Wöchentliches Gebet - 10. Juni 2026
Für Israel
Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Bitte kehrt um zu Mir
Was ist Gott am wichtigsten? Was steht in Seinem Denken und Herzen an erster Stelle?
Vor allem anderen ist dem HERRN Seine Beziehung zu Seinem Volk wichtig und kostbar. Machtimperien entstehen und vergehen auf Sein Wort hin – Weltmächte stellen für Ihn keine große Herausforderung dar. Was Er sich am meisten wünscht, ist das Herz Seines Volkes.
Dies wird uns im Buch Sacharja vor Augen geführt. Anstatt die Geschichte und die damaligen Zeitumstände zu betrachten, wollen wir uns allein darauf konzentrieren, was der Text über Gottes Prioritäten im Umgang mit Seinem Volk offenbart, damit wir vor Ihm stehen und für die Dinge eintreten können, die Ihm am Herzen liegen - und zwar gemäß Seinen Prioritäten.
Wenn wir uns dem Buch Sacharja zuwenden, stellen wir fest, dass das allererste Wort, das Gott an Sein Volk richtet, ein Aufruf zur Rückkehr zu IHM ist.
Sach 1,1-4:
:1 „Im achten Monat des zweiten Jahres des Darius erging des HERRN Wort an Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten, also:
:2 Der HERR ist über eure Väter zornig gewesen!
:3 Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret um zu mir, spricht der HERR der Heerscharen, so will ich mich zu euch kehren! spricht der HERR der Heerscharen.
:4 Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten gepredigt und gesagt haben: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret doch jetzt um von euren bösen Wegen und von euren schlimmen Taten! Sie hörten aber nicht und achteten nicht auf mich, spricht der Herr.“ (KJV)
Auch wenn das Wort des HERRN hier hart erscheinen mag, ist es in Wahrheit eine liebevolle Bitte des HERRN an Sein Volk, doch umzukehren und zu Ihm zurückzukommen.
Diese Zärtlichkeit ist bereits in die Sprache des Textes eingewoben: Das Wort „jetzt“ in Vers 4, wo der HERR sagt „kehrt doch jetz um“, ist eine hebräische Partikel, die aus der bloßen Aufforderung „kehrt jetzt um“ ein „bitte kehrt um“ macht. Das Lexikon von Kohlenberger und Mounce erklärt diese Partikel als Ausdruck einer „Bitte oder Ermahnung: bitte! Ich flehe euch an! jetzt!“ (1. נא (na) Kohlenberger/Mounce Concise Hebrew-Aramaic Dictionary of the Old Testament, paragraph 11138. (https://accordancebible.com/link/read/KM_Hebrew_Dictionary#11138)
Siehe zur Verwendung auch Ps 118:25 „Bitte, HERR, rette doch jetzt! Bitte, HERR, gib doch Gelingen! (KJV)
Es ist schwer, die Tiefe der Zärtlichkeit und Liebe zu ermessen, die in diesen Worten zum Ausdruck kommt. Aber ist es nicht genau das, was Gott tat, als Er Jeschua sandte, um uns zu suchen und uns zu sich zurückzurufen? War dies nicht sogar Jeschuas erster Aufruf, als Er Seinen Dienst begann?
Mt 4,17:
„Von da an begann Jesus zu predigen und zu sprechen: Tut Buße; denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“
Es ist, als würde Gott am Kreuz zu uns sagen: „Bitte komm zu mir zurück.“
Und was ist mit den Weltreichen und Weltmächten?
Erst nachdem Gott Sein Volk zu sich gerufen hat, wendet Er sich den Nationen zu – und selbst dann geschieht dies im Zusammenhang mit Seinem Volk und der Verwirklichung Seines souveränen Planes.
Sach 2;1(1,18) "Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, vier Hörner.
2,2 (1,19) Und ich fragte den Engel, der mit mir redete: Was bedeuten diese? Er sprach zu mir: Das sind die Hörner, welche Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben.
2,3 (1,20) Da ließ mich der HERR vier Schmiede sehen.
2,4 (1,21) Und ich fragte: Was wollen diese machen? Er sprach: Jene sind die Hörner, welche Juda so versprengt haben, dass niemand mehr sein Haupt erheben durfte; aber die Schmiede sind gekommen, um sie abzuschrecken und die Hörner der Nationen niederzuwerfen, die ihr Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen."
Die vier Hörner, die Sacharja in der Nachtvision sieht, repräsentieren die Reiche und Mächte, die Gott dazu gebrauchte, um Israel und Juda zu züchtigen, zu überfallen und schließlich in die Verbannung zu führen.
Ihr Erfolg beruhte nicht auf eigener Stärke, sondern darauf, dass Gott ihn souverän angeordnet hatte. So wird Assyrien als „die Rute meines Zorns“ bezeichnet (Jes 10,5-6), während Nebukadnezar, der König von Babylon, „mein Knecht“ genannt wird (Jer 25,8–9). Gott war es, der Nebukadnezar die Herrschaft über „all diese Länder“ gab (Jer 27,6–8), jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt, bis „die Zeit für sein Land kommt“ (Jer 27,7).
Dann sieht Sacharja vier Schmiede, die hervortreten, um die Hörner (die Macht, Fähigkeit) jener Nationen, die Israel und Juda zerstreut hatten, in Schrecken zu versetzen und zu beseitigen. Sie sind Gottes „Pioniereinheit“ – also die Werkzeuge, derer sich Gott bedient, um die Macht genau jener Nationen zu vernichten, die Er zuvor für Seine eigenen Zwecke eingesetzt hatte.
Im Falle Assyriens war diese „Pioniereinheit“ die Babylonier, die das Reich im Jahr 612 v. Chr. zerstörten. Im Falle Babylons waren es die Medo-Perser, die Babylon im Jahr 539 v. Chr. in einer einzigen Nacht einnahmen!
Was damals galt, gilt auch für unsere Zeit. Gott hat sich weder verändert noch Seinen Thron aufgegeben.
Sach 1,14: „Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige und sprich: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich eifere für Jerusalem und für Zion mit großem Eifer.
1,15 Ich bin sehr erzürnt über die gleichgültigen Nationen; denn ich habe ein wenig gezürnt, sie aber haben zum Unglück geholfen.
1,16 Darum spricht der HERR also: Ich habe mich Jerusalem wieder voll Erbarmen zugewandt; mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der HERR der Heerscharen, und man wird die Meßschnur ausspannen über Jerusalem.
1,17 Predige wiederum und sprich: So spricht der HERR der Heerscharen: Meine Städte sollen wiederum von Gutem überfließen, und der HERR wird Zion wieder trösten und Jerusalem wieder erwählen!“
Auch die Vision von den vier Hörnern und den vier Schmieden weist in die Zukunft.
„Der Kontext zeigt, dass die Nationen nicht bloß eingeschüchtert, sondern besiegt werden. Potenzielle Feinde der nahen oder fernen Zukunft bilden da keine Ausnahme. Das Machtgleichgewicht zwischen den Nationen – und die Kriege, die entstehen, wenn dieses Gleichgewicht gestört wird – dienen der Umsetzung von Gottes Absicht: dem Sturz jener, die ihre Hörner in arroganter Missachtung Gottes erhoben haben - und dem Wohl des Volkes Gottes. Auch wenn es weiterhin heftige Versuche geben wird, Israel zu demütigen, werden sie erleben, wie die Feinde, die sie so sehr fürchten, zu nichts gemacht werden. Somit fügt die zweite Vision den Zusagen der ersten eine weitere Gewissheit hinzu.“
Wie groß ist unser Gott, wie gnädig ist Er, wie herrlich!
Danke, dass ihr betet und dafür eintretet, dass der Wille Gottes hier im Land und auf der Erde erfüllt wird.
Segensgrüße im Messias,
Ofer
1. Israels Umkehr zum Herrn
Wir haben aus Ps 80 gebetet:
V4: O "Gott, stelle uns wieder her, und lass dein Antlitz leuchten, so wird uns geholfen.
V8: O Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her; und lass dein Antlitz leuchten, so wird uns geholfen!
V20: O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her! Lass dein Antlitz leuchten, so wird uns geholfen!
V15: O Gott der Heerscharen, kehre doch wieder, blicke vom Himmel herab und schaue darein und nimm dich dieses Weinstocks an!"
Die Bitte „stelle uns wieder her“ kommt in diesem Psalm dreimal vor. Das Wort für „wiederherstellen“ lautet „hashivenu“; es bedeutet: „kehre uns um, wende uns Dir zu“ oder „führe uns zu Dir zurück“ – oder besser noch: „schenke uns Umkehr!“
Im Vers 15 lautet dann aber die Bitte an Gott „kehre doch wieder“, also: wende Du Dich uns zu – aber im hebräischen steht dort dasselbe Wort.
Das führt uns zurück zu Sacharja 1,3: „Kehrt um zu mir … und ich werde zu euch umkehren.“
Versteht ihr, wie das funktioniert? Gott macht den ersten Schritt mit der Einladung; dann spricht Er eine Verheißung aus, gleichsam mit den Worten: „Kehrt zu mir um, und ihr werdet mich sehen, weil Ich mich dann euch zuwende!“
Wie sehr sehnen wir uns nach dieser Hinwendung des Herzens, um den Messias zu sehen – Sein strahlendes Angesicht! (siehe 2. Korinther 4,6)
Wir können beten
- und dem HERRN für Seine Liebe, Geduld und unerschütterliche Treue zu Israel als Volk danken.
- und dem Herrn für Seine Zusage danken, dass ER Jerusalem wieder als Seinen Wohnort erwählen wird, um unter ihnen zu wohnen. „Meine Städte sollen wiederum von Gutem überfließen, und der HERR wird Zion wieder trösten und Jerusalem wieder erwählen!“ (Sach 1,17b)
- und IHM für sein Versprechen danken, Israel alle Sünden zu vergeben. „und Ich will ihnen alle ihre Missetaten vergeben, womit sie wider mich gesündigt und an mir gefrevelt haben.“ (Jer 33,8b Schl)
- dass Israel doch jetzt die liebevolle Aufforderung Seines Gottes hört, zu IHM umzukehren. „So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret doch jetzt um von euren bösen Wegen und von euren schlimmen Taten!“ (Sach 1,4b)
- dass Israel Gottes Verheißung im Geist ergreift und handelt. „So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret um zu mir, spricht der HERR der Heerscharen, so will Ich mich zu euch kehren! spricht der HERR der Heerscharen.“ (Sach 1,3)
- dass das Volk Israel so zu Gott betet, wie David gebetet hat. „Verbirg dein Antlitz vor meinen Sünden, und tilge alle meine Missetat. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“ (Ps 51,11-12)
2. Israels innenpolitische und nationale Lage
Auch wenn letztlich Jeschua selbst – der Erbe des Thrones Davids – über Sein Volk herrschen wird (Hesekiel 37,24), so sorgt doch der Gute Hirte bis zu Seiner Wiederkunft für Seine Schafe. Er möchte, dass sie gute, gütige und umsichtige Leiter haben, die ihnen dienen.
Lies Hesekiel 34, Jeremia 23, Johannes 10,11–14 usw., um zu erkennen, wie sehr Gott an Seinen Schafen und an guter Führung gelegen ist.
Wir haben für die anstehenden Wahlen gebetet und Gott angefleht, uns Leiter zu schenken, die ein Herz für die Menschen haben – ein Herz für ihr Wohlergehen und ein Herz, das die Nation eint, statt Spaltungen zu verursachen. Wir baten Gott inständig, Umkehr und Buße einzuleiten – sowohl in der Knesset als auch in allen anderen Führungsebenen, z.B. in den Kommunen etc. Möge der Herr unseren Leitern ein Herz für Sein Volk schenken!
Wir können beten
- und dem HERRN für die Gewissheit danken, dass Israel eines Tages sichtbar unter der Herrschaft Seines Hirten Yeshua leben wird. „Und mein Knecht David soll ihr König sein, und sie sollen alle einen einzigen Hirten haben. Und sie werden in meinen Rechten wandeln und meine Satzungen beobachten und dieselben tun.“ (Hes 37,24)
- dass der HERR bis dahin Seinem Volk Leiter geben möge, die den Menschen aus einem Herzen voller Fürsorge und Zugewandtheit dienen wollen. „Und ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch mit Erkenntnis und Einsicht weiden sollen.“ (Jer 3,15)
- dass der HERR die Furcht Gottes auf die politischen Leiter und alle Knessetabgeordneten legt und ihnen Umkehr und Buße über ihre teilweise erkennbare feindselige und hasserfüllte Umgangsweise untereinander schenkt. „Lasst uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das soll jeder Mensch!“ (Pred 12,13)
- dass Dinge, die vertuscht worden sind und Schaden hervorgerufen haben, in Gerechtigkeit geordnet werden. „Sorgt dafür, dass jeder zu seinem Recht kommt! Recht und Gerechtigkeit sollen das Land erfüllen wie ein Strom, der nie austrocknet.“ (Am 5,24; GN)
- dass der HERR Israel durch die kommenden Wahlen Leiter gibt, die alles nur möglich tun, um das Volk zu einen. „So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will den Holzstab Josefs, der in der Hand Ephraims ist, nehmen samt den Stämmen Israels, die sich zu ihm halten, und will sie zu dem Holzstab Judas tun und ein Holz daraus machen, und sie sollen eins sein in meiner Hand.“ (Hes 37,19)
- dass ER den Wählern geistliches Verständnis und Sein Licht gibt, damit sie die Parteien und Politiker wählen können, die Israel auf den Wegen Seines Gottes für diese Zeit führen wollen. „Bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Lichte schauen wir Licht!“ (Ps 36,10)
3. Israels geopolitische Lage und die Kriege, in denen Israel sich befindet
Ps 115,1 "Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um deiner Gnade und deiner Wahrheit willen!"
Ps 115,2 "Warum sollen die Heiden sagen: 'Wo ist denn ihr Gott?'“
Ps 115,3 "Unser Gott ist im Himmel; er tut alles, was ihm gefällt."
Ps 115,9 "Israel, vertraue auf den HERRN! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild."
Ps 115,10 "Haus Aaron, vertraue auf den HERRN! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild."
Ps 115,11 "Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, vertraut auf den HERRN! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild."
Dieser Psalm bildet – zusammen mit Sacharja 1,18–21 – ein festes Fundament, auf dem wir zu Gott rufen können. Seine Herrlichkeit, sein Eifer, seine Gnade, seine souveränen Pläne und Absichten, seine Macht und Autorität sowie seine Weisheit, mit der er Nationen erstehen lässt, um seinen Willen zu erfüllen – all das gibt uns große Zuversicht, wenn wir ihn anrufen.
Wir können beten
- dass der HERR die „Schmiede“ kommen lässt (so wie ER Sacharja verheißen hat), um die Macht und Arroganz jener Weltreiche zu zerstören, die sich ihm widersetzen und ihre eigene Vision für die Erde verfolgen, wobei sie Verwüstung und Tod säen. „die Schmiede sind gekommen, um sie abzuschrecken und die Hörner der Nationen niederzuwerfen, die ihr Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.“ (Sach 2,4b bzw. 1,21b)
- dass ER seinen eigenen Plan „lenkt und verwirklicht“ – ungeachtet oder trotz der Agenda des Iran, der USA, Europas, Chinas, Russlands oder der islamischen Nationen. „Darum spricht der HERR also: Ich habe mich Jerusalem wieder voll Erbarmen zugewandt; mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der HERR der Heerscharen, und man wird die Messschnur ausspannen über Jerusalem. (Sacharja 1,16)
- dass ER unsere Streitkräfte – insbesondere im Libanon – beschützt und Israel bald die angekündigte Lösung zum vor glasfasergesteuerten Drohnen wirksam einsetzen kann
- dass Gottes Souveränität und Vorsehung in allen geopolitischen Angelegenheiten regieren und sich durchsetzen, damit sein Wille geschehe.
- dass ER Israel als Nation inmitten all seiner Feinden den Raum gibt, den ER Seinem Volk bestimmt hat. „Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Teppiche deiner Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige deine Pfähle; denn zur Rechten und zur Linken wirst du ausbrechen, und dein Same wird die Nationen besitzen, und sie werden verlassene Städte bevölkern.“ (Jes 54,2-3)
Für Deutschland
Bitte nehmt doch das Wachen und Beten Juni als Grundlage zum Beten. Hier noch zwei Ergänzungen.
zu Punkt 2. Christliche Werte in Erziehung und Bildung
„Doktorspiele in Kita: Eine Familie kämpft für ihre Kinder
‚Aus der Kita.‘ So antwortete der Vierjährige, als sein Vater fragte, woher die Idee stamme, dem halb so alten Bruder die Hose herunterzuziehen. Der Junge schilderte, ältere Jungen hätten ihn in einem unbeobachteten Raum der Turnhalle bedrängt und im Genitalbereich angefasst. Die Eltern Hans und Kübra aus Baunatal in Hessen sind schockiert.
Bei der Anmeldung in der Kita hatten sie ausdrücklich gefragt, ob es etwa einen Raum für 'Doktorspiele' gebe. Mit der verneinenden Antwort, dies gebe es nicht, waren die Eltern beruhigt. Dass sich jedoch im Gewaltschutzkonzept der Kita auch ein 'sexualpädagogisches Konzept' verbirgt, das für alle 17 städtischen Kitas gilt, und was darin steht, das erfuhren sie nicht: Wenn Kinder 'den Körper anderer Kinder' erkunden wollen, wird das geduldet, solange es 'einvernehmlich' geschieht.
Die Eltern wollen das nicht. Der Vater sagt: 'Die Hose sollte oben bleiben. Es sind Kinder.' Die Mutter ergänzt: 'Was ist Zwang, was freiwillig? Mein Sohn würde zu allem ja sagen.' Die haarsträubende Antwort der Kita an die Eltern: 'Dann sind Sie in der falschen Einrichtung.'
Elternrecht wird ignoriert
Nachdem weitere 'Doktorspiele' auftauchen, werden Kinder mehrerer Familien vorübergehend nicht mehr in der Kita abgegeben. Hans und Kübra haben ihre zwei Kinder bereits abgemeldet. Die Kita lenkt daraufhin ein und verspricht, 'Doktorspiele' zunächst zu unterbinden und Eltern das Konzept genauer vorzustellen. Die Stadt räumt ein, es seien 'offensichtlich Fehler passiert'. Das Konzept bleibt jedoch bestehen.
Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig ausführliche Nachfragen von Eltern sind. In vielen Kitas werden Eltern die brisanten Passagen solcher Konzepte vorenthalten, was ein klarer Verstoß gegen das Erziehungsrecht der Eltern ist. Hinter dem harmlosen Wort 'Doktorspiele' steckt ein System, das wir mit unserer Doku 'Tatort Kita' offengelegt haben.
Viele Eltern erleben solche Konflikte mit der Kita- oder Schulleitung zum ersten Mal. Sie wissen noch nichts von den gefährlichen Thesen der Kentler-Sielert-Schule, die in den meisten sexualpädagogischen Konzepten stecken oder in Gewaltschutzkonzepten versteckt werden.
Neue Webseite der Initiative Elternaktion
Deshalb gibt es unsere Initiative Elternaktion, bei der man sich über die Regelungen im eigenen Bundesland informieren und Rat einholen kann. Weil sich solche Vorfälle häufen, haben wir die Webseite vollständig überarbeitet, um Eltern schneller helfen zu können.
Sehen Sie sich hier die neue Seite an und leiten Sie sie an Eltern, Großeltern, Erzieher und Lehrer weiter. Informierte Eltern sind der beste Schutz, den ein Kind haben kann.“
Wir können auch den Artikel der Lokalzeitung empfehlen, der die Situation ausführlicher beschreibt. Deutlich wird in diesem Artikel auch, dass die betroffenen Eltern (da die Kita das Konzept nicht ändert: „Sie sind in der falschen Einrichtung“) mit ihren vier kleinen Kindern bisher keine Alternative zur Kinderbetreuung gefunden haben!
Hier noch einmal der Link zu diesem Artikel: https://www.hna.de/lokales/kreis-kassel/baunatal-ort312516/diskussion-um-doktorspiele-wird-zur-zerreissprobe-eskalation-in-baunatal-nach-elternprotest-94325045.html
zu Punkt 3. Die Gemeinde Jesu in unserem Land
Am Wochenende war in Alsfeld vom 04.-07.06. der Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche (EKHN). Trailer dazu: https://jugendkirchentag.de/#Video
Mit großer Betroffenheit haben wir in einer Lokalzeitung dazu das „Wort zum Sonntag“ eines Pfarrers der Evangelischen Kirche gelesen, das wir hier wiedergeben.
„Wort zum Sonntag: Mach laut. Mach bunt. Mach mit!
In Alsfeld findet in diesen Tagen der Jugendkirchentag der Evangelischen Kirche statt. Das Motto haben die Jugendlichen der Region sich selbst gegeben: Mach laut. Mach bunt. Mach mit! Drei Aufforderungen. Drei Einladungen.
Mach laut: Lass Deine Stimme erklingen, Du hast etwas zu sagen, etwas beizutragen. Du bist wichtig mit dem, was Du denkst und fühlst.
Mach laut, das heißt auch, die Stimme zu erheben gegen Unrecht und Demütigung, gegen herablassendes und menschenverachtendes Verhalten. Auch das ist ein christlicher Aufttrag. Gott gebe uns Mut dazu.
Mach bunt: Entdecke die Vielfalt des Lebens, Deines Lebens, die Schönheiten und Tiefen, das Traurige wie das Fröhliche. Lebenssinn, der ermutigt, Lebensziele auf die Du Dich freust, Gemeinschaft und Freundschaft, die trägt.
Mach mit! Sei Du mit Deinen ganz eigenen Charakterzügen dabei. So, wie Du bist. Fühl Dich willkommen. Fühl Dich wohl als Teil der Gemeinschaft.
Bringe Dich gerne ein und mach mit. Gemeinsam etwas gestalten, gemeinsam Leben teilen und füreinander dasein. Im Miteinander spüren: es tut gut, nicht alleine zu sein.
Mach laut. Mach bunt. Mach mit!
Das wirft für mich noch die Frage auf: Und wenn ich gerade nicht machen kann? Auch das soll Raum bekommen im Miteinander. Aufeinander achten: Wer kann gerade wieviel? Wer braucht Unterstützung? Wie gnädig gehen wir miteinander um wenn nicht alle gleichermaßen können? Hinhören und hinschauen.
Mach laut. Mach bunt. Mach mit!
Erst hörbar werden. Dann Farbe zeigen. Dann gemeinsam unterwegs sein. Nicht nur zuschauen. Nicht nur meckern. Sondern laut. bunt. mit.
Das Motto des Jugendkirchentags. Und auch ein Motto für unseren Glauben an einen Gott, der uns ermutigt: Mach laut. Mach bunt. Mach mit!
M.W., Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde O.“
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen