißt du.“ (Jer 3,14)
Wie groß ist der göttliche Schmerz!
Im selben Atemzug ruft Gott Israel jedoch nicht nur zur Umkehr auf und bezeugt seine Liebe, sondern er verspricht auch, sein Volk ins Land zurückzuführen und für immer bei ihnen zu wohnen.
Jer 3,14-17:
„Kehret wieder, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der HERR; denn Ich bin euer Herr! Und ich will euch nehmen, einen aus jeder Stadt und zwei aus jedem Geschlecht, und euch nach Zion bringen; ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit Kenntnis und Verstand. Und es wird geschehen, wenn ihr euch dann mehrt und fruchtbar werdet im Lande, in jenen Tagen - spricht der HERR -, so wird man nicht mehr sagen: „die Bundeslade des HERRN"; und sie wird niemandem mehr in den Sinn kommen, man wird ihrer nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen; es wird auch keine mehr gemacht werden. Zu jener Zeit wird man Jerusalem „Thron des HERRN" nennen, und es werden sich alle Heiden dorthin versammeln, zum Namen des HERRN, nach Jerusalem, und sie werden hinfort nicht mehr dem Starrsinn ihres bösen Herzens folgen.“
Wie groß ist die Gnade, die in Christus ist!
Vers 17 bringt einen gewaltigen prophetischen Sprung zum Ausdruck, der auf die Wiederkunft des Herrn hinweist, ja, auf den Messias, der auf dem Thron des HERRN inmitten Seines Volkes sitzt, das nun aus den Erlösten Israels und der Völker besteht. Ein Ölbaum, ein neuer Mensch, ein Leib. Die Völker strömen zu Seiner Majestät, unserem Erlöser.
„Die Erfüllung dieser Verheißung erwartet die Wiederkunft Christi.“ Dyer, Jeremiah, The Bible Knowledge Commentary; Wheaton, 1985, 1:1135)
Mit denselben Worten der Güte (Chesed) und Liebe (Ahava) wie in Jeremia 2:2 spricht Gott zu Israel. Dort war es ihre Güte und Liebe zu Ihm, die nicht von Dauer war. Hier ist es Seine ewige Liebe und Barmherzigkeit.
Jer 31,3:
„Von ferne her ist der HERR mir erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir meine Gnade so lange bewahrt!“
Dort wird Israel als Hure dargestellt (Jer 3,1). Dort (in Kapitel 3) spricht Gott davon, sie wegzuschicken, doch in Kapitel Jer 31 wird sie als Jungfrau gesehen (Jer 31,4). Und er zieht sie als seine Geliebte zu sich zurück.
Wie ist das möglich?
Durch Tod.
Am Kreuz starb der Bräutigam und ist dann wieder vom Tod auferstanden. Mit seiner Errettung stirbt Israel im übertragenen Sinne (Taufe beim Individuum) und wird dann wieder auferweckt. Ein auferstandener Messias für eine auferstandene Braut.
„Gottes Liebe ist nicht nur beständig, sondern auch verwandelnd und erneuernd. Denn sie nimmt die ehebrecherische, sich selbst prostituierende Frau, die Israel geworden war, und spricht sie wieder als Jungfrau Israel an, seine geliebte Braut (wiederholt in Vers 21).“ (Wright, The Message of Jeremiah: Grace in the End, ed. Inter-Varsity Press, 2014, p.315)
UND DIES IST DIE EINZIGE, DOCH AUSREICHENDE HOFFNUNG, DIE ISRAEL HAT!
Sie ist auch die einzige Grundlage unserer Fürbitte.
1. Errettung Israels
Angesichts des erschreckend schnellen Anstiegs und der unkontrollierten Ausbreitung des Antisemitismus weltweit, bei dem scheinbar jede moralische Schranke gegen den ungezügelten Hass gefallen ist, flehen wir in unseren Gebeten dringlicher denn je den Herrn um die Erfüllung seiner Verheißungen an.
Wir können beten
- und dem HERRN danken, dass ER über die Jahrtausende Seine Bündnisliebe zu Seinem rebellischen Volk bewahrt und sie nicht endgültig verstoßen hat. „Von ferne her ist der HERR mir erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir meine Gnade so lange bewahrt!“ (Jer 31,3)
- und danken, dass der HERR Seinen Zorn über die Sünde in Gnade umkehrt, weil Israel in Yeshua von Sünde erlöst ist. „In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser.“ (Jes 54,8)
- und dem HERRN danken, dass ER auch heute nicht aufhört, Sein Volk zur Umkehr aufzurufen. „Kehret wieder, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der HERR; denn Ich bin euer Herr!“ (Jer 3,14a)
- dass die folgenden Worte aus Hesekiel in unseren Tagen erfüllt werden: „Und ich will fortan mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der Herr." (Hes 39,29)
2. Regierung, physische Wiederherstellung, Schutz
Gott achtet stets auf die Führung Seines Volkes, sowohl die politische als auch die geistliche. Deshalb ist die Verheißung in Jeremia 3,15 (siehe oben) in der Verheißung der endgültigen Wiederherstellung Israels enthalten. Sie liegt Gott stets am Herzen.
Es besteht auch eine physische Bedrohung für Israels Existenz, u.a. angesichts des türkischen Traums, erneut ein Imperium zu werden.
„Erdoğan warnt Israel, Griechenland und Zypern: Die Türkei wird ihre Seerechte verteidigen.
Bei einer Marinezeremonie in Istanbul, bei der er neue Kriegsschiffe in Dienst stellte, erklärte Erdoğan, die Türkei wolle 'keine Spannungen, Krisen oder Konflikte mit irgendeinem Land' und fügte hinzu, das einzige Ziel seiner Regierung sei 'Frieden und Stabilität für unsere Nachbarn'. Er warnte zudem eindringlich: 'Die Türkei wird keine Verletzungen ihrer Rechte oder ihres Eigentums dulden.' Diese Formulierung wird als Bekräftigung der maritimen und strategischen Ansprüche Ankaras interpretiert.
Die Äußerungen erfolgen im Vorfeld eines trilateralen Gipfeltreffens am Montag in Jerusalem, bei dem Premierminister Benjamin Netanjahu den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis und den zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides treffen wird, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Energie angesichts der Spannungen mit Ankara zu vertiefen.“
https://www.ynetnews.com/article/sjh7klrxbl
Wir können beten
- und dem HERRN danken, dass Gott Israel ein Stück Land auf dieser Erde zugeteilt hat und ER darüber wacht, dass sie dort wohnen können, gleichgültig was Iran, Türkei oder welche Nation sonst noch mit diesem Stück Erde vorhaben. „Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels.“ (5 Mose 32,8)
- dass der HERR die Pläne der Völker um Israel herum zunichte macht. „Der HERR durchkreuzt die Beschlüsse der Völker, er macht ihre stolzen Pläne zunichte.“ (Ps 33,10)
- und dem HERRN danken, dass ER Israel den Sieg über die feindlichen Nationen zugesagt hat. „Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Teppiche deiner Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pfähle; denn zur Rechten und zur Linken wirst du ausbrechen, und dein Same wird die Nationen besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern.“ (Jes 54,2-3)
- dass der HERR in Seiner Liebe zu Seinem Volk diese Zusage für die Regierenden Israels doch wahrmachen möge: „ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit Kenntnis und Verstand.“ (Jer 3,15)
- dass ER der Regierung Israels Gnade und Weisheit gibt, um die Beziehungen zu freundschaftlich gesinnten Nationen wie Griechenland und Zypern zu festigen und nach Seinen Plänen zu erweitern.
- dass ER die Regierenden Israels so leiten möge, wie ER es König David als angemessen offenbart hat. „Der Gott Israels hat gesprochen, der Fels Israels hat zu mir geredet: Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht; und [er]wird sein] wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: Von ihrem Glanz nach dem Regen sprosst das Grün aus der Erde.“ (2 Sam 23,3; Elb)
3. Gemeinde in Israel und weltweit
Die Gemeinde hier und die Gemeinde weltweit müssen sich der Zeichen der Zeit bewusstwerden. Wir erleben zunehmend instabile Zeiten auf der Weltbühne. Nationen, Bündnisse und Wirtschaften geraten ins Wanken. Die Lage kann leicht zu einem umfassenden Weltkrieg, zu wirtschaftlichem Zusammenbruch, und zunehmender Verfolgung eskalieren.
Angesichts dieser Entwicklungen ist es dringend notwendig, dass sich die Gemeinde Christi (hier in Israel und in den Nationen) von ganzem Herzen von der Welt und dem Fleisch abwendet und sich in ihrer ersten Liebe, ihrer Brautliebe, erneuert. Auch wir Gläubigen neigen dazu, uns vom Herrn abzuwenden.
Jesus hat an Seine Brautgemeinde vom Himmel her persönliche Briefe geschrieben. In Seinem ersten Brief an die Gemeinde nennt Er eine Reihe positiver Dinge, lobt sie für ihre Werke, ihre Arbeit – aber spricht genau diesen Punkt warnend an.
Offb 2,1:
„Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.“
Wir können beten
- und dem HERRN danken, dass ER uns in unserer Sünde und Rebellion und Verlorenheit in Liebe angesehen, angenommen und geliebt hat und für uns gestorben ist, um uns vor der ewigen Verdammnis zu retten. „Wie sehr Gott uns liebt, beweist er uns damit, dass Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.“ (Röm 5,8)
- dass ER es in uns wirkt, dass wir auf Seine Liebe angemessen reagieren. „Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.“ (1 Joh 4,19)
- dass ER Seiner Gemeinde weltweit Gnade gibt und sie vor dem Nachlassen in ihrer Liebe zu IHM bewahrt. „Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.“ (Mt 25,5)
- dass ER durch Seinen Geist diese brennende Liebe zu IHM und die Sehnsucht nach IHM, nach Seinem zweiten Kommen auf die Erde, lebendig hält. „so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal ohne Sünde denen erscheinen, die sehnsüchtig auf ihn warten, zum Heil.“ (Hebr 9,28; NKJV)
- dass ER uns mit allem ausrüstet, was wir brauchen, um in dieser Zeit des Wartens auf IHN mit aktivem Tun für IHN zu füllen. „so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unsres Herrn Jesus Christus erwartet“ (1 Kor 1,7)
Für Deutschland
Bitte benutzt noch einmal das Mail von letzter Woche zur Grundlage eurer Gebete.
Hier eine Ergänzung.
3. Anstehende Wahlen 2026
In Deutschland stehen insgesamt 8 unterschiedliche Wahlen in Landtagen, Kreistagen usw. an. Wir wollen zu Beginn des Jahres Grundlegend für die Wahlen und die Menschen beten, die bereits Regierungsgewalt ausüben oder ein solches Amt anstreben.
Dabei sind für uns die Kriterien ausschlaggebend, die Gott als wichtig für Regierende nennt. ER sieht als erstes auf das Herz, den Charakter von Menschen. Als Mose Männer sucht, die das Volk zusammen mit ihm leiten sollen, werden in 2 Mose 18,21 folgende Kriterien genannt:
„Sieh dich aber unter allem Volk nach wackeren Männern um, die gottesfürchtig, wahrhaftig und dem Geiz feind sind.“ (Schl)
… „wähle angesehene Männer aus, die nach Gottes Geboten leben, zuverlässig und unbestechlich sind.“ (GN)
… „tüchtige, gottesfürchtige Männer, Männer der Wahrheit, die den ungerechten Gewinn hassen.“ (Elb)
In unserem Land trifft nicht Mose die Entscheidung über die Personen, sondern die Entscheidung fällt in den angesetzten Wahlen.
„Eine Demokratie zeichnet sich durch die Herrschaft des Volkes aus, die sich in freien Wahlen, Gewaltenteilung (Legislative, Exekutive, Judikative) und der Achtung von Grund- und Menschenrechten zeigt, wobei alle Bürger gleiche Rechte und Pflichten haben, sich politisch zu beteiligen und ihre Meinung frei zu äußern, alles im Rahmen einer Rechtsordnung.
Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus. Das Volk wählt seine Vertreter oder stimmt direkt über Sachfragen ab (repräsentative und direkte Demokratie).“ (Wikipedia)
Die Möglichkeit, sich über allgemein zugängliche Medien über die Parteien und Politiker, die zur Wahl antreten oder schon ein Regierungsamt haben, informieren zu können, ist eine entscheidende Vorbedingung für den Sinn von Wahlen. Wird diese Möglichkeit eingeschränkt, entfällt ein entscheidendes Element für eine funktionierende Demokratie.
„Weniger Demokratie wagen
Daniel Günther (CDU, amtierender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein) und die Freiheit, das wird in diesem Leben wohl eher nichts mehr. Ist auch total in Ordnung: Frei zu sein bedeutet schließlich nicht, dass man diesen Zustand auch mögen muss, und wenn man sie wirklich gar nicht mehr aushält, diese wenigen verbotsfreien Lebenszonen, gibt es da ja immer noch ein paar andere mögliche Wohnorte auf der Welt, China oder so.
Doch Günther sieht offenbar noch Hoffnung für die deutsche Demokratie so wie er sie sich vorstellt, sonst würde er sie wohl nicht immer retten wollen, was an und für sich ja eine sehr ritterliche Lebenseinstellung ist...
Bemerkenswerter ist eigentlich nur seine Auffassung von Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland. Denn damit ging es am Mittwochabend in der Sendung von Markus Lanz erst so richtig los. 'Fänden Sie es gut, wenn wir den australischen Weg gingen? Social-Media-Verbot bis 16?', fragte der Moderator den CDU-Mann. 'Absolut!', antwortete dieser, 'in Deutschland, in Europa. Das muss kommen.'…
Und weiter gings: 'Tech-Konzerne regulieren?', fragte Lanz. Günther: 'Absolut. Digitalabgabe, um traditionelle Medien auch in unserem Land zu stützen.'
Traditionelle Medien findet Günther also okay. Blöd nur, dass die Freiheit der Medien hierzulande auch darin besteht, nicht traditionell zu sein. Ganz so, als wären wir tatsächlich im 21. Jahrhundert. 'Selbst Abgeordnete unserer Fraktion gucken sich solchen Quatsch an!...
Viele Medien orientieren sich mittlerweile auch an diesen sozialen Medien, indem sie selbst politische Agitation betreiben und nicht mehr Journalismus machen!', … 'Es gibt Abgeordnete in meiner Union, die solche Portale lesen. Die so was auch weiterschicken und in WhatsApp-Gruppen verteilen', so Günther weiter, Fäuste geballt. 'Wir müssen viel, viel mehr aufwachen, dass das unsere Gegner und auch die Feinde von Demokratie sind.'
Oder aber, die Feinde der Demokratie sind die Feinde der Meinungsfreiheit, so unterschiedlich kann man nun mal auf die Dinge blicken.
Da klingelten wohl auch dem stabilen Lanz die Ohren, er hakte nach: 'Was Sie jetzt gerade sagen, ist im Grunde: Wir müssen das regulieren, notfalls zensieren und im Extremfall sogar verbieten.' Günther verzog keine Miene: 'Ja. Social Media darf Bis-16-Jährigen nicht mehr zugänglich gemacht werden.' Und noch einmal Lanz: 'Wenn Sie sagen, da gibt’s Portale, die agitieren, dann würden die sagen, das ist von der Meinungsfreiheit gedeckt.' Günther, von jeglichen Freiheitsideen offenbar äußerst unbeeindruckt: 'Es ist nicht nur Aufgabe von Politik, Demokratie zu schützen. Alle zivilen Organisationen müssen sich zur Demokratie bekennen. Ich glaube, dass es auch innerhalb der Medien mal eine Diskussion darüber geben muss, welche Qualitätskriterien Medien erfüllen. Wenn ich mir ‚Nius‘-Artikel angucke, kann ich nur sagen: Da stimmt in der Regel nichts. Das ist einfach vollkommen faktenfrei.' Auch das lässt Lanz so nicht stehen. 'Ich stimme Ihnen zu, wenn Sie sagen, da wird hart zugespitzt', entgegnet er. 'Aber wenn ich mir die nackten Fakten anschaue, dann stimmt das auch häufig.' Womit er natürlich recht hat.
Es ist schon sagenhaft, welcher Gedanken Zeuge man an diesem Mittwochabend werden durfte. Fordert also ein regierender CDU-Ministerpräsident die Bekämpfung eines Online-Portals, das ihn und seine Partei durch Recherchen bisweilen durchaus schon in Schwierigkeiten gebracht hat…
Die unerwünschten Recherchen und Meinungen sind offensichtlich ein Problem. Allerdings nicht für die Demokratie, sondern eher für Daniel Günther und seine autoritären Anwandlungen. Insofern haben die nicht-traditionellen Medien und die traditionellen Medien, die sich tatsächlich trauen, Social Media zu verwenden, wohl wirklich einen Nerv getroffen."
„‘Genosse Günther‘ forderte ‚mehr Druck auf Ungeimpfte‘, wollte Temperatur in Privatwohnungen begrenzen und ‚nicht tolerieren‘, dass Menschen die AfD wählen
Daniel Günther (CDU) hat im Talk von Markus Lanz der Pressefreiheit den Kampf angesagt: …Dass Schleswig-Holsteins Ministerpräsident autoritären und menschenfeindlichen Ideen anhängt, ist nicht neu und brachte ihm vor einigen Jahren den Schmähnamen 'Genosse Günther' ein.
In der Corona-Zeit war Günther vehementer Verfechter der allgemeinen Impfpflicht. Während andere Politiker die massiven Grundrechtseingriffe vereinzelt ablehnten, sprach sich der CDU-Politiker öffentlich für staatlichen Zwang aus – inklusive Sanktionen gegen Bürger, die sich dem Eingriff in ihre körperliche Selbstbestimmung verweigerten. Im Interview mit den Kieler Nachrichten am 23. Dezember 2021 sagte er, der Staat müsse klar machen, was er in der Pandemie von den Menschen erwarte. 'Ich bin bereit, diesen Druck noch zu erhöhen', so Günther wörtlich. Bereits Mitte November 2021 hatte er erklärt, die Politik müsse sich noch intensiver um Ungeimpfte kümmern und 'hier müssen wir noch mehr Druck machen', wenn es um Impfpflichten und zusätzliche Einschränkungen für Ungeimpfte gehe.
Auch 2022, in der Energiekrise, stellte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident sein autoritäres Mindset zur Schau. In Interviews und öffentlichen Stellungnahmen brachte er staatlich angeordnete Heizungsabschaltungen für private Haushalte ins Spiel, sollte es zu einer akuten Mangellage kommen... Die Forderung, der Staat solle in privateste Bereiche der Bürger eingreifen und ihnen elementare Grundversorgung entziehen, statt die Verantwortung bei Regierungshandeln und Vorsorge zu verorten – ein großer Tabubruch und Ausdruck von Günthers sozialistischer Gesinnung...
‚Große Sympathien‘ für Verbotsverfahren
2024 offenbarte Günther im Gespräch mit dem Cicero über die AfD sein zweifelhaftes Demokratieverständnis, als er sagte: 'Wir haben viel zu lange akzeptiert, dass ein nicht unerheblicher Teil unserer Bevölkerung mit der Wahl der AfD ihren Protest zum Ausdruck bringen möchte' und 'wir dürfen nicht tolerieren, dass Menschen aus Protest eine solche Partei wählen, sondern wir müssen der AfD die Maske vom Gesicht ziehen.' Er habe 'große Sympathien' für ein Verbotsverfahren, so Günther weiter.
Im Dezember drängte er auf die Einführung einer bundesweiten Zuckersteuer. Im ersten Quartal dieses Jahres will sein Bundesland dazu eine Initiative im Bundesrat starten. Ziel sei es, Übergewicht einzudämmen und eine gesündere Ernährung zu fördern...
Auch innerhalb der Union trifft Daniel Günther immer wieder auf heftigen Widerspruch. Vor allem für seine taktischen Ausbrüche nach links. Im Sommer 2019, ein Jahr vor den Landtagswahlen in Brandenburg, redete er in der Rheinischen Post Koalitionen der Union mit der Linkspartei das Wort: 'Wenn da vernünftige Menschen in der Linkspartei am Werk sind, vertut man sich nichts damit, nach vernünftigen Lösungen zu suchen', so Günther. Fast 30 Jahre nach dem Mauerfall gebe es 'durch eine Reihe regionaler Kooperationen ein gutes Stück Normalisierung zwischen CDU und Linken'...
Bei einem der sogenannten Kaminabende der unionsregierten Länder am jeweiligen Vorabend von Bundesratssitzungen sagte Haseloff in Anwesenheit Günthers: 'Und DER da will, dass wir im Osten mit den Kommunisten zusammen regieren!'…
Günthers permanenter Linksdrall in gesellschaftspolitischen Fragen, die fehlende Abgrenzung zu linken Aktivisten, NGOs und radikalen Narrativen: Das alles macht aus Schleswig-Holsteins Ministerpräsident einen Politiker, der sich weniger von bürgerlich-liberalen Prinzipien als von Kontrolle, Bevormundung und ideologischer Nähe zur politischen Linken leiten lässt.“
Pressefreiheit: „In Deutschland ist die Pressefreiheit ein Grundrecht, garantiert durch Artikel 5 des Grundgesetzes (GG), der jedem das Recht auf freie Meinungsäußerung, Informationsbeschaffung und die Sicherstellung der Presse- sowie Rundfunkfreiheit festschreibt, wobei Zensur ausdrücklich verboten ist.“
Wir können beten
- und dem HERRN danken, dass es das Gesetz unseres Landes jedem Wahlberechtigten Bürger erlaubt, mitzubestimmen, wer die Regierungsgewalt in Deutschland ausüben darf.
- und dem HERRN danken, dass ER uns bei der Wahl geeigneter Personen hilft, indem ER charakterliche Kriterien nennt, die für Menschen in Verantwortungspositionen wichtig sind.
- dass Gott fortfährt, Verhaltensweisen von Menschen in Politik und Medien vor der Wahl aufzudecken, die mit Seinem Willen nicht übereinstimmen. „Er enthüllt, was im Finstern verborgen liegt, und zieht den Todesschatten ans Licht.“ (Hiob 12,22)
- dass der HERR Personen auf die Kandidatenlisten aller Parteien auf aussichtsreiche Plätze setzt, die in Gottesfurcht und Wahrhaftigkeit handeln werden. „Sieh dich aber unter allem Volk nach wackeren Männern um, die gottesfürchtig, wahrhaftig und dem Geiz feind sind.“ (2 Mose 18,21)
- dass Politiker, die die gesetzlich geschützte Meinungs- und Pressefreiheit bekämpfen, keine Regierungsgewalt bekommen bzw. sie verlieren, wenn sie schon im Amt sind.
- dass Politiker, die sich grundsätzlich zu christlichen Prinzipien bekennen und diese auch umsetzen, auf den Wahllisten vordere Plätze belegen. „Wenn es den Gerechten wohlgeht, so freut sich die ganze Stadt; und wenn die Gottlosen umkommen, so jubelt man. Durch den Segen der Redlichen kommt eine Stadt empor; aber durch den Mund der Gottlosen wird sie heruntergerissen.“ (Spr 11,10-11)
Anstehende Wahlen 2026
8. März Bayern Kreistage
8. März B-W Landtag
15. März Hessen Kreistage
22. März Rheinland-Pfalz Landtag
06. September Sachsen-Anhalt Landtag
13. September Niedersachsen Kommunalwahl
20. September Berlin Wahl zum Abgeordnetenhaus
20. September Mecklenburg-Vorpommern Landtag
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen