Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.
Jes 9:5-6
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft kommt auf seine Schulter; und man nennt ihn: Wunderbar, Rat, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst.
Der Mehrung der Herrschaft und des Friedens wird kein Ende sein auf dem Throne Davids und in seinem Königreich, daß er es gründe und mit Recht und Gerechtigkeit befestige von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!“
Micha 5:1-3
„Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar klein, um unter den Hauptorten Judas zu sein; aber aus dir soll mir hervorgehen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Ursprung von Anfang, von Ewigkeit her gewesen ist. Darum gibt er sie hin bis zu der Zeit, da die, so gebären soll, wird geboren haben und der Überrest seiner Brüder zu den Kindern Israel zurückkehren wird. Und er wird auftreten und [sie] weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes; und sie werden [sicher] wohnen; denn er wird groß sein bis an die Enden der Erde.“
Sach 9:9-10
„Frohlocke sehr, du Tochter Zion, jauchze, du Tochter Jerusalem!
Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitet auf einem Esel, auf dem Füllen der Eselin.
Und er wird die Kriegswagen aus Ephraim ausrotten und die Rosse von Jerusalem; und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden; und er wird den Völkern Frieden gebieten; und seine Herrschaft wird reichen von einem Meer zum anderen und vom Strom bis an die Enden der Erde.“
Mt 16:15-18
„Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel! Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“
„Advent ist eigentlich nicht die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Es ist vielmehr die Zeit der Vorbereitung auf die Wiederkunft Christi. Die Aura der letzten Tage liegt über Advent.“ (1. Rutledge, Fleming. Advent: The Once and Future Coming of Jesus Christ; p. 243; Eerdmans Publishing Co.. Kindle Edition)
Dieses Verständnis spiegelt sich gut in den oben zitierten Versen wider.
Während Jes 9:5 die Geburt des Messias und seine Identität als Gott, der Sohn, verkündet, weist V6 auf seine Wiederkunft und die Errichtung seines ewigen Königreichs hin, von Jerusalem bis an die Enden der Erde. Er wird auf dem Thron Davids sitzen.
Sach 9:9-10 drückt denselben Gedanken aus. In V9 ist davon die Rede, dass der Messias demütig und auf einem Esel reitend kommen wird, obwohl er ein König ist! Doch in V10 ist von seiner zweiten Ankunft und seiner Herrschaft über das gesamte gelobte Land bis an die Enden der Erde die Rede.
Wenig überraschend drückt Micha 5:1-3 denselben Gedanken aus. V1 spricht vom Geburtsort und der Identität des Messias, V2 von der Zeit zwischen den Zeiten, und V3 blickt voraus auf seine Herrschaft und Regentschaft in Majestät und in der Fülle der Eigenschaften Gottes („im Namen des HERRN“). Und als Hirte wird er „seine Schützlinge führen, verteidigen und für sie sorgen.“ (B. Waltke, Micah, The Minor Prophets; p.707; Grand Rapids, Baker, 1998).
In Gottes Augen ist „Sein Advent“ der Beginn eines unaufhaltsamen Prozesses der Ausbreitung Seines Königreichs. Gleich wie es uns auch erscheinen mag - Gottes Vormarsch ist unaufhaltsam. Er treibt die Geschichte voran, um Seine gewollten und gewünschten Absichten zu erreichen.
Wenn diese Dinge für dich nicht so real sind, wie du es gerne hättest, lass dich mit Yeshuas Frage an Petrus konfrontieren. Lass Ihn dich fragen:
„Aber was sagst du, wer ich bin?“
Und lass deine klare Antwort sein wie die von Petrus: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“
Angesichts von so viel Hass, Bösem und Gewalt gegenüber Israel und dem jüdischen Volk weltweit, angesichts unseres Zustandes als Nation und der inneren Unruhen blicken wir auf IHN und glauben an IHN. Sein Wort wird zur Erfüllung kommen!
Wir glauben:
„...er ist aufgefahren in den Himmel und sitzt zur Rechten des Vaters. Er wird wiederkommen in Seiner Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten, und Sein Reich wird kein Ende haben. …“ (Nicäisches Glaubensbekenntnis)
Offb 1:7
„Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“
Möge dein Herz vor Liebe und Erwartung für den zweiten Advent, das zweite Kommen Yeshuas entflammt sein, während du die Adventszeit feierst.
Shalom, Ofer
Wir können beten
Die Wende seit dem 7. Oktober 2023 bis heute, wo Hamas und Hisbollah stark dezimiert sind, der Iran sich aus Syrien zurückgezogen hat, das Assad-Regime zusammengebrochen ist und Israel dabei ist, Syriens militärische Fähigkeiten zu zerstören (bisher 80 %), ist sehr erstaunlich.
Wir erinnern uns an den Yom Kippur Krieg von 1973. Damals wurde ein unvorbereitetes Israel von der ägyptischen und syrischen Armee überrascht und geschockt - und doch hat Gott letztendlich daraus für Israel einen größeren Sieg gemacht als den von 1967.
Die Hand Gottes hat Jakob, den „Wurm“, in „einen Dreschschlitten mit scharfen Zähnen“ verwandelt, der „Berge zerdroschen und zermalmt“ hat (Berge = Nationen). (siehe dazu Jes 41:12-16)
Der aktuelle Krieg ist jedoch noch nicht vorbei. Syriens Zukunft ist ungewiss. Während es in Syrien große Hoffnung gibt und über verschiedene Möglichkeiten eines Friedens mit Israel gesprochen wird, haben einige Rebellengruppen geschworen, Jerusalem zu erobern.
Die einzige Hoffnung für die gesamte Region liegt in Gottes Verheißungen an Israel. Das Gute, was Gott Israel zu tun versprochen hat, wird auch den umliegenden Nationen und der ganzen Welt zugutekommen!
Wir können beten
Gott liebt Gerechtigkeit: „Denn der HERR ist gerecht, er liebt Gerechtigkeit …“ (Ps 11:7)
„Israelische Politiker fordern Untersuchung des ehemaligen Staatsanwalts, der zum militärischen Ungehorsam aufrief
Israelische Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum haben den ehemaligen Staatsanwalt Moshe Lador für Äußerungen verurteilt, die als Billigung des militärischen Ungehorsams aufgefasst wurden, und mehrere forderten rechtliche Schritte.
Lador hatte gesagt, dass „Piloten, die freiwillig ihren Dienst leisten, dem Staat sagen müssen, dass sie nicht ins Cockpit steigen werden, wenn er zu einer Diktatur wird.“ Ladors Kommentare erfolgen vor dem Hintergrund einer kontroversen politischen Debatte über die erneuten Bemühungen der Regierung um eine Justizreform.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnete die Kommentare als „eine rote Linie, die die Demokratie gefährdet und unsere Zukunft untergräbt“ und forderte Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara auf, gegen „dieses gefährliche Phänomen“ vorzugehen. Verteidigungsminister Israel Katz schloss sich der Meinung des Ministerpräsidenten an und sagte: „Ungehorsam jeglicher Art kann unter keinen Umständen akzeptiert werden.“
Justizminister Yariv Levin forderte offiziell eine Untersuchung und behauptete, dass „Aufrufe zum Ungehorsam, ob in Friedens- oder Kriegszeiten, einen klaren und schwerwiegenden Verstoß gegen das Gesetz darstellen“. Levin warnte, dass das Unterlassen entschiedener rechtlicher Schritte weitere Aufwiegelungsvorfälle begünstigen könnte.
Präsident Isaac Herzog verurteilte die Äußerungen ebenfalls und sagte: „In einer Demokratie hat jeder das uneingeschränkte Recht, seine Meinung zu äußern und zu protestieren, aber Ungehorsam ist tabu. Wer etwas anderes behauptet, gefährdet die Sicherheit Israels.“ Herzog warnte davor, zur „spalterischen und gefährlichen Rhetorik der Zeit vor dem 7. Oktober“ zurückzukehren.
Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Herzi Halevi, gab eine seltene öffentliche Erklärung ab, in der er ein Ende aller Gespräche über Ungehorsam oder Dienstverweigerung forderte. „Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte müssen sich aus politischen Auseinandersetzungen heraushalten, insbesondere in einer Zeit, in der die Sicherheitsprobleme so dringlich sind“, sagte das Militär in einer Erklärung in seinem Namen.
Auch Oppositionsführer Yair Lapid mischte sich ein, verurteilte Ladors Aussage und betonte: ‚Ich lehne jede Form von Ungehorsam und Dienstverweigerung in der israelischen Armee ab.‘“ https://www.ynetnews.com/article/s1zrpvivyg
Wer Jeschua liebt und sich nach Seiner Herrschaft sehnt, kann nicht anderes, als sich Gerechtigkeit und Recht für Israel zu wünschen.
Eines der Hauptmerkmale der Zunahme der Herrschaft Yeshuas ist, dass Er Seine Herrschaft mit Gerechtigkeit ordnen und festigen wird.
Wenn wir uns jetzt nicht danach sehnen, wie können wir dann Seine Rückkehr begrüßen und herbeisehnen?
Wir können beten
Joh 8:12
Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.
Matth 5:2,14
Jesus lehrte sie und sprach:
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen bleiben.
2 Petr 1:19
Und wir halten nun desto fester an dem prophetischen Wort, und ihr tut wohl, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Orte scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen;
Jesaja 60:2a
„Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker“
Jesus ist vor 2000 Jahren als Mensch auf die Erde gekommen, um die Gegenwart Gottes, Sein Licht, in die Finsternis der Welt zu tragen.
ER hat am Kreuz dieses Werk vollbracht (Joh 19:30), dass aus Sündern Menschen werden können, die jetzt, in der zunehmenden Finsternis dieser Welt, als Sein Licht leuchten können und Menschen den Weg aus dieser Finsternis heraus zeigen sollen und können.
ER lebt, und ER ist das lebendige Wort, der Seine Gemeinde auch heute befähigt und aufbaut (Matth 15:18), dass sie dazu beiträgt, dass Sein Wille geschieht.
Vor 500 Jahren hat Gott Martin Luther berufen, Seine Wahrheit, Sein Licht durch Predigt und durch die Übersetzung der Bibel ins Deutsche den Menschen im Land ganz neu zugänglich zu machen. Die Evangelische Kirche in Deutschland, die sich auf das Erbe Martin Luthers beruft und zurzeit noch 18,6 Millionen (Hochrechnung, Stand: 31.12.2023) Mitglieder hat, veröffentlichte zur Erinnerung an diese Reformation eine Denkschrift mit dem Titel: „Rechtfertigung und Freiheit“.
Zu dieser Denkschrift der EKD liegt eine kritische Analyse vor. Diese geben wir hier in von uns gekürzter und bearbeiteter Form wieder:
Das verratene Erbe der Reformation
Eine Stellungnahme zur EKD-Schrift „Rechtfertigung und Freiheit“
1. Die Abkehr vom reformatorischen Schriftverständnis
Das „sola scriptura“ war einer der Grundpfeiler der Reformation. Die Heilige Schrift galt den Reformatoren als „einzige Regel und Richtschnur, nach der in gleicher Weise alle Lehren und Lehrer gerichtet und beurteilt werden sollen“...
Aber die Überzeugung der Reformatoren, dass Gott selbst der Urheber der Heiligen Schrift ist, der sein Wort von geisterfüllten Menschen aufschreiben ließ, wird von den heutigen Vertretern der EKD abgelehnt...
Da wundert es nicht, wenn der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers Ralf Meister bei einer Veranstaltung im Geistlichen Rüstzentrum Krelingen dazu aufforderte, damit ernst zu machen, dass die Bibel ein „ganz normales Stück Literatur sei.“ …
Ralf Meister meint dann auch zur Beurteilung praktizierter Homosexualität: „Natürlich findet sich in der Bibel nicht eine Stelle, die homosexuelle Praktiken positiv oder nur neutral werten würde. Daraus folgt aber eben nicht automatisch, dass wir dem Urteil der biblischen Schriften hier folgen müssten.“ Darum wolle die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers „zukünftig den Weg zu öffentlichen Segnungsgottesdiensten für gleichgeschlechtliche Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft öffnen.“ …
Mit der Preisgabe des „sola scriptura“ hat die EKD die Stimme der Heiligen Schrift „als kritisches Gegenüber der Kirche“ zum Schweigen gebracht und ein zentrales Anliegen der Reformation verraten.
2. Die Preisgabe des „Christus allein“
Die Reformatoren vertraten das „solus Christus“. Christus allein galt ihnen als „der Spiegel des väterlichen Herzens Gottes“. Christus allein galt ihnen als der Weg zu Gott, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6), denn er allein hat durch sein Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha das Heil der Welt vollbracht. Er allein ist der Retter für alle Menschen aller Völker und aller Zeiten...
Es wäre nun Aufgabe der Jubiläumsschrift gewesen, die Eindeutigkeit und Ausschließlichkeit sowie die bleibende und universale Gültigkeit des „solus Christus“ dem Leser des 21. Jahrhunderts zu vermitteln… Doch anstatt diese Aussage im Sinne der Reformation mit dem „solus Christus“ zu beantworten, wird in der Jubiläumsschrift erklärt, es solle im interreligiösen Dialog der Glauben des anderen nicht abgewertet oder für unwahr erklärt werden.
Noch deutlicher hat es der Ratsvorsitzende der EKD Nikolaus Schneider auf dem Kirchentag in Dresden 2011 zum Ausdruck gebracht: „Die Religionen müssen sich von dem Gedanken verabschieden, die Wahrheit allein zu besitzen. Gott ist immer größer als unsere Wahrheitserkenntnis.” Offensichtlich vertritt die EKD 500 Jahre nach dem Thesenanschlag von 1517 die Ansicht, dass es neben Christus auch andere Wahrheiten geben könne…
Wesentliche Aspekte des reformatorischen Bekenntnisses zu Jesus Christus werden gar nicht erwähnt…
Der wesentliche Zusammenhang von göttlicher Natur, von Jungfrauengeburt und Erlösung wird heute nicht mehr vertreten…
Die Botschafterin des Lutherjubiläums Margot Käßmann, Mitglied der ad-hoc-Kommission für die Jubiläumsschrift, sagt zur Frage der Jungfrauengeburt gegenüber dem Spiegel: „Da bin ich ganz Theologin des 21. Jahrhunderts. Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die Gott vollkommen vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht.“
3. Die Unterschlagung des Sühnopfers Christi
Die Reformatoren lehrten, dass der Mensch mit seiner Sünde zu Recht durch den „ewigen Gotteszorn verdammt“ wird, wenn er Christus ablehnt. Sie wussten, dass Jesus Christus wiederkommen wird, um „den Gläubigen und Auserwählten ewiges Leben und ewige Freude zu geben, die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und zur ewigen Strafe verdammen wird.“ …
Auch in dieser Frage zeigt sich, dass die Autoren in ihrem Bibelverständnis nicht den Reformatoren folgen, sondern der Interpretation Rudolf Bultmanns. Nach ihr sollen „die neutestamentlichen Aussagen in einer solchen Weise interpretiert werden, dass der mythische Rahmen wegfällt und nur der existentielle Inhalt als etwas Bleibendes festgehalten wird.“ Die Hölle wird nicht als tatsächlich existierender Strafort der Gottesferne verstanden, sondern als Chiffre für das Leid, das Menschen einander antun…
Wo bleibt der Sühnetod?
Werden die Sünde und die Folgen der Sünde in ihrer Schwere verkannt und unterschätzt, hat dies auch Auswirkungen auf das Verständnis des Kreuzes…
Das von der Jubiläumsschrift vertretene Verständnis des Leidens und Sterbens Christi deckt sich weitgehend mit dem des ehemaligen Ratsvorsitzenden der EKD, Nikolaus Schneider. Als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland hatte Nikolaus Schneider in einem Interview der evangelischen Monatszeitschrift Chrismon auf die Frage, ob Gott ein Sühnopfer brauche, geantwortet: „Gott braucht es tatsächlich nicht.”[ Weiterhin meinte Schneider, Jesus sei „nicht im Sinne einer stellvertretenden Übernahme von Strafe“] für uns Menschen gestorben. Er sei statt dessen der Ansicht, Jesus „teile mit seinem Leiden und Sterben menschliche Leidens- und Todeserfahrungen”, das Kreuz zeuge „von seiner [nämlich Gottes] Liebe, nicht von seinem Zorn.” Ganz ähnlich wird der Zorn Gottes in der Jubiläumsschrift …unterschlagen, und der Sühnecharakter des Kreuzestodes wird durch eine Teilhabe Christi an unseren Leidens- und Todeserfahrungen ersetzt.
4. Der fehlende Ewigkeitshorizont
Als die damalige Ratsvorsitzende der EKD Margot Käßmann von der FAZ in einem Interview über ihre Zukunft gefragt wurde und wohin ihr Weg führe, war das eigentlich eine Steilvorlage, um den Lesern eine Tür zur Ewigkeit aufzutun und den Weg aufzuzeigen, auf dem der Mensch dort hingelangen kann. Die ernüchternde Antwort lautete: „zur Pensionsgrenze.“ …
5. Fazit
Mit der Abkehr vom reformatorischen Schriftverständnis, der Preisgabe des solus Christus, der Unterschlagung des Sühnopfertodes Christi und der Vernachlässigung des Ewigkeitshorizontes verraten die Autoren des Grundlagentextes „Rechtfertigung und Freiheit“ das Erbe der Reformation...
Sie geben die Schriftgrundlage explizit preis, „um auf diese Weise alle kirchenamtlichen Fehlentscheidungen gegen Schrift und Bekenntnis zu rechtfertigen und Publikum zu gewinnen, indem Forderungen der Gesellschaft erfüllt und religiöse Bedürfnisse befriedigt werden.“
https://www.gemeindenetzwerk.de/?p=11474
Aus dieser Analyse der Denkschrift der EKD können wir erkennen, dass in unserem Land Millionen von Menschen im Namen Jesu Woche für Woche mit einem falschen Schriftverständnis konfrontiert werden. Wir beschränken diese Aussage auch nicht auf die EKD; sie dient hier nur als Indikator, an welchen Stellen und wie krass das Wort der Bibel verdreht, gefälscht und dadurch ins Gegenteil verkehrt wird: anstatt Licht und Leben zu bringen, wird geistliche Finsternis und Tod weitergegeben.
Wir können beten
„Antisemitismus: Berliner Uni lehnt Pogrom-Ausstellung ab – aus Furcht vor ‚intensiven Debatten‘
Diese Entscheidung sorgt für Irritationen im Wissenschaftsbetrieb: Die Freie Universität Berlin hat entschieden, eine Ausstellung über Pogrome an Juden nicht zu zeigen...
Aus Erfahrung bringen Ausstellungen an Hochschulen „aller Arten und zu verschiedenen Themen, die emotionale Reaktionen hervorrufen können“, oft Herausforderungen mit sich, wie der FU-Sprecher sagte. Öffentliche und nicht unmittelbar betreute Ausstellungen dieser Art könnten „Besucher (...) emotional stark involvieren und vor Ort intensive Debatten auslösen“, „die möglicherweise unangemessen sind“, zitiert der „Tagesspiegel“ einen Sprecher.
Die Ausstellung… beschäftigt sich mit der Geschichte und den gewaltsamen Übergriffen auf fünf jüdischen Gemeinden, von der Nazizeit bis in die Gegenwart. Nach Angaben des „Tagesspiegel“ wird auch das Hamas-Massaker in Israel am 7. Oktober 2023 thematisiert.
Zentral ist laut des „Tagesspiegels“, dass die Schau Parallelen zwischen dem Vernichtungswillen der Nazis und dem der Islamisten ziehe. Zu jedem Pogrom werden laut der wissenschaftlichen Leiterin der Ausstellung, Maiken Umbach, antisemitische Ideologeme zitiert, „die in direkten Zusammenhang mit dem jeweiligen Pogrom stehen“, von Autoren wie dem Palästinenserführer Mohammed Amin al-Husseini, Hitler oder der Hamas. Das Museum wollte die Wanderausstellung für eine Woche im Januar oder Februar 2025 an der FU zeigen.
FU Berlin gerät immer wieder in die Schlagzeilen
…Die „Jüdische Allgemeine“ berichtete mit Verweise auf Umbach, das FU-Institut habe der Ausstellung zunächst zugesagt…
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) kritisierte die Entscheidung der FU Berlin scharf. „Jetzt wird anscheinend schon im vorauseilenden Gehorsam vor möglichen Besetzungen und Angriffen kapituliert“, sagte der RCDS-Bundesvorsitzende Lukas Honemann WELT.... Er fügte hinzu: „Jüdisches Leben in Deutschland und die Kunst dürfen nicht vor Randalierern und Antisemiten kapitulieren!“
Vor dem Hintergrund des Gaza-Krieges geriet die FU zuletzt wegen Protestaktionen von propalästinensischen Studenten immer wieder in die Schlagzeilen. Im Oktober drangen Vermummte in ein FU-Gebäude ein und bedrohten Mitarbeiter mit Äxten, Sägen, Brecheisen und Knüppeln.https://www.welt.de/vermischtes/article254832510/Berlin-Freie-Universitaet-lehnt-Pogrom-Ausstellung-ab-aus-Furcht-vor-intensiven-Debatten.html?source=puerto-reco-2_ABC-V43.1.B_current_version
„Anti-Israel-Protest: Früher Prophetin, heute goldenes Kalb –… Greta Thunberg in Mannheim
Greta Thunberg… diese kleine, zierliche, inzwischen 21-jährige Frau, die 2018 beschloss, wegen des Klimas nicht mehr zur Schule zu gehen und eine weltweite Jugendbewegung begründete, ist jetzt ganz unten – in Mannheim – angekommen.
Greta Thunberg steigt in einer orangefarbenen Puffer-Jacke mit korrespondierender Mütze und Outdoor-Hose, in deren Knietasche eine Trinkflasche steckt, aus einem BMW. Unter dem Applaus hunderter Menschen… steigt sie über eine Treppe auf die Ladefläche eines Lkw. „Weltoffenes Mannheim begrüßt Greta und die Freunde Palästinas“, steht auf dem Banner hinter ihr, und weiter unten liest man: „Mannheim sagt NEIN zu Genozid und Zionismus.“ Genozid, das ist das vermeintlich kluge Wort für Völkermord. Zionismus bedeutet das Streben nach einem unabhängigen jüdischen Staat. In Mannheim und von Greta und ihrer Gefolgschaft wird das offenbar gleichgesetzt….
In diesem Umfeld also hat Greta Thunberg ihren Auftritt. Sie nimmt zwischen Hasan Özbay, einem durch Antisemitismus aufgefallenen Fridays-For-Future-Aktivisten, gegen den wegen Volksverhetzung ermittelt wurde, und der sich als Journalistin bezeichnenden Hebh Jamal Platz. Hebh Jamal ist eine in Deutschland lebende Palästinenserin…
Greta Thunberg fühlt sich in dieser Gesellschaft auf dieser Bühne vor einem Tapeziertisch mit Palästinenser-Tischdecke und mit Apfelsaft gefüllten Plastikflaschen sitzend derweil pudelwohl. Sie erzählt in monotoner Stimme von „Kolonialismus“, von „Apartheid“, vom „Imperialismus“ und vom Grundübel aller Probleme – „dem Kapitalismus“.
Die Luft ist dann bald raus. Die deutschen Friedensrenter verlassen ihre Plätze und gehen nach Hause… Auf die Fragen von Hebh Jamal, einer in Deutschland lebende Palästinenserin, die neben ihr auf dem Podium sitzt, folgen immer längere Pausen von Greta Thunberg…. Greta sagt auf irgendeine Frage, dass sie eigentlich nicht antworten könne, weil sie dann so viel fluchen würde. Heb Jamal fordert Thunberg zum Fluchen auf. Greta Thunberg beginnt ein wahnsinniges Lachen. Dann sagt sie: „Fuck Germany. Fuck Israel.“ Der Marktplatz in Mannheim applaudiert.
2019 noch verglich die gut gelaunte Kirchentags-Grüne Katrin Göring-Eckardt Greta Thunberg mit dem vorchristlichen Propheten Amos. Allerspätestens jetzt sollte jeder erkennen: Greta Thunberg war wohl doch eher das goldene Kalb.“ https://www.welt.de/politik/deutschland/plus254797158/Anti-Israel-Protest-Frueher-Prophetin-heute-goldenes-Kalb-Fuck-Germany-Fuck-Israel-ruft-Greta-Thunberg-in-Mannheim.html
„Inmitten des Krieges zieht sich Deutschland von der Feier zum 60-jährigen Bestehen der Beziehungen zu Israel zurück
Deutschland hat die Absage eines geplanten gemeinsamen israelisch-deutschen Pavillons auf der Frankfurter Buchmesse angekündigt, der ursprünglich 60 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Ländern würdigen sollte.
Die Entscheidung wurde Israel von Yoel Pollak, dem Koordinator für das 60-jährige Jubiläum im Auftrag des deutschen Außenministeriums, in einer kurzen Nachricht ohne Begründung übermittelt.
Hochrangige israelische Beamte äußerten sich enttäuscht und verwiesen auf „Verzögerungen, Schwierigkeiten und Verschleppungen“ des deutschen Außenministeriums bei der Förderung von Projekten zur Erinnerung an das Jubiläum.
Anders als bei früheren Meilensteinen wie dem 50. und 55. Jubiläum hat Deutschland kein eigenes Budget bereitgestellt, was Zweifel an der Durchführbarkeit bedeutender Aktivitäten zur Feier des Anlasses aufkommen lässt.
Angesichts ihrer einzigartigen und komplexen gemeinsamen Geschichte legt Israel strategischen Wert auf seine Beziehung zu Deutschland. In den vergangenen Jahren wurden wichtige Jubiläen mit gemeinsamen und festlichen Initiativen gefeiert...
Die Entscheidung fällt inmitten von Berichten über eine angespannte Verteidigungszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Im September berichtete die deutsche Bild-Zeitung, dass die deutsche Regierung israelische Anfragen nach verschiedenen Waffenkäufen abgelehnt und gleichzeitig den Verkauf schwerer Waffen an Katar genehmigt habe, einen bekannten finanziellen Unterstützer der Hamas. Der Bericht behauptete, Deutschland verhänge ein „stilles Embargo“ gegen Israel.
Laut Bild wollte Israel im vergangenen Jahr Tausende Panzergranaten und andere Munition kaufen, aber Berlin hat noch nicht über die Anfragen entschieden. Unterdessen genehmigte Deutschland im ersten Halbjahr 2024 Waffenverkäufe an Katar im Wert von über 100 Millionen Euro.“ https://www.ynetnews.com/article/syitclon1g
Schon aus diesen drei Artikeln wird sichtbar, dass der Hass auf den Staat Israel und allgemein „die Juden“ in allen Bereichen des gesellschaftlichen und staatlichen Lebens unseres Landes weiter zunimmt.
Wir können beten
Es hat seit Jahren immer wieder Warnungen gegeben, dass eine Energiepolitik, die eine 100% Energieversorgung durch erneuerbare Energie anstrebt, für Deutschland undurchführbar ist. Die Wetterlage der vergangenen Wochen macht das für jeden, der es sehen will, noch einmal unmissverständlich klar.
„Strom: Dunkelflauten im Monatsrhythmus? Jetzt steigen die Strom-Preise noch stärker
Der Vorstandschef des größten deutschen Stromproduzenten RWE drückte bereits Anfang November den Alarmknopf: Der Preis für Elektrizität sei ‚schnell und scharf auf 800 Euro pro Megawattstunde gestiegen‘, warnte Markus Krebber. ‚Das ist rund zehnmal mehr als normal.#…
Die Warnung des RWE-Chefs ist vier Wochen alt, doch aktueller denn je. Denn in diesen Dezembertagen bricht bereits zum zweiten Mal in diesem Winter eine „kalte Dunkelflaute“ über Deutschland herein: Nebel und Windstille lassen die Stromproduktion in Solar- und Windparks gegen null fallen…
Im sogenannten kontinuierlichen Intraday-Handel der Strombörse wurden im gewichteten Mittel am Mittwoch 1157 Euro pro Megawattstunde gefordert – und gezahlt. Normalerweise kostet so viel Strom bei langfristigen Bestellungen nur 40 oder 50 Euro. Einzelne Marktteilnehmer zahlten am Mittwochabend sogar bis zu 2500 Euro, um noch kurzfristig an Strom zu kommen…
Ein Grund für die Hochpreis-Insel Deutschland könnte der fortgesetzte Kohle-Ausstieg sein. Noch im Frühjahr 2024 hatte die Bundesregierung mehr als vier Gigawatt Braun- und Steinkohlekraftwerke stilllegen lassen. Obwohl Werksschließungen und Massenentlassungen in der Wirtschaft inzwischen praktisch im Wochenturnus verkündet werden, wird der Kohle-Ausstieg von der Bundesregierung weiter ungeschmälert exekutiert.
Die Kraftwerksabschaltungen verknappen das Stromangebot und sorgen für entsprechend hohe Preise.
Der von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) angekündigte Bau von mindestens 20 neuen Gaskraftwerken, die in Zeiten ohne Wind und Sonne einspringen könnten, kommt jedoch nicht voran... Inzwischen wird auch der Start des Bauprogramms 2025 unwahrscheinlich.
‚Das Herbst- und Winterwetter schlägt den Menschen nicht nur auf die Stimmung, sondern es kostet sie auch ungeheuer viel Geld‘, kommentierte der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kruse die Zahlen: ‚Wie falsch Habecks Förderregime für Erneuerbare ist, wird jetzt besonders deutlich: Die Deutschen schießen Milliarden zu, während sich die Probleme zu Zeiten der Dunkelflaute noch vergrößern.‘“
https://www.welt.de/wirtschaft/plus254843524/Strom-Dunkelflauten-im-Monatsrhythmus-Jetzt-steigen-die-Strom-Preise-noch-staerker.html
„Energiepolitik: ‚Ich bin wütend auf die Deutschen‘ – Schwedische Ministerin kritisiert ‚gescheitertes Stromsystem‘
Dunkelflaute in Deutschland: Wegen zu wenig Wind und dicken Wolken ist die Produktion von Solarstrom gemindert, was zu steigenden Preisen an der Strombörse führt. Davon betroffen sind auch europäische Länder, die nun wütend reagieren.
Eine von ihnen ist Ebba Busch, die schwedische Energieministerin. ‚Die Achterbahnfahrt der Strompreise ist unerträglich…“ Sie fügte direkt den Grund dafür an: ‚Das ist eine Folge der Abschaltung der Kernkraftwerke. Wenn der Wind nicht weht, bekommen wir mit diesem gescheiterten Stromsystem hohe Strompreise…‘
Schweden will handeln: Bis 2030 seien 50 Maßnahmen beschlossen worden und weitere Atomkraftwerke sollen ans Netz…
Bei einem Auftritt soll Busch die Entscheidung Deutschlands, seine Kernkraftwerke abzuschalten, mit Blick auf die Nachteile für Europa kritisiert haben. ‚Ich bin wütend auf die Deutschen‘, zitiert „Bild“ die 37-Jährige.
‚Absolut beschissene Situation‘, heißt es aus Norwegen
Auch Norwegen bekommt die Windflaute zu spüren: Die Strompreise stiegen am Donnerstagnachmittag auf 13,16 NKr (1,09 Euro) pro Kilowattstunde – der höchste Stand seit 2009 und fast das Zwanzigfache des Niveaus der vergangenen Woche, schreibt die „Financial Times“ und zitiert den norwegischen Energieminister Terje Aasland: ‚Das ist eine absolut beschissene Situation.‘ In Norwegen fordern erste Stimmen, den Strom, der aus Wasserkraft gewonnen wird, zuerst selbst zu benutzen statt zu exportieren.“
https://www.welt.de/politik/ausland/article254859502/Gescheitertes-Stromsystem-Schweden-ist-wegen-steigender-Preise-wuetend-auf-Deutschland.html
„Streit um Strompreise: ‚Ich bin sauer‘ – Schwedens Vizepremierministerin legt gegen Habeck nach
Bei „Bild“ nahm die Politikerin jetzt Stellung: ‚Es ist schwer für eine industrielle Wirtschaft, sich für ihren Wohlstand auf das Wohlwollen der Wettergötter zu verlassen. Die Abhängigkeit von unsteten Energiequellen wie Wind und Sonne hat sich als Herausforderung erwiesen, wie die letzte Woche gezeigt hat.‘ Sie kritisierte weiter: ‚Schwedens Regierung unterstützt erneuerbare Energien, aber kein politischer Wille ist stark genug, um die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen – nicht einmal der von Herrn Habeck.‘
Dass sich Politiker über die Ergebnisse eines wetterabhängigen Stromsystems wundern, kann die 37-Jährige nicht nachvollziehen. In Europa sei der Winter eine vorhersehbare und alljährlich wiederkehrende Realität. ‚Ich bin sauer, weil Deutschland die vorzeitige Stilllegung von Kernkraftwerken fortgesetzt hat“, sagte Busch… ‚Ohne eine stabile, fossilfreie Grundlast wie die Kernenergie haben Länder wie Deutschland während der Dunkelflaute erhebliche Auswirkungen auf Preise in Nordeuropa.“
https://www.welt.de/politik/ausland/article254884286/Robert-Habeck-Ich-bin-sauer-Schwedens-Vizepremierministerin-legt-nach.html
Wir können beten
Möge der Herr uns helfen, in unseren Tagen als Beter mit Ausdauer festzustehen!
Heinz-Jürgen Heuhsen