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Wöchentliches Gebet

Wöchentliches Gebet - 08. Juli 2026

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.

Fenster nach Jerusalem hin offen

Dan 6,10:

„Als nun Daniel erfuhr, das das Edikt unterschrieben sei, ging er hinauf in sein Haus - er hatte aber in seinem Obergemach offene Fenster gen Jerusalem -; und er fiel des Tages dreimal auf die Knie nieder, betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er vordem zu tun pflegte.“

Was bedeutet es, dass Daniel mit nach Jerusalem geöffneten Fenstern betete? Ist dies für unser eigenes Gebetsleben von Bedeutung? Und wenn ja: Wie sollte es unsere eigenen Gebete prägen?

Einerseits spiegelte die Ausrichtung nach Jerusalem beim Gebet die jüdische Praxis wider, sich von jedem Ort aus, wo sie waren, Seiner Wohnstätte in Jerusalem zuzuwenden – gemäß Salomos Gebet in 1. Könige 8,46–49. Zweifellos spiegelte sie auch Daniels Sehnsucht nach der von Gott verheißenen Wiederherstellung Jerusalems nach dem babylonischen Exil wider.

Doch im weiteren Verlauf des Buches wird deutlich, dass das Gebet bei „nach Jerusalem geöffneten Fenstern“ weit mehr bedeutete als nur die Sehnsucht nach der Rückkehr aus der Verbannung. Daniels Gebete waren geprägt von Gottes sich entfaltendem Heilsplan – von der Wiederherstellung Jerusalems über das Kommen des Messias und die Errichtung Seines Reiches bis hin zur letztendlichen Erneuerung aller Dinge. Indem Daniel für Jerusalem betete, nahm er an dem großen, die Zeitalter übergreifenden Kampf um Gottes Reich teil!

Das Buch Daniel entfaltet schrittweise die Geschichte des Königreiches. Jede Vision fügt dem Bild vom Fortgang des Heilsplans gewissermaßen eine weitere Ebene hinzu.

Dan 2 offenbart das Reich.

Dan 7 offenbart den König.

Dan 9 offenbart den erlösenden König.

Dan 10–12 offenbaren den Konflikt, der Seiner ewigen Herrschaft vorausgeht.

Zusammengenommen zeigen diese Visionen, dass Daniels Gebete für Jerusalem untrennbar mit Gottes Absicht verbunden waren, Sein Reich durch den Messias auf die Erde zu bringen.

Kapitel 2: Das Stein Königreich

Daniel empfing eine der umfassendsten Offenbarungen über den Messias und das Ende des Zeitalters. Obwohl der Traum zunächst Nebukadnezar gegeben wurde, konnte Daniel ihn dank der Offenbarung Gottes beschreiben.

Dan 2,34–35:

„Du sahest zu, bis ein Stein losgerissen ward ohne Handanlegung und das Bild an seine Füße traf, die von Eisen und Ton waren, und sie zermalmteDa wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold und wurden wie Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, daß keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, ward zu einem großen Berge und erfüllte die ganze Erde.

siehe auch

Lk 20,17–18:

„Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was geschrieben steht: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden?" Wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert werden; auf welchen er aber fällt, den wird er zermalmen.“

Dan 7: Der König des Stein Königreiches

Dan 7,13-14:

„Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Menschensohn; der gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.

Und ihm wurde Gewalt, Ehre und königliche Würde verliehen, daß ihm alle Völker, Stämme und Zungen dienen sollten; seine Gewalt ist eine ewige Gewalt, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie untergehen.“

Während Dan 2 das Königreich offenbart, offenbart Kapitel 7 den König!

Dan 9: Der König ist Der Erlöser

Aus Dan 9,24–27:

Gabriel offenbart, dass das ewige Königreich durch das Sühnewerk des Messias kommen wird; dieser wird „ausgerottet werden“ (V 26), um Sühne für die Ungerechtigkeit zu schaffen und ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, „um der Übertretung ein Ende und das Maß der Sünde voll zu machen, um die Missetat zu sühnen und die ewige Gerechtigkeit zu bringen.“ (V 24)     

Dan 10–12: Die ewige Herrschaft des Königs

Nach dem langen Konflikt zwischen irdischen Königreichen und dem Volk Gottes – insbesondere in Bezug auf Israel – gipfelt die Vision in der endgültigen Rettung Seines Volkes durch Gott, der Auferstehung der Toten und Seinem ewigen Königreich.

Dan 12,1-3:

„Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, wie noch keine war, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche eingeschrieben findet. Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.

Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer und ewiglich.“

Wie wir sehen können, bedeutete das Gebet Daniels bei geöffneten Fenstern in Richtung Jerusalem, dass er – im Zusammenwirken mit dem himmlischen Heer – an einem gewaltigen kosmischen Kampf beteiligt war:

für die Wiederherstellung Israels und die Vollendung von Gottes ganzem Heilsplan, der in der Herrschaft Christi über die Erde gipfelt!

Und genau das bedeutet es auch für uns. Wenn wir für Gottes Absichten mit Israel beten, beten wir nicht bloß für die Wiederherstellung Israels; vielmehr beten wir im Einklang mit Gottes Absichten der Erlösung für die ganze Welt. Durch das Gebet werden wir Teil desselben geistlichen Kampfes, in dem auch Daniel stand.

Derselbe Messias, der als Sohn Davids über Israel herrschen wird, wird als Gottes König über alle Nationen regieren.

Lk 1,31-33:

„Und siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und seines Reiches wird kein Ende sein.

Jes 9,5-6:

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft kommt auf seine Schulter; und man nennt ihn: Wunderbar, Rat, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst.

Der Mehrung der Herrschaft und des Friedens wird kein Ende sein auf dem Throne Davids und in seinem Königreich, daß er es gründe und mit Recht und Gerechtigkeit befestige von nun an bis in Ewigkeit.

Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!“

Hier nun einige Punkte, die uns ermutigen sollen, unseren Platz vor dem Herrn einzunehmen und standhaft zu bleiben.

1. Die Geschichte der Welt ist bereits vom HERRN geschrieben worden. Prophetie ist nicht bloß Gottes Vorherwissen der Geschichte – sie ist auch Seine Ankündigung der Geschichte, die Er Selbst herbeiführen wird.

2. Unsere Gebete werden sofort erhört; die Antwort verzögert sich aufgrund von Widerstand, nicht wegen göttlicher Gleichgültigkeit. Die Antwort ist unterwegs! Sei gewiss und bleibe standhaft im Gebet.

3. Das Heer des Himmels ist an diesem kosmischen Kampf gegen den Feind beteiligt.

2 Kön 6,16:

„Er sprach: Fürchte dich nicht! Denn derer, die bei uns sind, sind mehr, als derer, die bei ihnen sind!“

2 Chr 32,7–8:

„Seid stark und fest! Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor dem König von Assyrien noch vor dem ganzen Haufen, der bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm; mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der HERR, unser Gott, um uns zu helfen und für uns Krieg zu führen! Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.“

4. Wie wir unser Leben führen, ist von Bedeutung.

Daniel war ein überaus geliebter Mann.

Dan 9,23:

„Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir anzuzeigen; denn du bist lieb und wert…“

Dan 10,10-11:

„Und siehe, eine Hand rührte mich an und half mir, dass ich mich auf meine Knie und Hände stützen konnte. Und er sprach zu mir: Daniel, Mann, der du lieb und wert bist, merke auf die Worte, welche ich jetzt zu dir rede, und nimm deine Stellung ein; denn jetzt bin ich zu dir gesandt! Da er nun also zu mir redete, stand ich zitternd auf.“

"David" bedeutet also "Geliebter", denn er war der "Mann nach dem Herzen Gottes".

1 Sam 13,14

„Der HERR hat sich einen Mann ausgesucht nach seinem Herzen…“ (A. R. Fausset, A Commentary on the Old and New Testaments, vol. IV, n.d., 441)

Seid gesegnet, liebe Freunde. Möget ihr ermutigt werden, auf IHN zu schauen, vor IHM zu stehen, für IHN zu leben, IHN zu lieben und IHM zu dienen.

Schabbat Schalom,

Ofer

1. Die Gemeinde Jesu

Wir können beten

  • und dem Herrn danken, dass ER Seinen König bereits auf Zion eingesetzt hat. „Und ihm (dem Menschensohn) wurde Gewalt, Ehre und königliche Würde verliehen, dass ihm alle Völker, Stämme und Zungen dienen sollten; seine Gewalt ist eine ewige Gewalt, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie untergehen.“ (Dan 7,14)
  • und dem Herrn für die Gewissheit danken, dass der Zorn und die Rebellion der Völker gegen die Aufrichtung Seines kommenden Reiches völlig vergeblich sind. „Warum toben die Heiden und reden die Völker vergeblich? Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berge!“ (Ps 2,1.6)
  • dass ER Seine Gemeinde in Israel in diesen turbulenten Tagen die Ereignisse mit geistlichen Augen sehen lässt und sie SEIN Handeln in dem allen erkennen. „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.“ (Röm 8,28)
  • dass ER Seine Gemeinde leitet und sie ihr Leben auf dem Felsen baut, damit sie nicht von den heftigen Stürmen weggerissen wird. „Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie tut – ich will euch zeigen, wem er gleich ist: Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, der grub und in die Tiefe ging und [den] Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom an jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den Felsen gegründet.“ (Lk 6,47-48)
  • dass ER Seiner Gemeinde in Israel die Beständigkeit und Ausdauer im Gebet gibt, die ER auch Daniel gegeben hat. „und er fiel des Tages dreimal auf die Knie nieder, betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er vordem zu tun pflegte.“ (Dan 6,10b)
  • dass Jesus Seine Gemeinde in Israel lehrt, in Dankbarkeit aus der Heiligen Schrift Tag für Tag Offenbarung, Inspiration, Verständnis, Glauben und Vision zu suchen. „Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet.“

2. Errettung Israels

Wir können beten

  • dass der HERR Seinen Geist sendet und viele aus Seinem Volk zur Umkehr führt. „Mache dich auf, uns zu helfen, und erlöse uns um deiner Gnade willen!“ (Ps 44,27)
  • dass ER Seinem Volk Israel Überführung von ihrer Sünde schenkt. „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überzeugen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht; von Sünde, weil sie nicht an mich glauben.“ (Joh 16,7-9)
  • dass ER Seinem Volk Durst nach dem Wasser des Lebens schenkt. „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ (Joh 4,14)
  • dass ER Sein Angesicht über ihnen leuchten lässt, damit sie IHN sehen. „Gott, führe uns zurück und lass dein Angesicht leuchten, so werden wir gerettet werden!“ (Ps 80,4)
  • dass ER die Brunnen des Heils für das Volk Israel öffnet. „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils.“ (Jes 12,3)

3. Aliyah und kommenden Wahlen

„Israels verborgene Krise: Die meisten Israelis, die das Land verlassen, sind neue Olim

Als den Israelis am 7. Oktober buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen wurde – und auf dem Höhepunkt des darauffolgenden Krieges –, setzte ein überraschender Trend ein. Die Zahl der neuen Olim (Einwanderer) begann zu steigen; für viele Juden aus der Diaspora verwandelte sich eine gewaltige Krise in einen Wendepunkt, da sie angesichts eines seit Jahren nicht mehr dagewesenen Ausmaßes an Antisemitismus zu dem Schluss kamen, dass Israel für sie der sicherste Ort sei…

Doch hinter den Geschichten über die Alija und den Fotos von der Ankunft am internationalen Flughafen Ben-Gurion verbirgt sich eine ernüchternde Statistik der letzten Jahre: Die Mehrheit der Israelis, deren Wohnsitzstatus aufgehoben wurde, sind neue Einwanderer.

Daten der Nationalen Sozialversicherungsanstalt (National Insurance Institute) zufolge wurde im Jahr 2025 bei 35.625 Israelis der Wohnsitzstatus beendet – sei es durch Auswanderung oder durch einen aktiven Antrag auf Aufhebung des Status. Davon waren rund 20.000 neue Olim, was 56 % aller Auswanderer entspricht.

Im Jahr 2024 wurde ein starker Anstieg der Auswanderung verzeichnet: Insgesamt wurde bei 46.385 Israelis der Wohnsitzstatus beendet, darunter 18.841 neue Olim – etwa 40 % aller Personen, die das Land verließen…

‚Der Wegzug neuer Olim ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: unzureichende Integrationsmaßnahmen und begrenzte finanzielle Unterstützung‘, erklärte der Knesset-Abgeordnete Gilad Kariv, Vorsitzender des Ausschusses für Alija, Integration und Diaspora-Angelegenheiten. ‚Der Staat Israel gewährt ein relativ großzügiges Integrationspaket [ein staatliches Leistungspaket für neue Einwanderer] für die Dauer von sechs Monaten; danach fällt die Unterstützung für Olim jedoch spärlich aus und beschränkt sich weitgehend auf Mietzuschüsse, wobei der Schwerpunkt auf den Randregionen liegt.‘

Er fügte hinzu: ‚Wer die Lebenshaltungskosten in Israel und die Herausforderungen des Arbeitsmarktes kennt, versteht, dass das Integrationspaket sowohl hinsichtlich der Laufzeit als auch beim Umfang der Mietzuschüsse erweitert werden muss. Doch für Olim, die ohne solides finanzielles Polster ankommen, reicht die heutige Unterstützung nicht aus, um eine wirkliche Hilfe zu gewährleisten.‘ Kariv betonte: ‚Wenn der Staat in den kommenden Jahren eine Million Olim aufnehmen will – was ein strategisches Ziel darstellt –, muss er erheblich größere Summen in die Unterstützung dieser Einwanderer während der ersten drei Jahre ihrer Integration investieren‘“

Ein weiterer Grund dafür, dass sich so viele neue Olim gegen ein dauerhaftes Leben in Israel entscheiden, ist laut Kariv die politische Realität.

‚Man kann die Tatsache nicht ignorieren, dass die meisten Olim nach wie vor aus den GUS-Staaten kommen; doch die Regierung steht dieser Alija-Welle weitgehend ablehnend gegenüber und investiert nicht in sie auf die gleiche Weise wie in Einwanderer aus anderen Ländern‘, fügte Kariv kritisch hinzu.

‚Jeder Jude, der sich nach dem Versuch, seinen Traum zu verwirklichen, dazu entschließt, das Land wieder zu verlassen, ist ein Zeichen unseres Scheiterns‘, betonte Rabbiner Avi Berman, Geschäftsführer von OU Israel. ‚Als Jude, der im Land Israel lebt, möchte ich glauben, dass wir als Volk wissen, wie wir jeden Juden angemessen integrieren können. Je besser es uns gelingt, ihnen die Realität zu vermitteln, sie zu beraten und zu begleiten, desto besser ist es. Vor Kurzem hatte ich es mit dem Fall von Eltern eines Olim-Schülers der achten Klasse zu tun: Sie erfuhren erst am Ende des Schuljahres, dass ihr Sohn für das kommende Jahr keinen Schulplatz hatte – schlicht deshalb, weil ihnen die Anmeldefristen bei den Behörden und die bürokratischen Abläufe des Bildungssystems nicht bekannt waren.‘

‚Das sind alltägliche Geschichte‘, betonte er und fügte hinzu: ‚Olim stoßen bei Behörden auf Schwierigkeiten – etwa Psychologen aus dem Ausland, die monatelang auf die Anerkennung ihrer Qualifikationen durch das Gesundheitsministerium warten und in der Schwebe gelassen werden. Bei israelischen Behörden muss man oft wissen, wen man anrufen kann, überlegen, wen man kennt, und herausfinden, wie man Dinge vorantreibt, die schon vor Wochen eingereicht wurden. Für einen neuen Olim ist das eine enorme Herausforderung‘, erklärte er.

‚Neben dem systemischen Versagen bei der Integration wird für diesen Sommer eine weitere Alija-Welle erwartet. Nach Angaben von Nefesh B'Nefesh werden rund 2.300 neue Olim erwartet, darunter etwa 500 Familien...

Besonders beeindruckend ist, dass sich Menschen heute für die Alija entscheiden – in vollem Bewusstsein der Realität in Israel und mit der bewussten Entscheidung, Teil der zionistischen Geschichte zu sein. Unsere Aufgabe – der wir uns mit größter Hingabe widmen – besteht darin, sicherzustellen, dass jeder Einzelne von ihnen zu einer israelischen Erfolgsgeschichte wird.‘

Rabbiner Berman fügte hinzu: ‚Die Ereignisse vom 7. Oktober haben die Lage verändert… Das nordamerikanische Judentum setzt sich mit seiner Zukunft auseinander und stellt sich schwierige Fragen. Ich spreche mit vielen Menschen, die nun die jüngere Generation zum Studium nach Israel schicken. Es herrscht das tiefe Bewusstsein, dass die Zeit des jüdischen Volkes in Nordamerika nicht unbegrenzt ist. Daher ist unsere Rolle klar: Wir bei der OU betonen, dass wir – sobald sich ein Jude für die Alija ins Land Israel entscheidet – alles in unserer Macht Stehende tun müssen, um sicherzustellen, dass er hier auf die bestmögliche, herzlichste und erfolgreichste Weise aufgenommen und integriert wird.‘“

https://www.israelhayom.com/2026/07/05/israel-aliyah-crisis-new-immigrants-leaving/

Wir können beten

  • und dem HERRN danken, dass durch den Krieg und den weltweit steigenden Antisemitismus die Zahl der Olim stark angestiegen ist.
  • und IHM danken, dass die Krise, die sich in der Abwanderung vieler Olim nach relativ kurzer Zeit steckt, öffentlich gemacht wurde.
  • dass Gott Wunder wirkt und Finanzen für die Eingliederung der Olim freigesetzt werden, auch zum Bau vieler Neubauwohnungen für Olim, und diese zügig gebaut werden. „Ich will sie Wunder sehen lassen wie zu der Zeit, als du aus Ägypten zogst!“ (Mi 7,15)
  • dass auch „religiösen Sperrschranken" im System aufgebrochen werden, die messianische Juden daran hindern, Aliyah zu machen!
  • dass Gott all das Gute über Sein Volk bringt, dass Er ihnen verheißen hat. „Denn also spricht der HERR: Wie ich all dieses große Unglück über dieses Volk gebracht habe, also will ich auch alles Gute über sie bringen, das ich über sie geredet habe.“ (Jer 32,42)
  • dass der HERR in dieser Zeit des Vorlaufs auf die Wahlen Gnade gibt, allen israelischen Parteien das Wohl des Landes aufs Herz legt und ihnen dazu ein einiges Herz gibt. „und Ich will ihnen einerlei Herz und einerlei Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen.“ (Jer 32,39)
  • dass ER in Seiner Gnade eine Regierungskoalition ermöglicht, die gemäß Seinen Plänen für Israel handelt. „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Jer 29,11)


Für Deutschland

Bitte nehmt doch das Wachen und Beten Juli/August als Grundlage zum Beten.

Hier noch eine Ergänzung zu dem Thema 2:

2. Regierung und Gesellschaft – Protest gegen AfD-Parteitag

Der Ablauf der Ereignisse am Samstag hat sicher sehr viele überrascht; ob angenehm oder unangenehm hängt von der jeweiligen inneren Einstellung und Erwartungshaltung ab, wie die beiden folgenden Artikel deutlich machen.

Antifa-Gewalt: Jetzt beginnt die Jagd auf Journalisten - WELT

Auf einer Demonstration gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt werden am Samstag drei Reporter von 'Apollo News' durch eine Menschenmenge verfolgt, zu Boden geschlagen und gegen den Kopf getreten. Auch ein Reporter der 'Jungen Freiheit' wird mitten ins Gesicht geschlagen, sein Handy wird gestohlen. Die Polizei bestätigt die Vorfälle.

Die Szenen sind schockierend – nicht nur wegen ihrer Brutalität, sondern weil sie einen Grundpfeiler der Demokratie treffen. Wer Journalisten jagt, zusammenschlägt und auf Menschen eintritt, greift die Pressefreiheit direkt an...

Die Bilder aus Erfurt zeigen eine Entwicklung, die Sicherheitsbehörden und Extremismusforscher seit Längerem beobachten. Teile der Antifa verstehen sich zunehmend weniger als politische Protestbewegung, sondern als gewaltbereiter Widerstand gegen eine vermeintlich unmittelbar bevorstehende faschistische Machtübernahme...

Wie weit dieses Feindbild inzwischen reicht, zeigte sich schon vor den Angriffen. Bereits wenige Wochen zuvor demonstrierten linke Aktivisten in Berlin-Kreuzberg gegen die Redaktionen von 'Nius' und 'Apollo News'. Die Organisatoren bezeichneten beide pauschal als 'rechte Medien' und forderten ihren Wegzug aus dem Stadtteil. Es ging längst nicht mehr nur um Kritik an einzelnen Artikeln, sondern um die Botschaft, dass bestimmte Medien im öffentlichen Raum unerwünscht seien...

Auch die Resonanz in den öffentlich-rechtlichen Medien blieb auffallend gering. Die 'Tagesschau' erwähnte die Angriffe lediglich in einem Satz, im 'heute journal' des ZDF kamen sie gar nicht vor. Ein Angriff auf Kollegen sollte unabhängig vom betroffenen Medium mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Aus dieser Logik weitet sich auch das Feindbild aus. Es richtet sich längst nicht mehr nur gegen Rechtsextreme oder die AfD. Auch konservative und liberale Vertreter staatlicher oder gesellschaftlicher Institutionen geraten verstärkt ins Visier, weil sie als Teil eines Systems gelten, das den vermeintlichen Faschismus stützt. Die Übergriffe von Erfurt sind aus dieser Weltsicht keine Entgleisung, sondern eine folgerichtige Konsequenz.

Der verschlafene Widerstand: ‚Richtig sch…, die haben diesmal mitten in der Nacht angefangen‘ - NIUS

Am Samstag startete der AfD-Bundesparteitag in Erfurt pünktlich um 10 Uhr. Zum ersten Mal in der Geschichte der Partei, wie ein Sprecher auf der Bühne gleich zu Beginn stolz verkündet. Die AfD bejubelt sich selbst. Gewonnen haben an diesem Tag die Frühaufsteher. Den Demonstranten hingegen ist zum Verhängnis geworden, was man durchaus als strukturelles Problem der Linken bezeichnen könnte: Sie haben es nicht rechtzeitig aus dem Bett geschafft. Und werden ihren Frust später auf brutale Weise an Journalisten auslassen.

Reisebusse voller Demonstranten

Ganz Erfurt gleicht in diesen Tagen einer Festung. Mehrere Dutzend Wasserwerfer säumen die Straßen, Einsatzwagen der Polizei sind omnipräsent. 6.000 Polizisten haben die Behörden zusammengezogen, um die Durchführung des Parteitags zu gewährleisten. Denn das Versammlungsrecht gehört zu den demokratischen Grundsätzen – und das Grundgesetz verpflichtet Parteien dazu, ihre Führung demokratisch zu wählen.

Genau das wollten die Antifa und das linke Vorfeld von Omas gegen Rechts bis Gewerkschaften verhindern. Aus dem ganzen Land und sogar aus dem Ausland wurden Demonstranten angekarrt, um die Zufahrten zur Erfurter Messehalle zu blockieren...

Steuerfinanzierte Organisationen wie der DGB und Verdi hatten die Protestler mit Reisebussen nach Erfurt gebracht.

Doch die AfD trickste die Antifa schließlich aus: Mitten in der Nacht fuhren die Delegierten mit Shuttlebussen in die Messehalle. Zu diesem Zeitpunkt war von der Antifa noch niemand auf den Straßen. Die Parteimitglieder hatten erfolgreich dichtgehalten, der Anreise-Plan wurde nicht durchgestochen... 

So sind die Stuhlreihen um zehn Uhr vormittags gut gefüllt. Bei der Testfrage für die Abstimmungs-Technik geben knapp 93 Prozent der Delegierten an, eine gute Anreise gehabt zu haben. Thüringens AfD-Chef Björn Höcke ruft von der Bühne in die Menge: 'Draußen vor der Halle stehen die Verlierer der Geschichte! Hier drinnen sind die Sieger der Geschichte!'

Hoffnung auf ein 'Fest der Demokratie'

Dabei waren die Hoffnungen der Linken groß, hatten die Blockaden doch in der Vergangenheit stets Wirkung gezeigt und den Zeitplan der AfD-Veranstaltungen durcheinandergewirbelt. 2025 startete der Parteitag in Riesa mit mehreren Stunden Verspätung, bei der Gründung der AfD-Jugendorganisation 'Generation Deutschland' im November in Gießen waren über 50 Polizisten von Gegendemonstranten verletzt worden.

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt hatte im Vorfeld des jetzigen Parteitags die Proteste als 'Fest der Demokratie' bezeichnet, Luisa Neubauer reiste eigens mit einer Demonstranten-Gruppe an und posierte am Samstagmorgen am Erfurter Hauptbahnhof vor Pressevertretern, in der Hand ein Schild mit der Aufschrift: 'Eine wehrhafte Demokratie fällt nicht vom Himmel!' …

In den internen Chatgruppen der Linksextremisten herrscht Frust über die gescheiterten Blockade-Pläne. In einer Gruppe des Bündnisses 'Widersetzen' beschwert sich ein Mitglied: ‚Bullen haben schon gepfeffert und geknüppelt, PARTEITAG der AFD ist in vollem Gange… ich..KOTZE‘

Später versucht eine Gruppe von Aktivisten, den NIUS-Reportern die Zufahrt zur Halle zu versperren. Sie sitzen in einer Nebenstraße auf dem Asphalt, singen 'Bella Ciao'. Nach mehrmaliger Aufforderung, den Weg freizugeben, muss die Polizei die Straße räumen. Die Antifas rufen daraufhin: 'Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!'

Als die AfD-Vorsitzende Alice Weidel in der Halle längst die Menge anheizt ('Die CDU macht Politik gegen die Deutschen! Wir sind die neue Volkspartei!'), gibt die Antifa auf den Straßen ihr Bestes. In der Innenstadt und auf Feldwegen in der Umgebung bilden sich kleine Demonstrationszüge und Blockaden.

Doch nicht überall bleibt es vergleichsweise friedlich. Gegen halb elf kommt es zu Jagd-ähnlichen Szenen am Rande eines Protestzuges. Linksextreme attackieren Journalisten von Apollo News: Sie verfolgen die Reporter, schlagen sie zu Boden, treten auf sie ein, auch gegen den Kopf. Erst als die Polizei mit Schlagstöcken und Pfefferspray eintrifft, lassen die Linksextremen von den Journalisten ab. Diese tragen Prellungen, Platz- und Schürwunden davon, müssen von Sanitätern versorgt werden… 

GSG 9 steht bereit

Im Einsatz ist neben Thüringer Polizeikräften das bayerische Unterstützungskommando USK. Auch die Spezialeinheit GSG 9 steht bereit, um die Parteichefs Weidel und Tino Chrupalla zur Not ausfliegen zu können. Denn in Chatgruppen hatte die Antifa zuvor angedroht, die Messehalle stürmen zu wollen. In einer internen Handreichung von 'Widersetzen' waren die Demonstranten gar instruiert worden, welche juristischen Folgen bei Sprengstoffanschlägen drohen – und wie man einer Bestrafung entgeht: 'Achte darauf, keine Spuren zu hinterlassen', hieß es in der Broschüre, über die Apollo News berichtet hatte.

Ihr Ziel haben die Linksextremisten an diesem Tag vorerst verfehlt. Die in Umfragen stärkste Partei des Landes kann ihren Parteitag abhalten. Gelungen ist den Demonstranten allerdings, Schrecken auf den Straßen Erfurts zu verbreiten.

Die Botschaft, die von diesem Tag ausgeht, lautet: Die Antifa kommt manchmal zu spät, aber sie kommt niemals ohne Gewalt.“

https://nius.de/politik/der-verschlafene-widerstand-richtig-scheisse-die-haben-diesmal-mitten-in-der-nacht-angefangen

Die Grenze zwischen Protest und Selbstjustiz

Bemerkenswert ist dabei der innere Widerspruch. Das Bündnis 'Widersetzen', das die Proteste organisiert, versteht sich als Verteidiger der Demokratie gegen den Rechtsextremismus. Unterstützt wird es unter anderem von den Jusos, der Grünen Jugend, der Linksjugend solid, Fridays for Future und Omas gegen Rechts. Nur wenige Meter entfernt von der Stelle, an welcher später der Angriff stattfand, blockierte Luisa Neubauer den Zugang zum AfD-Parteitag.

Umso irritierender ist das Schweigen. Weder Luisa Neubauer noch Fridays for Future, die Jusos, die Grüne Jugend, die Linksjugend solid oder Omas gegen Rechts haben die Angriffe bislang öffentlich verurteilt. Noch besorgniserregender ist die Reaktion vom Bündnis Widersetzen selbst. Auf der offiziellen Pressekonferenz am Sonntag weigerten sie die Aktivisten die Übergriffe auf die Reporter zu verurteilen. Stattdessen erklärte ein Sprecher des Bündnisses: 'Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten. Sie sind auf unseren Aktionen nicht willkommen.' Das ist keine Distanzierung von der Gewalt, sondern eine Rechtfertigung des Angriffs. Die fragenden Journalisten von Apollo News wurden anschließend aufgefordert, die Veranstaltung zu verlassen.

Wer Gewalt gegen Journalisten nicht unmissverständlich zurückweist, riskiert, dass die Grenze zwischen demokratischem Protest und politischer Selbstjustiz verschwimmt. Pressefreiheit ist kein Privileg bestimmter Medien. Sie ist ein Grundrecht. Sie schützt das Recht der Öffentlichkeit zu erfahren, was auf Demonstrationen, Parteitagen und auf der Straße geschieht. Wer Reporter angreift, greift deshalb die Demokratie selbst an.“

https://www.welt.de/debatte/plus6a492ebf0b14ed961bb51edb/antifa-gewalt-jetzt-beginnt-die-jagd-auf-journalisten.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.5.E_without_schlagzeilen

Unser Fazit

Der HERR hat Seine gnädige Lösung zu diesem Ereignis freigesetzt. Es wurde die von der Gruppe „Widersetzen“ angekündigte geplante gewalttätige Konfrontation vermieden, und der Parteitag konnte ordnungsgemäß – so, wie es unser Gesetz vorschreibt – durchgeführt werden. Das ist Grund, IHM zu danken!

Wir können beten

  • und dem HERRN danken, dass ER den Verantwortlichen der AfD Weisheit gegeben hat, den Anreisetermin für die Delegierten so weit in die Nacht hinein zurückzuverlegen. „Denn der HERR gibt Weisheit; aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Verständnis.“ (Spr 2,6)
  • und dem Herrn danken, dass ER allen AfD-Verantwortlichen und Delegierten Demut gegeben hat, sich damit heimlich an den Veranstaltungsort zu schleichen und nicht auf ihr Recht zu bestehen, sich von der Polizei den Zugang freimachen zu lassen.
  • und dem HERRN danken, dass ER das erwartete „Worst-Case-Szenario“ verhindert hat - auch dadurch, dass ER vor den Gewalttätern die geplante frühe Anreise verborgen hielt.
  • und IHM danken, dass die Gewalttätigkeit der Antifa an ihren brutalen Angriffen auf Journalisten (Faustschläge ins Gesicht, „zu Boden geschlagen und gegen den Kopf getreten“) deutlich geworden ist.
  • und IHM danken, dass (soweit bekannt) diesmal der Dienst der Polizei effektiv war und auch keine Polizisten verletzt wurden.
  • dass alle strafrechtlich relevanten Aktionen angeklagt werden und die Täter gerichtlich belangt werden.

Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!

Heinz-Jürgen Heuhsen

 

Hinweis auf anstehende Wahlen 2026:

06. September Sachsen-Anhalt Landtag
13. September Niedersachsen Kommunalwahl
20. September Berlin Wahl zum Abgeordnetenhaus
20. September Mecklenburg-Vorpommern Landtag