Wöchentliches Gebet - 18. Januar 2023

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.

 Jer 33,7-14:

"Und ich will die Gefangenschaft Judas und Israels wenden und sie wieder bauen wie im Anfang. Und ich will sie reinigen von all ihrer Missetat, damit sie wider mich gesündigt haben, und ich will ihnen alle ihre Missetaten vergeben, womit sie wider mich gesündigt und an mir gefrevelt haben.

Und sie sollen mir zum Ruhm, zur Freude, zum Lob und zur Ehre dienen bei allen Völkern der Erde, die von all dem Guten vernehmen werden, das ich ihnen tue, und sie werden erschrecken und erzittern ob all dem Guten und ob all dem Frieden, den ich ihnen schenken will.

So spricht der HERR: An diesem Orte, von dem ihr sagt, dass er verlassen sei von Menschen und Vieh, nämlich in den Städten Judas und in den Gassen Jerusalems, die verödet sind, weil kein Mensch mehr darin wohnt und kein Vieh, da soll man wiederum Jubel- und Freudengeschrei vernehmen, die Stimme des Bräutigams und der Braut, die Stimme derer, welche sagen: 'Danket dem HERRN der Heerscharen, denn gütig ist der HERR und ewig währt seine Gnade!' und derer, die Dankopfer bringen ins Haus des HERRN; denn ich will die Gefangenschaft des Landes wenden, dass es wieder sei wie im Anfang, spricht der HERR.

So spricht der HERR der Heerscharen: Es sollen an diesem Orte, der von Menschen und Vieh verlassen ist, und in allen ihren Städten wiederum Niederlassungen von Hirten sein, die ihre Schafe lagern werden; in den Gebirgsstädten, in den Städten in der Ebene und in den Städten des Südens, auch im Lande Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem und in den Städten Judas sollen die Schafe wiederum unter den Händen dessen vorübergehen, der sie zählt, spricht der HERR.

Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das gute Wort erfüllen will, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda geredet habe."

1. Für die Errettung Israels

Wir haben soeben gelesen, dass Gott die physische Rückführung der Juden und die geistliche Umkehr zu IHM miteinander in Verbindung bringt. Wir erleben und sehen mit eigenen Augen, wie die Juden in das Land Israel zurückkehren. Und ER hat verheißen, dass ER sie dort wieder zu sich ziehen wird.

Wir können beten

  • und Gott an Seine Verheißung erinnern, dass ER sie jetzt, wo sie im Land sind, von ihren Sünden reinigen will. „Und ich will sie reinigen von all ihrer Missetat, damit sie wider mich gesündigt haben, und ich will ihnen alle ihre Missetaten vergeben, womit sie wider mich gesündigt und an mir gefrevelt haben.“ (Jer 33,8)
  • dass Gott als DER Arzt Seines Volkes („ich, der HERR, bin dein Arzt! -“ (2 Mose 15,26 L) diese "übernatürliche Herzoperation" vollzieht und ihnen ein neues Herz gibt. „Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben“ (Hes 36,26)
  • dass der HERR Seinen Geist über Seinem Volk ausgießt. „Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt.“ (Jes 11,9 L)

2. Für die Regierung

Israel soll durch die Art, wie das Leben der Nation von den anderen Völkern der Erde wahrgenommen wird, Gott zur Ehre dienen. Die Völker sollen das Eingreifen Gottes für Israel erkennen. „Und sie sollen mir zum Ruhm, zur Freude, zum Lob und zur Ehre dienen bei allen Völkern der Erde, die von all dem Guten vernehmen werden, das ich ihnen tue, und sie werden erschrecken und erzittern ob all dem Guten und ob all dem Frieden, den ich ihnen schenken will.“ (Jer 33,9)

Wie sieht hingegen das Verhalten der EU, und damit auch Deutschlands, gegenüber Israel zurzeit aus?

„Der Krieg der Europäischen Union gegen Israel

Ein vertrauliches, durchgesickertes Dokument, das von der EU-Mission in Ost-Jerusalem verfasst wurde, zeigt, dass die Europäer aktiv mit der Palästinensischen Autonomiebehörde und in deren Namen zusammenarbeiten, um das Gebiet C im Westjordanland zu übernehmen - obwohl sowohl Israel als auch die Palästinenser eindeutig vereinbart hatten, dass dieses Gebiet bis zu weiteren Verhandlungen unter israelischer Kontrolle stehen sollte…

'Wie dieses jetzt bekannt gewordenen Dokument bestätigt, wurde Europas Verwendung von Etiketten wie Unterstützung für die 'Zivilgesellschaft' und 'Menschenrechte' entwickelt, um die Millionen von Euro zu verbergen, die jedes Jahr an ausgewählte verbündete NGOs, insbesondere in Gebiet C, gezahlt werden, um Fakten vor Ort zu schaffen.' – (Dr. Gerald Steinberg, zitiert von JNS, 5. Januar 2023).

Kurz gesagt, die EU ermutigt die Palästinenser, nicht an den Verhandlungstisch mit Israel zurückzukehren. Stattdessen sagt die EU den Palästinensern, dass sie ihnen helfen wird, Land zu stehlen, als Alternative zu einer friedlichen Einigung mit Israel durch Verhandlungen.

'Die Europäische Union ist entschlossen, zum Aufbau eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 beizutragen und zu diesem Zweck ihre politischen und finanziellen Mittel zu mobilisieren…  Das EU-Programm für das Gebiet C zielt darauf ab, … die palästinensische Präsenz im Gebiet C zu stärken … um Gebiet C als Teil eines künftigen palästinensischen Staates zu erhalten.' heißt es in dem Dokument.

Dr. Gerald Steinberg, Präsident von NGO Monitor, sagte dem Jewish News Syndicate (JNS), dass 'seit 1980 die politischen Entscheidungsträger der EU versucht haben, einen palästinensischen Staat zu schaffen, und in den letzten zwei Jahrzehnten haben sie ein Netzwerk von NGO-Subunternehmern benutzt, um dieses Ziel zu fördern…'

Die EU bestehe zwar darauf, dass Israel sich an das Osloer Abkommen halte und dass im Rahmen eines umfassenden Friedensabkommens ein palästinensischer Staat gegründet werden solle, gleichzeitig aber versuche die EU, Israel die Rechte zu entziehen, die ihm nach dem Abkommen zustünden. Das Abkommen hat allein Israel die Verantwortung für die Sicherheit, die öffentliche Ordnung und alle mit dem Gebiet C zusammenhängenden Fragen, einschließlich der Planung und der Zoneneinteilung, übertragen.

In einem offenen Brief rügte das Israelische Verteidigungs- und Sicherheitsforum (IDSF) die EU für ihr vertrauliches politisches Dokument:

'Nach unserem professionellen Verständnis der nationalen Sicherheit ist das dominante Terrain von Judäa und Samaria im Gebiet C ein strategisches Schlüsselterrain, das den Großteil der Infrastruktur und der strategischen Anlagen des modernen Staates Israel kontrolliert oder bedrohen kann ... Die berichteten heimlichen Aktivitäten der EU, die israelische Kontrolle in Gebiet C zu untergraben und die illegale palästinensische Entwicklung in diesen Gebieten voranzutreiben, stellen eine klare und gegenwärtige Bedrohung für die Sicherheit des Staates Israel dar und sind ein Akt unverhohlener Feindseligkeit und Aggression.'

Eine Gruppe von 40 israelischen Knessetabgeordneten äußerte sich ebenfalls besorgt über die Politik und das Vorgehen der EU. Sie forderten die EU auf, 'illegale Bauaktivitäten in Israels souveränem Territorium' unverzüglich einzustellen.

Die Knessetmitglieder wandten sich an die EU-Spitzenpolitiker und schrieben:

'Gestern haben wir von einem offiziellen politischen Dokument der Europäischen Union erfahren, einem Dokument, dessen Schwere nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und das keinen Raum für Zweifel an der Einseitigkeit und Feindseligkeit der EU gegenüber dem Staat Israel und dem jüdischen Volk lässt. Das [EU-]Dokument ignoriert die historische Verbundenheit unseres Volkes mit unserem Heimatland, ignoriert die politischen Vereinbarungen und den Status des Staates Israel im Gebiet C und versucht, die Grenzen von 1949 als Israels endgültige Grenzen festzulegen - unter völliger Missachtung der jüdischen Gemeinden in diesem Gebiet.'…

Es ist an der Zeit, der EU zu sagen, dass sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern und ihre antidemokratische Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder beenden soll.'

Der Autor dieses zitierten Artikels, Bassam Tawil, ist ein muslimischer Araber mit Wohnsitz im Nahen Osten.

https://www.gatestoneinstitute.org/19293/european-union-war-israel

Wir können beten

  • dass der HERR über Seinem Wort wacht, das ganze Land Israel wieder unter die Herrschaft Seines Volkes zu geben. „Die Städte im Gebirge, im Hügelland und in der Steppe im Süden, im Gebiet von Benjamin und im Umkreis von Jerusalem. Überall wird es wieder Hirten geben, die ihre Schafe zählen. Das sage ich, der HERR.“ (Jer 33,13; GN)
  • dass Gott den Hirten, d.h. den Führern Israels Weisheit und Verständnis gibt, in der gegenwärtigen Lage im Hinblick auf die Aggressivität der EU richtig zu handeln
  • dass ER souverän Seine Herrschaft über die EU-Staaten ausübt und ihr aggressives, gegen den Staat Israel gerichtetes Handeln einschränkt.Der HERR hat seinen Thron im Himmel gegründet, und seine Herrschaft erstreckt sich über alles.“ (Ps 103,19)
  • dass der HERR alle Siedlungen Israels schützt und sie an Zahl und Umfang zunehmen, besonders im Gebiet C. „Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir wohltun und dich mehren, mehr als deine Väter.“ (5 Mose 30,5)
  • dass Israel im Zeitplan Gottes Judäa, Samaria und das Jordantal offiziell zu seinem Staatsgebiet erklärt. „Wiederum wirst du auf den Höhen Samariens Weinberge pflanzen; die sie angelegt haben, sollen sie auch genießen.“ (Jer 31,5)
  • dass viele Einwanderer bereit sind, in diesen Gebieten gerne zu leben.

3. Aliyah

Die neue Regierung hat durch ihre Mehrheit in der Knesset die Möglichkeit, Aliyah als zentrale Aufgabe des Staates Israel wirklich zu einem Schwerpunkt zu machen.

Wir können beten

  • dass die neue Regierung Aliyah fördert und die Türen des Landes weit aufmacht. „Deine Tore sollen stets offen stehen und Tag und Nacht nicht zugeschlossen werden“ (Jes 60,11a)
  • dass Premierminister Netanjahu und der Minister für Aliyah und Integration, Ofir Sofer, in diesem Verständnis gut zusammenarbeiten  
  • dass die vorgeschlagenen Änderungen am Rückkehrergesetz fallen gelassen werden und dass die neue israelische Regierung der Aufnahme von Olim (jüdische Einwanderer nach Israel) Priorität einräumt
  • dass den Juden in der Diaspora, besonders auch in D, bewusst wird: unser zu Hause ist Israel, dahin machen wir uns auf! „Denn es gibt noch einen Lohn für deine Mühe, spricht der Herr; und sie (deine Kinder) sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes; und es ist Hoffnung vorhanden für deine Zukunft, spricht der Herr, und deine Söhne werden zu ihren Grenzen zurückkehren!“ (Jer 31,16b-17)
  • dass der HERR persönlich eingreift und Seine Schafe anspricht. „Und ich selbst will den Rest meiner Schafe aus allen Ländern, dahin ich sie verstoßen habe, sammeln und wieder zu ihren Hürden bringen, dass sie fruchtbar sein und sich mehren sollen.“ (Jer 23,3)


Für Deutschland

Gott spricht von David als "einem Mann nach Meinem Herzen" (Apg 13,22). In dem folgenden Psalm von David sehen wir etwas aus dem Leben von David, was zu dem positiven Urteil Gottes über Davids Leben geführt hat.

Ps 101:

"Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen; dir, HERR, soll es klingen!

Ich möchte den unsträflichen Weg kennen lernen! - Wann kommst du zu mir?

Ich will wandeln in Einfalt meines Herzens inmitten meines Hauses.

Ich will nichts Schlechtes vor meine Augen stellen; Übertretung zu üben hasse ich, es soll mir nicht ankleben. Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen; den Bösen will ich nicht kennen lernen!

Wer seinen Nächsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; wer stolze Augen und ein hochmütiges Herz hat, den mag ich nicht.

Ich sehe auf die Treuen im Lande, dass sie bei mir wohnen; wer auf unsträflichem Wege wandelt, der soll mir dienen. In meinem Hause soll keiner wohnen, der sich Betrügereien erlaubt; wer Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen.

Jeden Morgen will ich alle Gottlosen im Lande vertilgen, um alle Übeltäter auszurotten aus der Stadt des HERRN.“

In diesem Psalm erklärt David, nach welchen Grundsätzen er in Seiner Familie als Vater des Hauses wie auch als König in Seinem Reich handeln und Autorität ausüben will. Deshalb wollen wir die Aussage dieses Psalms zuerst in unserem Gebet für die Familie und Gemeinde anwenden.

1. Leben in der Familie

Dieser Psalm wird als "Psalm des Hausvaters" bezeichnet. In der physischen Familie, und auch in der geistlichen Familie, der Gemeinde, soll der Hausvater die guten Dinge fördern, zum Wohle der Familie beitragen, und schlechte Dinge fernhalten und vor Schaden schützen.

David zeigt in diesem Psalm die Notwendigkeit von Barmherzigkeit und Gericht, um das Positive zu fördern und das Negative einzuschränken und abzuwehren.

In der Bibel finden wir wiederholt die Aufforderung an den Mann als Vater, Verantwortung vor Gott dafür zu übernehmen, dass die Familie im Willen Gottes lebt, z.B. Jes 38,19: „Der Vater soll den Kindern deine Treue kundtun.“

Was bedeuten diese Aussagen persönlich für den Hausvater, Familienvater in seinem Verhalten? Ich möchte 5 Punkte nennen, die dazu beitragen, dass Jesu Gegenwart in einer Familie/Gemeinde sich ausbreitet und Sein Friede dort erlebbar ist. Wie sollte also der Vater des Hauses dazu beitragen?

  1. David sagt in Psalm 101 als erstes: „Ich möchte den unsträflichen Weg kennen lernen! … Ich will wandeln in Einfalt meines Herzens inmitten meines Hauses. Ich will nichts Schlechtes vor meine Augen stellen.“ Um das zu erreichen, ist es gut, ja notwendig, wenn ich als Vater des Hauses täglich in der Bibel lese und dabei Gott bitte, mich mehr und mehr in das Bild Jesu zu verwandeln, damit Christus in mir Gestalt gewinnt (Gal 4,19; 2 Kor 3,18)
  2. Ich sollte gute Beziehungen zu anderen christlichen Vätern aufbauen, damit wir uns gegenseitig ermutigen, ein Familienleben im Willen Gottes zu führen und uns darüber austauschen, wie das in unserer Zeit praktisch möglich ist.
  3. Ich sollte bei auftretenden Konflikten in der Agape-Liebe Gottes reagieren. Das bedeutet nicht, Kompromisse zu machen, wenn es um eine geistliche Wahrheit geht. Dagegen bedeutet es, selber zurückzutreten, wenn es um persönliche Meinungen oder Vorlieben geht und dem Ehepartner zuzuhören und zu respektieren.
  4. Ich sollte klare Ansichten vertreten, wie biblisches Familienleben in unserer Zeit gelebt werden sollte: wie gehen wir z.B. mit Medien um? Wie gehen wir mit unserem Geld um (Schulden machen? Spenden an christliche Werke, z.B. für die Mission?) Fragen zu Ereignissen in Kindergarten, Schule und alle Fragen, die unser Alltagsleben betreffen, sollten nach biblischen Maßstäben geklärt werden, so wie König David das in dem Psalm anspricht.
  5. Und nicht zuletzt sollte ich alle diese Bereiche und Fragen im Umgang miteinander in der Familie und in der Gemeinde auf der Basis und in der Haltung von Freundlichkeit, Geduld und herzlicher Zuneigung klären, wie es dem Wesen Jesu in mir entspricht.

Wir können beten

  • dass Männer als Väter in den Familien und als Pastoren in der Gemeinde vor Gott Verantwortung für die Entfaltung des geistlichen Lebens übernehmen
  • dass Gott einen Hunger nach Seinem Wort besonders in den Herzen von Familienvätern und Pastoren bewirkt, damit sie den unsträflichen Weg leben können. „Ich möchte den unsträflichen Weg kennen lernen!“ (Psalm 101,2a)
  • dass Männer Eifer haben, das was sie im Wort erkennen, praktisch in die Tat umzusetzen. „Es genügt aber nicht, dieses Wort nur anzuhören. Ihr müsst es in die Tat umsetzen, sonst betrügt ihr euch selbst!“ (Jak 1,22)  
  • dass Männer bewusst gute Beziehungen suchen, in denen sie sich gegenseitig Rat geben und stärken können, den Willen Gottes im Alltag zu leben
  • dass Männer gemeinsam beten, als Väter mit ihren Familie beten und unbedingt an den Gebetsversammlungen der Gemeinde teilnehmen wollen. „So will ich nun, dass die Männer an jedem Ort beten, indem sie heilige Hände aufheben ohne Zorn und Zweifel.“ (1 Tim 2,8)
  • dass Männer als Ehemänner die Bedeutung des Wortes in Eph 5,25-33 im Blick auf die Liebe zu ihren Frauen verstehen und den Segen erkennen, der darin verborgen ist und dann  mit Gottes Hilfe entsprechend handeln. „Ihr Männer, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat… Ebenso sind die Männer schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.“ (Eph 5,25.28) 

2. Für die Regierung

Als König macht David deutlich, mit welcher Absicht und welcher Haltung er seine Regierungsgewalt ausüben will. Er beschließt für sich selbst, nichts Böses zu tun (V 3).

Er beschließt ferner, keine schlechten Diener und keine bösen Menschen in seiner Umgebung zu beschäftigen und keine Verleumder zu dulden, die sich daran erfreuen, den Ruf ihres Nächsten zu verletzen. Auch wird er als König den stolzen, falschen und betrügerischen Menschen keinen Raum in seinem Herrschaftsbereich geben, die sich nicht scheuen, Lügen zu erzählen oder Betrug zu begehen (V 3, 5, 7).

Diese Haltung geht offenbar auf seinen Sohn Salomo über, denn als diesen die  Königin von Saba Salomo besuchte, sagt sie:

Der HERR, dein Gott, sei gelobt, der Lust zu dir hatte, dass er dich auf seinen Thron setzte als König vor dem HERRN, deinem Gott! Darum, weil dein Gott Israel liebt und es ewiglich erhalten will, hat er dich zum König gesetzt, dass du Recht und Gerechtigkeit übest!“ (2 Chr 9,8)

Was können wir bei den Regierenden in unserem Land erkennen, und wo könnten Ursachen für ihr Verhalten zu finden sein? – Hier folgen 2 Beispiele:

Verhalten der Regierenden

im Hinblick auf Recht und Gerechtigkeit:

Beginnend mit dem Jahr 2015 haben die Regierungen Deutschlands die Grenzen des Landes nicht mehr vor dem Eindringen von Übeltätern geschützt. Hierbei ist wichtig: wir sagen NICHT, dass alle oder die Mehrzahl der Menschen, die ins Land gelassen wurden, Übeltäter sind! Aber die Regierung hat Verantwortung dafür, wen sie uns Land lässt.

Sie hat unkontrolliert hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen Menschen unkontrolliert ins Land gelassen mit den sichtbaren negativen Ergebnissen.

Im Jahre 2019 dann haben 400 assyrische Christen um Aufnahme in Deutschland gebeten, weil ihre Häuser und Felder von radikalen Moslems niedergebrannt worden waren und sie verfolgt wurden. Ihre Aufnahme in unser Land wurde abgelehnt, obwohl bereits gut integrierte und im Saarland lebende Glaubensgenossen sie aufnehmen wollten! (Peter Hahne, „Nicht auf unsere Kosten“, S. 35)

Ein möglicher Auslöser für solches Verhalten

ist im Folgenden ersichtlich: In der Vorbereitung zum evangelischen Kirchentag wurden 265 000 (in Worten: zweihundertfünfundsechzigtausend) Liederbücher vernichtet und neue gedruckt! – Warum? – Die Herausgeber hatten die „alten, frauenfeindlichen Liedtexte gedruckt“. Liedtexte wurden „gendergerecht“ umgeschrieben und auf dem Kirchtag wurde „gendergerecht“ gesungen. Beispiele:

  • statt des bekannten Textes „Lobe den Herren“ hieß es nun im Liederbuch: „Lobe die Ewige!“
  • in dem Lied „Wer nun den lieben Gott lässt walten, und hoffet auf IHN allezeit,“, wird Gott im Laufe des Liedes durch „die Allmächtige“ ersetzt! (Peter Hahne, „Nicht auf unsere Kosten“, S. 56,157)

In Deutschland wird von der evangelischen Kirche, die den Reformator Martin Luther feiert, in Gestalt der Gender-Ideologie Götzendienst der schlimmsten Sorte betrieben! Das öffnet dann auch Politikern die Tür, ohne schlechtes Gewissen von den Ordnungen Gottes abzuweichen.

Wir können beten

  • und danken, dass Gott sich uns in Seinem Wort offenbart hat und auch für die Regierenden klare Anweisungen gegeben hat, wie ein Land im Schutz und Segen Gottes regiert werden kann
  • und danken, dass Gott Seine Maßstäbe nicht ändert. „Irret euch nicht; Gott lässt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Gal 6,7)
  • und danken, dass Gott sich zu denen stellt, die für Seine Wahrheit aufstehen. „Und ich will dich diesem Volke gegenüber zur festen, ehernen Mauer machen, dass, wenn sie wider dich streiten, sie dich nicht zu überwältigen vermögen; denn ich bin bei dir, um dich zu retten und zu befreien, spricht der HERR.“ (Jer 15,20)
  • dass Gott sich über die Regierenden erbarmt, indem ER die Furcht Gottes auf sie legt und so doch einigen eine Umkehr zu Seiner Wahrheit ermöglicht. „Bei dir aber, Herr, unser Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung.“ (Dan 9,9)
  • dass Gott Regierende in unserem Land einsetzt, die die Polizei und die Gerichte bestärken, Straftäter schnell zu verhaften und diese direkt danach schnell zu verurteilen. „Jeden Morgen halte ich strenges Gericht über alle Verbrecher im Land. Jeden, der andere ins Unglück stürzt, will ich aus der Stadt des HERRN entfernen.“ (Psalm 101,8)
  • dass Gott die Tätigkeit der evangelischen Kirche da beendet, wo sie Lügen über Gott verbreitet und zum Götzendienst aufruft. „Ich will eure Feiertage in Trauer und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln.“ (Amos 8,10a)

3. Beziehung zu Israel

„Glückwünsche an Mahmoud Abbas

Am 8. Januar 2023 feierte Mahmoud Abbas die Vollendung seiner 18-jährigen Amtszeit als Vorsitzender der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA).

In Abschnitt 3 des Gesetzes über die palästinensischen Parlamentswahlen von 2007 heißt es: 'Die Amtszeit des Präsidenten beträgt vier Jahre. Er/sie darf nicht für mehr als zwei Amtszeiten gewählt werden'.

Abbas wurde bei den letzten Wahlen zum Vorsitzenden der PA am 9. Januar 2005 gewählt. Im Vorfeld dieser Wahlen gab der Zentrale Wahlausschuss der Palästinensischen Autonomiebehörde bekannt, dass 1.760.481 Wähler registriert waren. Die Hamas boykottierte die Wahlen, so dass nur 802.077 Wähler tatsächlich ihre Stimme abgaben. Von denjenigen, die ihre Stimme abgaben, stimmten wiederum nur 501.448 für Abbas. Mit anderen Worten: Abbas wurde von nur 28 % der wahlberechtigten Palästinenser gewählt.

Unter Missachtung der Gesetze und ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass er von einer kleinen Minderheit gewählt wurde, ist Abbas seit 18 Jahren in seinem Amt.

Während die Palästinensische Autonomiebehörde ständig auf ihre demokratischen Werte und ihren demokratischen Charakter verweist, ist Abbas in Wirklichkeit nur ein weiterer Diktator, der sich weigert, die Gesetze einzuhalten und die Macht abzugeben, die er 2009 am Ende seiner vierjährigen Amtszeit unrechtmäßig an sich gerissen hat, da er sich weigerte, Neuwahlen abzuhalten.

Getreu den antidemokratischen, diktatorischen Werten hat die PA unter Abbas seit 2006 ebenfalls keine allgemeinen Wahlen zum Parlament der Palästinensischen Autonomiebehörde abgehalten. Bei diesen Wahlen entfiel die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf die Hamas, eine international eingestufte Terrororganisation.

Unter internationalem Druck willigte Abbas im Januar 2021 ein, im Mai allgemeine Wahlen zum Parlament der Palästinensischen Autonomiebehörde und im Juli Wahlen für das Amt des Präsidenten abzuhalten. Als Abbas erkannte, dass er und seine Fatah-Partei die Wahlen verlieren und von der Hamas abgelöst werden könnten, berief er sich erneut auf die antidemokratische Tradition der Palästinensischen Autonomiebehörde und demonstrierte seinen diktatorischen Charakter, indem er die Wahlen absagte...

Am 9. Januar 2023, begann für Mahmoud Abbas sein 19. Jahr seiner ersten vierjährigen Amtszeit als Vorsitzender/Diktator der Palästinensischen Autonomiebehörde.“

https://www.audiatur-online.ch/2023/01/09/glueckwuensche-an-mahmoud-abbas/

Seit Jahren wird der Diktator und Terroristenführer Abbas in Deutschland als „Herr Präsident“ empfangen, geehrt und sein Terrorregime, das immer wieder Morde an Israelis unterstützt mit Millionen aus deutschen Steuergeldern gefördert.

Wir können beten

  • und bekennen, dass unsere Regierung seit Jahren einen Lügner und Feind Israels ehrt und mit Finanzen unterstützt
  • dass Gott ein Wunder tut und unsere Parlamentarier vor Augen führt, dass sie mit diesem Verhalten gegen bestehendes Völkerrecht und gegen den Willen Gottes handeln und damit einen Fluch auf unser Land bringen. Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen; die Finsternis für Licht und Licht für Finsternis erklären (Jes 5,20)
  • dass im Bundestag dieses üble Verhalten beim Namen genannt und unsere Politik geändert wird
  • dass unsere Politiker ihre falschen Wege erkennen und sie verlassen. „Entferne von mir den falschen Weg, in deiner Gnade lehre mich dein Gesetz!“ (Ps 119,29)
  • dass die Furcht Gottes auf unsere Regierung kommt und sie nicht weiter mit deutschen Steuergeldern ein undemokratisches Terrorsystem finanziert. „Wer über Menschen herrscht, muss gerecht sein, in der Furcht Gottes herrschen.“ (2 Sam 23,3) Das ist die wörtliche Übersetzung aus der NKJV: “He who rules over men must be just, ruling in the fear of God.)”  
  • dass Gott fähige Abgeordnete einsetzt, die in seinem Sinne handeln. „Einen fähigen Beamten weiß der Herrscher zu schätzen; aber einen Pfuscher trifft sein Zorn.“ (Spr 14,35)

Möge der Herr uns helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.

Heinz-Jürgen Heuhsen


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