Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Ps 126,1-6:
„Ein Wallfahrtslied. Als der HERR die Gefangenen Zions zurückbrachte, da waren wir wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Jubel; da sagte man unter den Heiden: 'Der HERR hat Großes an ihnen getan!' Der HERR hat Großes an uns getan, wir sind fröhlich geworden. HERR, bringe unsre Gefangenen zurück wie Bäche im Mittagsland! Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Wer weinend dahingeht und den auszustreuenden Samen trägt, wird mit Freuden kommen und seine Garben bringen.“
Obwohl die Wallfahrtslieder während der Pilgerfahrten nach Jerusalem gesungen wurden, können sie uns helfen, unseren Blick wieder auf den Herrn zu richten - sozusagen aufzuschauen.
So oft fordern irdische Dinge unsere Aufmerksamkeit, oder die Umstände um uns herum trüben unseren Blick auf Gott. Wenn wir jedoch das Wort Gottes lesen, werden unsere Herzen aufgerufen, „aufzusteigen“, das heißt, uns umzudrehen und IHN anzusehen.
Indem wir IHN wieder sehen, verschwinden unsere geistlichen Schleier, und wir können klar sehen.
Vers 1 – Die Gefangenschaft Zions
Beachte, dass es der HERR ist, der handelt, um die Gefangenen zurückzubringen!
Es ist ein Akt Gottes, von IHM initiiert und durch Seine Macht vollbracht.
Es gibt zwei Arten der Rückkehr aus der Gefangenschaft. Die eine ist physisch, die andere geistlich. Unsere Gebete für Israel umfassen beides. Was nützte es, wenn Israel vollständig ins Land zurückgekehrt wäre, aber nicht durch Seinen Sohn zum HERRN zurückgekehrt wäre?
Das Wort für „zurückgebracht“ hat dieselbe Wurzel wie das Wort für „bereuen“. Im Hebräischen versteht man unter Buße Rückkehr, Umkehr oder Abkehr.
So wird Buße bildlich beschrieben.
Gott allein wird uns durch die Kraft des Kreuzes, die über Israel freigesetzt wird, zu Seinem Sohn wenden. Er allein kann und wird es tun; es ist allein Gnade!
Vers 2 – …Lachen…Singen…
Jes 35,10:
„Und die Erlösten des HERRN werden wiederkehren und gen Zion kommen mit Jauchzen. Ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Wonne und Freude werden sie erlangen; aber Kummer und Seufzen werden entfliehen!“
Betrachte die gesamte Passage in Jes 35. Du wirst feststellen, dass die Rückkehr sowohl physisch als auch geistlich ist. Die Erlösten wandeln auf einem Weg der Heiligkeit!
Das Lachen ist Ausdruck großer Freude, die aus dem Herzen eines aus Finsternis und Sünde Zurückgeführten strömt. Exil kann physisch und auch geistlich sein.
Der Gesang ist Ausdruck eines dankbaren Herzens für Seine Gnade; das Herz ist überwältigt von Gottes Güte. So groß wird der Trost, so groß die Freude, so innig die Gemeinschaft mit IHM sein, dass man keinen Grund zur Trauer finden wird. Kannst du dir vorstellen, dass Kummer und Seufzen flüchten?
Vers 2b-3:
„da sagte man unter den Nationen…"
Was auch immer Gott für Israel und durch Israel tut, soll auch den Völkern zum Segen gereichen. „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“ (Joh 3,16-17)
Israels Erwählung ist ein zentraler Bestandteil des Plans, aber nicht der ganze Plan. Durch Israel kam der Messias und starb für die Welt. Israels Wiederherstellung wird für die Welt ein ebenso großer Segen sein!
Röm 11,15:
„Wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt geworden ist, was würde ihre Annahme anderes sein, als Leben aus den Toten?“
Vers 4 – „Befreie uns aus unserer Gefangenschaft.“
V 4 ist ein Gebet. Es ist die Antwort des Herzens auf das Wunderbare, das wir soeben gesehen haben.
Das inspirierte und wiederbelebte Herz antwortet Gott mit dem Ruf nach genau dem, was verheißen wurde.
Vers 4b – „Wie die Ströme im Negev“ – (im Mittagsland)
Überschwemmungen im Negev entstehen nach starken Regenfällen, deren Wasser nicht im Wüstenboden versickert, da die fehlende Vegetation und der lehmige Lössboden das Wasser an der Oberfläche abfließen lassen und Sturzfluten bilden.
So wird auch die Rückkehr ins Land und die Rückkehr zum Herrn sein: plötzlich und gewaltig. Doch die Flut wird eine Flut von Menschen sein! Massive Buße, massive Rettung und massive Aliyah.
Wir sind herausgefordert, so umfassend zu beten wie die Verheißung.
Der Verfasser dieses Psalms scheute sich nicht, so kühn und umfassend zu bitten; wir sollten es ihm gleichtun.
Verse 5-6
„Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Wer weinend dahingeht und den auszustreuenden Samen trägt, wird mit Freuden kommen und seine Garben bringen.“
Diese Verse geben denen Gewissheit, die dem Ruf folgen, auf dem Feld zu arbeiten. Es sind die, welche beten, weinen und das Wort Gottes säen.
Lk 10,2:
„Und er sprach zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“
Wer mit Tränen sät, wird mit Freuden ernten! Die Ernte wird mit Sicherheit kommen; das Gebet wird nicht vergeblich sein!
Wer weinend hinausgeht und Samen ausstreut, der wird gewiss und ohne Zweifel mit Freuden zurückkehren und ernten.
Wenn wir uns umsehen, mag unser Herz verzagen, aber wenn wir auf IHN schauen, werden wir ermutigt, standhaft zu bleiben, zu arbeiten, zu weinen und zu beten.
Wir mögen manchmal müde werden, aber wir sollten niemals an IHM zweifeln.
Sein Wort ist die Grundlage unseres Glaubens und unseres Gebets. Denn schließlich ist ER der Herr der Ernte!
Danke dass ihr für uns betet. Seid gesegnet in Yeshua
Ofer
Wir können beten
Obwohl viele Juden über Alija nachdenken, hoffen die meisten nur, dass die bösen Zeiten und Verfolgungen in den Nationen vorübergehen mögen.
Wir können beten
Ofer schreibt: Wir beteten für die Regierung und auch für die Sicherheitslage in Gaza, im Libanon (wo die Lage sich zuspitzt) und in Syrien. Es besteht die Möglichkeit, dass die Situation im Libanon eskaliert, da die Hisbollah sich weigert, abzurüsten. Der Iran versucht erneut, seine verlorenen Ressourcen zurückzuerlangen; sein Ziel ist die Zerstörung Israels.
Das könnte auch durch die Errichtung eines PA-Staates geschehen; die Forderungen danach werden wieder deutlicher hörbar.
„Benjamin Netanjahu lehnt palästinensischen Staat ab und drängt auf Entwaffnung der Hamas
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bekräftigte in seinen Eröffnungsworten zur Regierungssitzung am Sonntag Israels Ablehnung eines palästinensischen Staates und sein Engagement für die Entmilitarisierung der Hamas...
'Ein palästinensischer Staat – unsere Ablehnung eines palästinensischen Staates auf jeglichem Gebiet westlich des Jordans bleibt unverändert', sagte Netanjahu auf der Sitzung.
'Ich wehre mich seit Jahrzehnten gegen diese Bestrebungen, trotz des Drucks aus dem In- und Ausland' … Netanjahu erklärte außerdem, dass der Gazastreifen entmilitarisiert und die Hamas zerschlagen werde.
'Im 20-Punkte-Plan und in jedem anderen Rahmenwerk wird dieses Gebiet [Gaza] entmilitarisiert und die Hamas zerschlagen', sagte Netanjahu und fügte hinzu, dass US-Präsident Donald Trump ähnliche Ansichten geäußert habe.
Verschiedene Länder erkennen die Staatlichkeit Palästinas an.
Netanjahus Äußerungen erfolgten, nachdem in der vergangenen Woche verschiedene Forderungen nach einem palästinensischen Staat aufgekommen waren.
Am Freitag gaben die USA, Katar, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Indonesien, Pakistan, Jordanien und die Türkei eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre Unterstützung für eine von den USA eingebrachte Resolution des UN-Sicherheitsrats zum Ausdruck brachten. Diese Resolution soll 'einen Weg zur Selbstbestimmung und zur staatlichen Anerkennung der Palästinenser ebnen'. Darüber hinaus wurde ein palästinensischer Staat in einem Entwurf des UN-Sicherheitsrats vom Donnerstag erwähnt, der die Internationale Sicherheitstruppe zur Verwaltung des Gazastreifens thematisierte.“
https://www.jpost.com/israel-news/politics-and-diplomacy/article-874032
Wir können beten
Wir können beten
An diesem Mittwoch, den 19. November, ist „Buß- und Bettag“.
Bitte nutzt doch die Anleitung von letzter Woche, wo wir schon zu diesem Tag und dessen Bedeutung für unser Land gebetet haben, noch einmal.
Hier noch eine Erweiterung zu den dort gemachten Aussagen; zuerst eine Fehlerkorrektur.
Fehlerkorrektur zur Ausgabe vom 12. November
Wir hatten dort geschrieben, dass der Buß- und Bettag noch in 5 Bundesländern gelte. Das ist falsch; er ist nur noch in Sachsen ein Feiertag.
Begründung: 1995 wurde in Deutschland die Pflegeversicherung eingeführt. Um den Arbeitgebern höhere finanzielle Belastungen zu ersparen, wurde ein Feiertag abgeschafft – ausgerechnet der Buß- und Bettag; damit haben 15 von 16 Bundesländern zum Ausdruck gebracht: Uns ist Geld wichtiger als Gebet.
„In Sachsen wurde jedoch entschieden, den Feiertag beizubehalten. Deshalb zahlen Beschäftigte in Sachsen einen höheren Anteil zur Pflegeversicherung.“
(Quelle: Pflegeversicherung Beitrag | AOK-Arbeitgeberservice; https://www.aok.de/)
Dann haben wir letzte Woche die Aussage gemacht, dass unsere derzeitigen politischen Entscheidungen und die Gesetzgebung unseres Landes zunehmend von den Geboten und Ordnungen der Bibel abweichen.
Unser Grundgesetz fordert die Orientierung an diesen Maßstäben. Ein Abweichen von Gottes Ordnungen hat Konsequenzen:
Röm 1,28-32:
„Weil sie es verwarfen, Gott zu erkennen, überließ er sie ihrem untauglichen Verstand, sodass sie alles Verwerfliche tun. Es findet sich bei ihnen jede Art von Unrecht, Niedertracht, Gier, Gemeinheit. Sie sind voll Neid, sie morden, streiten, betrügen und stellen einander Fallen. Sie reden gehässig über andere und verleumden sie. Sie verachten Gott, sind gewalttätig, überheblich und prahlerisch. Sie sind erfinderisch im Bösen. Sie wollen sich ihren Eltern nicht unterordnen. Unverständig sind sie und unzuverlässig, lieblos und ohne Erbarmen. Dabei kennen sie genau den Willen Gottes und wissen, dass alle, die so etwas tun, vor seinem Gericht den Tod verdient haben. Trotzdem tun sie es und ermuntern mit ihrem Beifall auch noch andere, die so handeln.“
Wir können beten
Möge der Herr uns allen helfen, in diesen Tagen als Beter mutig und mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen