Masterpro Nivo Slider 3.x

Wöchentliches Gebet

Wöchentliches Gebet - 27. August 2025

Für Israel

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.

Jes 63,15:

„Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Das Wallen deiner Liebe und deiner Barmherzigkeit hält sich gegen mich zurück!“

Angesichts der schwierigen Gegebenheiten, in denen wir hier in Israel leben und angesichts der geistlichen Verfassung unseres Volkes, die wir spüren, während wir die wunderbaren und herrlichen Verheißungen Gottes lesen, können wir nicht anders als die Spannung zwischen dem, was ist, und dem, was verheißen ist, wahrzunehmen.

Je mehr wir beten, desto tiefer spüren wir diese Spannung. Je mehr wir beten, desto tiefer spüren wir Gottes eigenes Herz (ausgedrückt in den Verheißungen) und werden sensibler für die geistliche Verfassung unseres Volkes. Der Messias ist der Retter; wir sind seine verlorenen und irrenden Schafe.

Jesaja muss dasselbe empfunden haben.

Jes 60 bis Jes 63,6 sagen die kommende Herrlichkeit Gottes für Zion voraus. Auch die Rettung seines Volkes und Gottes Gericht über Zions Feinde werden vorhergesagt. 

(63,1-6)

Dies sind erstaunlich schöne und ermutigende Kapitel – auch zum Gebet!

Jes 60,1-3:

„Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und Seine Herrlichkeit erscheint über dirUnd Nationen werden zu deinem Lichte wallen und Könige zu dem Glanz, der über dir erstrahlt.“

Jes 62,11-12:

„… Siehe, dein Heil kommt! Siehe, sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung vor ihm! Und man wird sie nennen 'das heilige Volk, Erlöste des HERRN'; und dich wird man nennen 'die aufgesuchte und nichtverlassene Stadt'."

Jes 63,4

„Denn ich hatte mir einen Tag der Rache vorgenommen, das Jahr meiner Erlösten war gekommen.“

„Das Licht ist gekommen!“ „Die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen.“ „Siehe, dein Heil kommt.“ „Sie werden das heilige Volk genannt werden, die Erlösten des Herrn!“ „Das Jahr meiner Erlösten ist gekommen.“

Sprache und Grammatik lassen alles unmittelbar bevorstehend erscheinen, und gerade deshalb spürt Jesaja die aktuelle schwierige Situation so deutlich.

Er ruft zum Herrn, wie wir es in den Kapiteln 63 und 64 lesen. Daran können wir lernen, wie wir unsere gegenwärtigen Herausforderungen auf biblisch fundierte Weise meistern können.

Jesajas Gebet

Er erinnert sich selbst an Gottes treue Liebe – Er hat uns reichlich Barmherzigkeit erwiesen.

Jes 63,7:

„Ich will der Gnadenerweisungen des HERRN gedenken und dem HERRN Loblieder singen für alles, was der HERR an uns getan, und für das viele Gute, das er nach seiner Barmherzigkeit und großen Güte dem Hause Israel erwiesen hat.“

Er gedenkt der Erwählung Israels – Er ist unser Bundesgott.

Jes 63,8:

„da er sprach: ‚Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht untreu sein werden!‘ Und so ward er ihr Retter.“

Er erinnert sich an Gottes vergangene Rettung – Gott kam, um Sein Volk zu retten.

Jes 63,9:

„In all ihrer Bedrängnis war auch Er bedrängt und der Engel Seines Angesichts rettete sie; aus Liebe und Mitleid hat Er sie erlöst. Er nahm sie und trug sie alle Tage der Vorzeit.“

Er erinnert sich (und bekennt vor Gott) an Israels Rebellion und Gottes Züchtigung – doch ist dies ja ein Beweis Seiner Liebe und Hingabe.

Jes 63,10:

„Sie aber widerstrebten und betrübten Seinen heiligen Geist; da ward Er ihnen feind und stritt selbst wider sie.“

Jesaja ruft Gott an, so zu handeln wie Er es in der Vergangenheit getan hat.

Wo ist der Gott, der Israel aus Ägypten herausgebracht hat? (V 11)

Wo ist der Gott, der Seine Gegenwart inmitten Seines Volkes Israel in der Wüste aufgerichtet hat? (V 11b)

Wo ist Der, der Israel geleitet und das Meer geteilt hat und der auf der ganzen Erde dafür berühmt wurde, der mächtige Retter Israels zu sein? (V 12)

Wo ist Der, der Israel führte und als ein guter Hirte für es sorgte? (V 14)

Wo sind Dein Eifer und Deine Macht, Dein Erbarmen und Deine Gnadenerweise; hältst Du sie zurück? (15)

Das Wort für „zurückhalten“ ist hier dasselbe wie das Wort, das verwendet wird, um zu beschreiben, wie Joseph im Hinterzimmer weinte und sich zurückhielt, sich seinen Brüdern nicht zu früh zu offenbaren. Liebe verbirgt ihr tiefes Mitgefühl; Liebe wartet.

Jes 63,19:

„wir sind geworden wie die, über welche du längst nicht geherrscht hast, über die dein heiliger Name nicht angerufen worden ist.“ 

(Wie wahr das für das heutige Israel ist!)

Und schließlich der große Ruf:

Jes 64,1-3:

„Ach, dass du den Himmel zerrissest und herabführest, dass die Berge vor dir zerschmölzen - wie Feuer Reisig entzündet und Wasser siedend macht -, um deinen Namen deinen Feinden kundzutun, dass die Heiden vor dir erzittern müssten; indem du furchtbar eingriffest, unerwartet herabführest, dass vor deinem Angesicht die Berge zerschmölzen!“

Schlussendlich ruft Jesaja Gott an und bittet darum, dass Er auf der Grundlage Seines Bundes handeln möge.

Jes 64,8-9:

„Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir sind allzumal deiner Hände Werk. Zürne nicht allzusehr, o HERR, und gedenke nicht ewiglich der Sünden! Ziehe doch das in Betracht, dass wir alle dein Volk sind!“

Wie wunderbar klingt solches Beten. Nachdem wir darüber nachgedacht hatten, wandten wir uns im Gebet an den Herrn.

1. Errettung Israels

Nichts ist zentraler oder wesentlicher als die Versöhnung dieses Volkes mit Gott in und durch Jeshua, den Messias. Man kann keine Beziehung zu Gott haben außer durch Jeshua, den Messias. Solange dieser Punkt nicht geklärt ist, wird nichts geklärt sein.

Wir können beten

  • und Gott an Seine Zusage erinnern, dass ER Israel errettet wird. …„da er sprach: ‚Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht untreu sein werden!‘ Und so ward er ihr Retter.“ (Jes 63,8)
  • und dem HERRN danken, dass ER bereits an Seinem Volk an der Arbeit ist, um Sein Ziel zu erreichen. „Der Mehrung der Herrschaft und des Friedens wird kein Ende sein auf dem Throne Davids und in seinem Königreich, daß er es gründe und mit Recht und Gerechtigkeit befestige von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!“ (Jes 9,6)
  • dass der HERR Israel weiterhin in Seine Hände nimmt und Sein Werk der Errettung an ihnen vollbringt. „Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir sind allzumal deiner Hände Werk.“ (Jes 64,7)
  • dass ER Israel durch das Wirken Seines Geistes reinigt. „Ja, wenn der Herr den Unflat der Töchter Zions abgewaschen und die Blutschulden Jerusalems aus seiner Mitte hinweggetan hat durch den Geist des Gerichts und den Geist der Vertilgung…“ (Jes 4,4)
  • dass Gott Seinem Volk ein tiefes Verlangen nach IHM selbst schenkt, sie Ihn mit Ausdauer suchen. „Meine Seele harrt des Herrn, mehr als die Wächter auf den Morgen, als die Wächter auf den Morgen. Israel, harre auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade, und viel Erlösung ist bei ihm.“ (Ps 130,6-7)

2. Israel – interne Schwierigkeiten

Unsere Nation ist in vielerlei Hinsicht zerrissen; wir nennen nur zwei Themen:

Eines der Probleme ist der Widerstand der orthodoxen Parteien gegen die Rekrutierung geeigneter junger orthodoxer Jeschiwa-Studenten. Hier Auszüge aus einer der vielen israelischen Zeitungen, die darüber berichtet haben:

Angesichts des Truppenmangels setzt die israelische Armee auf Deserteure und die Diaspora

‚Israel sucht nach neuen Wegen, Soldaten für bis zu 12.000 offene Stellen zu rekrutieren‘, verkündete der israelische Armeeradio diese Woche. Nach 23 Monaten Krieg, dem längsten in der israelischen Geschichte, sucht die Armee nach Unterstützung der jüdischen Diaspora im Ausland, der orthodoxen Gemeinde und sogar ehemaliger Deserteure, denen eine einmalige Amnestie angeboten wurde, wenn sie sich melden…

Ultraorthodoxe Juden, die einst vom Militärdienst befreit waren, können nun in die Streitkräfte eingezogen werden. Im Januar nahm die israelische Armee ihre erste Gruppe Ultraorthodoxer in eine neue Kampfbrigade auf. Doch die Armee steht vor einem harten Kampf, um tatsächlich eine nennenswerte Anzahl Ultraorthodoxer zu rekrutieren.“ (Zitat aus: „France24“)

Ein anderes Thema ist die Auseinandersetzung um die Frage der sich immer noch in der Gewalt der Hamas befindlichen Geiseln.

„Tausende demonstrieren in ganz Israel und fordern die Freilassung der Geiseln, während Familien Netanjahu warnen

Zehntausende Israelis versammelten sich am Samstagabend in Städten im ganzen Land und forderten die Freilassung der seit 687 Tagen in Gaza festgehaltenen Geiseln. Sie warfen Premierminister Benjamin Netanjahu vor, ein Abkommen zu blockieren, das den Krieg beenden und die Geiseln nach Hause bringen könnte.

Die größten Demonstrationen fanden in Tel Aviv statt, wo Demonstranten den Geiselplatz und die Begin Road füllten.

Zu den Rednern gehörte auch Itzik Horn, dessen Sohn Eitan gefangen gehalten wird. Horn forderte Netanjahu auf, seine eigenen Kinder nach Gaza zu schicken, falls er auf einer Militäroperation zur Eroberung von Gaza-Stadt bestehe...

Horn forderte die Israelis auf, massenhaft auf die Straße zu gehen. ‚Nur öffentlicher Druck wird die Geiseln zurückbringen‘, sagte er. ‚Wir brauchen Millionen auf den Straßen. Das ist das Einzige, was diese Regierung versteht, und davor haben sie Angst.‘ …

Netanjahu gab am Donnerstag bekannt, dass er dem Plan des Militärs zugestimmt habe, ordnete aber auch sofortige Vorbereitungen für Verhandlungen an, um die Geiseln zu befreien und den Krieg ‚zu für Israel akzeptablen Bedingungen‘ zu beenden...

In Kfar Malal, wo Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir zu Besuch war, versammelten sich Demonstranten und riefen Parolen gegen ihn. Ben-Gvir tauchte später auf, stellte sich der Menge entgegen und beschuldigte sie, ‚gewalttätige Anarchisten# zu sein. In einer Erklärung sagte er: ‚Sie haben uns mit schändlichen Beleidigungen beschimpft. Aber sie werden weiterschreien, und ich werde weiter für das israelische Volk arbeiten.‘

Das Forum für Geiseln und vermisste Familien kündigte für Dienstag einen weiteren landesweiten Protest an, der Solidaritätsaktionen in ganz Israel, einen Marsch zum Geiselplatz in Tel Aviv und eine Massenkundgebung umfasst...

‚Israel wird nicht zulassen, dass ein weiteres Abkommen torpediert wird‘, erklärte das Forum. ‚Die Bürger werden im ganzen Land auf die Straßen und Kreuzungen gehen und gemeinsam die Freilassung aller Geiseln und ein Ende des Krieges fordern.‘“

https://www.ynetnews.com/article/rkb8yydfel#autoplay

Es gibt zu beiden Problembereichen viele widersprüchliche Meinungen und der innerisraelische Konflikt tobt.

Wir können beten

  • dass der HERR in Seiner Gnade an den Herzen der jungen Männer aus der orthodoxen Gemeinschaft in Israel wirkt und sie ihre biblische Berufung erkennen, für ihr Land zu kämpfen.
  • dass ER die Worte derer wirkungslos macht, die zur Dienstverweigerung in der IDF aufrufen.
  • dass der HERR in dieser menschlich unentwirrbaren Situation um die Befreiung der Geiseln eingreift und Seine Lösung zur Rettung der Geiseln durchbringt. „Und ihr sollt erfahren, dass ich in Israels Mitte bin und dass ich, der HERR, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nimmermehr zuschanden werden!“ (Joel 2,27)
  • dass ER in diese hasserfüllten Streitereien eingreift, die Streitenden von eigener Sünde überführt und Raum zur Buße und Versöhnung schenkt. „Hilf uns, Gott unseres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen; und errette uns und vergib unsere Sünden um deines Namens willen!“ (Ps 79,9)

3. Israel – militärische Situation

Der Iran hat mit einer Wiederaufnahme des Krieges gedroht.

Auch die Houthis schießen ab und zu Raketen ab, um die Sache am Kochen zu halten.

Die israelischen Soldaten in den Konfliktgebieten, im Libanon und in Syrien, brauchen unsere Gebete für ihre Sicherheit und Einsatzbereitschaft.

Wir können beten

  • und dem Herrn danken, dass ER in der Vergangenheit mit und für Israel gekämpft hat und feindliche Nationen gänzlich vertilgt hat, wie ER verheißen hat (z.B. die Hetiter, die Amalekiter). „Du hast die Heiden gescholten, den Gottlosen umgebracht, ihren Namen ausgetilgt auf immer und ewig.“ (Ps 9,6)
  • und IHM danken, dass ER Seine Bündnistreue zu Israel nicht brechen und auch weiterhin helfen wird. „Ich habe verkündigt, geholfen und von mir hören lassen und bin nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, dass ich Gott bin. Auch fernerhin bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner Hand erretten. Ich wirke, wer will es abwenden?“ (Jes 43,12-13)
  • dass ER die Bosheit der Gruppen und Nationen, die Israel angreifen, richtet und sie in ihre Schranken weist. „Steh auf, HERR! Nicht habe der Mensch die Oberhand; vor deinem Angesicht mögen gerichtet werden die Nationen!“ (Ps 9,20; Elb)
  • dass ER die Furcht Gottes auf die Gruppen und Nationen legt, die Israel hassen und sie nicht mit ihren Plänen durchkommen. „Lege Furcht auf sie, HERR; mögen die Nationen wissen, dass sie Menschen sind! – Sela.“ (Ps 9,21)
  • dass Gott den politischen und militärischen Führern Israels Weisheit und Strategie im Umgang mit der Hamas, der Hisbollah, dem Iran, dem neuen Regime in Syrien und – speziell im Umgang mit der Hamas und dem bevorstehenden Angriff auf Gaza-Stadt gibt. . „Darum mache dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn ich will dir eiserne Hörner und eherne Klauen machen, und du sollst viele Völker zermalmen und ihr Gut dem HERRN weihen und ihre Habe dem Herrscher der ganzen Welt.“ (Mi 4,13)
  • dass Gott der Regierung Israels Festigkeit gibt, sich dem zu Druck anderer Nationen nicht zu beugen sondern sie Weisheit haben, in Seinem Willen zu handeln. „Der HERR gibt Weisheit, aus seinem Munde kommen Erkenntnis und Verstand.“ (Spr 2,6)

 


Für Deutschland

(die folgende Einleitung orientiert sich an „Berührungen“ von Ofer Amitai)

„Und es erging ein Wort des HERRN an Salomo, das lautete also: Dieses Haus betreffend, das du gebaut hast: Wenn du in meinen Satzungen wandelst und alle meine Gebote hältst und beobachtest, so dass du darin wandelst, so will ich mein Wort an dir erfüllen, das ich deinem Vater David verheißen habe; und ich will mitten unter den Kindern Israel wohnen und will mein Volk Israel nicht verlassen!“ (1 Kön 6,11-13)

Dieses Bauprojekt Salomos ist sehr beeindruckend. Allein seine Arbeitskräfte zählten „siebzigtausend Lastenträger und achtzigtausend Steinmetze." (1 Kön 5,15)

Salomo scheute keine Kosten. Nur das Beste von allem wurde von überall herbeigeschafft: Zedern- und Zypressenholz aus Tyrus, Gold - allein viereinhalb Tonnen von Hiram, dem König von Tyrus (1 Kön 9,14) - sowie Silber und Kupfer in so großen Mengen, dass es nicht zu zählen war. Er baute etwas Schönes, Solides, Dauerhaftes für den Herrn, ein großes Haus für den Großen Gott (2 Chr 2,5).

Inmitten all dieser Bautätigkeit spricht Gott zu Salomo nicht über das Projekt, sondern über sein Herz.

Gottes Wort an Salomo enthält eine einfache, aber sehr wichtige Wahrheit: Für Gott ist Salomos Herzenshaltung wichtiger als alles noch so kostbare, was er für Gott bauen kann. Die Hingabe seines Herzens und sein Gehorsam gegenüber Gott würden über den Erfolg und die Langlebigkeit des Hauses, das er baute, entscheiden.

Das Wort „wenn" in 1 Kön 6,12 macht es möglich, Gottes Reden zu Salomo an dieser Stelle sowohl als Verheißung wie auch als Warnung zu verstehen, je nachdem, wie das Herz auf das Wort reagiert. Im Fall Salomos und Israels blieb Gottes Wort ungehört. Tragischerweise wurde der Tempel, Gottes Haus, schließlich zerstört.

Auch bei uns ist Gott mehr an der Hingabe und dem Gehorsam unseres Herzens IHM gegenüber interessiert, als an allem, was wir für Gott erreichen oder tun könnten. Erfolg ohne die entsprechende Herzenshaltung wird sich als „auf Sand gebaut“ erweisen. (Mt 7,26)

Doch auch das Gegenteil ist wahr: Solange unser Herz IHM gehört, wird Gott uns beistehen - egal, was äußerlich geschieht.

Sicherheit und Erfolg im Leben eines Gläubigen hängen nicht von der Aufrechterhaltung irgendwelcher äußeren Strukturen ab.

Sie sind in einem Herzen verwurzelt, das sich Gott hingibt - in einem Herzen, das sich Seinem Willen und Seinem Wort hingibt; in einem Herzen, das Seine Liebe erwidert, indem es Seine Wege und Sein Wort liebt und bewahrt. 

Selbst inmitten politischer, wirtschaftlicher und sozialer Umbrüche, wie sie die Welt derzeit erlebt, hat das hingegebene, gehorsame Herz die Gewissheit, dass Gott „Sein Volk nicht verlassen wird", dass „Gott in der Mitte ist", dass „Gott helfen wird, und wir nicht wanken werden" (Ps 46).

Lasst uns in dieser Gewissheit beten.

1. Für die Gemeinde

Denen, die sich an Sein Wort halten, hat Jesus versprochen, dass ihr „Haus" selbst den heftigsten Stürmen standhalten wird, weil es auf den Felsen gegründet ist.

Wir können beten

  • und Jesus dafür danken, dass ER Seine Gemeinde nicht im Unklaren darüber lässt, welche Aktivität im Leben und zum Leben die wichtigste ist. Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben.“ (Spr 4,23)
  • dass Pastoren und Leiter lernen, die Gemeinden auf den Felsen des Wortes zu gründen. „Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.“ (Mt 7,24-25)
  • dass Pastoren und Lehrer der Gemeinde darum ringen, die Wahrheit des Wortes an ihre Gemeinde weiterzugeben. „Bemühe dich darum, dich vor Gott zu erweisen als einen rechtschaffenen und untadeligen Arbeiter, der das Wort der Wahrheit recht austeilt.“ (2 Tim 2,15)
  • dass Menschen, die die Wahrheit des Wortes hören, ihr nicht widerstehen, sondern sie mit willigem Herzen aufnehmen und entsprechend handeln. „Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen zerrütteten Sinnes, untüchtig zum Glauben.“ (2 Tim 3,8)
  • dass die Gemeinde erkennt, dass sie für Gott nur bleibend effektiv sein kann, wenn sie ihr Denken und Handeln von den Aussagen der gesamten Bibel, AT und NT, prägen lässt. „Die ganze Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet.“ (2 Tim 3,16-17)
  • dass Gott uns in Seiner Gnade hilft, nach Seinen Ordnungen zu leben. „Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten und tun.“ (Hes 36,27)

2. Beziehung Deutschland - Israel

Mitte September findet die Generalversammlung der UN in New York statt. Eine Reihe europäischer Staaten zeigen eine zunehmend aggressive und feindselige Haltung gegenüber Israel. Deutschland gehört dazu.

„Ehemaliger Merkel-Berater: ‚Signal der Solidarität‘ – Heusgen fordert von Berlin Anerkennung Palästinas als Staat

Der frühere Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, fordert die Bundesregierung angesichts des Leids im Gazastreifen zur Anerkennung eines palästinensischen Staates auf. ‚Es würde weltweit als besonders starke Geste wahrgenommen, weil Deutschland zu Recht als treuer Freund Israels gilt‘, schreibt Heusgen in einem Gastbeitrag für das Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

‚Es wird die Situation kurzfristig nicht verändern, aber ein starkes Signal der Solidarität mit dem palästinensischen Volk senden, wenn wir uns der Staatenmehrheit anschlössen‘, so der frühere Top-Diplomat und langjährige Berater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU). 

Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Kanada und Australien, wollen im September einen palästinensischen Staat anerkennen...

Heusgen befürchtet Entwicklung zum Apartheidstaat

Aus Sicht von Heusgen ist zu befürchten, dass Israel sich zum ‚Apartheidstaat‘ entwickelt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehne einen Palästinenserstaat ab und unterstütze die Siedlergewalt im Westjordanland...

Israels Sicherheit sei deutsche Staatsräson. ‚Aber zur israelischen Sicherheit gehört auch, dass sich das Land nicht durch den exzessiven Einsatz militärischer Gewalt und den Bruch des Völkerrechts weltweit Feinde macht und isoliert.‘ …"

https://www.welt.de/politik/ausland/article68a79f208c33b226bcae397e/ehemaliger-merkel-berater-signal-der-solidaritaet-heusgen-fordert-von-berlin-anerkennung-palaestinas-als-staat.html

Offizielle Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes:

„Auswärtiges Amt zu angekündigten Siedlungsplänen der israelischen Regierung

Die Bundesregierung lehnt die Ankündigungen der israelischen Regierung zur Genehmigung tausender neuer Wohneinheiten in israelischen Siedlungen im Westjordanland entschieden ab. 

Der Siedlungsbau verstößt gegen das Völkerrecht und einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats. Er erschwert eine verhandelte Zweistaatenlösung sowie ein Ende der israelischen Besatzung des Westjordanlands, wie der IGH es fordert. 

Planungen für die Siedlung 'E1' und die Ausweitung von Ma’ale Adumim würden die Mobilität der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland noch weiter einschränken, das Westjordanland faktisch in zwei Hälften teilen und Ost-Jerusalem vom Rest des Westjordanlands abschneiden. 

Die Bundesregierung ruft die israelische Regierung dazu auf, den Siedlungsbau einzustellen, und wird nur solche Änderungen der Grenzen vom 04.06.1967 anerkennen, die von den Konfliktparteien vereinbart worden sind. 

Jegliche Annexionspläne der israelischen Regierung lehnt die Bundesregierung klar ab.“

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2730162-2730162

Sechs Gründe für den Bau in E-1

Der Bau von 10.000 Wohnungen in E-1 ist entscheidend für die Zukunft Jerusalems und für Israels Sicherheit. Er ist zugleich ein angemessener Gegenentwurf zum arroganten Versuch des Westens, Israel einen außer Kontrolle geratenen, gefährlichen palästinensischen Staat aufzuzwingen.

Jeder israelische Premierminister, seit Jitzchak Rabin hat aus triftigen Gründen Bauvorhaben in E-1 geplant und versprochen: kommunale und strategische Erfordernisse, die mit der Zeit immer stärker wurden. Der E-1-Quadrant ist entscheidend für die Zukunft Jerusalems und für Israels langfristige Sicherheit.

Hinzu kommt heute, dass E-1 ein Zeichen diplomatischer Vernunft ist: ein Gegenentwurf zum arroganten Versuch des Westens, Israel einen außer Kontrolle geratenen, gefährlichen palästinensischen Staat aufzuzwingen.

Hier sind sechs Gründe, warum es richtig und zwingend ist, dass Israel in den nächsten zehn Jahren 50.000 Wohnungen in E-1 baut.

  1. Kommunal:

Die E-1 beginnt an den Osthängen des Ölbergs und verläuft entlang der Straße nach Maale Adumim. Sie ist das letzte bedeutende Stück unbesiedelten Landes im Jerusalemer Stadtgebiet. Nur hier können Zehntausende von Wohnungen gebaut werden, um Jerusalems gravierenden Wohnungsmangel zu beheben...

Auch wenn solche Projekte langsam freigegeben werden, werden sie nicht annähernd die 6.000 neuen Wohnungen pro Jahr erreichen, die Jerusalem allein zur Deckung des natürlichen Wachstums benötigt.

  1. Zionistische Mission:

Fleißige, aufstrebende junge Familien mit Kindern haben in Jerusalem schlicht keine bezahlbaren Wohnmöglichkeiten. Diese Bevölkerungsgruppe verlässt die Stadt, sodass Jerusalem eine sozial schwache Bevölkerungsgruppe hat, die hauptsächlich aus Arabern und Haredim besteht. Dies hat düstere Auswirkungen auf die Verbundenheit der Israelis mit Jerusalem.

  1. Militär:

Die Autobahn 1, die von Tel Aviv nach Jerusalem und hinunter ins Jordantal führt, ist die einzige West-Ost-Achse durch den Staat Israel mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit. Es ist die einzige sichere Route, über die Israel im militärischen Notfall Truppen von der Küste ins Jordantal mobilisieren kann. Es ist ein unverzichtbares und entscheidendes militärisches Mittel…

  1. Strategisch:

Eine zentrale strategische Lehre aus dem Scheitern des Osloer Abkommens besagt: Israel kann sich nicht länger auf internationale Abkommen und diplomatische Garantien verlassen. Stattdessen muss seine Sicherheitslage auf der Verteidigung durch israelische Streitkräfte in verteidigungsfähigen Gebieten beruhen...

  1. Legitimität der Siedlungen:

Der Bau in E-1 wird allen 150 israelischen Städten in Judäa und Samaria neues Leben einhauchen und die Unteilbarkeit Jerusalems als Israels Hauptstadt bekräftigen. Die Welt muss verstehen, dass Siedlungen keine „Friedenshindernisse“ darstellen und keine „Besetzung“ fremden Landes darstellen, sondern vielmehr Ausdruck der jüdischen Rückkehr in ihr angestammtes Land sind. Kein Israeli sollte jemals wieder aus seiner Heimat vertrieben werden, egal wo im Land Israel. Die Tragödie der Vertreibung von Gusch Katif darf sich nicht wiederholen.

  1. Diplomatischer Widerstand:

Viele Israelis hatten einst die Möglichkeit eines vollwertigen, demokratischen und entmilitarisierten palästinensischen Staates in Judäa und Samaria in Betracht gezogen, der friedlich neben Israel existiert – doch das ist nicht mehr der Fall. Das Massaker der Zweiten Palästinensischen Intifada hat die meisten Israelis von dieser Vorstellung abgebracht, und der Angriff der Hamas vom 7. Oktober hat sie noch tiefer vergraben. Sie ist zumindest langfristig weder glaubwürdig noch machbar…

Die Europäer argumentieren, dass die israelische Erschließung von E-1 die zusammenhängende Landmasse, die sie für die palästinensische Nationalbewegung erhoffen und die Ramallah und Bethlehem verbindet, teilen würde. Aber unerhörterweise finanziert die EU sogar die Errichtung nicht genehmigter palästinensischer und beduinischer Siedlungen in E-1 (wie Khan al-Ahmar), um Fakten zu schaffen und die israelische Entwicklung in dieser Zone zu verhindern…

Es ist an der Zeit, dass die Welt die Palästinenser als verantwortungsbewusste Erwachsene behandelt und ihnen keine Freikarte hinsichtlich der Art ihrer autonomen Selbstverwaltung lässt!

Der Westen sollte die Zahlungen an Terroristen und NGOs, die Terroristen unterstützen beenden, die Hamas und andere palästinensische Terrorarmeen entwaffnen, die Versuche beenden, Israel vor internationalen Gerichten als Kriegsverbrecher zu brandmarken, ein Ende der Vermittlung von völkermörderischem Antisemitismus in palästinensischen Schulen und Medien erzwingen…

Israels muss durch die Palästinenser als ursprüngliche Heimat des jüdischen Volkes anerkannt werden. Dies ist eine Forderungen für die Nahostdiplomatie der Zukunft.

In der Zwischenzeit wird Israel E-1 entschlossen weiterentwickeln, um Jerusalem zu stärken und den jüdischen Nationalstaat zu sichern. (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung EdP) https://www.israelhayom.com/opinions/six-reasons-to-build-in-e-1/

Wir können beten

  • und dem HERRN danken, dass die Sicherheit und der Landbesitz für Israel zur „Staatsräson des Königreiches Gottes“ gehört und ER entschieden hat: „Er, der HERR, ist unser Gott; auf der ganzen Erde gilt sein Recht. Er gedenkt auf ewig an seinen Bundan das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter, des Bundes, den er mit Abraham geschlossen,
  • seines Eides, den er Isaak geschworen hat. Er stellte ihn auf für Jakob als Satzungfür Israel als ewigen Bundda er sprach: „Dir gebe ich das Land Kanaan als euer Erbteil“ (Ps 105,7-11)
  • und dem HERRN danken, dass ER den Menschen und Nationen, die diese Ordnung Gottes begrüßen und sie mit Wort und Tat unterstützen, Segen verheißen hat. „Alle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohlgesonnen sind.“ (1 Mose 12,3; GN)
  • und bekennen, dass viele Regierende und Verantwortliche in unserem Land diese guten Ordnung Gottes leugnen und dagegen rebellieren. „Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen; die Finsternis für Licht und Licht für Finsternis erklären; die Bitteres süß und Süßes bitter nennen! Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst verständig dünken!“ (Jes 5,20-21)  
  • dass der HERR sich über unser Land erbarmt und doch möglichst vielen Raum zur Buße schenkt.  
  • dass mehr Stimmen in unserem Land hörbar werden, die die Rückkehr der Juden in ihr Heimatland und jegliche Bautätigkeit Israels im Land begrüßen und fördern.
  • dass die Errichtung nicht genehmigter palästinensischer und beduinischer Siedlungen in E-1, wobei sich besonders Deutschland als Geldgeber hervorhebt, aufhört und die schon errichteten Gebäudekomplexe abgerissen werden.
  • dass der HERR doch Gnade zur Buße auf der diplomatischen Ebene gibt und sich Deutschland in der UN-Generaldebatte klar und eindeutig an die Seite Israels stellt.
  • dass die Gemeinde Jesu in unserem Land ihre Berufung zum Wachen und Beten für Israel ergreift.  „Ich habe Wächter auf deine Mauern gestellt, Jerusalem! Weder bei Tag noch bei Nacht soll ihr Ruf verstummen. Ihr Wächter seid dazu bestimmt, den HERRN an Jerusalem zu erinnern! Ihr dürft euch keine Ruhe gönnen und ihr dürft Gott keine Ruhe lassen, bis er Jerusalem wiederhergestellt und so herrlich gemacht hat, dass alle Welt es rühmt.“ (Jes 62,6-7)

Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!

Heinz-Jürgen Heuhsen 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.