Wöchentliches Gebet - 20. Oktober 2021

Für Israel

Unser Gott ist ein Gott, der gleichzeitig als drei Personen existiert. Die Beziehungen zwischen diesen Personen sind so eng und liebevoll, dass Gott sich uns als einziger Gott offenbart hat – obwohl Er gleichzeitig von sich sagt: ICH bin 3 Personen.

Die engste menschliche Beziehung, die Gott geschaffen hat, ist die Ehe zwischen Mann und Frau (Eph 5,25-33). In Vers 31und 32 lesen wir dort dazu:

Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein (1. Mose 2,24). Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.“

Gott möchte eine solch enge Beziehung zu seinem Volk und setzt sie deshalb in Seinem Wort immer mit dem Ehebund gleich. Wenn das Volk Gottes seinem Gott untreu wird, ist der entsprechende Vergleich Ehebruch und Hurerei.

Auch im Buch Hosea spricht Gott das Verhalten Israels auf drastische Weise durch die Ehesituation Hoseas an.

Die Frau Hoseas, Gomer, läuft ihrem Ehemann davon. Und Gott sagt: ‚Israel – genau so verhältst du dich Mir gegenüber.‘

Dann sorgt Gott dafür, dass es der untreuen Ehefrau/Israel bei ihren Liebhabern nicht gut geht: „Darum versperre ich ihr den Weg mit Dornengestrüpp und verbaue ihn mit einer Mauer. Wenn sie dann ihren Liebhabern nachläuft, kann sie sie nicht erreichen; sie sucht sie, aber kann sie nicht finden. Dann wird sie sagen: 'Ich will zu meinem ersten Mann zurückkehren. Bei ihm ging es mir besser!'“ (Hos 2,8).

In dieser Situation kauft Hosea (also auch Gott) die untreue Ehefrau wieder zurück. Doch er geht nicht sofort wieder zur ehelichen Gemeinschaft über, sondern führt sie durch eine längere Periode der Reinigung, damit sie Ihm von nun an wirklich treu bleibt. „Ich kaufte die Frau um fünfzehn Silberstücke und sechs Zentner Gerste und sagte zu ihr: Für eine lange Zeit wirst du jetzt im Haus bleiben und dich mit keinem Mann einlassen und auch ich werde nicht mit dir verkehren. Genauso wird es den Leuten von Israel ergehen: Sie werden lange Zeit keinen König und keine führenden Männer haben, keine Opferstätten, keine geweihten Steinmale und keine Orakel“ (Hos 3,2-4).

Ist das nicht ein Bild für die Geschichte des Volkes Israel bis heute?

Im nächsten Satz kommt dann die erlösende Nachricht. „Danach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren Gott, und David, ihren König, suchen und werden sich bebend zu dem HERRN und zu seiner Güte flüchten am Ende der Tage(Hos 3,5).

Das ist eine wunderbare Verheißung für das Volk Israel in unserer Zeit, auf deren Basis wir mit Zuversicht für die Errettung Israels beten können.

1. Die Errettung Israels

Die Aussage, dass „die Kinder Israel umkehren und … sich bebend zu dem HERRN und zu seiner Güte flüchten“ werden, spricht von einer schweren Zeit für die Menschen in Israel. Israel ist jetzt in einer sehr schwierigen Situation. Der Iran ist kurz vor dem Besitz der Atombombe, die Corona-Krise ist noch nicht überwunden …

Wir können beten

  • dass sich das Volk Israel in diesen schwierigen Zeiten zu Gott wendet und nicht andere Auswege sucht.
  • und Gott dafür danken, dass Er Seine Absichten, ganz Israel zu retten, immer wieder in Seinem Wort zugesagt hat. „Israel, hoffe auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade, und viel Erlösung ist bei ihm. Und er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden“ (Ps 130,7-8).
  • und für Gottes Treue zu seinem Wort danken. Was Er zusagt, wird Er auch tun. „Auf ewig, o HERR, steht dein Wort im Himmel fest“ (Ps 119,89).
  • dass der Herr in den geistlichen Zustand Israels eingreift und den Schleier von ihren Augen entfernt.
  • dass Gott Seinen Geist senden möge, damit Er die Sehnsucht der Herzen des Volkes Israel auf Ihren Messias ausrichtet wird.
  • dass der morgendliche Beginn der Radiosendung in Israel mit dem Shma Israel - „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein“ (5 Mose 6,4) – wirklich die Herzen des Volkes erreicht.

2. Die messianische Gemeinde

Israel braucht Gebet. Deshalb hat Gott die Gemeinde in den Nationen gerufen, für das jüdische Volk zu beten, das zum großen Teil seinen Messias noch nicht erkannt hat. Die messianischen Juden, die in Yeshua bereits ihren Messias erkannt haben, können und sollen jedoch für den Plan Gottes zur Wiederherstellung Israels beten. Bereits Haggai mahnte: „Ist es für euch selbst Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus wüst liegt?“ (Hag 1,4).

Wir können beten

  • dass die messianischen Geschwister in Israel nicht vorrangig mit dem Aufbau ihres persönlichen Lebens beschäftigt sind, wie es damals bei der Rückkehr der Juden ins Land unter Esra der Fall war, sondern dass sie in ganz Israel am Reich Gottes bauen. „Damals hörte die Arbeit am Haus Gottes in Jerusalem auf, und sie unterblieb bis zum zweiten Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien“ (Esra 4,24).
  • dass sie ihre Prioritäten ordnet und zuerst nach dem Reich Gottes trachtet. „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden“ (Mt 6,33).
  • dass Gott der Gemeinde eine große Sehnsucht nach der Beziehung zu Gott ins Herz legt und sie beten kann: O Gott! Stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet... Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet ... HERR, Gott der Heerscharen! Stelle uns wieder her! Laß dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet“ (Ps 80,4.8.20).
  • dass die messianische Gemeinde in Israel die Bedeutung der Fürbitte erkennen möge.
  • dass Pastoren, Leiter und Älteste im Gebet vorangehen und ihre Gemeinden lehren und zum Gebet anleiten.
  • dass sie nicht gegen die Regierung murrt, wie es das Volk unter Mose getan hat, sondern für die israelische Regierung betet.

3. Die israelische Regierung

Die Regierung ist mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert und braucht Weisheit von Gott. Um nur einige Bereiche zu nennen: der Iran nähert sich Schritt für Schritt der Fertigstellung einer Atombombe; die Preise für privaten Wohnungsbau sind in den letzten zwölf Monaten in großen Teilen Israels um mehr als 10% gestiegen; der neue Corona-„Zar“ in Israel, Salman Zarka, fürchtet eine 5. Welle der Corona Infektionen und warnt vor dem Aufheben von Beschränkungen (https://www.timesofisrael.com/virus-czar-warns-against-easing-covid-restrictions-too-quickly-fearing-5th-wave/);  das Personal in den israelischen Krankenhäusern ist stark überlastet …

Israelische Krankenhäuser: Hunderte von Medizinstudenten demonstrieren zur Unterstützung der Kündigung von Assistenzärzten

Medizinstudenten aller israelischen Fakultäten marschierten am Sonntagnachmittag, den 17. Oktober, im Zentrum von Tel Aviv, um Hunderte von Assistenzärzten und Ärzten zu unterstützen, die im Rahmen des Kampfes um die Verkürzung der Arbeitszeiten in Krankenhäusern gekündigt hatten …

Über 300 Studenten der Universität Tel Aviv, der Ben-Gurion-Universität des Negev, des Technion-Israel Institute of Technology, der Ariel-Universität und der Hebräischen Universität Jerusalem unterzeichneten eine Petition, in der sie erklärten, sie würden ebenfalls zurücktreten - und beschlossen außerdem, am Sonntag zur Unterstützung zu streiken.

‚Der Zweck der Demonstration war es, den Assistenzärzten zu zeigen, dass sie nicht allein sind und dass wir das Opfer, das sie bringen, zu schätzen wissen, damit wir unter humaneren Bedingungen arbeiten und bessere Ärzte sein können, wenn die Zeit gekommen ist‘, sagte Adi Moran, ein Medizinstudent im fünften Jahr, der an der Demonstration teilnahm …

‚Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass unsere Generation es ablehnt, unter diesen Bedingungen zu arbeiten. Wenn es heute 500 Rücktrittserklärungen gibt, wird es Tausende weitere geben‘ …

Die Assistenzärzte haben gegen die Tatsache demonstriert, dass sie aufgrund der immensen Überlastung in den Krankenhäusern 26-Stunden-Schichten arbeiten, oft ohne jede Pause, um sich auszuruhen oder zu essen. Manchmal ist es sogar für mehrere Stunden nicht möglich, auf die Toilette zu gehen.“

https://www.jpost.com/health-and-wellness/last-efforts-to-reach-an-agreement-with-medical-residents-before-large-scale-resignation-682210

Wir können beten

  • dass sich Politiker in dieser schwierigen Zeit an Gott wenden und Gott nach dem Vorbild Salomos um Weisheit bitten. „Darum schenke mir Weisheit und Verständnis, dass ich mit deinem Volk richtig umgehe! Wie könnte ich denn sonst dieses große Volk regieren?“ (2 Chr 1,10 GN).
  • dass die Regierung, das Militär und alle Sicherheitsdienste in Einheit und Weisheit zusammenarbeiten, um Israel vor physischen Bedrohungen und Zerstörung zu schützen. „Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf – so sage Israel –, sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht überwältigt … Es müssen zuschanden werden und zurückweichen alle, die Zion hassen“ (Ps 129,1-2.5).
  • dass Gott dort, wo Korruption und Misswirtschaft vorhanden sind, Sein Licht hineinbringt und die Regierung befähigt, diese Zustände zum Wohle des Volkes zu ändern. „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht“ (Ps 36,10).
  • dass der Herr Gnade zur Schaffung von bezahlbaren Wohnungen schenkt. „Ihr werdet aber über den Jordan gehen und im Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, zum Erbe geben wird“ (5 Mose 12,10a).
  • dass Gott der Regierung Weisheit gibt, gute Gesetze zu verabschieden, die dem ganzen Volk und besonders den durch die Corona-Maßnahmen betroffenen Armen in der Bevölkerung dienen. „Und kein anderes großes Volk hat so gute Gebote und Rechtsbestimmungen wie die, die ich euch heute gebe“ (5 Mose 4,8 GN).
  • dass die Regierung richtige Entscheidungen trifft, um weise mit der Corona-Situation im Land umzugehen.
  • dass eine Lösung gefunden wird, die es allen im Gesundheitswesen Arbeitenden ermöglicht, ihre Aufgaben mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit auszuführen und sie von jeder Form der Überlastung freigesetzt werden.

 


Für Deutschland

1. Gemeinde und Zivilgesellschaft

Jesus ist als Mensch auf die Erde gekommen und hat uns ganz praktisch vorgelebt und gelehrt, wie wir Menschen unsere Beziehungen in Ordnung bringen können: unsere Beziehung zu Gott, unsere Beziehung zu den Menschen um uns herum, und unsere Beziehung zu uns selbst.

Für Christen, Seine Jünger, ist ein wichtiger Abschnitt Seiner Lehre in der sogenannten „Bergpredigt“ zusammengefasst, die sogar von Nichtchristen als wichtige ethische Verhaltensanweisung anerkannt wird. Ich möchte auf einen Abschnitt daraus bezugnehmen.

Mt 5,13-18:

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als dass es hinausgeworfen und von den Leuten zertreten werde.

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, so leuchtet es allen, die im Hause sind. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Wahrlich, ich versichere euch: Solange Himmel und Erde bestehen, wird kein i-Punkt und kein Komma im Gesetz gestrichen. Das ganze Gesetz muss erfüllt (gr. pleroo=getan) werden. Wer also ein noch so unbedeutendes Gebot für ungültig erklärt und die Menschen in diesem Sinne lehrt, wird im Himmelreich den letzten Platz einnehmen.“

Hier spricht Jesus an, wie sich Seine Jünger, Seine Gemeinde im gesellschaftlichen Leben in der Welt verhalten sollen. Jesus fordert, dass wir uns genauso verhalten wie Er:

Ich bin das Licht der Welt“ (Joh 8,12) – „Ihr seid das Licht der Welt“. Im neuen Testament werden Licht und Finsternis als moralische Eigenschaften angesehen. Menschen lieben dieses Licht nicht, denn sie leben lieber in der Finsternis und ziehen es vor, ihr Tun selbstbezogen auf sich in der Dunkelheit zu verbergen.

Jesus sagt: Das Licht/eine Lampe sollte an der Stelle angebracht werden, dass es mit seiner Strahlkraft eine maximale Wirkung erzielt. Dadurch „bringt es ans Licht“, was im Finstern ist, und zeigt denen, die vom Licht geleitet werden wollen, wie sie gehen können, ohne anzustoßen. Wir sollen als Licht leben

Im nächsten Satz spricht Jesus davon, dass das ganze Gesetz, alle Geboten richtig gelehrt und gehalten werden sollen – und zwar ohne die geringste Änderung daran. Das macht Jesus im Vers 18 besonders deutlich, indem Er „wahrlich“ und eine doppelte Verneinung gebraucht, um die Wichtigkeit der Unveränderlichkeit der Bibel zu betonen. Damit würde Jesus heute unter die Kategorie „Fundamentalist“ fallen.

In diesem Licht wollen wir die aktuelle Entwicklung in dem Prozess um Olaf Latzel betrachten.

Prozess um Bremer Pastor Latzel: Umstrittener Gutachter zieht sich zurück - von Staatsanwaltschaft abgelehnt

Der im Berufungsprozess um den Bremer Pastor Olaf Latzel von der Staatsanwaltschaft abgelehnte Gutachter Christoph Raedel zieht sich zurück. ‚Er hat vor dem Hintergrund der Unruhen um seine Person, zu denen er sich ja aufgrund seiner Rolle nicht äußern könnte, darum gebeten, nicht weiter in der Sache tätig sein zu müssen‘, sagte ein Sprecher des Bremer Landgerichts´... Die Kammer sei diesem Wunsch mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung nachgekommen und habe seine Bestellung zum Sachverständigen widerrufen.

Der Professor der Freien Theologischen Hochschule Gießen war Anfang September von der Bremer Staatsanwaltschaft als Gutachter abgelehnt worden, weil sie ihn für möglicherweise befangen hielt. So hatte Raedel auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes erklärt, er vertrete die Auffassung, dass Homosexualität nicht mit der christlichen Lehre vereinbar sei und als Sünde bezeichnet werden müsse. Dies hatte zu heftiger Kritik von Theologen, Kirchenrechtlern und Verfassungsexperten geführt. ‚Ein neuer Sachverständiger ist noch nicht gefunden, ein Zeitfenster ist da aktuell nicht absehbar‘, sagte der Gerichtssprecher.

Der evangelisch-methodistische Theologe Raedel sollte darlegen, ob Latzels (angeblich) schwulenfeindliche Äußerungen möglicherweise durch die Bibel gedeckt sind ...

‚Der evangelische Pastor Olaf Latzel ist im vergangenen November vom Amtsgericht Bremen wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Latzel hatte nach Überzeugung des Gerichts in einem auf Youtube verbreiteten ‚Eheseminar‘ zum Hass gegen Homosexuelle aufgestachelt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, weil Latzels Verteidiger Berufung eingelegt haben. Das Verfahren sollte Anfang kommenden Jahres beginnen, wird sich jetzt wohl aber aufgrund der Suche nach einem neuen Gutachter weiter verzögern.“ 

https://www.nwzonline.de/bremen/bremen_a_51,3,3609880402.html#

In den in diesem Artikel geschilderten Ereignissen werden Verhaltensweisen sichtbar, die – wie wir glauben - für die Gemeinde und unser Land von grundlegender Bedeutung sind:

  • kann die Gemeinde unter gesellschaftlichem Druck zur Wahrheit der Bibel stehen?
  • wird die Rechtsprechung unseres Landes biblische Lehre und Verhalten von Gläubigen als unvereinbar mit den Gesetzen unseres Landes bezeichnen?

Wir können beten

  1. für die Gemeinde
  • dass dieses Geschehen dazu dient, die wahre Gemeinde Jesu im Land wach zu machen und für die Wahrheit des Wortes aufzustehen
  • dass Jesus Seiner Gemeinde in unserem Land Pastoren wie Olaf Latzel erweckt und sie stärkt, zu der Wahrheit des Wortes zu stehen und dass sie das Wort mit Autorität und Klarheit lehren. „Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht.“ (Titus 2,1)
  • dass Gott die Gemeinde von falschen Hirten und Lehrern wie die im Artikel angesprochenen ‚Theologen und Kirchenrechtler‘ befreit. „Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen! spricht der HERR.“ (Jer 23,1)
  • dass Jesus Seine Gemeinde reinigt und heiligt. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. (Joh 17,17)
  • dass Pastoren und Leiter durch dieses Ereignis herausgefordert werden, die Wahrheit des Wortes als „Fundamentalisten“ zu lehren, so wie Jesus das vorgelebt hat. „Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.“ (2 Tim 2,15)
  • dass Jesus viele aus Seiner Gemeinde im Land befähigt, als Salz und Licht zu handeln und in der Öffentlichkeit sichtbar zu werden
  1. für die Zivilgesellschaft
  • dass Gott den Zeitpunkt bestimmt, wann diese Gerichtsverhandlung fortgeführt wird. „Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen“. (Psalm 31,16)
  • dass Er bis zu diesem Zeitpunkt alle Personen in ihren Herzen vorbereitet hat, die an dem Verfahren aktiv teilnehmen
  • dass Gott für dieses Verfahren die Person als Sachverständigen freisetzt, die Seinem Willen entspricht
  • dass dieser Sachverständige die klare Aussage der Bibel zu diesem Sachverhalt benennt und nicht wegen "Unruhen um seine Person" von einer eindeutigen Stellungnahme zur Wahrheit der Bibel zurückschreckt
  • dass Gott unserem Land Gnade gibt und nicht ein Urteil gefällt wird, dass Seinem in der Bibel geoffenbarten Willen zuwiderläuft.

2. Regierung und Gesellschaft

Die Koalitionsverhandlungen zur möglichen Bildung einer Bundesregierung gehen in die entscheidende Phase. Die folgenden Artikel geben einen kleinen Einblick in die Komplexität dieses Verfahrens.

Vertrauen in Handlungsfähigkeit des Staates erschüttert

Für Hans-Jürgen Papier steht fest: Politik und Gerichte müssen die Corona-Eingriffe dringend aufarbeiten, das Vertrauen vieler Bürger in den Rechtsstaat sei schwer beschädigt …

Papier: Es muss wieder klarer werden, dass der gute Zweck in einem freiheitlichen Rechtsstaat nicht jedes Mittel heiligt. 'Not kennt kein Gebot', dieser Satz darf nicht Raum greifen. 

Auch das allgemeine legitime Ziel, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, rechtfertigt nicht jeden Grundrechtseingriff. Nutzen und Schaden müssen stets in einem angemessenen Verhältnis stehen, und die Beweislast für das Vorliegen der Verhältnismäßigkeit trägt der Staat. 

Schwerwiegende Freiheitsbeschränkungen aus bloßer Vorsorge sollte es künftig nicht mehr geben. Wir müssen uns rechtsstaatlich wappnen – das waren wir diesmal lange Zeit nicht … 

Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und die Rationalität seiner Entscheidungen ist im Laufe der Zeit erschüttert worden. Es wurde nicht generell, aber doch teilweise ziemlich irrational, widersprüchlich, kopflos und im Übermaß reagiert. Manche Entscheidungen waren fast absurd oder schlicht nicht durchsetzbar, nehmen Sie nur die unkontrollierbaren Aufenthaltsbeschränkungen in Privatwohnungen. Wenn das Recht aber nur auf dem Papier steht und gar nicht durchsetzbar ist, ist das Gift für einen freiheitlichen Rechtsstaat.

Die Mängelliste ist im Übrigen lang, ich nenne beispielhaft nur die Passivität der vom Volk gewählten Parlamente … Letztlich war es weiterhin die Exekutive, die massiv in die Freiheitsrechte der Bürger eingriff. Das geht meines Erachtens bei so wesentlichen Fragen im Verhältnis von Staat und Bürgern nicht…

WELT: Apropos Eigentum: In Berlin fand ein Volksentscheid eine Mehrheit, nach dem große Wohnungskonzerne enteignet werden sollen. Ist das mit den Regeln der Verfassung zu vereinbaren? 

Papier: Falls ein Sozialisierungsgesetz dieser Art wirklich umgesetzt werden sollte, wird es zu einer höchstrichterlichen Klärung kommen müssen … Nun werden von Staatsrechtlern erhebliche verfassungsrechtliche Zweifel geäußert, ob ein solches Berliner Vorhaben rechtlich zulässig wäre. Ich schließe mich diesen Zweifeln ausdrücklich an … Das Vorhaben kann meines Erachtens verfassungsrechtlich keinen Bestand haben.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus234193236/Hans-Juergen-Papier-Vertrauen-in-Handlungsfaehigkeit-des-Staates-erschuettert.html 

Posten, die irgendeine Bedeutung suggerieren

WELT: Geht es ab sofort in den Koalitionsverhandlungen – entgegen anderen Aussagen der Ampel-Beteiligten – auch immer um die Postenverteilung und Zuschnitte? ...

Stefan Aust: … es geht dabei nun auch darum, für jede der beteiligten Parteien Posten zu schaffen, die irgendeine Form von Bedeutung suggerieren. 

Inhaltlich geht es in den kommenden Wochen auch viel um das Kleingedruckte in den Bestimmungen, gleichzeitig steigen die Begehrlichkeiten für die besten Jobs in der Regierung …

WELT: Wie wichtig ist, wer Vizekanzler wird? Für Olaf Scholz (SPD) war das immerhin die Startrampe in das Kanzleramt.

Aust: Eigentlich ist das ja nur ein Vertretungsjob, wenn der Kanzler auf Reisen oder krank ist. Aber innerhalb einer Dreier-Koalition kann er am ehesten eine interne Rangfolge markieren. Am Ende ist es nicht einmal unmöglich, dass es plötzlich zwei Vizekanzler geben wird, die sich den Job irgendwie teilen …“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus234484858/Stefan-Aust-Posten-die-irgendeine-Bedeutung-suggerieren.html

Wir können beten

  • dass Gott in Seiner Gnade unserem Land eine Regierung gibt, die die klaren Gesetzesübertretungen der letzten Regierung in Gerechtigkeit korrigiert.
  • dass die derzeitigen Koalitionsverhandlungen eine Regierung hervorbringen, die sich an den Vorgaben des Grundgesetzes und den Ordnungen Gottes für Gerechtigkeit orientieren will, oder dass Gott sie scheitern lässt und keine Koalition aus SPD, Grünen und FDP zustande kommt.
  • dass Ministerämter, Regierungsposten und Autoritätsbereiche geschaffen werden, die sinnvoll und notwendig sind, und dass nicht überflüssige Posten zur Erfüllung der Begehrlichkeiten der Parteien eingerichtet werden.  
  • dass die notwendigen Posten an Personen gegeben werden, die für die entsprechende Aufgabe geeignet sind. „Ich halte Ausschau nach allen im Land, die treu und zuverlässig sind; mit solchen Leuten umgebe ich mich. Wenn jemand ein vorbildliches Leben führt, dann nehme ich ihn in meinen Dienst.“ (Psalm 101,6)
  • dass diese Posten möglichst viele Personen übernehmen, die mit Weisheit und Gottesfurcht handeln.  Erweise deine Gnade auch weiterhin denen, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit denen, die aufrichtigen Herzens sind!“ (Ps 36,11)
  • dass das Parlament Gesetze, die nicht den Vorgaben des Grundgesetzes entsprechen, ändert oder ganz zurücknimmt
  • dass das Bundesverfassungsgericht zügig die noch anstehenden Klagen bearbeitet
  • dass die Richter mit Weisheit und Gottesfurcht erfüllt sind und Urteile ergehen lassen, die dem Willen Gottes für unser Land entsprechen. „Wahrheit besteht für immer, Lüge nur einen Augenblick.“ (Spr 12,19 GN)

Möge der Herr uns allen helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.

 

Heinz-Jürgen Heuhsen


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