Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Ps 96,10:
„Saget unter den Nationen: der HERR regiert! Darum steht auch der Erdkreis; er wird nicht wanken. ER wird die Völker richten mit Gerechtigkeit.“
Gott inmitten der chaotischen Situation in der Welt und in Israel immer wieder neu zu SEHEN, ist eine wichtige Voraussetzung zum Gebet.
Wir lasen Psalm 24.
Dieser Psalm besteht aus drei Teilen:
V 1–2: Gott, der Schöpfer – IHM gehört alles.
V 3–6: Gott, der Heilige – der uns zu Sich ruft, jedoch zu Seinen Bedingungen.
V 7–10: Gott, König der Herrlichkeit – mächtig im Kampf, Herr der Heerscharen.
Gott, der Schöpfer – IHM gehört alles (V 1–2)
Wie sehr brauchen wir die Erinnerung daran, dass Gott - der Schöpfer und Eigentümer aller Dinge - in all seinem Umgang mit der Menschheit völlig souverän ist. Er „wirkt alles nach dem Ratschluss seines Willens.“ (Eph 1,11).
Wie sehr brauchen wir die Erinnerung daran, „dass in seiner Hand die Seele alles Lebendigen und der Geist jedes menschlichen Fleisches ist.“ (Hiob 12,10)
Gott, der Heilige – der uns zu Sich ruft, jedoch zu Seinen Bedingungen (V 3–6)
Hebr 10,19-20:
„Da wir nun, ihr Brüder, kraft des Blutes Jesu Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum, welchen er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das heißt, durch sein Fleisch…“
Hebr 4,16:
„So lasset uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“
Wir befinden uns in einer Zeit der Not! Wir sind aufgerufen, Sein Angesicht zu suchen!
Ps 24,6:
„Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein Angesicht suchen, du Gott Jakobs! – (Sela!)“
Gott, König der Herrlichkeit – mächtig im Kampf, Herr der Heerscharen (V 7–10)
Es mag schwer zu verstehen sein, wie der HERR ein großer König sein kann, der inmitten so großer Bosheit regiert, die über die Erde hereinbricht. Doch die Heilige Schrift verkündet, dass Er auch jetzt regiert und Seine Absichten zur Ehre Seines Namens verwirklicht!
Apg 2,23:
„diesen Jesus, der nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hände ans Kreuz geheftet und getötet.“
„Gott bewirkt nicht Sünde, aber Er kann und wird unsere sündigen Taten nutzen, um Seine göttlichen Absichten zu verwirklichen.“ (S. Charnock, Divine Providence, P&R Publishing, 2022, S.53)
Diese Wahrheiten entfachen in unseren Herzen brennende Gebete und eine große Sehnsucht nach dem Endergebnis: Sein Kommen in großer Herrlichkeit, um die Erde in Gerechtigkeit zu regieren und unser Volk (d.i. Israel) zu Seinem Gott, Retter und König zurückzubringen.
Wir wissen, dass Gott, jenseits unserer Fähigkeit, Sein Wirken zu erkennen, Seinen ewigen Plan in großer Weisheit, Liebe und Gerechtigkeit sowohl in Israel als auch in der Welt verwirklicht.
Inspiriert von Psalm 24, wollen wir im Sinne der Souveränität Gottes in diesen Dingen beten.
Die Herausforderung für uns alle besteht darin, dem Herrn keine Anweisungen zu geben oder ihm unsere Meinung mitzuteilen, es sei denn, wir haben eine konkrete Führung, wie sie z.B. Rees Howells während des Zweiten Weltkriegs hatte.
Israels Not ist groß; das Volk ist innerlich zerrissen, und es sieht so aus, als näherten sich die Auseinandersetzungen einem Siedepunkt.
„Saget unter den Nationen: der HERR regiert! Darum steht auch der Erdkreis fest, er wird nicht wanken. ER wird die Völker richten mit Gerechtigkeit.“ (Ps 96,10)
Der Herr segne euch - Ofer
Wir können beten
„Sicherheitskabinett genehmigt Plan zur 'freiwilligen Ausreise' für Gaza-Bewohner und teilt Siedlungen im Westjordanland auf
Das Sicherheitskabinett hat dem Vorschlag von Verteidigungsminister Israel Katz zugestimmt, eine Verwaltung im Verteidigungsministerium einzurichten, die die Vorbereitungen der Ministerien zur Erleichterung der 'freiwilligen Ausreise' von Gaza-Bewohnern in Drittländer koordinieren soll. Der Vorschlag wurde am späten Samstagabend angenommen.
Die Verwaltung wird dem Verteidigungsminister unterstehen und befugt sein, sich gemäß den Regierungsrichtlinien mit internationalen Organisationen und anderen Stellen abzustimmen. Zu ihren Aufgaben gehört die Vorbereitung und Erleichterung der sicheren und überwachten Ausreise von Gaza-Bewohnern, die freiwillig in Drittländer ausreisen möchten.
Dies umfasst die Gewährleistung ihrer Sicherheit während des Transits, die Einrichtung von Transportwegen, die Einrichtung von Fußgängerkontrollen an den Grenzübergängen zum Gazastreifen und die Koordinierung der notwendigen Infrastruktur für die Einreise zu Land, zu Wasser und in der Luft in die Zielländer. Katz wird voraussichtlich in Kürze den neuen Regierungschef bekannt geben.
'Wir arbeiten mit allen Mitteln daran, die Vision des US-Präsidenten umzusetzen und werden allen Gaza-Bewohnern, die freiwillig in ein Drittland ausreisen möchten, dies ermöglichen', sagte Katz.
Sicherheitsbeamte gaben an, dass jüngste Umfragen unter Gaza-Bewohnern darauf hindeuten, dass etwa 50 % ausreisen möchten. Darüber hinaus äußerten Berichten zufolge etwa 90 % der akademisch gebildeten Bevölkerung Gazas den Wunsch, auszuwandern, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Vor zwei Tagen veröffentlichte Katz eine Direktnachricht an die Bewohner Gazas, die auf der offiziellen Seite des Koordinators für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) veröffentlicht wurde. Darin teilte Katz den Bewohnern Gazas mit, dass die Evakuierung der Bevölkerung bald beginnen werde, und forderte sie auf, die Hamas zu vertreiben.
Innerhalb weniger Stunden nach seiner Veröffentlichung erhielt das Video über 100.000 Aufrufe und mehr als 350 Kommentare. Viele Befragte, darunter auch anonyme Nutzer, äußerten den Wunsch, Gaza angesichts der erneuten Kämpfe sofort zu verlassen. Einige forderten die sofortige Öffnung eines Grenzübergangs, um ihre Ausreise zu erleichtern. Die meisten Kommentatoren distanzierten sich von der Hamas und wiesen darauf hin, dass auch sie unter der Herrschaft der Terrorgruppe leiden.
Teilung der Siedlungen im Westjordanland
Darüber hinaus stimmte das Kabinett einem Vorschlag von Finanzminister Bezalel Smotrich zu, 13 Siedlungen im Westjordanland von ihren Muttergemeinden zu trennen und ihre Anerkennung als unabhängige Gemeinden anzustreben...
‚Wir führen mit Gottes Hilfe weiterhin eine Revolution der Normalisierung und Regulierung in den Siedlungen an. Anstatt uns zu verstecken und zu entschuldigen, hissen wir die Flagge, bauen und siedeln. Dies ist ein weiterer entscheidender Schritt hin zu tatsächlicher Souveränität im Westjordanland‘, sagte Smotrich.“
https://www.ynetnews.com/article/bkbnvha3jl
Wir können beten
Wir können beten
Phil 4,4:
"Freuet euch im Herrn allezeit; und abermal sage ich: Freuet euch!"
Dieses Bibelwort ist ein sehr herausfordernder Satz, zumal er im Imperativ steht.
Einige mögen sagen: „Das geht doch gar nicht. Ich kann doch meine Emotionen nicht einfach auf Befehl ein und ausschalten!? Das wäre doch Heuchelei.“
Aber doch – da es das Wort Gottes sagt, ist es möglich…muss es möglich sein!
Vorausgesetzt - es gibt für uns Christen einen beständigen unveränderlichen Grund, uns stets zu freuen: d.h. unverrückbare geistliche Tatsachen, feste geistliche Fundamente für unser Leben.
(Wenn da Tatsachen sind, die Grund zur Freude geben, dann solltest du dich freuen).
Du sagst vielleicht: Ja, Tatsachen - das ist genau der Grund, warum ich mich nicht allezeit freue. Je mehr ich in den letzten Wochen die Zeitung lese – desto weniger kann ich mich über und in unserem Land und in unserer Gesellschaft freuen.
Genau darum geht es:
„Freuet euch im Herrn allezeit; und abermal sage ich: Freuet euch!“
In jedem Augenblick, an jedem Tag kann ich mich - im Herrn – freuen!
Wenn wir mit unseren geistlichen Augen fest auf diese Tatsachen blicken, dann kommt auch unsere Seele in die richtige Verfassung. Dann kommt Freude in unser Herz!
„Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist!“ (Psalm 42,6)
Das Wort „freut euch“ (engl. „rejoice“) kommt im Brief an die Philipper (KJV) zehnmal vor – weil Paulus über die wahren Tatsachen des Reiches Gottes schreibt, und beim Schreiben und Nachdenken darüber von Freude über diese Realitäten erfüllt wird.
Jesus forderte seine Jünger in der Nacht vor seiner Kreuzigung auf, „guten Mutes“ zu sein – und nannte ihnen einen Grund dafür.
Joh 16,33:
„Solches habe ich zu euch geredet, auf dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Trübsal; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden!“
Jesus sagt uns: „Ich stehe über allem, warum seid ihr „unter den Umständen“? Ich habe überwunden, fürchtet euch nicht …“
Deshalb gilt auch für uns:
„Freuet euch im Herrn allezeit; und abermal sage ich: Freuet euch!“
Wir können beten
Eine Umfrage von letztem Sonntag zu der Frage: Trauen sie Friedrich Merz zu, ein guter Bundeskanzler zu werden, hat ergeben:
Ja: 26%
Unentschieden: 12%
Nein: 62%
Medienberichte, die die Ursachen dafür deutlich machen können:
„Mit Schmuddelkindern spricht man nicht – Demokratie absurd
Julia Klöckner (CDU) will als Bundestagsvizepräsidentin nicht mit der AfD reden
Es gibt kaum etwas, das in unserer Gesellschaft öfter beschworen wird als der 'Dialog'. Überall hören wir, man müsse miteinander reden, im Gespräch bleiben, einander zuhören. Nur durch Austausch könne man Konflikte lösen, Gräben überwinden, Spaltungen heilen. Doch offenbar gibt es Ausnahmen von dieser goldenen Regel. Zumindest, wenn es um bestimmte Parteien geht. Genau genommen: Wenn es um eine Partei geht.
Die CDU-Politikerin Julia Klöckner kandidiert nun für das Amt der Bundestagsvizepräsidentin. Eigentlich eine Position, die laut parlamentarischer Gepflogenheit politisch neutral ausgefüllt werden sollte. Noch kürzlich hatte Klöckner öffentlich angekündigt, als Vizepräsidentin selbstverständlich mit Vertretern aller Parteien zu sprechen – eben auch mit der AfD. Doch offenbar hielt ihr Vorsatz nicht lange. Jetzt vollzog sie eine erstaunliche Kehrtwende und stellte klar, dass sie entgegen ihrer vorherigen Ankündigung keine Gespräche mit der AfD führen werde. Sie will also ganz bewusst eine Partei, die immerhin von Millionen Bürgern gewählt wurde, von vornherein ausgrenzen. Klöckners Begründung klingt, als hätte sie einen moralischen Orden zu verteidigen: Man müsse 'Haltung' zeigen und 'Grenzen ziehen'.
Besonders pikant daran: Klöckners plötzlicher Sinneswandel folgte auf massiven Druck von den Grünen. Die hatten der CDU-Frau mit Konsequenzen gedroht, sollte sie sich tatsächlich mit der AfD treffen. Dass ausgerechnet eine angeblich konservative Christdemokratin derart schnell vor den Glaubenskriegern von Rot-Grün einknickt und sich von ihrer eigenen Ankündigung verabschiedet, ist nicht nur beschämend – es offenbart auch, wie wenig konservatives Rückgrat heute noch in der CDU vorhanden ist...
Die Botschaft dieser Praxis ist fatal: Demokratie gilt offenbar nur für jene, deren Meinung genehm ist. Das Parlament, eigentlich der Inbegriff einer demokratischen Streitkultur, verwandelt sich damit zunehmend in eine exklusive Veranstaltung, bei der missliebige Meinungen ausgegrenzt und diejenigen, die sie vertreten, wie Aussätzige behandelt werden...
Natürlich muss man nicht mit der AfD einverstanden sein. Doch Demokratie bedeutet eben nicht, nur jene Stimmen zu hören, die angenehm klingen, sondern gerade jene zu ertragen, die stören und herausfordern.
Wer wie Klöckner glaubt, Demokratie durch Ausgrenzung zu stärken, hat das Wesen der Demokratie nicht verstanden – oder glaubt nicht mehr daran. Denn Demokratie, die nur mit angenehmen Gesprächspartnern funktioniert, ist keine Demokratie mehr. Sie ist bestenfalls eine Wohlfühlveranstaltung für politische Gleichgesinnte.
Denn Vorsicht: Heute trifft die Ausgrenzung die AfD, morgen vielleicht schon eine andere Partei. Demokratie lebt nicht von moralischen Überlegenheitsgesten, sondern von der Bereitschaft, dem politischen Gegner auf Augenhöhe zu begegnen...“
https://reitschuster.de/post/mit-schmuddelkindern-spricht-man-nicht-demokratie-absurd/
"Haben Abgeordnete nur eine Stimme? Oder auch ein Gewissen?
'Et hätt noch emmer joot jejange', frei übersetzt: 'Es ist noch immer gut gegangen', sagt der Kölner, wenn er eine viel befahrene Straße zu überqueren versucht, ohne nach rechts oder links zu schauen... Eine Mischung aus Lässigkeit und Nachlässigkeit, die offenbar so attraktiv ist, dass sie sogar bei der Verabschiedung des 'Schuldenpakets' im Bundestag zum Zuge kam.
Es gab 'Probeabstimmungen' in den Fraktionen, man und frau spielte alle möglichen Eventualitäten durch, um am Ende erleichtert festzustellen: Es ist, mal wieder, gut gegangen...
Ein Abgeordneter, der für die Grundgesetzänderung gestimmt hatte, wandte sich in einem offenen Brief an seine Kinder und Enkel und bat sie um Vergebung für sein Abstimmungsverhalten, dem 'Tage und Wochen des innerlichen Ringens' vorausgegangen waren.
Womit wir bei einer Frage wären, die in den letzten Tagen und Wochen stumm im Raum stand. Haben Abgeordnete nur eine Stimme oder haben sie auch ein Gewissen? Im Artikel 38 des Grundgesetzes heißt es: 'Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.'
Das ist doch eine ganz klare Ansage. Oder habe ich etwas nicht mitbekommen? Nirgendwo im Grundgesetz steht etwas über Fraktionsdisziplin oder Fraktionszwang. Aber alle wissen, dass es solche ungeschriebenen Regeln gibt. Theoretisch kann jeder und jede Abgeordnete entscheiden, wie er oder sie es möchte, praktisch ist es nicht das Gewissen, das die Entscheidung bestimmt, sondern der Fraktionsvorstand.
Natürlich wird niemand gefoltert oder versehentlich in der Toilette eingesperrt. Er oder sie muss nur damit rechnen, sehr bald ganz allein an einem Tisch in der Cafeteria zu sitzen. Oder bei den nächsten Wahlen übergangen zu werden...
Gut möglich, dass die Abstimmung zum Schuldenpaket anders ausgefallen wäre, hätten sich die Fraktionen darauf verständigt, den Fraktionszwang aufzuheben. Abgeordnete sind auch nur Menschen, die nicht nur das 'ganze Volk' vertreten, sondern auch eigene Überzeugungen im Auge haben.
Jede Abstimmung im Bundestag unter den Bedingungen des Fraktionszwanges ist ein Verstoß gegen den Art. 38 des Grundgesetzes. Alle wissen es, und keinen stört es.
Bei der nächsten Grundgesetzänderung sollte der Passus aktualisiert werden. 'Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind nur ihrem Gewissen unterworfen, so weit das die Fraktionsdisziplin zulässt.'
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„Hunderte Millionen deutsches Steuergeld für Palästinenser – Nur eine Partei fordert den Stopp
Eine parlamentarische Anfrage und die Antwort aus dem Auswärtigen Amt enthüllen dazu Zahlen. Alles in allem überwies die Bundesregierung vergangenes Jahr mehr als 440 Millionen Euro an die Palästinenser – im Vorjahr 2023 waren es 473 Millionen Euro. Allein die UNRWA bekam 142 Millionen, im Jahr zuvor noch 206 Millionen Euro. Deutschland gehört damit zu den spendabelsten Geldgebern. Rund ein Dutzend Staaten hat sämtliche Zahlungen an UNRWA gestoppt, darunter die USA, Kanada, Australien und Italien.
Deutschland wird die UNRWA dagegen wohl auch nach den Wahlen weiter mitfinanzieren. Bis auf die AfD sind alle Fraktionen des Bundestags dafür, so das Ergebnis einer Umfrage von WELT…
Volle Unterstützung erhält die UNRWA im deutschen Parlament von den Grünen. Deren außenpolitische Sprecherin Deborah Düring sagte auf WELT-Anfrage, die Organisation leiste ‚seit Jahrzehnten essenzielle Hilfe für Millionen von Palästinenserinnen und Palästinensern, insbesondere in den Bereichen humanitäre Hilfe und Grundversorgung wie Bildung und Gesundheit‘…
Allein die AfD fordert, sämtliche Zahlungen an die UNRWA zu beenden, wie ihre Antisemitismus-Beauftragte Beatrix von Storch mitteilt. ‚Unser Antrag dazu wurde am 10. Oktober 2023 eingebracht und von allen anderen Fraktionen abgelehnt.‘ Und weiter: ‚Die massive finanzielle Förderung des Palästinenser-Flüchtlingshilfswerks UNRWA mit deutschem Steuergeld ist ein politischer Skandal. Dass dieses Geld für die Finanzierung der Hamas-Infrastruktur missbraucht wird, ist seit Langem bekannt.‘ Überdies kritisiert von Storch schon den ‚Sonderstatus der Palästina-Flüchtlinge‘ als ‚völlig verfehlt‘ und als ‚massives Hindernis für eine friedliche Lösung des Nahost-Konflikts‘“.
„Job bei den Vereinten Nationen: Fehlbesetzung Baerbock
'Hast Du einen Opa, schick ihn nach Europa.' Dieses Sprichwort beschreibt die Praxis, altgedienten Politikerinnen und Politikern einen gut dotierten Job in Brüssel zu verschaffen, wenn sie in Berlin nicht mehr gebraucht oder erwünscht sind. Für das Politsenioren-Entsorgungsprogramm in Brüssel ist Annalena Baerbock mit 44 Jahren noch zu jung. Sie zieht es nach New York, wo sie Präsidentin der UN-Generalversammlung werden soll. Dieser Wechsel wirft die Frage auf, wie sie sich die Position sicherte und ob sie für den diplomatischen Top-Job geeignet ist.
In ihrer neuen Funktion wird Baerbock die Sitzungen der UN-Generalversammlung organisieren und leiten. Diese Arbeit setzt ein hohes Maß an Neutralität voraus, etwa im Umgang mit Israel, bei dem die Vereinten Nationen immer wieder mit zweierlei Maß messen. Doch ausgerechnet Baerbock fiel als deutsche Außenministerin immer wieder mit diplomatischen Affronts gegenüber Israel auf.
Einige Beispiele: Die UN brachten im vergangenen Jahr eine Resolution auf den Weg, die Israel nach dem 7. Oktober für seine Bodenoffensive kritisierte und dabei die Terroristen der Hamas und ihre grausamen Verbrechen mit keinem Wort erwähnte. Statt dem guten Beispiel der USA zu folgen und die Resolution abzulehnen, enthielt sich Deutschland…
Als Israel als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Libanon in einem meisterhaft durchgeführten Akt der Selbstverteidigung die Pager von Hisbollah-Terroristen in deren Hosentaschen explodieren ließ und damit die Führungsspitze der Radikal-Islamisten entmannte oder ganz ausschaltete, sagte Baerbock tatsächlich, Israel würde damit den Konflikt in Nahost eskalieren. Niemand im Nahen Osten habe Interesse an einem Krieg gegen Israel.
Auch sonst lässt Baerbock kaum eine Gelegenheit aus, um kritische Worte gegenüber Israel zu finden. Doch am Tag der Beerdigung der von der Hamas ermordeten Deutsch-Israelin Shiri Bibas und ihrer beiden kleinen Söhne Kfir und Ariel schwieg Baerbock. Im krassen Widerspruch zu ihren Sonntagsreden über die Sicherheit Israels als Teil der deutschen Staatsräson stand auch ein stilles Waffenembargo gegen den jüdischen Staat während des Kampfes gegen den Terror…
Aus deutscher Sicht ist es eine schlechte Nachricht, dass Baerbock weiterhin auf diplomatischem Parkett unterwegs sein wird. Zu oft hat sie sich auf humanitäre Floskeln beschränkt, während sie die Bedrohung islamistischen Terrors auch für die Bundesrepublik verkannte.
Warum also fiel die Wahl ausgerechnet auf Baerbock? Ursprünglich war die deutsche Top-Diplomatin Helga Schmid für das Amt vorgesehen. Schmid war Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes und Generalsekretärin der OSZE. Es sei 'eine Unverschämtheit, die beste und international erfahrenste deutsche Diplomatin durch ein Auslaufmodell zu ersetzen', kritisierte der ehemalige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, die Ausbootung Schmids für Baerbock. Zustimmen musste der Personalie nicht nur der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz, sondern dem Vernehmen nach auch sein wahrscheinlicher Nachfolger Friedrich Merz.
War das grüne Licht von Merz möglicherweise ein Teil seiner Charmeoffensive gegenüber den Grünen, um sich deren Zustimmung zum Schuldenpaket zu sichern? Schon der Verdacht eines solchen Kuhhandels ist schädlich für die deutsche Außenpolitik.“
https://www.welt.de/debatte/plus255738550/UN-Top-Job-Fehlbesetzung-Baerbock.html
Wir können beten
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen