Wachen und Beten – November 2023

Mt 5,37:

„Eure Rede sei aber: Ja – ja; nein – nein; *
was aber mehr ist als dieses, ist aus dem Bösen.“
* (Fußnote Elb.: d.h., euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein)

Jak 5,12b:

Es sei aber euer Ja ja, und euer Nein nein, damit ihr nicht unter Gericht fallt.“

Wir sind tief betroffen über die Haltung der deutschen Regierung seit dem Terrorüberfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober und dem darauffolgenden Beginn des Gazakrieges. Wir möchten euch bitten, die folgenden Artikel sorgsam und in Ruhe zu lesen, um die geistlichen Auswirkungen dessen zu verstehen, was da geschehen ist und wie wir angemessen beten können.

Deutschland fordert als Nation seit Jahren immer mehr, und in den vergangenen Wochen in einem rasanten Tempo das Gericht Gottes heraus!

Der folgende erste Beitrag ist ein sehr grundlegender Artikel, welcher die Beschreibung der geschichtlichen Ereignisse mit einer Sicht auf deren biblisch/geistliche Bedeutung verbindet. Er ist gerade in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift factum 6/23, Nov/Dez erschienen - sein Autor: Thomas Lachenmaier.

„IM DUNKEL DAS KOMMENDE LICHT

Israel ist mit genozidalem Vernichtungswillen konfrontiert, einem Pogrom. Seine Konzepte der Kooperation, des Selbstschutzes und der Abschreckung sind gescheitert. Aber Gott handelt.

Weit droben am Himmel, in der Ferne, lösen sich schwarze Punkte aus dem samtigen Morgenlicht über der Wüste im Süden Israels. Im Vordergrund sieht man Jugendliche ausgelassen tanzen. Bei der surreal wirkenden Himmelserscheinung handelt es sich um Gleitschirme, viele Gleitschirme. Sie kommen aus einer anderen Welt. Es sind Todesengel, Höllenboten. Wie die Motorradfahrer, die sich der Szenerie nähern, und die Männer auf Pick-ups. Sie verwandeln das Musikfestival in ein Pogrom. Sie massakrieren 600 Menschen, verschleppen sie in das, was sie zu ihrer Hölle gemacht haben, nach Gaza. Und nun? Der Psalmist schreibt: «Ich denke an Gott – und bin betrübt; ich sinne nach – und mein Herz ist in Ängsten» (Ps 77,4). Wo ist Gott? Der Triumph des Bösen mag jüdisch und christlich Gläubigen eine Anfechtung sein. Die Bibel kennt diese Anfechtung und fasst sie in Worte: «Warum lässt du die Heiden sagen: ‹Wo ist nun ihr Gott?›» (Ps 79,10)

Psalm 83 findet Worte für den Hilferuf: «Bleibe nicht stille, o Gott, schweige nicht und halte nicht inne! Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt. Sie machen listige Anschläge wider dein Volk, verabreden sich wider deine Schutzbefohlenen. Sie sprechen: ‹Kommt, wir wollen sie vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien, dass des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!› Lass sie beschämt und abgeschreckt werden für immer, lass sie schamrot werden und umkommen, so dass sie erfahren müssen, dass du, der du HERR heißest, allein der Höchste bist über die ganze Erde!»

«Der siebte Oktober 2023 wird als der Tag bekannt sein, an dem die höchste Zahl von Juden an einem einzigen Tag seit dem Holocaust ermordet wurden», sagt Hananya Naftali, ein jüdischer bekennender Christ. Er ist in Israel als erfolgreicher Blogger bekannt, und weil er als Social-Media-Berater für Benjamin Netanyahu arbeitet. Jetzt wurde er als Reservist eingezogen und dient als Armeesanitäter in einer Panzereinheit.

Die Ereignisse sind nicht einfach ein Krieg, wie es ständig welche gab gibt, Ukraine und sonstwo. Es ist tatsächlich ein Pogrom. Gotteshass hat Haman (Buch Ester) und Hitler zum Wahn von der Auslöschung der Juden getrieben. Die palästinensische politische Ideologie ist seit Tag eins davon besessen. Es geht nicht um politische Forderungen, um Land, um Selbstbestimmung. Es geht nur um Mord, um die Auslöschung des jüdischen Volkes. Mit dem Gazastreifen hat Israel ein Land neben sich, «welches das moralische Äquivalent des Nazi-Regimes in Deutschland ist», schreibt Phil Schneider auf «Israel Unwired». Aber Gott hebt «seine Hand zum Schwur: Wahrlich, eure Nachbarn, die Heiden ringsumher, sollen ihre Schande tragen» (Hes 36,7).

Die Palästinenser teilen auf Social Media, wie sie auf Leichen tanzen, wie sie Hinrichtungen zelebrieren. Sie zeigen, wie sie Mädchen vergewaltigen und die Körper anschließend durch Gaza schleifen, «um zu feiern, was man mit ihnen gemacht hat», wie die Schriftstellerin Mirna Funk schreibt. Palästinenser zwangen Mädchen, die von einer Gruppe Männer vergewaltigt und gefoltert wurden, ihre Mütter anzurufen, damit diese zuhören müssen, was ihren Töchtern angetan wird. In ihrem orgiastischen Gewaltrausch gehen die Palästinenser so weit, die Misshandlung jüdischer verschleppter Kinder durch ihre eigenen Kinder stolz in Videos zu präsentieren. «Sie feiern die Angst in den Augen der Geiseln», schreibt der Schriftsteller Leon de Winter. Das ist satanisch. Es bricht einem das Herz, wenn man sich vergegenwärtigt, was hier geschehen ist.

Muss man diesen Horror so konkret benennen? Ja, denn die meisten Medien lügen durch Beschweigen. Hananya Naftali teilt die Meinung der britischen Essayistin Melanie Phillips, wonach man in der westlichen (woke-)Kultur nicht mehr bereit ist, die Existenz des Bösen anzuerkennen. Aus bestialischen Mördern werden «Bewaffnete», «Kämpfer», «Militante». Noch während die Pogrome andauerten, distanzierte sich eine ZDF-Moderatorin von dem Begriff «Terroristen». Die komplette politische Führung der Palästinenser huldigt diesem genozidalen Todeskult. Das war so bei Arafat, dem größten Judenmörder seit Hitler (an dessen Grab das deutsche Staatsoberhaupt Steinmeier, als einziger westlicher hochrangiger Politiker, einen Kranz niederlegte). Das ist so bei Abbas, dem Rote Teppiche ausgerollt werden, der seit Jahr und Tag und auch unmittelbar nach dem Pogrom an seiner Gesinnung keinen Zweifel lässt.

Unmittelbar nach der Gründung Israels hat Staatspräsident Ben Gurion den Muslimen in Israel und der Nachbarschaft die Hand zur friedlichen Koexistenz, zur Unterstützung, zur friedlichen und gemeinschaftlichen Entwicklung der Region gereicht. An den ‚drei Nein‘ die er erntete, hat sich bis heute nichts geändert. Die politische Führung der Palästinenser hat alle späteren Angebote, die zum Teil extrem weitreichend waren (besonders unter Ehud Barak) und praktisch alle ihre Forderungen erfüllten, abgelehnt. Sie will die Vernichtung der Juden und wird darin, kaum kaschiert, von der in linken Kreisen dominierenden BDS-Haltung gegen Israel unterstützt. Das Motto heißt «Free Palestine» (aber nicht von der Hamas, die hier ein Terrorregime ausübt) und «From the River to the Sea». Diese Parolen enden nicht in Frieden, sondern in einem Genozid, schreibt Mirna Funk.

Für die PLO-Führung wie für die Hamas ist der Vernichtungskampf gegen Israel ein Geschäftsmodell. Sie erhalten von den Amerikanern, der EU und besonders von Deutschland ungeheuerliche Summen, Milliarden. Bei der Pro-Kopf- Subvention müsste eigentlich jeder Palästinenser mit goldenen Löffeln frühstücken. Aus Deutschland wurden allein im laufenden Jahr bisher 340 Millionen Euro bereitgestellt. Eine Handvoll der Führungsclique greift einen gehörigen Teil ab. Schon der Hunderte-Millionen-Reichtum Arafats in seinem Pariser Domizil war legendär. Der Rest, im Laufe der Jahre viele Milliarden, finanziert den Terror gegen Israel. Ohne die Finanzierung aus dem Westen wäre der Konflikt seit Jahrzehnten beendigt.

Die britische Essayistin Melanie Phillips schreibt: «Der Westen hat den Vernichtungsterror gegen Israel gefördert, indem er ihn mit dem Versprechen auf einen eigenen Staat belohnte – den die Palästinenser immer nur als Vorstufe zur Zerstörung Israels wollten – und Israel dafür bestrafte, dass es sich dieser existenziellen Bedrohung widersetzte.»…

Israel hat kein Land besetzt. Das, was unbedacht oder bewusst irreführend als «Westjordanland» bezeichnet wird, Judäa und Samaria, gehörte zum untergegangenen Osmanischen Reich, wie auch der Rest der weiteren Region, etwa der Irak und Syrien. Palästina gab es nie. Judäa und Samaria waren von Jordanien besetzt und gingen in einem aufgezwungenen Verteidigungskrieg an Israel. Kein Deutscher, der auch nur halbwegs bei Sinnen ist, würde sagen, Polen habe große Teile Deutschlands «besetzt», die «befreit» werden müssten. Aber für Israel gelten andere Maßstäbe.

Joel Rosenberg, ein jüdischer Christ, der mit seiner Familie aus den USA nach Israel eingewandert ist und die «All Israel News» und «All Arab News» gegründet hat, beklagt die Beschwichtigungspolitik der Amerikaner gegenüber Teheran und besonders, dass Biden sechs Milliarden Dollar, die wegen der Sanktionen eingefroren waren, unlängst an Teheran ausbezahlt hat: «Indem Amerika dem ärgsten Feind Amerikas, dem ärgsten Feind Israels, sechs Milliarden Dollar gibt, ermutigen Sie zu mehr Terrorismus. Israel zahlt einen sehr, sehr hohen Preis dafür.»

Der massive Antizionismus und Antisemitismus in Deutschland, Frankreich, den USA ist der Grund für die versteckte und offene Unterstützung der Palästinenser, obwohl deren System als ein Hass-, Terror- und Vernichtungssystem offenkundig ist. Man denke neben anderen Dingen an den illegalen Bau von Siedlungen durch die EU für Palästinenser in Gebieten, die unter israelischer Hoheit stehen (siehe auch factum 1/23, S. 11; f. 3/23, S. 12; f. 5/23, S. 12 u. 47). Und an die gewaltigen Zahlungen an die Autonomiebehörde von Abbas, der seit vielen Jahren illegal im Amt ist, ohne dass das jemanden hindert, ihn ehrend zu empfangen. Man denke daran, dass man Abbas Millionen gibt, wissend, dass er dafür horrende Gehälter an die Mörder auszahlt.

Vom Westen gedrängt, siedelte Israel vor 18 Jahren seine eigene Bevölkerung, blühende Gemeinschaften und Dörfer, zwangsweise aus dem Gazastreifen um. Vergleichbares gab es in der ganzen Geschichte nicht. Es war eine Zerreisprobe für Israel. Israel hat seine eigene Bevölkerung vertrieben, für die Hoffnung auf Frieden… Das Versprechen für den einseitigen Rückzug war «Land für Frieden». Aber die Palästinenser dachten gar nicht daran, den Gazastreifen mit den westlichen Milliarden und israelischer Hilfe in eine Schweiz des Nahen Ostens zu verwandeln. Sie haben dort seither die alleinige Verantwortung und haben das Land wirtschaftlich, ökologisch, politisch und geistlich verwüstet. Niemand hätte sie daran gehindert, das Land zu entwickeln. Stattdessen bekam Israel mit Gaza einen Terror-Stützpunkt vor die Haustüre, von dem es seither mit Anschlägen und Raketenangriffen terrorisiert wird. Unzählige Israelis haben für diese Politik mit dem Leben bezahlt. Das fand jetzt einen entsetzlichen Höhepunkt. Die Lehren aus dieser grausamen Geschichte sind die folgenden.

Das israelische Experiment der Koexistenz ist völlig gescheitert. Das schreibt die israelische Journalistin Caroline Glick. «Solange dieses System existiert, ist es auf die völlige Auslöschung Israels ausgerichtet.» 18 000 Bewohner aus Gaza pendelten täglich nach Israel. Wie sollte das künftig wieder möglich sein? Wer von diesen war an den Pogromen beteiligt?

Ebenso gescheitert ist das Konzept, sich vor dem Terror zu schützen durch ausgefeilte Verteidigungs- und Schutzmaßnahmen.

Und ein Drittes ist gescheitert: das Konzept der Abschreckung. Krieg kümmert die Palästinenserführung nicht. Das ist ja, was sie wollen. Sie wollen, dass Israel jetzt im Gaza kämpft, auf dass einer verblendeten Welt, die solche Lügen gerne glaubt, Israel wieder als «Aggressor» präsentiert werden kann. Seit Langem offenkundig, sollte das jetzt jedem offenbar geworden sein.

Für die zivilen Opfer des Krieges ist nicht Israel verantwortlich. Jedem Menschen, der einen halbwegs intakten moralischen Kompass hat, ist klar, dass die Deutschen für die Millionen deutschen zivilen Opfer des Zweiten Weltkrieges verantwortlich sind. Nur bei Israel ist es anders. Die Hamas setzt auf die moralische Verkommenheit des Westens, auf dessen moralische Gleichsetzung eines genozidalen Regimes mit Israel, dem die Schuld am Tod von Zivilisten in Gaza zugeschrieben wird. Nein, dafür ist die Hamas verantwortlich und die Bevölkerung, die sie gewählt hat, die sie unterstützt, toleriert…

Parallel zu Gaza hatte sich das Geschehen im Libanon entwickelt. Als Israel sich nach einem verlustreichen Verteidigungskrieg gegen die Hisbollah von dort zurückzog, mutierte der Libanon erst recht zum Aufmarschgebiet der Hisbollah, Irans Auslandsbrigaden. Das ganze Land ist jetzt eine Raketenbasis, eine Angriffsbastion, eine tödliche Bedrohung.

Das Kriegsziel kann nur sein, Gaza völlig zu entmilitarisieren, die Terroristen zu eliminieren und das Gebiet so in einer Weise zu sichern, dass von da keine Gefahr mehr ausgeht. Wird das geschehen, ist das möglich? Es wird gegen die Stimmung einer verblendeten Weltöffentlichkeit geschehen müssen und es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Hisbollah und der Iran eingreifen, wenn dies geschieht…

Israel ist allein. Während ein nationalistisches Regime in der Ukraine mit Waffen und Milliarden unterstützt wird, von dem man nicht wissen will, dass es Judenmördern als Nationalhelden huldigt und die Opposition unterdrückt und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht einhält (wozu es verpflichtet ist), wird Israel von Deutschland vor allem rhetorisch unterstützt. Wenn die Sicherheit Israels «Deutschlands Staatsräson» ist: Sollte Deutschland seine Truppen und seine Leopardpanzer dann nicht lieber in den Gazastreifen schicken als in die Ukraine, wo sie im Dutzend bereits zerstört wurden?

Wie viele Pfifferlinge sind die Solidaritätserklärungen aus Berlin wert?

Das Blutbad war noch im Gange, als die Außenministerin sich befleißigt sah, vor einer «Eskalation» zu warnen. Zwei Tage nach dem Angriff erhob sich die deutsche Vertreterin bei den UN zu einer Gedenkminute, nicht für die Ermordeten, sondern für «die Opfer der jahrzehntelangen ausländischen Besatzung in den besetzten palästinensischen Gebieten». Am Tag fünf empfing Kanzler Scholz den Emir von Katar, dem Nordkorea der Arabischen Welt. Katar ist die Schutzmacht der Hamas, deren Anführer Ismail Hanije von dort das Pogrom plante. Katar ist neben Iran der Hauptfinanzier der Hamas und damit dieses Pogroms.

Die Tage vor uns sind dunkel. Aber wir wissen, dass der Herr, der Gott Israels, der Schöpfer, der Vater des Lichts, seine Offenbarungen gegeben hat für eine Zeit wie diese, für diese Zeit. Gott gibt Erkenntnis und die Fähigkeit, Lüge (auch über Israel) von Wahrheit zu unterscheiden dem, der demütig darum bittet. Wenn Nationen in den Lügen über Israel verharren und sich nicht davon lösen, werden sie in eine Dunkelheit eintreten, von der sie keine Vorstellung hatten. Wenn sie sich an Jesus halten, wird er das Licht auf ihrem Weg sein…

Der Hass auf Israel ist der Hass auf Gott. Mit dem Volk soll die Erinnerung an Gottes Wirken in der Geschichte, die Erinnerung an Gott selbst ausgelöscht werden. Der Widersacher will Gottes Verheißungen und seinen guten Plan mit seinem Volk verunmöglichen. «Sie machen listige Anschläge wider dein Volk (...) sie sprechen: ‹Kommt, wir wollen sie vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien, dass des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!›» (Psalm 83,4-5) Israel, Zion, das jüdische Volk ist einer Welt, die entweder gottlos ist oder Götzen verehrt, vollends «zum Taumelbecher» geworden, zum «Laststein», wie die Bibel vorhergesagt hat (Sach. 12)…

Gottes Verheißungen für Israel, und auch für jeden Menschen, der zu ihm ernstlich ruft, sind unverbrüchlich. Er hat sie an den Bestand des Kosmos geknüpft und an die gesamte Schöpfung. «So spricht der HERR, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, HERR der Heerscharen ist sein Name: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht der HERR, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage» (Jer. 31,35–36). Regierungen, Terrorbanden, Herrscher kommen – und gehen. Aber der Messias Israels kommt. Die Treue Gottes zu Israel und seine Verheißungen bleiben und sind unverbrüchlich. Im Kriegsdunkel scheint das Licht des Kommenden auf. Maranatha.“ (Bearbeitung und Hervorhebungen EdP)

Ergänzend hier Medienberichte der vergangenen Tage:

„Antonio Guterres: Das unfassbare Versagen des UN-Generalsekretärs

UN-Generalsekretär Guterres hat sich zu der Äußerung verstiegen, die Angriffe der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel seien 'nicht im luftleeren Raum' erfolgt. Eine unbegreifliche Relativierung eines barbarischen Massenmords.

Das muss man erst einmal schaffen: am Jahrestag der Gründung der Vereinten Nationen (24. Oktober 1945), 78 Jahre, nachdem ein Vertrag gültig wurde, in dem es um Frieden, die Rechte von Völkern und die Würde und den Wert von Menschen geht, sehr vieles, was in diesem Vertrag steht, mit Füßen zu treten.

Nicht, dass die Erwartungen an UN-Generalsekretär Antonio Guterres oder das Weltgremium noch besonders groß wären. Das sind sie schon lange nicht mehr. Auch der Verdacht, dass die Vereinten Nationen zum Gegenteil dessen geworden sind, wozu sie einst gegründet wurden, ist nicht ganz neu: Gewohnheitsmäßig werden sie von autoritären Staaten ausgenutzt, um Demokratien vorzuführen, gerade Russland hat dort große Expertise entwickelt. Und nicht, dass Israel nicht seit Jahrzehnten permanent mit einer Vielzahl von Resolutionen bedacht wird – seit 2015 sollen es 140 gewesen sein, mehr als doppelt so viele, wie gegen andere Staaten in dem Zeitraum akzeptiert wurden.

Aber Guterres gelang es, jede Befürchtung noch einmal zu überbieten. Es gelang ihm an dem Tag, an dem ein Kreis von Journalisten zum ersten Mal kaum erträgliche Bilder dessen sah, was Menschen in Israel, was Juden und Jüdinnen bei dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober angetan wurde.

Vielen fehlten die Worte. Dem Generalsekretär der UN nicht. Der barbarische Mord an Kindern, Frauen, Männern, hätte nicht im 'luftleeren' Raum stattgefunden. Das ist nicht nur eine Relativierung des schlimmsten Terroranschlages der jüngeren Vergangenheit. Es ist eine unvorstellbare Verletzung der Würde der Ermordeten, ihrer Angehörigen, aller Menschen. 

Es gibt dieses Untergremium der UN, es nennt sich Menschenrechtskommission, auch dieses ein Gremium, das bislang wenig entsprechend seinem Auftrag getan hat. Dennoch zur Erinnerung: In dessen Gründungsdokument steht, dass es die Verachtung der Menschenrechte war, die 'zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen'.

Mit diesen Akten der Barbarei war zuvorderst die Shoa gemeint. Sie war der Grund, warum nach 1945 eine fundamentale Neuformulierung der Menschenrechtsidee überhaupt angestrebt worden war. An diesem grauenvollen Sonnabend vor bald drei Wochen, das wird womöglich auch bei Antonio Guterres angekommen sein, wurden 1400 Juden zum Teil bestialisch ermordet. 

Hannah Arendt, die ja fast immer Recht hatte und fast immer missverstanden wurde, schrieb vor sehr langer Zeit, Menschenrechte, das sei der Inbegriff eines heuchlerischen oder schwachsinnigen Idealismus. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen ist offenbar angetreten, den Beweis dafür zu führen. 

Er sollte zurücktreten. Aber spielt es noch eine Rolle bei einem Gremium, das längst gegen alle Prinzipien arbeitet, für die es einst gegründet wurde?“

https://www.welt.de/debatte/plus248184876/Antonio-Guterres-Das-unfassbare-Versagen-des-UN-Generalsekretaers.html

„Regierungssprecher Hebestreit: Bundesregierung widerspricht Israel und spricht UN-Generalsekretär Vertrauen aus

Die Bundesregierung hat UN-Generalsekretär António Guterres nach seinen umstrittenen Äußerungen zum Nahost-Konflikt das Vertrauen ausgesprochen. 'Der UN-Generalsekretär hat natürlich das Vertrauen der Bundesregierung', sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin…

Er betonte zugleich die Solidarität der Bundesregierung mit Israel: ‚Wir stehen eng und unverbrüchlich an der Seite Israels.‘…

Der israelische Außenminister Eli Cohen attackierte Guterres und warf ihm vor, in einer anderen Welt zu leben. Der israelische UN-Botschafter Gilad Erdan rief den Generalsekretär später zum Rücktritt auf…“

https://www.welt.de/politik/ausland/article248190884/Solidaritaet-mit-Israel-Wie-die-Bundesregierung-auf-Guterres-Aeusserungen-reagiert.html

„UN-Generalversammlung: Bei dieser Resolution hätte Deutschland mit Nein stimmen müssen

Die UN fordern einen ‚sofortigen Waffenstillstand‘ im Nahen Osten. Das Recht auf Israels Selbstverteidigung wird in der Resolution nicht benannt, auch nicht die Hamas. Deutschland hatte 'uneingeschränkte Solidarität' mit Israel versprochen – und dies nun schon nach wenigen Tagen gebrochen.

Die Worte des Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) waren eindeutig. ‚Israel hat das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich und seine Bürgerinnen und Bürger gegen diesen barbarischen Angriff zu verteidigen‘, sagte er am 12. Oktober bei einer Regierungserklärung im Bundestag. ‚Beifall im ganzen Hause‘, notierten die Stenografen. Scholz ergänzte: ‚In diesem Moment gibt es für Deutschland nur einen Platz: den Platz an der Seite Israels.'

Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) war am darauffolgenden Tag noch eindeutiger geworden: 'Israel hat unsere uneingeschränkte Solidarität', sagte er. 'Israel hat alles Recht, sich zu verteidigen und wir werden es dabei unterstützen, wo immer es unsere Unterstützung braucht.'

Bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen hätte Israel die versprochene Unterstützung nun brauchen können. 22 arabische Staaten unter der Führung von Jordanien hatten eine Resolution für einen ‚sofortigen, dauerhaften und nachhaltigen humanitären Waffenstillstand‘ eingebracht.

Das israelische Recht auf Selbstverteidigung wird in dem Antrag nicht benannt. Und die islamistische Terrororganisation Hamas, die am 7. Oktober in Israel ein Massaker von unvorstellbarer Grausamkeit angerichtet hat, findet darin mit keinem einzigen Wort Erwähnung.

Zwar wird in der Resolution die ‚sofortige und bedingungslose Freilassung aller Zivilisten, die illegal gefangen gehalten werden‘ gefordert. Dass es sich um von der Hamas nach Gaza entführte Geiseln handelt, wird allerdings nicht deutlich. Wenn Deutschland sein Versprechen der ‚vollen Solidarität‘ hätte umsetzen wollen, hätte es beim Beschluss der Generalversammlung am Freitagabend mit Nein stimmen müssen. Doch am Ende stand lediglich eine Enthaltung…

Deutschland hätte ein klares Zeichen setzen und gemeinsam mit Israel und den USA gegen die Resolution stimmen müssen.

Eine Enthaltung ist kein klares Zeichen. Eine Enthaltung ist keine 'volle Solidarität' und keine Gewährung 'jedweder Unterstützung' für Israel, zu der der Bundestag die Regierung kürzlich in einem Entschließungsantrag aufgefordert hatte. Eine Enthaltung zu einem Waffenstillstand ist keine Unterstützung des völkerrechtlich verbrieften Rechts Israels, die Infrastruktur des Terrors zu zerstören. Die Resolution delegitimiert dieses Recht.

Neben Israel und den USA haben gerade einmal zwölf weitere Staaten gegen die Resolution gestimmt, darunter Österreich. 'Wir können keine Resolution unterstützen, die das im Völkerrecht verankerte Recht Israels auf Selbstverteidigung nicht anerkennt', erklärte das österreichische Außenministerium…“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article248248470/UN-Generalversammlung-Bei-dieser-Resolution-haette-Deutschland-mit-Nein-stimmen-muessen.html

„Michael Wolffsohn zu Gaza: Landet doch deutsches Geld bei der Hamas?

Fließt oder floss deutsches Geld an die Hamas-Terroristen? Nein, sagt Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Das bestätigt Svenja Schulze (SPD), Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit…

Volker Beck, der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, brandmarkte kürzlich einmal mehr: Mit deutschen Geldern würden palästinensische Schulbücher finanziert, die zu Hass und Gewalt gegen Israelis sowie gegen Juden aufriefen. Nicht nur Schulbücher, ebenfalls Kinder- und Jugendpublikationen. Sowohl von Hamas im Gazastreifen als auch unter der Regie der Palästinensischen Autonomiebehörden (PA) im Westjordanland. Baerbock widersprach. Jene Aufforderung zu Hass und Gewalt gebe es nicht. 

Was stimmt? Ein Schlüsseldokument beweist: leider nicht die Aussage unserer Außenministerin. Ebenso wenig Svenja Schulzes Dementi...

Das Grün deutscher Bürozimmerpflanzen hat sich inzwischen in tiefrote Blutströme von Israelis verwandelt…“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article248108988/Michael-Wolffsohn-zu-Gaza-Landet-doch-deutsches-Geld-bei-der-Hamas.html

(Diese Artikel ist ausführlich in „wöchentliches Gebet“ vom 15. Oktober wiedergegeben. https://erhebt-das-panier.de/index.php/woechentliches-gebet/985-woechentliches-gebet-25-oktober-2023


Ein Fazit dieser Nachrichten der vergangenen 3 Wochen in Schlagworten:

Der Bundeskanzler unseres Landes, Herr Olaf Scholz, sagt Ja und handelt Nein.

Der Vizekanzler unseres Landes, Robert Habeck, sagt Ja und handelt Nein.

Die Außenministerin unseres Landes, Frau Baerbock, sagt Ja und handelt Nein.

Die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Frau Schulze, sagt Ja und handelt Nein.


„Eure Rede sei aber: Ja – ja; nein – nein; *
was aber mehr ist als dieses, ist aus dem Bösen.“ (Mt 5,37)
*(Fußnote Elb.: d.h., euer Ja sei ein Ja, euer Nein sei ein Nein)

Es sei aber euer Ja ja, und euer Nein nein, damit ihr nicht unter Gericht fallt.“ (Jak 5,12b)

1. Gebet für die Gemeinde

Jesus hat Seine Gemeinde berufen, „Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit“ zu sein.  (1 Tim 3,15). Das bedeutet, wir müssen Dinge erkennen, wie sie in Wahrheit sind, und dann gemäß der Wahrheit Gottes handeln.

Wir können beten

  • dass die Gemeinde erkennt und bekennt, dass wir als Nation Deutschland Gottes Gericht verdient haben. „Es sei aber euer Ja ja, und euer Nein nein, damit ihr nicht unter Gericht fallt.“ (Jak 5,12b)
  • dass die Gemeinde Jesu im Land mit den Worten Daniels bekennen: „Wir haben gesündigt, unrecht getan, sind gottlos und widerspenstig gewesen und von deinen Geboten und Rechten abgewichen… Uns, HERR, treibt es die Schamröte ins Gesicht, unsren Königen, Fürsten und Vätern, dass wir gegen dich gesündigt haben!“  (Dan 9,5.8)
  • und Jesus danken, dass es auch in für uns aussichtslosen Situationen Hoffnung gibt. „Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich.“ (Mk 19,27)
  • und Jesus danken, dass ER uns herausfordert und ermutigt, mit Ausdauer zu beten. „Mit einem Gleichnis zeigte Jesus seinen Jüngern, dass sie immer beten müssen und darin nicht nachlassen dürfen.“ (Lk 18,1)
  • dass ER über Seiner Gemeinde den Geist des Gebets und Flehens ausgießen möge.
  • dass Jesus Seine Gemeinde befähigt, im Licht zu wandeln.Denn ihr waret einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!“ (Eph 5,8)
  • dass ER in Seiner Gemeinde viele Stimmen erhebt, die zur Wahrheit Seines Wortes stehen und gehört werden. „Falsche Lippen sind dem HERRN ein Greuel; wer aber die Wahrheit übt, gefällt ihm wohl.“ (Spr 12,22)
  • dass die Gemeinde in unserem Land an den Aussagen der Bibel festhält und bekennt: Alle Verheißungen Gottes für Sein Volk Israel sind gültig.

 „So spricht der HERR: Wenn man den Himmel droben messen kann und die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie verübt haben, spricht der HERR.“ (Jer 31,37)

"Ich frage nun: Hat etwa Gott sein Volk verstoßen? Das sei ferne!" (Röm 11,1)

2. Für unsere Regierung

Wir können beten

  • und die Schuld unserer Regierung bekennen, im politischen Handeln in vielen Punkten Entscheidungen getroffen zu haben, die der Nation Israel geschadet haben.
  • dass Gott in Seiner Gnade bei führenden Politkern Buße, Umkehr von diesem heuchlerischen, verlogenen und zerstörerischen Handeln herbeiführt. „Wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht trügen; er wende sich vom Bösen und tue Gutes, er suche den Frieden und jage ihm nach! Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren merken auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, welche Böses tun.“ (1 Petr 3,10-12)
  • dass Gott diejenigen, die ihre Herzen verhärtet haben und nicht umkehren wollen, aus ihren Ämtern entfernt.
  • und um Gnade bitten, dass unsere Regierung nicht länger gegen die Interessen Israels und den Plan Gottes mit Seinem Volk arbeitet. „Denn die Nationen…, die dir (Israel) nicht dienen wollen, werden untergehen, und diese Nationen werden gewiss vertilgt werden.“ (Jes 60,12)
  • dass das Handeln der deutschen Regierung von der Furcht Gottes bestimmt wird. „Wer über Menschen herrscht, muss gerecht sein, in der Furcht Gottes herrschen.“  (wörtl. aus der NKJV; 2 Sam 23,3)
  • dass eine grundsätzliche Wende der deutschen Politik gegenüber Israel zum Guten stattfinden möge! „Ausländer bauen deine Mauern wieder auf, ihre Könige stehen dir zu Diensten. (Jes 60,10)
  • dass Jesus unserem Land eine Regierung gibt, die anerkennt, dass das ganze Land Israel Seinem Volk, den Juden, gehört! „Ich will sie aus den Völkern herausführen und aus den Ländern zusammenbringen und will sie in ihr Land führen und sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Wohnorten des Landes!“ (Hes 34,13)

Psalm 33,10-12:

"Der HERR macht den Plan der Nationen zunichteer verhindert die Anschläge der Völker. Der Rat des HERRN besteht ewig, seines Herzens Gedanken für und für. Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er sich zum Erbteil erwählt hat!"

Heinz-Jürgen Heuhsen
1. November 2023


Drucken   E-Mail