Masterpro Nivo Slider 3.x

Wöchentliches Gebet

Wöchentliches Gebet - 16. September 2026

Hinweis: Wir machen eine Pause. Unser nächstes wöchentliche Gebet erscheint, so der Herr will, am 7. Oktober.

Für Israel

Liebe Geschwister,

vielleicht habt ihr schon beim Öffnen dieser „Prayer Notes“ von Ofer gemerkt:

heute ist etwas anders – und das stimmt, wie Ofer selbst gleich zu Anfang schreibt.

Ich selber war auch überrascht, denn auch ich hatte keine „Vorwarnung“ sondern habe wie immer sein Mail auf Englisch empfangen und angefangen zu lesen.

Ich bin sehr, sehr dankbar, für das, was Ofer uns hier gesandt hat, denn:

Ich bin auch in Gefahr, in „Routine“ zu verfallen: Mittwochs beten wir für Israel, wir wissen, dass das wichtig ist, wir tun es gerne und von Herzen und schon seit Jahren…. Aber die vielen Wunder und die große Gnade Gottes, dass wir das überhaupt tun können, und was Gott dafür alles getan hat, und … können uns aus dem Blick geraten.

Bitte nehmt euch doch persönlich Zeit, beschäftigt euch in der Stille vor dem Herrn mit dieser Botschaft von Ofer, die er für seine Gemeinde in Jerusalem anlässlich der Vorbereitung auf Jom Kippur gehalten hat – und lasst euch dann vom Heiligen Geist bewegen, wie ihr darauf reagiert.

Möge Seine Gnade uns Sein Shalom mit uns sein

Heinz-Jürgen Heuhsen

Wichtig: wie immer ist das Gebet für Deutschland (Schwerpunkt Wahl) im Anschluss an diesen Israelteil!

Botschaft von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem, die er für uns in dieser Form überarbeitet und herausgegeben hat.

Ein Weckruf

Wir müssen neu belebt werden; unsere Herzen brauchen ein Erwachen – ein frisches Erwachen hin zum Herrn selbst und zu dem, was Er am Kreuz vollbracht hat. Wir müssen in unserem Verständnis der Sühne, die wir im Messias haben, erfrischt werden.

Rosh Ha-Schana war als Weckruf gedacht. Es war ein Tag, der durch das Blasen von Trompeten geprägt war – ein „Gedenktag des Trompetenblasens“ (3 Mose 23:24).

Gemäß 4 Mose 10:10 wurden die Trompeten auch bei Brand- und Friedensopfern an den festgesetzten Festen und zu Monatsbeginn geblasen – als ein Gedenken vor Gott.

Der Klang der Trompeten rief das Volk mit den Opfern auf dem Altar dazu auf, sich GOTTES, Seiner Gnade und Fürsorge sowie der eigenen Verantwortung als Sein Bundesvolk neu bewusst zu werden.

Die folgende Botschaft wurde vor etwa einer Woche gehalten, noch vor Rosh Ha-Shana und natürlich vor dem Versöhnungstag (Yom Kippur). Es geht darin um die Sühne und darum, warum es wichtig ist, dass unser Verständnis von all dem erneuert und aufgefrischt wird.

Dies sind keine Gebetsnotizen, sondern eine (wenn auch bearbeitete) Niederschrift der Botschaft, die wir gehalten haben.

Es ist keine Lektüre für zwischendurch. Für uns hat sie dazu gedient, unsere Herzen darauf vorzubereiten, für die Errettung und Sühne unseres Volkes im Messias zu beten und in Fürbitte einzutreten.

Möge sie dazu dienen, dein Herz für das große Werk des Messias am Kreuz zu beleben und dich dazu anzuregen, für die Erlösung Israels und für die verlorenen Menschen der Welt zu beten.

*****

Sühne – Von 3. Mose 16 bis zum Messias

Heute wollen wir uns mit dem Thema Sühne befassen. Es trifft sich gut, dass wir unmittelbar vor Yom Kippur, dem Versöhnungstag, stehen und in unserer Predigt-Reihe „Höhepunkte aus der Tora“ gerade bei diesem Thema angelangt sind. Wir befinden uns derzeit im 16. Kapitel des 3. Mose-Buches.

Die Sühne ist eines der zentralen und wichtigsten Themen der Schrift. Von 1. Mose 3 bis zur Offenbarung sehen wir, wie sich dieses Thema entfaltet.

Doch zunächst müssen wir verstehen, warum Sühne überhaupt notwendig ist.

Die Notwendigkeit der Sühne

Gott schuf den Menschen nach Seinem Ebenbild. Der Mensch genoss die Nähe Gottes und war dazu bestimmt, über die Schöpfung zu herrschen und sie als Gottes Stellvertreter und Diener zu verwalten.

Zu Beginn gab es in der Schöpfung noch keinen Tod.

Doch schon in 1 Mose 3 erkennen wir die Notwendigkeit der Sühne. Adam und Eva lehnten sich gegen Gott auf und sündigten; mit ihnen fiel die gesamte Schöpfung.

Schon bald hatte die Menschheit die Welt mit Sünde, Gewalt, Tod und allen Früchten des Fleisches erfüllt. In 1 Mose 6 sehen wir, wohin all dies führte.

1 Mose 6:5

Als aber der HERR sah, dass des Menschen Bosheit sehr groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse allezeit…“

1 Mose 6:11

Aber die Erde war verderbt vor Gott und mit Frevel erfüllt.“

Die Welt war nicht nur voller Verderbtheit, Tod und Bösem; die schrecklichste Folge des Sündenfalls war vielmehr die Entfremdung von Gott – die Trennung von Ihm als Folge des geistlichen Todes, der aufgrund der Sünde über uns gekommen war.

John Stott bezeichnete diese Entfremdung als „die schrecklichste aller Folgen der Sünde“. (John Stott, zitiert in J. M. Boice, Foundations 2ft he Christian Faith,InterVarsity Press, 1986, 201)

Diese Entfremdung machte uns zudem zu Feinden Gottes und stellte uns unter die Herrschaft des Feindes.

Kol 1:21 spricht von jenen, die „entfremdet und feindlich gesinnt waren in den bösen Werken“.

Und in Eph 2:1–3 beschreibt Paulus unseren früheren Zustand:

Auch euch, die ihr tot wart, durch eure Übertretungen und Sünden, in welchen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt, nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geiste, der jetzt in den Kindern des Unglaubens wirkt, unter welchen auch wir alle einst einhergingen in den Lüsten unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren Kinder des Zorns von Natur, gleichwie die andern.“

Wir waren also von Gott entfremdet, Feinde Gottes, standen unter dem Einfluss des Feindes und waren unfähig, die Begierden des Fleisches zu überwinden. All dies mündete in jener schrecklichsten Folge der Sünde: der Trennung von Gott.

Der erste Hinweis auf Sühne im Garten

Doch schon in dem Kapitel, in dem der Sündenfall beschrieben wird, sehen wir die ersten Samen – oder Knospen – von Gottes Plan der Sühne und Erlösung.

1 Mose 3:21

Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Fellröcke und bekleidete sie.“

Um diese Felle zu erhalten, musste ein Tier sterben. Mit anderen Worten: bereits im Garten Eden floss Blut.

Jemand musste sterben, damit Adam und Eva bedeckt werden konnten; Blut musste vergossen werden.

Im weiteren Verlauf der Schrift wird dieser Gedanke weiter entfaltet. Im Alten Testament lesen wir davon, dass Gott Sein Volk mit Heil bekleidet. Im Neuen Testament erreicht dies seine Fülle im Messias: wir ziehen den neuen Menschen an; wir werden mit der Gerechtigkeit des Messias bekleidet.

Sühne war Teil von Gottes Ewigem Plan

Eine weitere wunderbare Wahrheit, die in der Schrift offenbart wird, ist, dass der Plan der Sühne und Erlösung der Schöpfung selbst vorausging.

Sühne war kein Plan, den Gott sich spontan ausdachte, als er sah, dass der Mensch gefallen war. Die Schrift lehrt, dass Erlösung und Sühne schon vor der Schöpfung Teil des ewigem Ratschlusses Gottes waren.

Offenbarung 13,8 spricht von dem „Lamm, das geschlachtet ist von Grundlegung der Welt an“.

Dieser Vers drückt eine tiefgründige Wahrheit aus: Das Erlösungswerk des Messias war schon vor der Erschaffung der Welt Teil des Planes und Vorherwissens Gottes.

1 Petr 1:18-20

Diesen Gedanken finden wir auch in

1 Petr 1:18–20

„…da ihr ja wisset, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blute Christi, als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, der zwar zuvor ersehen war vor Grundlegung der Welt, aber geoffenbart wurde am Ende der Zeiten um euretwillen“

Die Worte „zuvor ersehen“ lehren, dass der Opfertod des Messias Teil von Gottes ewigem Plan und Ratschluss war, noch bevor die Welt erschaffen wurde. Das bedeutet nicht, dass der Messias tatsächlich schon vor seiner historischen Kreuzigung geschlachtet wurde, sondern dass sein Sühnetod in Gottes ewigem Ratschluss feststand.

Dies ist erstaunlich und für uns schwer zu begreifen. Bereits in der Ewigkeit bestand bei Gott der Plan der Erlösung: Der Vater liebte die Welt (Joh 3:16) und fasste den Entschluss, sie zu retten.

Gott, der Sohn, willigte ein, die Sühne zu bewirken. So offenbart die Schrift einen ewigen Ratschluss innerhalb der Gottheit: Der Sohn sollte kommen, um die Menschen, die Gott retten wollte, zu erlösen und für sie Sühne zu leisten.

Dies sind wunderbare Dinge, die wir nicht vollends begreifen können, doch sollten sie uns dazu bewegen, Gott anzubeten und Ihm für Seine Liebe und Seinen Plan zu danken.

Im Messias erwählt vor Grundlegung der Welt

Eph 1:4

wie Er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor ihm“

Dies ist ein weiterer Aspekt der erlösenden Liebe Gottes. Vor Grundlegung der Welt erwählte Er uns und fasste den Entschluss, uns zu erlösen und zu Sich zu führen.

Mit anderen Worten: Gottes Liebe ist eine Liebe, die erwählt und vorherbestimmt. Noch bevor wir überhaupt existierten, erwählte Er uns im Messias.

Gott beschloss, Seine unüberwindliche und ewige Liebe einer unzählbaren Menge zuteilwerden zu lassen, und die Sühne garantiert, dass das Ziel, auf das diese Liebe ausgerichtet ist, tatsächlich erreicht wird.

Zugleich müssen wir etwas verstehen, das das Wunder der Liebe Gottes noch größer erscheinen lässt: Gott war in keiner Weise verpflichtet, uns diese Liebe zu schenken.

Nichts im Menschen verpflichtete Gott dazu, uns zu erlösen. Wir fielen in Adam. Wir sündigten, und „der Lohn der Sünde ist der Tod“. Gott hatte Adam gewarnt:

1 Mose 2:17

„…denn welchen Tages du davon isst, musst du unbedingt sterben!“

Wir wurden zu Feinden Gottes. Hätte Gott uns gerichtet, so wäre Er gerecht gewesen.

Doch aus Seinem freien und souveränen Willen sowie aus Seiner Liebe und Güte heraus erwählte Er sich ein Volk, das Erben Gottes und Miterben mit dem Messias werden sollte.

Rettung und Sühne sind daher gänzlich aus Gnade.

Das Kreuz – Teil von Gottes festgesetztem Ratschluss

In seiner Botschaft in Apg 2 sagt Petrus zu den Menschen, die zur Zeit der Kreuzigung in Jerusalem waren.

Apg 2:23

diesen, der nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hände [ans Kreuz] geheftet und getötet.“

Beachte beide Seiten.

Einerseits hatte Gott dies im Voraus beschlossen, und Jeschua unterwarf sich dem bereitwillig. Andererseits macht Petrus seine Zuhörer verantwortlich: Ihr habt Ihn gekreuzigt und getötet.

Hier sehen wir Gottes festen Ratschluss und Sein Vorherwissen im Zusammenspiel mit der Verantwortung des Menschen. Dies sollte unsere Dankbarkeit für eine solche Liebe vertiefen – eine Liebe, die uns die Versöhnung im Messias zuteilwerden ließ, obwohl wir durch den Sündenfall zu Seinen Feinden geworden waren.

So schwer diese Worte auch zu hören gewesen sein mögen, sie waren Wahrheit, ausgesprochen in Liebe – und das Ergebnis war, dass etwa dreitausend Menschen gerettet wurden.

Man stelle sich nur vor: Einige jener Menschen, die womöglich am Tag der Kreuzigung des Messias dabeigestanden und in die Rufe der Menge eingestimmt hatten – „Kreuzigt Ihn! Kreuzigt Ihn!“ –, wurden nun gerettet.

Welch ein wunderbares Bild von Versöhnung und Gnade.

Die Erste Verheißung des Messias

Wenn wir zu 1 Mose 3 zurückgehen, sehen wir einen weiteren Aspekt der Erlösung: den Sieg über die Schlange, den Feind.

Gott sagt in 1 Mose 3:15 zu der Schlange:

Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen;

derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.“

Erlösung umfasst also diese beiden Aspekte: Sühne durch das Vergießen von Blut und den dadurch errungenen Sieg über den Feind.

Doch wie würde Gott sündige Menschen dazu bringen, ihre Bedürftigkeit im Hinblick auf diese Rettung zu erkennen?

Die Sünde hat uns verblendet.

2 Kor 4:4

in welchen der Gott dieser Welt die Sinne der Ungläubigen verblendet hat, dass ihnen nicht aufleuchte das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher Gottes Ebenbild ist.“

Wie also würde Gott uns für unsere Notlage sensibilisieren und wachrütteln?

Er gab uns die Tora.

Die Tora offenbart unsere Bedürftigkeit für Sühne

Durch die Tora deckt Gott die Sünde im Licht seines reinen und heiligen Wesens auf.

Natürlich enthält die Tora – und die gesamte Schrift – weit mehr als das.

Sie offenbart, wer Gott ist: Seinen Namen, Sein Wesen, Seine Wege, was Er liebt, was Er hasst, Sein Herz.

Doch die Tora dient auch als Diagnoseinstrument.

So wie ein Arzt Diagnosewerkzeuge und -geräte einsetzt, um eine Krankheit zu entdecken, so offenbart die Tora den Zustand unseres Herzens.

Sie enthält aber auch das Heilmittel. Sie betont die Sühne – ein Thema, das sich durch die gesamte Schrift zieht, bis es uns schließlich zu den Füßen des Messias führt.

Ein Zweck der Tora ist es also, uns davon zu überzeugen, dass wir Sünder sind, die einen Retter brauchen. Sie weist uns auf IHN hin, indem sie in uns das Bewusstsein für unsere Bedürftigkeit weckt.

Paulus sagt in Röm 7:7

„…die Sünde hätte ich nicht erkannt, außer durch das Gesetz; denn von der Lust hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Lass dich nicht gelüsten!“

Und gegen Ende des Kapitels V24 ruft er aus:

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?“

Die Gebote der Tora legen offen, was in uns ist. Sie offenbaren auch unsere Unfähigkeit zu kontrollieren, was aus unserem Herzen kommt.

Die Tora führt uns zum Messias

Die Tora deckt unsere Not auf und weist uns auf den Messias hin.

In Gal 3:24 heißt es:

So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt würden.“

Sie offenbart die Not, die Bedrängnis und die Krankheit – und weist zudem, etwa in den Schriftstellen aus 3 Mose 16, bildhaft auf den Messias hin, damit wir durch den Glauben Seine Gerechtigkeit und Vergebung empfangen können.

Die Tora ist ein besseres Diagnoseinstrument als jedes MRT oder CT, besser als jede Blutuntersuchung, denn sie dringt in das menschliche Herz ein und legt das Problem offen, von dem wir erlöst werden müssen.

In Hebr 4:12 heißt es:

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens“

Es gibt kein von Menschenhand geschaffenes Instrument, das das zu leisten vermag, was das Wort Gottes bewirkt.

Persönliches Zeugnis: Wie die Tora mich zum Messias führte

Ich möchte ein kurzes persönliches Zeugnis geben, wie die Tora mich zum Messias geführt hat.

Durch Gottes Gnade traf Sein Wort mein Herz, als ich noch ein Kind war.

Ich weiß nicht mehr genau, ob es geschah, als wir in der Grundschule im Tanach-Unterricht die Zehn Gebote behandelten, oder bei einer anderen Gelegenheit. Aber ich erinnere mich, dass Gott seine Gebote wie ein Schwert gebrauchte. Das Wort durchdrang mein Herz.

Von jener Zeit an bis zu meinem sechsundzwanzigsten Lebensjahr – als ich zum Messias kam oder, treffender ausgedrückt, als ich von Ihm gefunden wurde – konnte ich nicht sündigen, ohne mir bewusst zu sein, dass ich sündigte.

Und ich spreche hier nicht nur von Sünden, die Menschen als schrecklich oder entsetzlich empfinden. In Wahrheit führt jede Sünde zum Tod. Selbst Gedanken, die ich nicht überwinden konnte, Begierden und andere Dinge bedrückten mich.

Ich fand nirgendwo Ruhe oder Frieden.

Manchmal lag ich nachts wach, mir meiner Sünden bewusst, und fand keine Ruhe. Es war eine große Qual, und ich hatte niemanden, mit dem ich darüber sprechen konnte.

Ich wusste nicht, wohin mit meinen Sünden.

Ich wusste nicht, wie ich Frieden finden sollte.

Das dauerte an, bis zu dem Tag, an dem ich am Ende meiner Kräfte war. Ich befand mich gerade in Indien und suchte nach Licht und Wahrheit. Schließlich verzweifelte ich daran, dort das zu finden, wonach ich suchte, und ich schrie zu Gott, Er möge sich meiner erbarmen.

Ich bat Ihn: Wenn es Ihn gäbe, solle Er sich mir offenbaren.

Und Gott erhörte mein Gebet.

Er kam und offenbarte sich mir als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und Er öffnete mir die Augen, damit ich Seinen Sohn, den HERRN JESHUA, den MESSIAS, sehen konnte.

Das war mein Versöhnungstag.

3 Mose 16 – Der Versöhnungstag

Damit kommen wir zu 3 Mose 16.

Hier sehen wir, dass die Tora nicht nur auf das Problem hinweist, sondern auch auf den Weg, wie Gott uns erlösen und für uns Sühne schaffen würde. Zu dem Zeitpunkt geschieht dies noch durch Vorbilder und Schattenbilder.

3 Mose 16 ist ganz dem Versöhnungstag gewidmet. In den einleitenden Versen werden wir an das Problem erinnert: Entfremdung, Distanz und sogar die Gefahr, dass sich der sündige Mensch einem Heiligen Gott ohne Sühne nähert.

Gott war gekommen, um inmitten seines Volkes zu wohnen. Er hatte sein Zelt – gleichsam – in ihrer Mitte aufgeschlagen, in der Stiftshütte.

Doch der sündige Mensch konnte sich ihm nicht einfach nähern.

Die ersten beiden Verse blicken auf den Tod von Nadab und Abihu zurück.

3 Mose 16:1-2

Und der Herr redete mit Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie vor den HERRN traten. Und der HERR sprach zu Mose: Sage deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu allen Zeiten in das Heiligtum hineingehe hinter den Vorhang vor den Sühndeckel, der auf der Lade ist, damit er nicht sterbe; denn ich will auf dem Sühndeckel in einer Wolke erscheinen.“

Der HERR redete mit Mose nach dem Tod der beiden Söhne Aarons, als sie fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten und starben. (3 Mose 10:1,2)

Gott weist Mose dann an, Aaron zu warnen, das Heiligtum hinter dem Vorhang nicht nach Belieben zu betreten.

Obwohl Gott inmitten seines Volkes wohnte und obwohl am Zelt der Begegnung Opfer dargebracht wurden, war das Nahen zu Gott gefährlich.

Doch im selben Kapitel offenbart Gott auch die Lösung. Sie ist zwar noch vorübergehend und symbolisch, verweist aber auf das Werk des Messias, den Johannes der Täufer später mit den Worten identifizieren sollte:

Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt hinwegnimmt!“ (Joh 1:29)

Die beiden Ziegenböcke – ein Bild der Sühne

Das Bild in 3 Mose 16 konzentriert sich besonders auf zwei Ziegenböcke.

Zusammen bilden diese Böcke das Sündopfer.

Der eine wird geschlachtet, und sein Blut wird in das Allerheiligste gebracht.

Der andere trägt die Sünden des Volkes und wird in die Wüste weggeschickt.

3 Mose 16:5

Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.“

Was den ersten Bock betrifft, so erhält Aaron den Befehl, den Sündopferbock für das Volk zu schlachten, sein Blut hinter den Vorhang zu bringen und es auf den Gnadenstuhl sowie davor zu sprengen.

3 Mose 17:11 erklärt dazu:

denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühne zu erwirken für eure Seelen.“

Leben um Leben. Blut um Blut.

Dies weist uns auf den Messias hin.

Der Sündenbock

Doch dann gibt es noch den zweiten Bock – den Sündenbock.

Das Bild ist folgendes: Jemand anderes trägt meine Schuld und schafft sie fort.

In 3 Mose 16:21–22 erhält Aaron den Auftrag, beide Hände auf den Kopf des lebenden Bocks zu legen und über ihm alle Ungerechtigkeiten, Übertretungen und Sünden der Kinder Israel zu bekennen.

Symbolisch werden ihre Sünden auf den Bock übertragen.

dass also der Bock alle ihre Missetaten auf sich in eine Wildnis trage; und er soll ihn in der Wüste loslassen.“ (3 Mose 16:22)

Der eine Bock symbolisiert also die Sühne durch Tod und vergossenes Blut.

Der andere symbolisiert die Sühne durch das Tragen und Fortschaffen der Schuld.

Gemeinsam weisen sie uns auf Jeschua hin und auf die Fülle seines Sühne- und Erlösungswerkes.

Der Messias trägt unsere Schuld

In Jesaja 53 wird der Messias als derjenige dargestellt, der die Sünde hinwegträgt – so wie der Sündenbock die Sünden Israels hinwegtrug.

Jes 53:4-5

Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt; aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ 

Und weiter:

Jes 53:6

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.“

Hier sehen wir, wie der Messias unsere Sünden trägt – wie der Sündenbock.

Der Hebräerbrief gibt uns ein weiteres wunderbares Bild.

Der Messias betritt das wahre Heiligtum

Am Versöhnungstag betrat der Hohepriester das Allerheiligste mit dem Blut des geopferten Ziegenbocks.

Doch der Messias selbst betritt als unser großer Hohepriester das wahre Heiligtum mit Seinem eigenen Blut.

Hebräer 9,11 sagt uns, dass der Messias als Hohepriester der zukünftigen Güter kam – durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht von Menschenhand gemacht ist.

Dann heißt es Hebr 9:12

(ER ist… nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch Sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden.“

Und Er tat dies, „nachdem Er eine ewige Erlösung erlangt hatte“.

Der Messias ist somit sowohl derjenige, der unsere Sünden hinwegnimmt, als auch derjenige, der Sein Blut vergießt, um unsere Sühne und Vergebung zu erwirken.

Der Hebräerbrief spricht weiter vom „Blut Christi, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat“ (9:14) und unser Gewissen von toten Werken reinigt, damit wir dem lebendigen Gott dienen können.

Was die Tora selbst nur darstellen und vorwegnehmen konnte, hat das Blut Jeschuas vollbracht.

Das ist wunderbar, denn Jeschuas Blut ist das bessere Blut, Sein Opfer ist das bessere Opfer und Seine Sühne ist die bessere Sühne.

Außerhalb des Lagers

Ein weiteres interessantes Detail betrifft den Sündenbock.

Der Sündenbock wurde durch die Hand eines „geeigneten Mannes“ in die Wüste geschickt. Der hebräische Ausdruck spricht von einem Mann, der für diese Aufgabe vorbereitet oder bereit war – einem Mann, der zur rechten Zeit zur Verfügung stand.

Und im Neuen Testament begegnen wir einem Mann, der genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

Mt 27:32

Als sie aber hinauszogen, fanden sie einen Mann von Kyrene, namens Simon; den zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen.“

Jeschua wurde aus der Stadt hinausgeführt, und Simon von Kyrene wurde gezwungen, Sein Kreuz zu tragen.

Hier zeigt sich zumindest eine auffällige Übereinstimmung mit dem Bild aus 3 Mose 16: der Sündenträger, der weggeführt wird – hinaus aus dem Lager.

Was 3 Mose in Schattenbildern darstellte, findet seine Wirklichkeit in der Kreuzigung Jeschuas.

Er wurde für uns zur Sünde und zum Fluch gemacht

Paulus entfaltet die Wahrheit der Sühne weiter.

2 Kor 5:21

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, auf dass wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.“

Die Schrift ist voller solcher Bilder.

Was von Anfang an angedeutet wurde, findet seine Erfüllung im Messias.

Gal 3:13

Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde“.

Der Fluch ist Gottes Gericht über die Sünde – jene Entfremdung, die letztlich zum Tod führt. Wir waren diesem Gericht preisgegeben.

Es wäre gut für uns, umfassender zu verstehen, wovor Gott uns gerettet hat.

Wir waren Gottes Zorn und Seinem Gericht ausgesetzt.

Doch der Messias nahm durch Seine Kreuzigung unseren Platz ein und identifizierte sich mit dem Schicksal, das auf Sünder wartete. Der Fluch traf Ihn, damit wir freigehen konnten.

Warum muss die Bedeutung der Sühne für uns lebendig bleiben?

Wir müssen uns fragen: Warum ist es wichtig, dass diese Wahrheiten über die Sühne für uns lebendig bleiben?

Hat sie eine Bedeutung für unser heutiges Leben? Warum muss die Sühne als Teil unserer Beziehung zu Gott frisch und real in unseren Herzen bleiben?

Ich möchte einige Gründe dafür nennen.

1. Damit wir in Frieden mit Gott leben können

Röm 5:1

Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus“

Und durch Ihn haben wir im Glauben Zugang zu der Gnade, in der wir stehen.

Ich begegne oft Gläubigen, denen der Frieden fehlt, weil sie die Größe der rettenden Gnade, die wir im Messias haben, vergessen haben, sie nie ganz verstanden haben oder sich ihrer im Augenblick einfach nicht bewusst sind.

Sie haben vergessen, dass wir durch den Glauben gerechtfertigt sind.

Die Sühne ist in ihrem Verständnis der Errettung keine gegenwärtige Realität mehr.

Wenn du keinen Frieden mit Gott hast, kehre zu diesen Wahrheiten zurück.

Kehre zur Schrift zurück.

Betrachte erneut die Größe der Errettung im Messias und die Art und Weise, wie wir die Liebe und Gnade Gottes durch den Glauben an den Messias empfangen, der uns erlöst hat.

Wenn diese Wahrheiten für uns nicht real und lebendig bleiben, können das Fleisch oder Satan uns leicht den Frieden rauben, der uns durch den Glauben zusteht.

Durch Ihn haben wir Zugang zu dieser Gnade.

Durch Ihn und Ihn allein; nicht durch irgendetwas oder irgendjemanden sonst.

2. Der Messias ist die einzige Grundlage meiner Beziehung zu Gott

Die Sühne ist die einzige Grundlage, die ich für meine Beziehung zu Gott habe.

Paulus war sich dessen zutiefst bewusst und lebte beständig in diesen Wahrheiten. Er vergaß nicht, wer er gewesen war oder wovor Gott ihn gerettet hatte.

Manchmal vergessen wir, dass die Sühne die einzige Grundlage für unsere Beziehung zu Gott ist.

Wir vergessen unsere Bedürftigkeit.

Wir vergessen, wovor wir gerettet wurden.

Und infolgedessen können wir respektlos und undankbar werden. Wir können etwas von der Gottesfurcht verlieren, vom Bewusstsein unserer Bedürftigkeit nach Sühne und folglich auch von unserer Dankbarkeit.

Dies kann in unserer Beziehung zu Gott zu Überheblichkeit führen und zu vielem anderen, das geistlich nicht fruchtbar ist. Paulus lebte weiterhin im Bewusstsein der Gnade.

1 Tim 1:15

Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der Erste bin.“

Man beachte, dass er sagt: „Ich bin der Erste.“

Er spricht in der Gegenwartsform.

Dennoch sagt er dies aus einer Haltung des Glaubens und des Friedens mit Gott heraus.

Es sind die Worte eines Menschen, der klar erkennt, was Gott getan hat und wovor Gott ihn gerettet hat.

Paulus fährt fort, dass er aus diesem Grund Erbarmen erlangt habe, damit der Messias an ihm seine Langmut erweisen könne – als Vorbild für jene, die später an Ihn zum ewigen Leben glauben würden.

Und deshalb konnte er sich Gott ganz hingeben. Er konnte nicht nur in Frieden mit Gott leben, sondern auch im ständigen Bewusstsein der Liebe des Messias.

3. Damit wir nicht in eine Religion der Werke verfallen

Gal 2:21

Ich setze die Gnade Gottes nicht beiseite (außer Kraft); denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.“

Hier ist ein weiterer Grund, warum wir die Sühne im Messias immer wieder neu und kontinuierlich sehen müssen.

Wenn wir die Gnade aus den Augen verlieren, beginnen wir, uns selbst zu rechtfertigen.

Wir beginnen, von Werken zu leben.

Und das ist sowohl frustrierend als auch spirituell destruktiv.

Zu vergessen, was der Messias getan hat, bedeutet im Grunde, so zu leben, als könnten wir für uns selbst erreichen, was nur Er erreichen konnte – und was Er tatsächlich bereits am Kreuz für uns erreicht hat.

Der Messias ist der einzige Grund der Gewissheit des Gläubigen.

Wenn wir Vergebung brauchen – und wir alle sündigen immer noch – kommt sie durch das Blut des Erlösers, das am Kreuz vergossen wurde.

Wenn wir Frieden, Kraft oder einen anderen Segen brauchen, haben wir keinen anderen Grund, auf dem wir uns ausruhen können, außer auf diesem:

Mein Herr und Erlöser hat es mir mit seinem Blut erkauft.

Deshalb, wenn wir in Sünde fallen oder beginnen, uns auf unsere eigenen Werke zu verlassen, um Gott zu beeindrucken oder Seinen Segen zu erlangen, sollten wir, sobald wir uns dessen bewusstwerden, zum Messias zurückkehren, der sich selbst für uns hingegeben hat.

Der Gläubige sieht, dass für ihn alles, was er braucht, im Messias zu finden ist. Er kommt zum Messias, um durch den Glauben frei von Seiner Fülle zu empfangen.

Er verlässt sich nicht auf seine eigenen Werke und versucht nicht, Gott durch gute Werke zu manipulieren. Er kommt zu Gott auf der Grundlage der Liebe, die Gott im Messias am Kreuz geoffenbart hat – durch das Vergießen Seines Blutes und die Beseitigung unserer Sünden.

Er erwartet den Segen Gottes nicht aufgrund seiner eigenen Verdienste, sondern aufgrund der Verdienste des Messias.

Oh, dass wir das begreifen würden!

Wir erwarten Gottes Segen nicht wegen unserer Verdienste, sondern wegen der Verdienste des Messias.

4. Das Sühnopfer schützt uns vor der Verdammnis

Röm 8:1

So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind.“

Und ein paar Verse später Röm 8:3

Denn was dem Gesetz unmöglich war weil es durch das Fleisch geschwächt wurde -, das hat Gott getan, nämlich die Sünde im Fleische verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der Ähnlichkeit des sündlichen Fleisches und um der Sünde willen“

In dem Moment, in dem ich anfange, außerhalb des Lichts und der Realität der Sühne zu leben – wenn die Sühne für mich nicht mehr real ist – hat der Feind die Gelegenheit, mich mit Verurteilung anzugreifen.

Die Antwort auf die Verurteilung besteht nicht darin, meine eigene Gerechtigkeit festzustellen. Sie findet sich in der Rückkehr zum Messias und Seinem vollendeten Werk.

5. Die Gefahr, das Sühnopfer zu vergessen

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum wir dem Sühnopfer treu bleiben müssen, und dieser kommt im Hebräerbrief eindrucksvoll zum Ausdruck.

Der Hebräerbrief entwickelt die Themen Sühne, Erlösung, das Hohepriestertum des Messias und Sein besseres Opfer vielleicht ausführlicher als jeder andere Brief.

Gleichzeitig warnt der Hebräerbrief die Gläubigen immer wieder davor, diese Wahrheiten und Realitäten zu vergessen oder sich von ihnen abzuwenden.

Hebr 2:1

Darum sollen wir desto mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht etwa daran vorbeigleiten.“

Das ist eine echte Gefahr: abzudriften.

Hebr 3:12–13 warnt

Sehet zu, ihr Brüder, dass nicht jemand von euch ein böses, ungläubiges Herz habe, im Abfall begriffen von dem lebendigen Gott; sondern ermahnet einander jeden Tag, solange es „heute“ heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Sünde!

Wir können uns täuschen lassen.

Hebr 4:1

So lasst uns nun fürchten, dass nicht etwa, während doch eine Verheißung zum Eingang in seine Ruhe hinterlassen ist, jemand von euch als zu spät gekommen erscheine!“

Achtet auf die Warnungen:

Abdriften … Vom lebendigen Gott abfallen … Durch den Betrug der Sünde verhärtet werden … Die Verheißung verfehlen.

Dies sind reale Gefahren, wenn wir aufhören, den Wahrheiten, die Gott uns gegeben hat, ernsthafte Beachtung zu schenken.

Ich sage hier nicht, dass unsere endgültige Errettung in Gefahr ist. Aber wir können uns selbst und anderen gewiss viel unnötigen Kummer bereiten.

Israel hätte nicht vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren müssen. Jene letzten achtunddreißig Jahre waren unnötig. Doch selbst dort wirkte Gott in seiner Gnade weiter an seinem Volk, und schließlich zog die nächste Generation in das Gelobte Land ein.

Deshalb:

Wir müssen den Dingen, die wir gehört haben, umso mehr Aufmerksamkeit schenken.“

Jom Kippur und das Volk Israel

Ich möchte mit einem Gedanken zu Jom Kippur – dem Versöhnungstag – schließen, und zwar besonders im Hinblick auf das Volk Israel, da wir auf Jom Kippur zugehen und hier in Israel leben.

In Apg 4 spricht Petrus zu den Obersten, Ältesten, Schriftgelehrten und Priestern des Synhedrions, nachdem diese ihn verhaftet haben, um ihn für sein Tun und seine Predigten zur Rechenschaft zu ziehen.

Apg 4:10

so sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund, dass durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt, den Gott von den Toten auferweckt hat…“

Dann fährt er in den Versen 11 und 12 mit einer außerordentlich direkten Aussage fort:

Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verschmäht wurde, der zum Eckstein geworden ist.

Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden!“

Während wir für unsere eigene Errettung danken, spüren wir zugleich das gewaltige Gewicht dieser Worte in Bezug auf unser Volk:

Es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der den Menschen gegeben ist, durch den wir gerettet werden müssen.“

Doch wenn die Tora, die uns vor Jahrtausenden gegeben wurde, unser Volk als Nation bis heute nicht zum Messias geführt hat – was bleibt dann für Israel?

Wie sollen wir beten?

Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben

Der Schrift zufolge – Gott sei Dank – bleibt die Verheißung bestehen, dass Gott sich Israel noch erbarmen wird. Der gekreuzigte und auferstandene Herr wird sich als derjenige offenbaren, der verworfen und zur Kreuzigung verurteilt wurde.

Sach 12:10

Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem

will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets,

und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben,

und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind,

und sie werden bitterlich über ihn weinen, wie man bitterlich weint über einen Erstgeborenen.“

Gott verheißt, seinen Geist über uns auszugießen – einen Geist der Gnade und des Flehens, der Buße und ein zerbrochenes Herz bewirkt.

Man beachte, dass Er sagt: „Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben.“

Der Gedanke dabei ist nicht nur, dass sie Ihn sehen werden, sondern dass sie den Blick auf ihn richten werden.

Sie werden sich Ihm zuwenden. Sie werden erkennen, dass derjenige, der durchbohrt wurde, der Messias ist.

Sie werden um denjenigen trauern, der für sie durchbohrt wurde, und sie werden glauben.

Zwei Wege zu beten im Hinblick auf Jom Kippur

Vielleicht kann ich also zwei Richtungen für das Gebet empfehlen, während wir uns Jom Kippur nähern.

Erstens: Erfrische dich an der Größe, Schönheit und dem Wunder der Erlösung und Sühne im Messias und an Gottes wunderbarem Plan.

Genieße es. Danke dafür. Lass dich davon erfrischen. Lass dich erfrischen und erneuern durch das Wunder, das Jeschua ist!

Natürlich kann in gewisser Weise jeder Tag ein Tag sein, an dem wir neu in der Wirklichkeit der Sühne leben. Doch diese Zeit bietet uns eine besondere Gelegenheit, innezuhalten und erneut auf die Sühne zu blicken, die Gott uns im Messias geschenkt hat.

Und zweitens: Bete für das Volk Israel.

Bete dafür, dass auch unser Volk seinen Versöhnungstag erlebt – einen Tag, an dem sie auf denjenigen blicken, den sie durchbohrt haben.

Ich glaube, es gibt nichts, wonach ich mich mehr sehne, wenn ich für Israel bete, als nach der Erfüllung dieser Verheißung.

Möge Gott uns die Gnade schenken, uns IHM zuzuwenden und neu auf IHN zu blicken.

Möge Er uns befähigen, das Wunder der Sühne wieder zu sehen. Möge Er uns dazu bringen, uns neu zu verlieben, unser Verständnis der Versöhnung und unsere Liebe zu Ihm zu erneuern und uns neu erkennen zu lassen, wie tief wir geliebt sind.

Und möge Er uns die Gnade schenken, für das Volk Israel zu beten.

Möge Gott dich segnen im Namen Jeschuas, des Messias.

Ofer


Für Deutschland

Ps 12:1-9

Ein Psalm von David

HERR, hilf uns, sonst ist es mit deinen Leuten aus!

Menschen, auf die Verlass ist, gibt es immer weniger. Einer belügt den andern, mit glatter Zunge loben sie einander, aber im Herzen spielt jeder ein doppeltes Spiel.

HERR, bring sie zum Schweigen, diese Schmeichler! Stopf ihnen das Maul, diesen anmaßenden Schwätzern! »Wir verstehen zu reden«, prahlen sie, »und wir erreichen alles. Wir sind schlagfertig, mit uns nimmt's keiner auf!«

»Ja«, sagt der HERR, »jetzt greife ich ein!

Denn die Armen werden unterdrückt und die Hilflosen stöhnen. Ich bringe den Misshandelten Befreiung.« Auf die Worte des HERRN ist Verlass, sie sind rein und echt wie Silber, das im Schmelzofen siebenmal gereinigt wurde.

HERR, du hältst dich an deine Zusagen, jetzt und immer: Du wirst uns vor diesen Lügnern bewahren, auch wenn sie überall frei umherlaufen und ihre Gemeinheit immer schlimmer wird.“

Wenn wir diesen Psalm lesen, scheinen die Worte genau die Situation und den Zustand unseres Landes zu beschreiben. Die Aufrichtigen werden angegriffen, verleumdet, bedrückt und wanken unter der Last, die ihnen aufgelegt wird…

Doch David stärkte sich selbst – und auch uns – dadurch, dass er seinen Blick auf die Wahrheit und die absolute Zuverlässigkeit des Wortes Gottes, die Bibel. richtet. GOTTES Zusagen gelten und - wir haben einen lebendigen, mächtigen Helfer, JESUS CHRISTUS!

Hebr 12:1-14

Alle diese Zeugen, die uns wie eine Wolke umgeben, spornen uns an. Darum lasst uns durchhalten in dem Lauf, zu dem wir angetreten sind, und alles ablegen, was uns dabei hindert, vor allem die Sünde, die uns so leicht umgarnt!

Wir wollen den Blick auf Jesus richten, der uns auf dem Weg vertrauenden Glaubens vorangegangen ist und uns auch ans Ziel bringt.

Er hat das Kreuz auf sich genommen und die Schande für nichts gehalten, weil eine so große Freude auf ihn wartete. Jetzt hat er den Platz an der rechten Seite Gottes eingenommen.

Denkt daran, welche Anfeindung er von den sündigen Menschen erdulden musste!

Das wird euch helfen, mutig zu bleiben und nicht aufzugeben.

In eurem Kampf gegen die Sünde ist es bis jetzt noch nicht auf Leben und Tod gegangen. Und da habt ihr schon die Ermahnung vergessen, die Gott an euch, seine Kinder, gerichtet hat: »Nimm es an, mein Sohn, wenn der Herr dich hart anfasst! Verlier nicht den Mut, wenn er dich schlägt!

Denn wen der Herr liebt, den erzieht er mit Strenge; und wen er als seinen Sohn annimmt, dem gibt er auch Schläge.« Ertragt also die Schläge! Gott behandelt euch als seine Kinder! Gibt es einen Sohn, der von seinem Vater nicht mit Strenge erzogen wird?

Alle seine Kinder hat Gott so erzogen. Wenn es euch anders erginge, dann wärt ihr ja sozusagen unehelich geboren und nicht seine rechtmäßigen Kinder.

Unsere leiblichen Väter erzogen uns mit Strafen, und wir hatten Respekt vor ihnen.

Erst recht sollen wir uns unserem himmlischen Vater unterordnen, damit wir das ewige Leben gewinnen.

Unsere leiblichen Väter straften uns eine Zeit lang, wie es ihnen gerade gut schien.

Aber Gott handelt an uns zu unserem Besten, damit wir an seiner Heiligkeit Anteil bekommen.

In dem Augenblick, in dem wir gestraft werden, bereitet uns das nicht Freude, sondern Schmerz. Aber später bringt es denen, die durch diese Schule gegangen sind, als Frucht Frieden und Gerechtigkeit.

Macht also die erschlafften Hände wieder stark, die zitternden Knie wieder fest!

Geht auf rechten Wegen, damit die lahm gewordenen Füße nicht auch noch verrenkt, sondern wieder heil werden!

Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“

Wir halten fest: Wir brauchen zu diesem Lauf Ausdauer - und müssendabei auf JESUS blicken.

Das Wunderbare dabei ist: Wir sind nicht allein auf diesem Weg. Gott hat uns in Seine Familie berufen, die gemeinsam in Seinem Haus wohnt. Die Familienglieder sind in Seiner Liebe miteinander verbunden und helfen sich gegenseitig.

Im ersten Timotheus Brief finden wir eine der zentralen Aussagen zu dieser Familie, dieser Hausgemeinschaft Gottes.

1 Tim 3:14-15

Dies alles schreibe ich dir, obwohl ich hoffe, dich bald besuchen zu können. Aber für den Fall, dass mein Kommen sich hinauszögert, sagt dir dieser Brief, wie wir uns in Gottes Hausgemeinschaft verhalten sollen. Diese Hausgemeinschaft ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, der Pfeiler und das Fundament der Wahrheit.“

Die Gemeinde Jesu ist dazu da, der Welt als Pfeiler der Wahrheit vor Augen zu führen, wie Gott sich menschliches Zusammenleben vorgestellt hat. Ein Pfeiler trägt eine Last. Er trägt in dieser Zeit die Wahrheit in unsere Welt hinaus und macht sie der Welt sichtbar, in der so viel Lüge und Täuschung, Hass und Ungerechtigkeit und … und … und … zu finden sind. Was ist die Wahrheit?

1 Tim 2:4-6

Er will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und gerettet werden. Denn dies ist ja unser Bekenntnis: Nur einer ist Gott, und nur einer ist auch der Vermittler zwischen Gott und den Menschen: der Mensch Jesus Christus. Er gab sein Leben, um die ganze Menschheit von ihrer Schuld loszukaufen. Das gilt es zu bezeugen auch in der von Gott vorherbestimmten Zeit.“

Diese Wahrheit soll die Gemeinde mit aller Kraft in die Welt hinaustragen, verkündigen – und auch durch ihren Lebensstil bezeugen und sichtbar machen.

Die Gemeinde Jesu ist Sein Haus. ER wohnt dort, ER geht unter ihnen einher (Offb 1-3). Jesus ist der Hausherr. Er legt die Hausordnung fest. ER bestimmt, was in Seinem Haus geschehen – und nicht geschehen soll. Dazu gehört z.B., dass die Gemeinde Irrlehrer stoppen soll.

1 Tim 2:3

Es gilt noch, Timotheus, was ich dir aufgetragen habe, als ich nach Mazedonien abreiste! Damals habe ich dich gebeten, in Ephesus zurückzubleiben und dafür zu sorgen, dass bestimmte Leute dort keine falschen Lehren verbreiten.

Die Gemeinde Jesu soll ein Haus des Gebets für alle Menschen sein.

1 Tim 2:1,2a

Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! Betet für die Regierenden…“

Alles richtet sich nach dem Wesen des Hausherrn aus. Sein Wesen soll das Verhalten der Hausbewohner, der Versammlung der Gemeinde des lebendigen Gottes, prägen.

Ps 93:5b

Deinem Haus geziemt Heiligkeit, HERR, für alle Zeiten.“

Jesus ist das Haupt der Gemeinde, ER ist der Hausherr, und das Wesen Seines Hauses und Seiner Hausbewohner werden bestimmt von Seiner Heiligkeit. Dazu sind wir berufen. „Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten. (Eph 1:4)

1. Die Gemeinde Jesu in Deutschland

Bitte betet mit diesen Gedanken als erstes für die Gemeinde in unserem Land.

Wir können beten

  • und dem Herrn danken, dass Er Seine Gemeinde zu einem heiligen Lebensstil berufen hat – und uns deshalb auch dazu befähigt, so zu leben. „sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, werdet auch ihr heilig in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein! Denn ich bin heilig." (1 Petr 1:15-16)
  • und dem HERRN danken, dass ER nicht ist wie Menschen, die ständig ihre Meinung und Zusagen ändern; was ER sagt, gilt! „Auf die Worte des HERRN ist Verlass, sie sind rein und echt wie Silber, das im Schmelzofen siebenmal gereinigt wurde.“ (Ps 12:7)
  • und dem HERRN danken, dass ER denen, die Ihm vertrauen und um Ausdauer bitten, sie auch schenkt. „Ihr dürft darin nicht nachlassen! Nehmt euch ein Beispiel an denen, die Vertrauen und Ausdauer bewahrt und darum empfangen haben, was Gott versprochen hat.“ (Hebr 6:12)
  • und dem HERRN danken, dass wir nicht allein sind, sondern ER uns mit vielen anderen Geschwistern in Seine Hausgemeinschaft aufgenommen hat. „So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“ (Eph 2:19)
  • und dem HERRN danken, dass wir in dieser Zeit der Verwirrung und Lüge in Seinem Wort eine verlässliche Orientierung haben und wissen, was wahr und richtig ist. „Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; alle seine Ordnungen sind beständig. Sie stehen fest für immer und ewig; sie sind recht und verlässlich.“ (Ps 111:7-8)
  • dass die Gemeinde Jesu in unserem Land wieder verstärkt diesen Teil Seines Willens ergreift und darum im Gebet und Handeln kämpft, dass Menschen gerettet werden. „Er gab sein Leben, um die ganze Menschheit von ihrer Schuld loszukaufen. Das gilt es zu bezeugen in dieser von Gott vorherbestimmten Zeit.“ (1 Tim 2:6)
  • dass der HERR Seiner Gemeinde Hunger danach schenkt, Jesus so ähnlich zu werden, wie Paulus es hier für die Gemeinde der Thessalonicher betet. „Euch aber möge der Herr voll und überströmend machen in der Liebe zueinander und zu allen, gleichwie auch wir sie haben zu euch, auf dass eure Herzen gestärkt und untadelig erfunden werden in Heiligkeit vor unsrem Gott und Vater bei der Wiederkunft unsres Herrn Jesus mit allen seinen Heiligen.“ (1 Thess 3:12-13)

2. Wahlen in Deutschland

Wir geben einen kurzen Überblick über die rasante Entwicklung der letzten beiden Wochen.

"33 Parteimitglieder in CDU-Hochburg schreiben Brandbrief an Merz

In Großbeeren bei Berlin, das als CDU-Hochburg in Brandenburg gilt, hat die CDU einen Brandbrief an Kanzler und Parteichef Friedrich Merz geschrieben. 'Wir brauchen keine CDU-Führung, die der Basis erklärt, warum ihre Politik eigentlich richtig sei. Wir brauchen eine CDU-Führung, die bereit ist, sich zu fragen, warum immer weniger Menschen diese Politik für richtig halten', schreibt der Vorsitzende der CDU Großbeeren, Adrian Hepp, bei Facebook, stellvertretend für insgesamt 33 Mitglieder, die namentlich aufgeführt sind. Darunter ist auch Bürgermeister Martin Wonneberger…“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6aa26cbc240b302c8a83fc5a/sachsen-anhalt-wahl-2026-nach-afd-sieg-news-liveticker.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.B_schlagzeilen

„‘Ich mach’ das nicht mehr mit‘ – 20 Unionsabgeordnete rebellieren laut Bericht gegen Steuerpläne

In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion formiert sich einem Medienbericht zufolge Widerstand gegen die Steuerpläne der Bundesregierung. Rund 20 Abgeordnete der Union wollten dem Vorhaben nicht zustimmen, berichtete die 'Bild'-Zeitung unter Berufung auf Fraktionskreise.

In der Arbeitsgruppe Landwirtschaft hätten sich am Dienstag alle zwölf Mitglieder gegen die geplante Einführung einer Zuckersteuer ausgesprochen. Zur Begründung hieß es demnach, im Koalitionsvertrag seien Steuererhöhungen ausgeschlossen worden. ‌Auch in der Arbeitsgruppe Finanzen gebe es Kritik. Zahlreiche Mitglieder lehnten es ab, die sogenannte kalte Progression im kommenden Jahr nur teilweise abzubauen, und forderten einen vollständigen Ausgleich.

CSU-Finanzpolitiker Florian Dorn bezeichnete die bisherigen Pläne zur Reform der Einkommensteuer dem Bericht zufolge ‌als ‚peinlich und zu mickrig‘. Sein CDU-Kollege Olav Gutting habe in der Sitzung erklärt: ‚Ich mach’ das nicht mehr mit.‘ …

Der CDU-Haushaltspolitiker Andreas Mattfeldt warf Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ‌vor, trotz steigender Einnahmen nach neuen ‌Geldquellen zu suchen...

Ein Abgeordneter, der nicht namentlich zitiert wurde, sagte der 'Bild': ‚Der Kanzler kann noch hundertmal sagen, dass er die Menschen besser erreichen will, dass wir mehr erklären müssen – wenn wir Leute so für dumm verkaufen, uns von der SPD auf Dauer immer wieder zu einem Wortbruch nach dem anderen zwingen lassen, dann war es das!‘ …

Klingbeil plant mit höheren Steuern

Aktuell laufen die Beratungen über den Haushalt 2027 im Bundestag. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant 2027 mit Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro – das ist deutlich mehr als im laufenden Jahr, in dem 524,5 Milliarden Euro zu Buche stehen...

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6aa23ddfb73d2197f8271e3c/cdu-csu-und-spd-ich-mach-das-nicht-mehr-mit-20-unionsabgeordnete-rebellieren-laut-bericht-gegen-steuerplaene.html

Kommunalwahl in Niedersachsen: ‚Danach muss es politische Änderungen geben in Berlin‘

Die CDU hat die Kommunalwahlen in Niedersachsen auf Kreisebene klar gewonnen – vor der im Land regierenden SPD und einer stark gewachsenen AfD.

Nach dem auf dem Wahlportal des Landes veröffentlichten vorläufigen Ergebnis erreichte die CDU 27,2 Prozent der Stimmen. Das sind 4,5 Punkte weniger als bei der letzten Kommunalwahl 2021.

Die SPD von Ministerpräsident Olaf Lies kommt dahinter auf 24,6 Prozent der Stimmen und verliert (-5,4 Punkte). Die mitregierenden Grünen fallen um 1,8 Punkte auf 14,1 Prozent.

Die AfD legt um 11,3 Punkte auf 15,9 Prozent zu und hat ihr Ergebnis von 2021 damit mehr als verdreifacht (2021: 4,6 Prozent).

Die Linke verbessert sich um 3,2 Punkte auf 6,0 Prozent und verdoppelt sich damit in etwa. Die FDP verliert 2,8 Punkte und liegt bei 3,7 Prozent…

CDU-Landeschef geht auf Distanz zu Merz

…Niedersachsens Landesvorsitzender Sebastian Lechner … ging auf Distanz zu seinem Bundesvorsitzenden, Bundeskanzler Friedrich Merz. Auf die Frage eines Journalisten, ob er noch zu Merz stehe, sagte Lechner wörtlich: 'Wir kämpfen geschlossen vor den Landtagswahlen am 20. September, danach muss es politische Änderungen geben in Berlin.' …

AfD sieht ‚neu geschlagene Wurzeln‘

AfD-Landeschef Ansgar Schledde bezeichnete seine Partei als ‚eindeutigen Gewinner des Abends... Die AfD ist seit heute Kommunalpartei und wir werden mit diesem gewaltigen Rückhalt und den neu geschlagenen Wurzeln gestärkt in die Landtagswahl gehen‘…

Die Partei sehe ‚darin ein Zeichen, dass die Bürger eine selbstbewusste konservative Kraft als Korrektiv auch auf Ebene der Landkreise und Gemeinden wünschen‘“.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article6aa6f66b181cb962d488e384/kommunalwahl-in-niedersachsen-danach-muss-es-politische-aenderungen-geben-in-berlin-cdu-verliert-deutlich-afd-verdreifacht.html

JU-Politikerin über Merz: ‚Mit diesem Bundeskanzler sind keine Wahlen mehr zu gewinnen‘

Clara von Nathusius von der Jungen Union sieht unter Kanzler Friedrich Merz keine Chance auf eine Erholung der CDU in der Wählergunst.

'Wir haben ein massives Glaubwürdigkeitsproblem. Das ist nicht nur an Friedrich Merz aufgehängt, aber auch', sagte die JU-Bundesschatzmeisterin in der ARD‑Sendung 'Bericht aus Berlin'. Mit diesem Bundeskanzler seien 'keine Wahlen mehr zu gewinnen'. Auf Nachfrage präzisierte sie, das bedeute, Merz solle 'nicht noch mal antreten'.

Von Nathusius hätte sich vor allem Ehrlichkeit gewünscht: Merz hätte in der Regierungserklärung sagen sollen, wofür die Union stehe – soziale Marktwirtschaft, 'die Migration angehen' und 'endlich wieder Politik für Familien'.

Die 'Brandmauer' nannte sie ein 'gescheitertes Projekt'. Auf die Frage, ob die CDU in Sachsen-Anhalt mit der AfD sondieren solle, antwortete

Clara von Nathusius: 'Wenn wir eingeladen werden, sollten wir erst mal mit jedem sprechen.' Danach müsse man sehen, was herauskomme. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse in der bisherigen Form sollten abgeschafft werden, damit klar werde, wofür die Partei stehe – und nicht nur wogegen.“

https://nius.de/politik/mit-diesem-bundeskanzler-keine-wahlen-mehr-zu-gewinnen

Wir können beten

  • und dem HERRN für Sein Eingreifen danken, dass auch durch die Kommunalwahl in Niedersachsen (sowohl die hohe Wahlbeteiligung als auch die Ergebnisse) deutlich der Wunsch vieler Wahlberechtigten im Land nach einer klaren Änderung des derzeitigen Kurses der regierenden Parteien zum Ausdruck kam.
  • und dem HERRN danken, dass sowohl Gruppen von CDU-Parteimitgliedern als auch Bundestagsabgeordnete der CDU und Verantwortungsträger der Partei (CDU-Landesvorsitzende u.a.) öffentlich ihre Kritik an der bisherigen Regierungspolitik äußern.
  • dass ER auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene Personen in Verantwortung bringt, die zu ihren Aufgaben befähigt sind und in Gerechtigkeit und Wahrheit handeln. „Einen fähigen Beamten weiß der Herrscher zu schätzen; aber einen Pfuscher trifft sein Zorn.“ (Spr 14:35)
  • dass ER auch diese beiden Wahlen und alle Gespräche danach lenkt und Deutschland in diesen Bundesländern und auf nationaler Ebene (Bundesregierung) Verantwortliche einsetzt, die ihr Amt in Gottesfurcht ausüben. „Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und die Erkenntnis des Heiligen ist Verstand.“ (Spr 9:10)
  • dass GOTT in Seiner Gnade Herrn Merz durch einen Bundeskanzler Seiner Wahl ersetzt. „Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand.“ (Dan 2:21)

Möge der HERR uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!

Heinz-Jürgen Heuhsen 

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.

CookieHint and Consent by reDim GmbH (Öffnet in neuem Fenster)