Wöchentliches Gebet - 11. Januar 2023

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.

„Wenn ihr bedenkt, dass alles auf diese Weise vergehen wird, was für ein Ansporn muss das für euch sein, ein heiliges Leben zu führen, das Gott gefällt!“ (2 Petr 3,11; GN)

Wir leben in Zeiten großer Instabilität, Unsicherheit, Gefahr und Konflikten. Das israelische Geheimdienstministerium hat gerade einen Bericht veröffentlicht, in dem es heißt:

„Die Weltordnung befindet sich am Rande einer Klippe."

„Die Welt befindet sich am Rande einer Klippe und wird wahrscheinlich von verschiedenen Krisen heimgesucht werden, die alle Aspekte des Lebens betreffen. Die Welt steht an einem Wendepunkt, der mit dem Rand einer Klippe vergleichbar ist, an dem nach einer Reihe gleichzeitig auftretender Krisen die Geopolitik des Planeten, die Bedeutung der Technologie, die Wirtschaftsordnung und eine Vielzahl anderer Themenbereiche von Gesundheit bis Energie neu geordnet werden …, so die erste nationale Geheimdiensteinschätzung der israelischen Regierung." (JP 19.12.2022).

Während Ereignisse in der Welt und derartige Berichte Gläubige dazu verleiten können, über den prophetischen Zeitplan zu theoretisieren, auf Politik zu reagieren und sich mit Verschwörungstheorien zu beschäftigen, betont die Bibel etwas völlig anderes.

Die Bibel weist darauf hin, dass die Art von Leben, die du führst, bestimmen wird, wie du durch diese Zeiten gehst.

Lebst du ein gottgefälliges Leben oder ein weltliches Leben?

Mit weltlich meine ich, dass du aus dem Fleisch und dem Geist des Fleisches heraus reagierst und nicht vor dem Herrn in Heiligkeit und Gottesfurcht wandelst.

Die Betonung im Wort Gottes liegt auf Gottesfurcht als dem entscheidenden Punkt.

2 Petr 3,11-14:

„Da nun dies alles derart aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottseligkeit, dadurch, dass ihr erwartet und beschleuniget die Ankunft des Tages Gottes, weshalb die Himmel in Glut sich auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, Geliebte, weil ihr solches erwartet, so befleißiget euch, dass ihr unbefleckt und tadellos von ihm erfunden werdet, und im Frieden!“

Ein weiterer Punkt, den das Wort Gottes als wesentlich für Zeiten wie diese hervorhebt, ist ein Leben in der Liebe Gottes zu anderen Gläubigen.

1 Petr 4,7-8:

„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun ernsthaft und wachsam in euren Gebeten. Vor allem aber habet gegeneinander brennende Liebe; denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.“

Stelle dir Gläubige vor, die einander angreifen, einander hassen wegen ihrer politischen Überzeugungen oder Meinungen über Gesundheitsfragen (Impfungen usw.!).  Das ist das Fleisch, und es wird keinem Gläubigen helfen, durch all das hindurchzugehen, was der Herr die Welt durchmachen lässt.

Der Sieg, die Weisheit, das Wissen, die Kraft, die Widerstandsfähigkeit, die Hoffnung und der Glaube sind in Christus zu finden – in dem Wort - und sie werden wirksam, wenn wir dem Herrn und Seinem Wort gehorchen, dem unerschütterlichen Wort des unerschütterlichen Königreichs in einer erschütterten Welt.

Viele der Verheißungen und Offenbarungen Gottes kamen zu den Propheten in Zeiten großer Dunkelheit, in Zeiten von Krisen und Gefahren, ja sogar in Zeiten des Scheiterns. 

So war es auch zu der Zeit, als das Wort zu Jeremia kam (Kapitel 31-33). Die babylonischen Heere umzingelten Jerusalem. Sie kamen, um die von Gott geliebte, aber rebellische Stadt zu erobern und zu zerstören. Jeremia wurde im Kerker des Königspalastes gefangen gehalten, weil er das Wort des Herrn verkündet hatte. Der König und das Volk lehnten seine Verkündigung strikt ab.

Doch gerade in dieser Zeit gab der Herr so atemberaubende Verheißungen einer herrlichen Zukunft - so gut, dass sie kaum zu glauben waren.

Man betet nicht, wenn man nicht glaubt, dass Gott handeln kann. Ja, glauben, das müssen wir! Sonst werden wir nicht beten.

Jes 50,2:

„Warum war niemand da, als ich kam, antwortete niemand, als ich rief? Ist etwa meine Hand zu kurz zum Erlösen, oder ist bei mir keine Kraft zum Retten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich mache Ströme zur Wüste, dass ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor Durst sterben!“

Unabhängig davon, was in der israelischen Regierung geschieht (sie ist in ihrer  Zusammensetzung religiöser denn je), unabhängig von der Instabilität in Israel und in der Welt: Gottes Wort kann nicht unerfüllt bleiben! Es ist leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass Gottes Wort unerfüllt bleibt. Es ist das unerschütterliche Wort des unerschütterlichen Reiches, der unveränderlichen Person!! Verherrlicht sei das Lamm Gottes. Er regiert.

Hier ist, was geschehen muss

  1. Israel wird durch das Blut des Lammes gerettet und gerechtfertigt werden (Jer 23,6; 33,14-16), egal wie sehr der Name Jeschuas im Moment gehasst und bekämpft wird.
  2. Gottes Sohn, Jeschua/David, wird über Israel herrschen (Jer 23,5; 33,17.19-22).
  3. Israel wird EINS werden in der Hand des Messias (Jer 32,39; Hes 37,21-22).
  4. Israel wird sicher im Land wohnen (Jer 32,42-44; 23,6).
  5. Die Völker werden wegen der Güte Gottes gegenüber Israel erzittern (damit verfolgt ER zweifellos die Absicht, sie zu Sich Selbst zu ziehen: „Und sie sollen mir zum Ruhm, zur Freude, zum Lob und zur Ehre dienen bei allen Völkern der Erde, die von all dem Guten vernehmen werden, das ich ihnen tue, und sie werden erschrecken und erzittern ob all dem Guten und ob all dem Frieden, den ich ihnen schenken will.“ (Jer 33,9; Jes 61,11; 62,2).

Die Hand des HERRN ist nicht zu kurz; nichts ist zu schwer für IHN.

Mögest du in einer erschütterten Welt unerschütterlich sein, weil du auf Seinem unerschütterlichen Wort stehst.

Mögest du Ihn, Jeschua, den Unveränderlichen, lieben.

Mögest du vor Ihm stehen und wissen, dass NICHTS zu schwierig für Gott ist.

Möge sich dein Herz nach dem Tag seines Erscheinens sehnen. 

1. Für die Errettung Israels

Wir können beten

  • und Gott dafür danken, dass ER Seine Absichten, Israel zu retten, aufgeschrieben hat, und wir deshalb mit Glauben für die Rettung Israels beten können. „und also ganz Israel gerettet werde, wie geschrieben steht: Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeit von Jakob abwenden, und: das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde". (Röm 11,26-27)
  • und IHM danken, dass IHN nichts davon abhalten kann, sein Wort zu erfüllen
  • dass viele in Israel ihren Gott anrufen, weil ER sie hören wird. „Denn du Volk, das zu Zion wohnen wird, in Jerusalem, du sollst nicht weinen; er wird sich über dich erbarmen, sobald du schreist; sobald er's hört, antwortet er dir!“ (Jes 30,19)
  • dass viele Menschen in Israel die Güte Gottes in ihrem Leben bewusst zur Kenntnis nehmen und sich deshalb IHM zuwenden. „Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut, ohne zu erkennen, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“ (Röm 2,4)
  • dass Gott Seinen Geist senden möge, damit ER die Sehnsucht der Herzen des Volkes Israel auf Gott ausrichtet. „Und von dem Tag an, da die Lade zu Kirjat-Jearim weilte, verging eine lange Zeit, bis zwanzig Jahre um waren; und das ganze Haus Israel jammerte dem HERRN nach.“  (1. Samuel 7,2)

2. Für die messianische Gemeinde in Israel

Der Herr möchte Seine Gemeinde mit Herrlichkeit und Schönheit erfüllt sehen:

„Als nun Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel das Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus, also dass die Priester nicht in das Haus des HERRN hineingehen konnten, weil die Herrlichkeit des HERRN das Haus des HERRN erfüllte.“ (2 Chr 7,1-2)

Sollte Gott für sein Haus heute weniger wollen, als Er für den physischen Tempel wollte? - Nein! Er wird seine Braut zubereitet haben, geheiligt, gereinigt und erfüllt mit Herrlichkeit und der Schönheit der Heiligkeit.

Wir können beten

  • dass Gott Seine Gemeinde in Israel so zubereitet, dass sie eine dem König Israels würdige Braut ist. „Ganz herrlich ist die Königstochter drinnen, von gewirktem Gold ist ihr Gewand.“ (Ps 45,14)
  • dass die Gemeinde nicht handelt wie die Juden zur Zeit Esras, d.h. dass sie sich um das persönliche Wohlergehen sorgt, sondern am Reich Gottes baut, selbst wenn es schwierig ist. „Damals hörte die Arbeit am Haus Gottes in Jerusalem auf, und sie unterblieb bis zum zweiten Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.“ (Esra 4,24)
  • dass die messianischen Juden sich bewusst machen, dass nur Yeshua Worte des Lebens hat. „Herr, zu wem sonst sollten wir gehen? Deine Worte bringen das ewige Leben“ (Joh 6,68).
  • dass die Gläubigen im Lande ein Verlangen danach haben, vor IHM und mit IHM zu leben.
  • dass sie ihre Gedanken und Taten bewusst von IHM ordnen lassen. „Und die Freundlichkeit des Herrn, unsres Gottes, sei über uns, und das Werk unsrer Hände ordne du für uns, ja, das Werk unsrer Hände ordne du! (Ps 90,17)

3. Für die Regierung

  • dass Gott der neuen Regierung Gnade gibt, gemäß Seinen Plänen für Israel zu handeln. „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jer 29,11)
  • dass ER an den Herzen der Regierenden wirkt und ihnen eine einheitliche Gesinnung schenkt, um dieser Nation zu dienen. „und Ich will ihnen einerlei Herz und einerlei Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen.“ (Jer 32,39)
  • dass ER Israel eine Regierung gibt, die mit Integrität, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit handelt.
  • dass diese Regierung ein Werkzeug zur Heilung des Bevölkerung des ganzen Landes Israel sein möge.  „Und ich will sie im Lande auf den Bergen Israels zu einem einzigen Volke machen; sie sollen alle nur einen einzigen König haben, sie sollen auch hinfort nicht mehr zwei Völker bilden, noch in zwei Reiche zerteilt werden.“ (Hes 37,22)
  • dass die Regierung ein Segen für das Volk sein möge – indem sie gute Gesetze macht, die das Leben aller Bürger erleichtern und ihnen ein Gefühl von Vertrauen und Hoffnung geben. „Und kein anderes großes Volk hat so gute Gebote und Rechtsbestimmungen wie die, die ich euch heute gebe.“ (5 Mose 4,8)
  • dass die Regierung in der Lage ist, die Bedrohung durch die iranische Atombombe richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln.


Für Deutschland

1. Für die Gemeinde

"An jenem Tag wird man singen: Ein Weinberg feurigen Weines! Besingt ihn! Ich, der HERR, behüte ihn, bewässere ihn alle Augenblicke. Bei Tag und Nacht bewache ich den Weinberg, damit nichts und niemand ihm schaden kann." (Jes 27,2-3)

Gott vergleicht Sein Volk Israel und damit auch die Gemeinde, die zu Seinem Volk gehört und in dieses eingepfropft ist, häufig mit einem Weinberg. Dabei sagt Gott uns zu, dass ER uns alle Augenblicke behütet, über uns wacht. Alle Augenblicke, hebr. rega (deutsch: ein Moment bitte), ist ein Wort, das alle kennen, die schon einmal in Jerusalem Bus gefahren sind und das ein Passagier ruft, um die Aufmerksamkeit des Busfahrers auf sich zu lenken.  -

Der Herr wacht über uns, rega, jede Sekunde, ER bewässert uns, ER gibt uns Wasser des Lebens, damit Sein Leben in uns wirken kann. Damit stellt Gott uns die Frage, ob wir das glauben und wollen, dass Er jeden Augenblick in unserem Leben aktiv ist. Er möchte uns bewahren und leiten, dass ‚niemand und nichts uns Schaden kann‘; Er will und kann das tun, wenn wir uns entscheiden, Seine Wege zu gehen.

Jesus ist der wahre Weinstock, wir sind die Reben, die für Ihn Frucht bringen sollen und das auch können, wenn wir das aktiv im Glauben ergreifen und Er in uns und durch uns wirken kann.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5)

Jesus hat uns weiter erklärt, wie dieses ‚in Ihm bleiben‘ aussieht und welche positiven Folgen das hat:

Wenn ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, möget ihr bitten, was ihr wollt, so wird es euch widerfahren … Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“ (Joh 15,7.9-10)

"In Ihm bleiben" ist also kein geheimnisvolles, mystisches Geschehen.

Jesus weist uns auf zwei sehr praktische Dinge hin, die wichtig sind, damit unsere Gebete erhört werden.

Zuerst sollen wir Seine Worte, und das bedeutet Sein Reden zu uns in der Bibel so gut kennen, dass diese uns stets gegenwärtig sind. Dann sollen wir das, was ER sagt, auch tun. Seine Gebote halten bedeutet, zu tun, was ER sagt!

Wenn beides in unserem Leben real ist, befinden sich unser Leben und unsere Gebete in Harmonie mit dem Willen Gottes – und dann wird der Vater die Gebete, die wir sprechen, erhören.  

Wir wollen beten

  • dass Jesus in dem Herzen Seiner Jünger einen Hunger weckt, Ihn zu suchen. „Wohl denen, die auf alles achten, was Er in Seinem Wort bezeugt, die ihn von ganzem Herzen suchen.“ (Ps 119,2)
  • dass der HERR Seiner Gemeinde in unserem Land einen Hunger und eine neue Liebe zu Seinem Wort gibt. „Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich denke darüber nach den ganzen Tag.“ (Psalm 119,97)
  • dass ER ihr die geistlichen Augen öffnet und sie IHN und Seine gnädige Fürsorge erkennen. „Öffne meine Augen, dass ich erblicke die Wunder in deinem Gesetz!“ (Ps 119,18)
  • dass ER ihr das Verlangen gibt, ein Leben „in IHM“ zu führen und dadurch für IHN viel Frucht bringt
  • dass ER Seiner Gemeinde einen neuen Eifer zum Gebet gibt
  • dass dabei das Gebet für die Wiederherstellung Israels einen zentralen Platz einnimmt

2. Für die Regierung – Beziehung zu Israel

Für uns alle ist sichtbar, dass Gott dabei ist, Israel wiederherzustellen. Ein Teil dieser Wiederherstellung besteht darin, Seinem Volk das Land zu geben, dass ER ihnen zugesagt hat – und ER warnt die Nationen, sich diesen Plänen in den Weg zu stellen:

Die Nation und das Königreich, die dir nicht dienen wollen, werden untergehen, und diese Nationen werden gewiss vertilgt werden.“ (Jes 60,12)

Welche Position nimmt hier unser Land im Rahmen der EU ein?

Netanjahus neue Regierung muss Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung bekräftigen - EU-Parlament

Die neue israelische Regierung muss ihre Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im israelisch-palästinensischen Konflikt bekräftigen, so das EU-Parlament in einer weitreichenden Resolution, die es in Straßburg verabschiedete.

Das Parlament erklärte, dass ‚die israelische Regierung ein klares Bekenntnis für die Zweistaatenlösung abgeben sollte‘…

Die Parlamentarier der Europäischen Union bekräftigten ihre 'unerschütterliche Unterstützung für eine verhandelte Zweistaatenlösung auf der Grundlage der Grenzlinien von 1967'.

Dazu gehören, so die Resolution, ‚zwei souveräne demokratische Staaten, die Seite an Seite in Frieden und garantierter Sicherheit leben, mit Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten und unter voller Achtung des Völkerrechts‘…

Die Resolution wurde verabschiedet, als der neue Premierminister Benjamin Netanjahu eine Koalition bildete, die eine Zweistaatenlösung des Konflikts nicht unterstützt…“

https://www.jpost.com/israel-news/article-724850

Deutschland befürwortet damit weiterhin ein Vorgehen, das eine in Israel von großer Mehrheit demokratisch gewählte Regierung auffordert, Gottes Land zu teilen, die Hauptstadt Jerusalem zu teilen – und dieses Land einem Terrorregime zu übergeben, das schon seit Jahren keine demokratisch gewählte Regierung besitzt und dessen erklärtes Ziel es ist, Israel zu vernichten.

Wir können beten

  • und die Schuld unseres Landes bekennen, dass führende Politiker sich in ihrem Handeln von Wahrheit und Recht abwenden und Gesetzlosigkeit fördern.
  • dass Gott Raum geben möge zur Buße, um unser Land vor weiterem Verderben zu bewahren. „der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg führt ins Verderben.“(Psalm 1,6)
  • dass Gott in Seiner Gnade Wege für die Politiker öffnet, die mit dieser Haltung der Regierung nicht einverstanden sind und den Mut haben, für Wahrheit und Gerechtigkeit ihre Stimme zu erheben und ihre Stimmen gehört und in politisches Handeln umgesetzt werden. „So spricht der HERR: Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit!“ (Jes 56,1)
  • dass Medien in unserem Land wahrheitsgemäß über Israel und die Situation in den Teilen des Landes berichten, die von den Terrororganisationen Hamas und PA kontrolliert werden und die durch Lüge und Unterdrückung der eigenen Bevölkerung herrschen. „Das Wort ihres Mundes ist nichts als Sünde, sie verstricken sich in ihrem Übermut, in den Flüchen, die sie ausstoßen, und in den Lügen, die sie erzählen.“ (Psalm 59,13)
  • dass Personen, die eine klare, sachlich und biblisch richtige Auffassung vertreten, sich nicht einschüchtern oder zum Schweigen bringen lassen und ihre Stimme für das Wirken Gottes in Israel erheben. „Deine Wächter rufen mit lauter Stimme, sie jubeln vor Freude; denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der HERR auf den Berg Zion zurückkehrt.“ (Jes 52,8)

3. Für die Situation des Erziehungssystems in unserem Land

In dieser Woche hat nach den Weihnachtsferien der Schulunterricht in allen Bundesländern wieder angefangen. Wie sieht die Situation der Kinder und Lehrer in unserem Land aus?

„Schule: Das deutsche Schulsystem an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit

… Immer mehr Grundschüler erreichen am Ende der vierten Klasse nicht mehr die von der Kultusministerkonferenz festgelegten Mindeststandards in den Fächern Deutsch und Mathematik.

Das ist das Ergebnis des IQB-Bildungstrends für das Jahr 2021, den das Institut für die Qualität im Bildungswesen (IQB) vorgelegt hat … Die Detailergebnisse besagen nichts Gutes: Denn gegenüber den Vergleichsjahren 2011 und 2016 sind die Kompetenzen der Viertklässler in den Fächern Deutsch und Mathematik durch die Bank abgesackt. Der Anteil der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler, die den Regelstandard erreichen oder übertreffen, hat in beiden Fächern abgenommen. Zugleich hat der Anteil der Schülerinnen und Schüler zugenommen, die nicht einmal die Mindeststandards erreichen und damit ein hohes Risiko für einen wenig erfolgreichen Bildungsweg tragen.

Der Kompetenzrückgang in Deutschland insgesamt entspricht seit 2016 einer Lernzeit von etwa einem drittel Schuljahr im Lesen, einem halben Schuljahr im Zuhören, einem viertel Schuljahr im Bereich Orthografie und einem viertel Schuljahr im Fach Mathematik …

Insgesamt haben im Fach Lesen im deutschlandweiten Durchschnitt fast 19 Prozent den Mindeststandard verfehlt, im Zuhören gut 18 Prozent und in der Orthografie sogar 30 Prozent. In Mathematik erreichten 22 Prozent der Schüler nicht den Mindeststandard. Optimale Kompetenzen hatten im Fach Deutsch zwischen sechs und acht Prozent der Viertklässler, in Mathematik knapp elf Prozent. Der Rest bewegte sich im Mittelfeld. Im Vergleich zu 2016 verzeichneten alle Bundesländer einen Negativtrend.

Dennoch sind die Leistungsunterschiede zum Teil erheblich. Bayern etwa ist es erneut besonders gut gelungen, die Regel- und Mindeststandards zu sichern … In Bremen und Berlin wurden die Regelstandards hingegen in allen Kompetenzbereichen seltener erreicht und die Mindeststandards häufiger verfehlt als dies deutschlandweit der Fall ist.

Durch die starken Flüchtlingsbewegungen habe sich die Zusammensetzung der Schülerschaft seit 2016 deutlich verändert, sagte Prien. 'Das hat Auswirkungen auf die Heterogenität und die damit verbundenen Herausforderungen für Lehrkräfte.' 

Leistung von Kindern mit Migrationshintergrund lässt stärker nach

Wie massiv die Migration in den Schulen angekommen ist, zeigt ein Blick in die Zahlen. Demnach hat sich der Anteil der Viertklässler, die in zugewanderten Familien aufwachsen, seit dem Jahr 2011 um annähernd 14 Prozentpunkte erhöht …

Insgesamt fielen die Kompetenzeinbußen für Kinder mit Zuwanderungshintergrund überwiegend größer aus, sodass selbst bei insgesamt sinkendem Kompetenzniveau die Leistungskluft weiter aufgehe, schreiben die Bildungsforscher ... 'Es dürfte weitgehende Einigkeit darüber bestehen, dass solche Zahlen nicht hinnehmbar sind', schreiben sie …

Der Deutsche Lehrerverband bezeichnete die Studie als ‚Beleg für einen ungebremsten dramatischen Bildungsabsturz‘“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article241640345/Schule-Das-deutsche-Schulsystem-an-den-Grenzen-seiner-Leistungsfaehigkeit.html

„Bildungskrise: ‚Schule ist zum Reparaturbetrieb der Gesellschaft geworden‘

WELT: Herr Brand, Sie übernehmen das Amt des VBE-Bundesvorsitzenden in einer Zeit, in der viele von einer neuen Bildungskatastrophe sprechen. Die Schulleistungen der Kinder gehen stetig bergab, in den Lehrerzimmern herrscht Mangelverwaltung. Wie analysieren Sie die Lage?...

Gerhard Brand: Das Kernproblem dieser ganzen Entwicklung ist und bleibt der Lehrkräftemangel. Wir haben den Bildungsforscher Klaus Klemm um eine Prognose zum Lehrkräftebedarf gebeten. Während die Kultusministerkonferenz (KMK) bis 2035 einen Bedarf von 24.000 Lehrkräften ermittelt hat, geht Klemm von 127.000 fehlenden Lehrkräften aus. Wenn wir pädagogische Reformen wie Ganztagsschule und Inklusion dazurechnen, sind es sogar 158.000 … 

Dazu haben wir die groteske Situation, dass es in einigen Bundesländern einen Numerus Clausus auf das Lehramtsstudium gibt, weil nicht genügend Studienplätze angeboten werden …

WELT: Der gesellschaftliche Frust entlädt sich zum Teil auch gewaltsam. Nimmt die physische und psychische Gewalt gegen Lehrkräfte zu?

Brand: Leider ja, wie unsere Umfragen zeigen. Zudem haben sich die Möglichkeiten, sich Hilfe zu suchen, verschlechtert. Wenn Lehrkräfte Opfer von Gewalt werden, suchen sie die Schuld oft bei sich selbst. Deshalb gehen Lehrkräfte sehr verschämt damit um. Wir haben eine sehr hohe Dunkelziffer. Aber es gibt auch sehr viel Gewalt von Schülerinnen und Schülern untereinander …

WELT: Eine Umfrage in Bayern hat ergeben, dass auch die Gewalt gegen Kita-Kinder zunimmt. Ist es eine Gefahr für die Kinder, wenn Kitas wegen Personalmangels unterbesetzt sind?

Brand: Der Personalmangel in den Kitas steht dem in den Schulen in nichts nach. Die Personalschlüssel werden so gut wie nie eingehalten. Eine vom VBE bei Forsa in Auftrag gegebene Umfrage unter Kita-Leitungen hatte bereits im Frühjahr 2022 ergeben, dass schätzungsweise 9000 Kitas in über der Hälfte der Zeit in aufsichtspflichtrelevanter Personalunterdeckung arbeiten mussten. Oder deutlicher ausgedrückt: hätten geschlossen werden müssen. 

Die pädagogischen Fachkräfte haben einfach nicht die Zeit, die sie brauchen, um sich um die Kinder zu kümmern ... Den Personalmangel in Schulen und Kitas zu beheben, muss oberste Priorität der Politik sein.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus242933835/Bildungskrise-Schule-ist-zum-Reparaturbetrieb-der-Gesellschaft-geworden.html

„Lehrermangel: Gymnasien, die nur noch vier Stunden Unterricht am Tag anbieten können

Der Lehrermangel belastet die Republik zunehmend. Besonders dramatisch ist die Notlage in Sachsen-Anhalt …

WELT: Frau Gerth, wieso fehlen ausgerechnet in Sachsen-Anhalt bundesweit am meisten Lehrer?

Eva Gerth: Aus meiner Sicht liegen dem falsche politische Entscheidungen in der Vergangenheit zugrunde. Man kann nicht immer nur Personal einsparen wollen …

WELT: Rund 1000 Lehrerstellen können derzeit in Sachsen-Anhalt nicht besetzt werden. Das eingesparte Geld könnte doch zumindest in multiprofessionelle Teams investiert werden, wenn es schon nicht genug Lehrer gibt ...

Gerth: Schön wär’s. Laut dem Finanzministerium wird das Geld benutzt, um andere Löcher im Haushalt zu stopfen, aber die Lücken in der Bildung unserer Kinder klaffen weiterhin … 

WELT: Wo im Land werden Lehrer denn am dringendsten gebraucht?

Gerth: Einzelne Schulen haben nur noch eine Unterrichtsversorgung von 70 Prozent, besonders an den Sekundarschulen ist die Not groß. Ich kenne aber auch Gymnasien, die nur noch vier Stunden Unterricht am Tag anbieten können …

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus242311245/Lehrermangel-Gymnasien-die-nur-noch-vier-Stunden-Unterricht-am-Tag-anbieten-koennen.html

Die Bibel sagt uns, dass Kinder „eine Gabe des Herrn“ sind (Psalm 127,3). Wie gehen wir mit dieser Seiner Gabe um?

Wir können beten

  • und bekennen, dass durch die Art, wie wir in Deutschland mit Kindern im Erziehungsbereich umgehen, diese Gabe des HERRN missachtet wird
  • und bitten, dass der HERR viele Eltern, Lehrer und Erzieher auf diese untragbaren Zustände aufmerksam macht und sie befähigt, sich für notwendige Änderungen einzusetzen
  • dass ER Politiker erweckt, die mit Sachkenntnis und Autorität die notwendigen Änderungsschritte einleiten
  • dass Schulleiter und Lehrer es nicht einfach hinnehmen, wenn normaler Unterricht durch „Verwaltungstechnische Anweisungen“ unmöglich gemacht wird (d.h. Zuweisung von Kindern und Jugendlichen, die kein Deutsch können, in bestehende Klassenverbände)
  • dass Eltern und Lehrer zum Wohle der Kinder gut zusammenarbeiten
  • dass Gewalt gegen Mitschüler und Lehrer nicht dadurch toleriert wird, dass der Schüler weiter am Unterricht teilnehmen kann und der Eindruck entsteht: "es passiert ja nichts"
  • dass Schule ein Ort wird, wo Kinder in einem ihnen angemessenen Rahmen ihre von Gott gegebenen Fähigkeiten entfalten können
  • dass der HERR Christen, die im Lehr- und Erziehungsberuf tätig sind, mit Weisheit, Kraft und Autorität ausrüstet, um Sein Leben in diese Bereiche hineinzutragen
  • dass der HERR Seine Gemeinde aufruft und befähigt, in den Gebetskampf für die Situation im Erziehungsbereich einzutreten, indem sie in der Haltung, wie David sie im Psalm 18 beschreibt, vor Gott tritt:
    Ich will dich von Herzen lieben, HERR, meine Stärke! Er führte mich heraus in die Weite, er befreite mich; denn er hatte Wohlgefallen an mir. Dieser Gott! sein Weg ist vollkommen, er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Gott ist es, der mich mit Kraft umgürtet und meinen Weg unsträflich macht. Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stützt mich, und deine Herablassung macht mich groß.“ (Psalm 18,2.20.31.36)

Möge der Herr uns helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.

Heinz-Jürgen Heuhsen


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