Wöchentliches Gebet - 15. April 2026
Für Israel
Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Der HERR regiert. Er ist mit Majestät bekleidet.
Bist du verwirrt
oder enttäuscht über den Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran? Ist das gut oder schlecht für Israel? Wird der Waffenstillstand halten? Sollte er halten? Bist du von der Wendung der Ereignisse überrascht? Bist du unsicher, wie sich der Krieg mit dem Iran nach dem jetzigen Waffenstillstand entwickeln könnte oder sollte?
Versuchst du herauszufinden, wie diese Dinge in die Bibel passen? Wie solltest du denken und beten? Du bist nicht der Erste und nicht der Letzte, der mit den Verworrenheiten seiner Zeit konfrontiert ist.
Lasst uns von einem jungen Mann lernen, der Fragen hatte.
Im Jahr 740 v. Chr., dem Todesjahr Usijas, kam ein junger Mann namens Jesaja, um den Herrn zu befragen. Er hatte gewiss Fragen hinsichtlich seiner Zeit, in der er lebte - ebenso wie wir Fragen zu unserer Zeit haben, in der wir leben.
Zunächst die geopolitische und nationale Situation seiner Zeit.
In der ersten Hälfte des achten Jahrhunderts erlebten Juda und Israel ein enormes Wachstum und großen Erfolg. Die beiden damaligen Großmächte, Ägypten und Assyrien, waren mit ihren eigenen internen Problemen beschäftigt, sodass die Nationen der Region Stabilität und Freiheit genossen.
Usija, der judäische König, und Jerebeam II., der König von Israel, waren außergewöhnliche Heerführer, die ihre Armeen zu Siegen führten und ihr Territorium auf fast das gesamte Gebiet, über das Salomo geherrscht hatte, ausdehnten. Es war eine Zeit großen Wohlstands.
Doch im Jahr 740 v. Chr. änderte sich die Lage. Ein neuer, mächtiger König, Tiglat-Pileser III., bestieg den assyrischen Thron. Assyrien war erneut auf dem Vormarsch und bedrohte die Völker der Region, insbesondere im Westen.
„Die internationale Bühne war voller Bedrohungen.“¹ Unheilvolle, instabile und gefährliche Zeiten kündigten sich über der Region an. Die Zukunft des Thrones in Jerusalem war plötzlich ungewiss.
Jesaja wendet sich zum HERRN, um IHN zu suchen.
Angesichts der sich zusammenbrauenden Unruhen in Judäa und dessen Umfeld wandte sich Jesaja an den HERRN - anstatt über die Lage zu spekulieren. Er ging in den Tempel, um Gott zu befragen (Jesaja 6).
Gottes Antwort war keine Erklärung, sondern eine Offenbarung Seiner Selbst.
Als erstes erkannte er Gottes absolute königliche Herrschaft.
Jesaja „sah den HERRN erhöht – hoch und erhaben. Sein Sitzen auf einem Thron symbolisierte seine souveräne Autorität und seine göttliche „Ruhe“ angesichts der scheinbar unsicheren Situation auf der Erde.“²
Dies relativierte zweifellos alle anderen Herrscher und Nationen. Nicht, dass die Bedrohungen unreal gewesen wären, sondern dass Gott Herrscher über alles war. So groß und mächtig Tiglat-Pileser III. auch war - Gott war immer noch größer.
„Das Wesentliche des gesamten Göttlichen Geschehens ist jedoch dies: Obwohl die Menschen wie wilde Tiere ohne Ketten ziellos umherirren, hält und lenkt Gott sie durch sein geheimes Zaumzeug so, dass sie nicht einen Finger rühren können, ohne weit mehr Gottes Werk zu vollbringen als ihr eigenes!“ (Calvin, John; The Secret Providence of God; Kindle Edition)
Das galt damals für Tiglat-Pileser und gilt auch für die heutigen Weltführer.
Was würde es für dich bedeuten, wenn du eine wahre, tiefgreifende Offenbarung davon hättest, dass Gott über allen Herrschern, Königen, Präsidenten, Premierministern, Ayatollahs und allen anderen hoch erhaben ist und aktiv über alle Nationen regiert?
Zweitens erkannte Jesaja die Heiligkeit Gottes.
„Als Gott Jesaja begegnete, war das Ergebnis nicht nur Jesajas Staunen über Gottes Größe, sondern Jesajas tiefes Überführtsein von Sünde.“ (John M. Frame, An Introduction to Christian Belief; P&R Publishing, 2013, 984)
In der Gegenwart des Königs, der Heilig ist, war Jesajas Herz zutiefst erschüttert. Er erkannte seine Verdorbenheit in Gottes Gegenwart! Damit erkannte und spürte er auch den Zustand seines Volkes: Sündhaftigkeit, Verdorbenheit, äußere religiöse Frömmigkeit und Rebellion.
In Judäa selbst, „liefen die Dinge überhaupt nicht gut. Der neu gewonnene Reichtum war ungleich verteilt. Er konzentrierte sich in den Händen einer wirtschaftlichen Elite, die sich wenig um die Armen kümmerte. Tiefe Spaltungen taten sich in der judäischen Gesellschaft auf, da Gerechtigkeit käuflich gemacht oder schlichtweg missachtet und durch gewaltsame Ausbeutung und Unterdrückung ersetzt wurde. Religiöse Bräuche wurden zwar weiterhin gepflegt, konnten aber den darunter lauernden Verfall nicht länger verbergen.“ (Barry Webb, The Message of Isaiah, On Eagles’ Wings, Inter-Varsity Press, 1996, 22)
Damit schien Gott ihm zu sagen: „Jesaja, deine Feinde sind nicht dein größtes Problem; vielmehr ist es der sündige Zustand deines Volkes, der das Hauptproblem darstellt.“
Wir dürfen dieses Problem nicht ignorieren, wenn wir für die Wiederherstellung Israels beten. Wir würden Gott zutiefst entehren, wenn wir dies täten. Denn die Inkarnation bedeutet schließlich, dass Gott im Fleisch kam, um die Sünde auf SICH zu nehmen!
Drittens erfuhr Jesaja Gottes Gnade, die ihm Sühne gewährte.
Die Kohle vom Opferaltar, zweifellos getränkt mit dem Fett und Blut des darauf brennenden Opfers, war eine „Vorwegnahme des Werkes Christi“. (John M. Frame, An Introduction to Christian Belief; P&R Publishing, 2013, 984)
Kein anderes Buch des Alten Testaments beschreibt den Messias und das Werk der Sühne und Erlösung so detailliert und umfassend wie Jesaja. Das ganze Buch Jesaja führt zum gekreuzigten Messias! Die einzige Lösung für Israel und für die ganze Welt in dieser Angelegenheit.
Wir beten für Israel in dieser Zeit.
Wir treten vor den Herrn und beten in dreierlei Richtungen:
Wir erkennen Seine Souveränität und Vorsehung in den Angelegenheiten der Menschen an – Psalm 93
Der Herr regiert souverän.
1 Der HERR regiert, Er ist mit Majestät bekleidet; der HERR ist bekleidet, ER hat sich mit Stärke umgürtet. Siehe, die Welt ist gegründet, dass sie nicht wanken (nicht kollabieren) kann. 2 Dein Thron steht von alters her, du bist von Ewigkeit her.
Der Herr ist mächtiger als die Völker (die gewaltigen Wellen des Meeres).
3 Die Fluten erheben sich, O HERR, die Fluten erheben ihre Stimme, die Fluten erheben ihre Wellen. 4 Der HERR in der Höhe ist mächtiger als das Rauschen vieler Wasser, mächtiger als die gewaltigen Wellen des Meeres.
Das Wort des Herrn (die Zeugnisse) ist gewiss.
5 Deine Zeugnisse sind sehr gewiss (treu); Heiligkeit schmückt Dein Haus, O HERR, für immer.
Alle Anliegen bezüglich des Krieges, Geopolitik etc. sind in diesem Abschnitt enthalten.
Wir halten am Glauben fest und beten darum, dass der souveräne Wille des HERRN geschieht, dass ER regiert und sich durchsetzt, was auch immer die Völker beschließen, planen oder beabsichtigen. Darin sind Kriege, Diplomatie und jedes andere Bestreben des Menschen eingeschlossen, die Welt nach seinen eigenen Wünschen zu gestalten.
Wir erkennen die Heiligkeit des Herrn an, indem wir vor ihm unseren Zustand bekennen.
Lies und bete Jesaja 1 (dies ist nur ein Beispiel; die Schriften der Propheten sind voll solcher Stellen).
Wir freuen uns über Gottes Gnade, die uns Sühne schenkt.
Sacharja 12,10–13,1; Jesaja 51,10–53,12; Hesekiel 36,16–29
Der König, der kam und für unsere Sünden starb, wird wiederkommen, um über die Erde zu herrschen und von seinen Heiligen bewundert zu werden.
In der Hoffnung und Sehnsucht nach der Wiederkunft des Königs,
Ofer
1. Die messianische Gemeinde
Wir können beten
- dass der HERR Seiner Gemeinde in Israel ein klares Verständnis über den derzeitigen Zustand des Volkes Israel aus der Sicht Gottes gibt. „Jedes Rind kennt seinen Besitzer und jeder Esel die Futterkrippe seines Herrn. Israel aber will nicht begreifen, wem es gehört; mein Volk nimmt keine Vernunft an.“ (Jesaja 1,3)
- dass die Gemeinde ihre priesterliche Rolle für die Nation ausfüllt, indem sie den Zustand des Volkes vor Gott bekennt. „Sie sind ein eigensinniges Volk. Meine Kinder wollen sie sein, aber sie sind Lügner; denn sie wollen nicht hören, was ich, der HERR, von ihnen verlange.“ (Jesaja 30,9; GN)
- dass die messianische Gemeinde für die vielen religiösen Aktivitäten im Land Buße tut, die nicht von einem gottesfürchtigen und heiligen Lebensstil gedeckt sind. „Bringet nicht mehr vergebliches Speisopfer! Räucherwerk ist mir ein Greuel! Neumond und Sabbat, Versammlung halten, Frevel und Festgedränge mag ich nicht! Eure Neumonde und Festzeiten hasst meine Seele, sie sind mir zur Last geworden; ich kann sie nicht mehr ertragen. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, höre ich doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut!“ (Jesaja 1,13-15)
- und dem Herrn danken, dass ER zugesagt hat, Seine Gemeinde zu reinigen. „Ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von aller eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.“ (Hes 36,25)
- dass die Gemeinde lernt, in Demut und Dankbarkeit die Wege Gottes zu akzeptieren und zu gehen. „Denn also spricht der HERR: Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege; sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jesaja 55,8-9)
- dass die messianische Gemeinde täglich darum ringt, ein Leben vor Gott zu führen, das Seinem Willen entspricht, um Licht in der Nation zu sein. „Er hat uns in Jesus Christus auserwählt vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos wären vor Ihm“ (Eph 1,4)
- dass der HERR in Israel Evangelisten erweckt, die in der Kraft des Heiligen Geistes das Evangelium verkünden. „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.“ (Röm 1,16)
- dass der HERR Pastoren, Leiter und alle Verantwortlichen in der messianischen Gemeinde befähigt und mit Kühnheit ausrüstet, den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen. „Denn ich habe nichts zurückbehalten, dass ich euch nicht den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt hätte.“ (Apg 20,27)
- dass der HERR durch die Predigt des Wortes an den Herzen Seines Volkes wirkt und sowohl wahre Reue als auch ein zerbrochenes Herz schenkt. „Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet er.“ (Ps 34,19)
2. Politisch-militärische Situation
„Der US-Präsident kündigte eine Seeblockade der Straße von Hormus an.
'Die US-Marine wird alle Schiffe blockieren, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder sie zu verlassen', schrieb er in seinem sozialen Netzwerk 'Truth' und warf dem Iran vor, die Welt zu erpressen. 'Darüber hinaus habe ich unsere Marine angewiesen, jedes Schiff in internationalen Gewässern aufzuspüren, das dem Iran Zollgebühren gezahlt hat. Wir werden damit beginnen, die vom Iran in der Straße verlegten Minen zu entfernen. Jeder Iraner, der auf US-amerikanische oder friedliche Schiffe feuert, wird vollständig vernichtet.'
Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir den Rest von Iran vernichten
In einem ausführlichen Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk 'Truth' schrieb US-Präsident Donald Trump, dass es in einem wichtigen Punkt – der Atomfrage – keine Einigung gebe… ‚Zum gegebenen Zeitpunkt werden wir den Rest von Iran vernichten‘, schrieb er.“
https://www.ynetnews.com/category/3089
„IDF meldet: Truppen stürmen von Hisbollah genutztes Krankenhaus im Südlibanon, etwa 20 Bewaffnete getötet
Letzte Woche entdeckten Truppen der Givati-Brigade militärische Aktivitäten der Hisbollah im staatlichen Krankenhaus Bint Jbeil. Die IDF gab bekannt, dass sie in den vergangenen Tagen mehrere Terroristen identifiziert habe, die vom Krankenhaus aus israelischen Truppenbewegungen beobachtet hätten, um dann von dort das Feuer auf die IDF-Soldaten zu eröffnen.
'Die IDF-Truppen eliminierten die Terroristen innerhalb kurzer Zeit. Zusätzlich wurden etwa 20 Terroristen im Umfeld des Krankenhauses getötet, um eine unmittelbare Bedrohung zu beseitigen', so die IDF. Anschließend stürmten die Soldaten das medizinische Zentrum und entdeckten dort ein Waffenlager der Hisbollah.
'Die Hisbollah nutzte das Krankenhausgelände und dessen unmittelbare Umgebung systematisch und fortwährend für militärische Zwecke und verstieß damit eklatant gegen das Völkerrecht', erklärte die IDF. Die IDF hatte bereits zuvor davor gewarnt, dass die Hisbollah medizinische Einrichtungen und Krankenwagen für militärische Zwecke missbrauche.
'Vor dem Einsatz machte die israelische Armee den zuständigen libanesischen Behörden deutlich, dass alle militärischen Aktivitäten in libanesischen Krankenhäusern eingestellt werden müssen, und veröffentlichte diese Warnungen auf verschiedenen Wegen. Trotzdem nutzte die Terrororganisation Hisbollah das Krankenhaus weiterhin für militärische Zwecke', so die israelische Armee.“
„Der israelische Generalstabschef (IDF) hat die Streitkräfte angewiesen, sich für eine mögliche Wiederaufnahme der Kampfhandlungen mit dem Iran in erhöhte Bereitschaft zu versetzen.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des Scheiterns der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte am späten Abend des 7. April eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet, in der Hoffnung, ein langfristiges Abkommen zu erzielen. Jetzt leitet die IDF ein Verfahren zur Steigerung der Kampfbereitschaft ein, und alle Einheiten wurden angewiesen, höchste Alarmbereitschaft aufrechtzuerhalten. Bereits letzte Woche hatte Zamir bei einem Besuch im Südlibanon erklärt, das Militär sei bereit, ‚jederzeit mit voller Stärke in den Kampf gegen den Iran zurückzukehren, falls dies erforderlich sein sollte‘.“
Wir können beten
- und mit Dankbarkeit vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt bekennen, dass die Macht des HERRN weit größer ist als alles, was irdische Herrscher und Armeen aufbieten können. „Der HERR ist König, mit Majestät bekleidet; der HERR ist angetan, er hat sich umgürtet mit Stärke; auch der Weltkreis steht fest und wird nicht wanken.“ (Ps 93,1)
- und dem HERRN danken, dass wir IHM auch in der derzeitige Kriegssituation in Nahen Osten hinein unsere Anliegen vorbringen können, weil ER uns dazu auffordert. „Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.“ (Phil 4,6)
- und IHM danken, dass ER US-Präsident Trump dazu bewegt hat, die Verhandlungen mit dem Iran in Pakistan abzubrechen und eine Fortsetzung des Kampfes angekündigt hat.
- dass GOTT fortfährt, alle üblen Pläne des Iran zunichte zu machen. „Tobt, ihr Völker, und werdet zerschmettert! Höret's alle, die ihr in fernen Landen seid! Gürtet euch und werdet zerschmettert, gürtet euch und werdet zerschmettert! Beschließt einen Rat, und er soll vereitelt werden; beredet euch, und es soll nicht zustande kommen; denn Gott ist mit uns.“ (Jes 8,9-10)
- und IHM für die Erfolge danken, die ER der IDF im Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gegeben hat.
- dass der HERR allen Soldaten der IDF – vom Generalstabschef Zamir bis zum einfachen Soldaten – Weisheit gibt, sich in angemessener Weise auf die nächste Runde im Kampf gegen den Iran vorzubereiten.
- dass der HERR als der gute Hirte Israels für Sein Volk in allen Bereichen – Regierung, Militär, Zivilbevölkerung – eingreift. „Du Hirte Israels, höre, der du Joseph führst wie Schafe; erscheine, der du thronst über Cherubim! Erwecke deine Macht vor Ephraim, Benjamin und Manasse und komme uns zu Hilfe!“ (Ps 80,2-3)
Für Deutschland
Wie in vielen anderen Ländern, so tobt auch in unserem Land der Kampf um die Wahrheit des Wortes Gottes und die Herzen der Menschen im ganzen Land.
Wenn einzelne Menschen oder eine ganze Nation sich von Gott abwenden, ruft Gott in Seiner Gnade zur Buße.
Sacharja 1,3-4
„Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret um zu mir, spricht der HERR der Heerscharen, so will ich mich zu euch kehren! spricht der HERR der Heerscharen. Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten gepredigt und gesagt haben: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret doch um von euren bösen Wegen und von euren schlimmen Taten! Sie hörten aber nicht und achteten nicht auf mich, spricht der HERR.“
Römer 1,21.24.26-28
„Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.
Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinigkeit, daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren.
Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch vertauscht mit dem widernatürlichen; gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.
Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt.“
Die Bibel sagt, dass der erste Kampfplatz um diese Wahrheit die Gemeinde ist. Damit beschäftigen wir uns im folgenden Teil 1.
1. Gemeinde in Deutschland
"DBK-'Queerbeauftragter' verrät kirchliche Lehre zu Geschlechtern
Ausgerechnet zu Ostern, dem wichtigsten Fest der Christenheit, holt Weihbischof Ludger Scherpers aus dem Bistum Essen – der 'Queerbeauftragte' der katholischen Deutschen Bischofskonferenz – zu einem Rundumschlag gegen die Lehre der Kirche und das christliche Menschenbild aus.
Seine These: 'Die Vielfalt menschlicher Identitäten – ob homo-, trans- oder intergeschlechtlich – ist kein modernes Konstrukt, sondern Teil von Gottes Schöpfungsplan.'
Der Weihbischof behauptet, die Kirche habe patriarchale Strukturen 'nicht nur geduldet, sondern aktiv gefördert' und die Rückkehr zu einem traditionellen Geschlechtsverständnis sei ein 'Irrweg'. Wer solche Menschenbilder verteidige, 'verrät die eigene Botschaft'.
Ideologie dringt in Kirche ein
Im Klartext: Wer so leben möchte, wie es in Kirche und Gesellschaft jahrhundertelang üblich war und heute zunehmend von jungen Menschen wieder angestrebt wird, verrät den christlichen Glauben?!
Besonders grotesk: Der Weihbischof behauptet, hinter der steigenden Begeisterung für klassische Geschlechterrollen (Stichwort: 'Tradwife') steckten vor allem politische Interessen. Dabei ist ausgerechnet seine eigene Aufgabe als 'Queerbeauftragter' das perfekte Beispiel für Einflussnahme politischer Ideologie in der Kirche:
In der Bischofskonferenz wurde erstmals im Februar 2024 ein solches Amt für ihn eingeführt – nachdem dergleichen in Bund und Ländern von linken Parteien salonfähig gemacht worden war und bis heute vor allem dafür genutzt wird, die LSBT-Ideologie in Kitas, Schulen und allen Bereichen der Gesellschaft auszubreiten…
Wer aber derlei anstrebt, verrät tatsächlich die Botschaft Christi…“
„Christliche Fundamentalisten in Bremen: Eine Allianz gegen den säkularen Staat
Vielleicht macht der eine oder der andere in der kommenden Woche lieber einen kleinen Bogen um die Martinikirche in Bremen. Von dort aus plant die Bremische Evangelische Kirche ab dem 20. April eine 'großartige Aktion': Eine ganze Woche lang will man jeden Nachmittag 'Christen darin AUSBILDEN und SENDEN, das Evangelium klar zu formulieren und mutig ‚Eins zu Eins' weiterzugeben'. Man wolle Menschen segnen, für sie beten und ihnen 'den Jesus-Weg in den Himmel' zeigen.
Der 'Jesus-Weg in den Himmel' – das weist schon sprachlich darauf hin: Hier sprechen Evangelikale, und sie wollen evangelisieren, also: missionieren im eigenen Umfeld. Evangelikale Christen fallen durch ihre enthusiastischen Auftritte und neue Veranstaltungsformate auf. Sie definieren sich selbst als bibeltreu – und begründen damit ihre erzkonservativen Positionen – gegen Abtreibungen, Homosexualität und für ein ultratraditionelles Rollenverständnis von Mann und Frau…
Jeden Tag geht es in Bremen für einen Praxisteil zum Einsatz direkt auf die Straße. Und: Jeder Tag beginnt mit einer Predigt von Olaf Latzel.
Mit dem wiederum hat die BEK durchaus Probleme…
Wegen seiner Äußerungen im Eheseminar war Latzel wegen Volksverhetzung angeklagt. Durch mehrere Instanzen ging das Verfahren mit je unterschiedlichem Ausgang, am Ende wurde es gegen Geldauflage eingestellt: Latzel musste 5.000 Euro an das queere Rat-und-Tat-Zentrum in Bremen überweisen.
Die Bremische Kirche hatte sich recht klar gegen Latzel und seine Worte positioniert. Eine geplante Suspendierung nahm man nur aus arbeitsrechtlichen Gründen zurück. Latzel musste sich entschuldigen. Die disziplinarische Kürzung seines Gehalts um fünf Prozent für insgesamt vier Jahre ab Mai 2025 solle ihm, so die Kirche, 'als Erinnerung und Mahnung an sein Fehlverhalten' dienen…
Inhaltlich zeigt sich Latzel weiterhin als Teil der fundamental-christlichen Rechten. Direkt im Anschluss an die Missionswoche findet in der St.-Martini-Gemeinde das nächste Event statt: Am darauffolgenden Samstag (25. April) kommt die erzkonservative 'Alliance Defending Freedom' (ADF) – eine christlich-fundamentalistische Anwaltsorganisation, die sich die Umgestaltung der Gesellschaft auf die Fahne geschrieben hat. 'Christenverfolgung in Deutschland?!' ist der Studientag in Bremen überschrieben, der sich an 'kirchliche Mitarbeiter und Pfarrer unter Druck' richtet…
Die ADF hat im deutschsprachigen Raum bisher vor allem erfolgreich Abtreibungsgegner vor Gericht vertreten. Mehrfach wurden deren Protestformen vor Abtreibungskliniken nach einer Vertretung durch ADF-Anwälte legitimiert…“
https://taz.de/Christliche-Fundamentalisten-in-Bremen/!6169446/
Wir haben hier immer wieder für die Situation der evangelischen St. Martini Gemeinde in Bremen gebetet, deren Pastor Olaf Latzel wegen seiner bibeltreuen Lehre bereits seit Jahren in unterschiedlichster Form angegriffen wurde und weiter angegriffen wird. Aber - wie dieser aggressive Artikel der „taz“ zeigt, sind unsere Geschwister sehr lebendig und für das Reich Gottes auch nach außen hin aktiv.
Wir können beten
- und bekennen, dass nun auch die katholische Kirche unfähige Hirten eingesetzt hat, die den Namen Gottes entheiligen und das Wort Gottes, die Bibel, völlig verfälschen. „So spricht Gott der HERR: Weh euch! Ihr seid die Hirten meines Volkes; aber anstatt für die Herde zu sorgen, habt ihr nur an euch selbst gedacht. Ihr esst das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.“ (Hes 34,2b-3)
- und dem HERRN danken, dass ER in unserem Land immer noch Pastoren, Älteste und Lehrer in Gemeinden erhält, die die Wahrheit des Wortes verkünden. „Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.“ (2 Tim 2,15)
- dass viele Pastoren sich neu entscheiden, dem Wort Gottes gehorsam zu sein und geistliches Leben an ihre Schafe weitergeben. „Ich nehme heute Himmel und Erde wider euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, auf dass du lebest, du und dein Same, indem du den HERRN, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und ihm anhangst; denn das ist dein Leben und bedeutet Verlängerung deiner Tage.“ (5 Mose 30,19-20a)
- dass die Gemeindeglieder geistlich lernen und wachsen und mehr Eifer danach bekommen, sich in ihrem ganzen Leben an der Bibel zu orientieren. „Dein Wort ist eine Leuchte für mein Leben, es gibt mir Licht für jeden nächsten Schritt.“ (Ps 119,105)
- dass Gott Seiner Gemeinde in Deutschland Gnade geben möge, für die Wahrheit des Wortes zu kämpfen. „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.“ (1 Tim 6,12)
- dass viele Geschwister an den geplanten Veranstaltungen der St. Martini Kirche teilnehmen und dadurch zugerüstet werden, in der Kraft des Heiligen Geistes das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben – das Evangelium mit anderen auf der Straße zu teilen, damit Menschen dem Reich Gottes hinzugefügt werden. „Geht hin und macht zu Jüngern alle Heiden, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!“ (Mt 28,19-20)
- dass auch viele andere Gemeinden im Land durch dieses Beispiel ermutigt werden, unerschrocken an der Wahrheit des Wortes festzuhalten und ebenfalls mehr nach außen aktiv zu werden. „Und nun, Herr, siehe an ihre Drohungen und verleihe deinen Knechten, mit aller Freimütigkeit dein Wort zu reden.“ (Apg 4,29)
2. Selbstbestimmungsgesetz
Das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) wurde am 12. April 2024 vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Es ermöglicht es trans-, inter- und nichtbinären Personen, ihren Geschlechtseintrag und Vornamen durch eine einfache Erklärung beim Standesamt zu ändern.
„Selbstbestimmungsgesetz für die ganze EU?
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat geurteilt, jeder EU-Bürger habe ein Recht auf Ausweisdokumente, die seiner gelebten Geschlechtsidentität entsprächen. Die Richter argumentierten, wenn Vorname und Geschlechtseintrag im Ausweis nicht zum Aussehen der Person passten, könnte diese bei Identitätsprüfungen z.B. bei Grenzübertritten, Probleme bekommen und werde in ihrer freien Bewegung eingeschränkt.
Entsprechend müssten die EU-Mitgliedstaaten Änderungen von Geschlechtseinträgen in Personenstandsregistern und Ausweisen ermöglichen, auch wenn das ihr nationales Gesetz nicht vorsieht.
Das ist ein klarer Eingriff in die nationale Gesetzgebung…
Das Urteil ist eine Steilvorlage für LSBT-Aktivisten in anderen Staaten, wie z.B. in Ungarn oder der Slowakei, vor Gericht zu ziehen und ihre subjektiv erklärte Geschlechtsidentität zur neuen Norm zu erheben.
In Deutschland ist das gar nicht mehr nötig: Hier ist das Urteil Wasser auf die Mühlen der Verteidiger des Selbstbestimmungsgesetzes, das bis zum 31. Juli evaluiert werden soll. Die 'Queerbeauftragte' Sophie Koch (SPD) sagte, daß das Gesetz bestehen bleiben wird und beschimpfte Kritiker als ‚antisemitisch und queerfeindlich‘…
Dabei hat erst kürzlich der Staat selbst das Gesetz ad absurdum geführt: Der Landkreis Saalekreis hat das Amtsgericht Halle eingeschaltet, um die Änderung des Geschlechtseintrags des Aktivisten Marla Svenja Liebich prüfen zu lassen.
Dieses absurde Gesetz muß rückgängig gemacht werden! Schließen Sie sich bitte über 33.000 Unterzeichnern unserer Petition an die Bundestagsabgeordneten der Union an und teilen Sie den Link überall im Netz.“
https://demofueralle.de/2026/03/20/selbstbestimmungsgesetz-fuer-die-ganze-eu/
Die CDU/CSU hatte im Zuge der Vorbereitungen auf die vorgezogene Bundestagswahl 2025 angekündigt, das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) wieder abschaffen zu wollen.
Das ist eines der gebrochenen Wahlversprechen der CDU/CSU.
Was davon nach über einem Jahr Regierungszeit übriggeblieben ist: „Evaluierung des Gesetzes“, die bis zum 31. Juli 2026 geschehen sein soll.
Die AfD-Bundestagsfraktion hat einen Antrag zur Aufhebung des SBGGs eingereicht, der aktuell in den Ausschüssen beraten und im nächsten Schritt im Bundestag zur zweiten Lesung und Abstimmung kommen wird.
Die Aktion für Ehe & Familie – DemoFürAlle hat eine Petition gestartet (s.o.), um damit die Abschaffung des SBGG zu unterstützen.
Zitate aus dem Petitionstext:
„CDU/CSU, kippt endlich das Selbstbestimmungsgesetz!
Das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG) war eine der gefährlichsten Entscheidungen der Ampel-Regierung. Es erlaubt den Geschlechtswechsel allein durch einen Sprechakt, und das sogar bei Minderjährigen, gegen den Willen ihrer Eltern. Damit werden biologische Tatsachen geleugnet, Schutzräume für Frauen geschwächt und Kinder in folgenschwere Entscheidungen gedrängt, die sie kaum überblicken können.
Die Praxis zeigt längst, dass das Gesetz auch ein großes Einfallstor für Missbrauch ist: Männer verlangen Zutritt zur Frauendusche, Schulen lassen Jungen in die Mädchenumkleide, Kriminelle nutzen das Selbstbestimmungsgesetz, um ihr Führungszeugnis reinzuwaschen, männliche Straftäter kommen ins Frauengefängnis. Alles, wovor Kritiker gewarnt haben, ist eingetreten…
Inzwischen werden die Stimmen innerhalb der Union, das SBGG wieder abzuschaffen, lauter. Diese Abgeordneten müssen daran erinnert werden, dass sie das SBGG in der letzten Legislaturperiode geschlossen abgelehnt und schließlich den Bürgern in ihrem Wahlprogramm versprochen haben: 'Wir schaffen das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel wieder ab. Der Jugendschutz und das Erziehungsrecht der Eltern dürfen nicht untergraben werden.'
Stattdessen wurde im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD lediglich vereinbart, das SBGG bis zum 31. Juli 2026 zu evaluieren. Deshalb wurde das Versprechen der Union nun von der Opposition aufgegriffen: Die AfD-Bundestagsfraktion hat einen Antrag zur Aufhebung des SBGGs eingereicht, der aktuell in den Ausschüssen beraten und im nächsten Schritt im Bundestag zur zweiten Lesung und Abstimmung kommen wird…
Fordern Sie mit Ihrer Unterschrift alle Abgeordneten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion dazu auf, die Abschaffung des Selbstbestimmungsgesetzes zu unterstützen… “
https://citizengo.org/de/ot/16494-cdu-csu--kippt-endlich-das-selbstbestimmungsgesetz-
Wir können beten
- und die Schuld bekennen, dass mit dem SBGG ein Gesetz in unserem Land gültig ist, mit dem die guten und segensreichen Ordnungen Gottes durch unser Parlament verworfen werden. „Sie haben das Gesetz des HERRN der Heerscharen verworfen. Seine Warnungen haben sie in den Wind geschlagen.“ (Jes 5,24b)
- und bekennen, dass die CDU/CSU durch die Beibehaltung des SBGG sich vor „den Karren des Unrechts“ spannen lässt und damit Schuld auf unser Land zieht! „Wehe denen, die sich vor den Karren des Unrechts spannen und ihre Schuld wie mit Wagenseilen hinter sich herziehen!“ (Jes 5,18)
- dass Politiker in Deutschland aufstehen, die klar Position für die durch unser Grundgesetz festgelegte biblische Ehe- und Familienordnung beziehen und diese auch verteidigen. „Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ (1 Mose 1,27)
- dass viele Personen die Petition unterstützen und sie von den Abgeordneten nicht übergangen werden kann.
- dass Gruppen wie Demo Für Alle, citizengo, ALfA u.a. gestärkt werden und sich weiter für die Erhaltung der Ordnungen Gottes in diesem Bereich einsetzen. „Lasst uns aber im Gutestun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.“ (Gal 6,9)
- dass Gott Gnade zur Umkehr von dem zerstörerischen SBGG schenkt. „Menschen haben den Kopf voller Pläne, doch nur der Beschluss des HERRN wird ausgeführt.“ (Spr 19,21)
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen