Wachen und Beten – März 2022

"Freuet euch im Herrn allezeit; und abermals sage ich: Freuet euch!" (Phil 4,4)

Ist es das, was der Herr uns in diesem Monat sagen möchte - zu Covidpandemie, Energiekrise, Ukrainekrieg …?

Der Leiter einer Psychiatrischen Klinik, ein guter persönlicher Bekannter, sagte vergangene Woche, dass er mehr Aufnahmegesuche habe als je zuvor: Ängste, Depressionen, …  – und weniger Ärzte als je zuvor. Die Klinik hat elf feste Arztstellen, jedoch z.Zt. sind nur drei davon besetzt. Sie haben einen „headhunter“, schreiben überall ihre Stellen aus – aber es wollen nur noch wenige Menschen als Psychiater in einer Klinik arbeiten: es gibt zu viel Stress, Wochenenddienste …!

Und dann: „Freuet euch im Herrn allezeit?“ Und es gibt nicht nur diesen einen Vers. Die Sucheingabe in einer Stichwortkonkordanz für das Wort „Freude“ ergibt über 200 Stellen.

Daraus wird offensichtlich, dass Gott uns Menschen mit Gefühlen geschaffen hat. Nun stellen wir fest, dass auch unser Gefühlsleben durch Sünde nicht mehr den biblischen Ordnungen entspricht. Nur ein Beispiel dafür: ich schreibe dies zum Zeitpunkt von "Fasching" oder "Karneval". Für viele Menschen ist das eine Quelle von Freude und Spaß, die darin besteht, sich zu verkleiden (ich will eine andere Person sein, als die, die Gott geschaffen hat): als Superman, Zauberer, Polizist, Prinzessin …

  • sein Gesicht hinter einer Maske zu verbergen und ganz frei zu tun, was man immer schon einmal tun wollte …
  • mal richtig „einen drauf zu machen“ (viel Alkohol trinken, tanzen, anbändeln u.v.a.m.)
  • um in „Büttenreden“ richtig über andere herzuziehen und zu lachen - besonders über Politiker (die statt Spott dringend Gebet brauchen; dazu später mehr …)

Auch unsere Emotionen und unser Gefühlsleben sind durch Sünde verdorben. Dabei sagt die Bibel sehr deutlich, dass wir die uns von Gott gegebenen Gefühle haben und zum Ausdruck bringen sollen. Zwei Beispiele dafür:

Furcht, Angst

Der Krieg in der Ukraine hat deutlich gemacht: es gibt tatsächlich noch Krieg in Europa – und das könnte auch uns betreffen. Menschen sterben im Krieg. Was sagt Jesus zu Krieg und Furcht?

Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschrecket nicht; denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald“ (Lk 21,9).

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen, fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle“ (Mt 10,28).

Jesus sagt sogar: Angst ist gut – wenn sie durch die Erwartung einer echten Gefahr hervorgerufen wird. Die meisten Menschen fürchten sich jedoch vor den falschen Dingen.

Viele Menschen in unserem Land haben in der Illusion gelebt, dass für Europa die Zeit der Kriege vorbei sei. Jesus sagt etwas anderes, nämlich dass „Kriege und Unruhen … müssen kommen.“ Wir sollen uns jedoch nicht fürchten, sondern auf unsere Herzen achten. „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Rausch und Trinkgelage und Lebenssorgen …“ (Lk 21,34).

Freude

Wir haben bereits gelesen, dass Jesus möchte, dass wir uns freuen. Worüber sollen wir uns freuen?

Doch nicht darüber freuet euch, dass euch die Geister untertan sind; freuet euch aber, dass eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!“ (Lk 10:20)

Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das Verirrte? Und wenn es sich begibt, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich über dasselbe mehr als über die neunundneunzig, die nicht verirrt waren“ (Mt 18,12-13).

Was ist die Quelle deiner Freude?  Kannst du dich in unserer Zeit freuen – und das sogar allezeit? (Phil 4,4)

Es wird offensichtlich, dass wir Hilfe brauchen, damit wir Jesus von ganzem Herzen lieben können: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand …“ (Lk 10,27).

Mein Seelenleben, meine Emotionen sollen Gott gefallen. Ich möchte Ihn auch dadurch lieben, dass die Dinge, über die ich mich freue, denen entsprechen, über die Er sich freut.

Wie kann das gehen?

Um diese Frage zu beantworten, folgt hier ein Zitat aus dem Buch: „The Power for True Succes“; Institute in Basic Life Principles; S.120-124; USA 2001“ (Übersetzung EdP)

Freude

… Wie kann Freude mit Traurigkeit einhergehen?

Paulus erklärte, dass er großen Kummer und ständige Traurigkeit in seinem Herzen über diejenigen hatte, die sich weigerten, an den Herrn zu glauben. Doch gleichzeitig hatte er ständige Freude über die, welche auf das Evangelium reagierten (Röm 9,2, Phil 4,4). So lesen wir auch in 2 Kor 6,9b-10: "... wir leben, als Gezüchtigte und doch nicht getötet; als Betrübte, aber immer fröhlich“.

Es ist also möglich, gleichzeitig Freude und Traurigkeit zu empfinden.

Belohnungen der Freude

Freude hat physische, psychische und geistliche Auswirkungen, sowohl auf das Leben desjenigen, der sich freut, als auch auf das Leben derjenigen, die sich in der Nähe eines freudigen Menschen aufhalten, denn - Freude ist ansteckend. Freude setzt Hormone frei, die unser Immunsystem stärken. Daher ist ...

  1. Freude unsere Stärke – "... denn die Freude am Herrn ist eure Stärke" (Neh 8,10b)
  2. Freude unsere Gesundheit – "Ein fröhliches Herz fördert die Genesung“ (Spr 17,22)
  3. Freude ist unsere Leuchtkraft – „Ein fröhliches Herz macht das Angesicht heiter“ (Spr 15,13)

Was ist der Grund wahrer Freude?

1. Unsere ewige Errettung

Unsere größte Quelle von Freude ist die ewige Erlösung. Jesus betonte dies gegenüber seinen Jüngern, als er sagte: "Doch nicht darüber freuet euch, dass euch die Geister untertan sind; freuet euch aber, dass eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!“ (Lk 10,20).

Leider kann die Freude über unsere Errettung geschmälert werden oder verloren gehen, wenn wir Sünde in unserem Leben zulassen. Deshalb betete David: "Schaffe mir, o Gott, ein reines Herz und gib mir von neuem einen gewissen Geist!“ (Ps 51,12).

2. Ein gutes Gewissen

Weil Freude aus der Gemeinschaft mit dem Herrn kommt, wird alles, was diese Gemeinschaft behindert, unsere Freude schmälern. Nicht bekannte Sünde und Ungerechtigkeit z.B. schaden dieser Gemeinschaft, denn böse Taten sind aus der Finsternis und werden gewöhnlich auch im Finsteren getan. Gott ist Licht, und in Ihm ist keine Finsternis.

"... wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“ (1 Joh 1,7).

„Denn dies ist unser Ruhm: das Zeugnis unseres Gewissens“ (2 Kor 1,12).

3. Die Gebote des Herrn

Das ganze Gesetz erfüllt sich in dem Gebot, Gott zu lieben und einander zu lieben. Jesus erinnert uns im Johannesevangelium an die Freude, die sich aus der Einhaltung dieses Gebots ergibt:

"Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin. Solches habe ich zu euch geredet, auf dass meine Freude in euch bleibe und eure Freude völlig werde. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, gleichwie ich euch geliebt habe. Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde“ (Joh 15,9-13).

„Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele“ (Ps 19,8).

4. Die Prüfung der Verfolgung

Gerade die Prüfungen, vor denen sich die meisten Menschen fürchten, sind von Gott dazu bestimmt, Quellen der Freude zu sein. Jesus sagte:

„Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und lügnerisch allerlei Arges wider euch reden um meinetwillen! Freuet euch und frohlocket; denn euer Lohn ist groß im Himmel; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind“ (Mt 5,11-12).

Jakobus gibt ein weiteres Zeugnis für diese Wahrheit:

„Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisset, dass die Bewährung eures Glaubens Geduld wirkt“ (Jak 1,2-3). Auch Petrus erklärt, wie Leiden Freude erzeugt:  „Je mehr ihr der Leiden Christi teilhaftig seid, freuet euch, damit ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit frohlocken könnt“ (1 Petr 4,13).

Welche Schritte sind nötig, um Freude zu erleben?

Die Heilige Schrift enthält eine umfangreiche Liste von Geboten, die, wenn wir sie befolgen, unser Herz zur Freude bringen. Diese Liste findet sich in 1 Chr 16,8-11 sowie in Ps 105,1-4.

1. Dankt dem Herrn

Unsere erste Reaktion auf jede Situation sollte sein, Gott zu danken, denn das ist Gottes Wille für jeden Gläubigen (1 Thess 5,18).

Wir können Gott danken, weil

  • alle Dinge aus der Hand Gottes kommen (Hiob 1,21, Mt 10,29).
  • alles, was uns widerfährt, letztlich zu unserem Besten ist (Röm 8,28).
  • jeder Umstand unseren Charakter formen kann (Röm 8,29).
  • uns Schwierigkeiten und Bedrängnisse Gottes Wege lehren können (Ps 119,71).

Wenn wir diese Wahrheiten verstehen und einen dankbaren Geist entwickeln, haben wir die Grundlage für wahre Freude.

2. "Rufe Seinen Namen an"

Kummer und Entmutigung sind oft das Ergebnis des Versuchs, das Leben eines Christen in eigener Kraft zu führen. Freude dagegen ist das Wissen, dass nur Gott uns den Wunsch und die Kraft geben kann, Seinen Willen zu tun (Phil 2,13). Deshalb bringt Gott uns immer wieder in Situationen, die unsere menschlichen Fähigkeiten übersteigen, damit wir lernen, zu Ihm zu schreien und Seine übernatürliche Kraft in und durch uns zu erfahren.

Paulus entdeckte, dass er stark wurde, als er seine Schwäche anerkannte. "Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark" (2 Kor 12,10). Der beste Weg, unsere Schwäche und Abhängigkeit von Gott zum Ausdruck zu bringen, ist, zu Ihm zu rufen. Dazu lädt Gott uns ein: "... und rufe mich an am Tage der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen!“ (Ps 50,15). Dies wird auch in Jer 33,3 bekräftigt: "Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir große und unbegreifliche Dinge kundtun, die du nicht wusstest.“

3. "Singt Ihm, singt Ihm Psalmen"

Ein Psalm ist ein persönlicher, musikalischer Ausdruck für wichtige Ereignisse, die uns widerfahren. Wenn Gott auf unser Rufen mit mächtigen Taten antwortet, können wir unsere Freude und Dankbarkeit zeigen, indem wir ihm einen Lied singen. Dies war Davids Praxis, und wir sind aufgefordert, ihr zu folgen:

"Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, sondern werdet voll Geistes,- und redet miteinander in Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern und singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen“ (Eph 5,18-19). Ein freudiger Mensch singt.

4. "Das Herz derer, die den Herrn suchen, soll sich freuen"

Prüfungen und Bedrängnisse im Leben sind von Gott dazu bestimmt, unsere Neigung von den zeitlichen Dingen abzuwenden. Sie sollen uns motivieren, den Herrn zu suchen, in dessen "Gegenwart Freude in Fülle ist" (Ps 16,11). Die erste Voraussetzung, um den Herrn zu suchen, ist, dass wir es mit ganzem Herzen tun. "ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet“ (Jer 29,13). Wenn Gott unser ganzes Herz hat, erfüllt er es mit Freude, denn „Der Herr gewährt allen, die in Lauterkeit wandeln, das höchste Glück.!“ (Ps 84,12b).

1. Für die Gemeinde

Seid fröhlich in Hoffnung, in Trübsal haltet stand, seid beharrlich im Gebet!“ (Röm 12,12)

Wie wir eingangs gehört haben, leiden viele Menschen in unserem Land an Ängsten, Depressionen, … und suchen Hilfe. Jesus hat eine Lösung dafür: „Ihr seid das Licht der Welt.“ (Mt 5,14) Wenn wir, die Gemeinde Jesu, Seine wahre Freude in unseren Herzen und auf unseren Gesichtern tragen, kann der Herr dadurch Menschen erreichen. „Ein fröhliches Herz macht das Angesicht heiter“ (Spr 15,13)

Aber weil Freude nicht einfach da ist, sondern sehr umkämpft ist, betet Paulus: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude…“ (Röm 15,13). Weil diese Freude besonders für Beter sehr wichtig ist, hat Gott eine wunderbare Zusage für uns: „Die Fremdlinge, die sich dem HERRN anschließen, um ihm zu dienen und des HERRN Namen zu lieben, … die will ich zu meinem heiligen Berge führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; … denn mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker“ (Jes 56,6-7).

Wir können beten

  • und bekennen, dass wir, die Gemeinde, häufig dem Geist der Welt Raum gegeben und auf Schwierigkeiten mit Jammern und Klagen reagiert haben
  • und bekennen, dass wir selber versucht haben, Freude zu finden – aber auf falschen Wegen
  • und danken, dass wir durch das Blut Jesu und die Gnade Gottes ein gutes Gewissen haben dürfen. Welch eine Freude! „Denn dies ist unsere Freude: das Zeugnis unseres Gewissens“ (2 Kor 1,12 KJV).
  • und Gott bitten, dass Er uns hilft, Freude an dem zu finden, was Sein Herz erfreut
  • dass wir uns der Bedeutung unserer Errettung immer wieder bewusst machen und unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen. „… freuet euch, dass eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!“ (Lk 10,20)
  • dass wir im Gebet darum ringen, dass Menschen errettet werden und wir uns darüber freuen, wenn Gott unser Gebet erhört (Mt 18,13)
  • dass wir Gottes Medizin gegen Depression kennen und nutzen dürfen. „Ein fröhliches Herz fördert die Genesung; aber ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.“ (Spr 17,22)
  • ... 

2. Für Aliyah

Die folgenden Zitate machen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine die Bedeutung der Aliyah für die ukrainischen Juden überdeutliche.

„Israel bereitet sich auf 10.000 Einwanderer aus der Ukraine in den kommenden Wochen vor

Die israelische Regierung schätzt, dass in den kommenden Wochen rund 10.000 Ukrainer nach Israel einwandern werden …

Das Ministerium für Einwanderung und Aufnahme berief am vergangenen Donnerstag unter der Leitung von Minister Tamano Shata eine Dringlichkeitssitzung ein, bei der der Minister ein interministerielles Team zusammenstellte, um angesichts des drastischen Anstiegs der Anträge bürokratische Hürden für potenzielle Einwanderer zu beseitigen und Einwanderungsvisa auf digitalem Wege auszustellen. Dies geschieht zusätzlich zur Verstärkung der Absorptionsabteilung am Ben-Gurion-Flughafen und der Zusammenarbeit mit den IDF.

Das Ministerium schloss: "Wir rufen die Juden der Ukraine auf, nach Israel - Ihrer Heimat - einzuwandern."

Im gesamten Jahr 2021 machten insgesamt 13.006 Juden Aliyah aus Osteuropa nach Israel. Daher sind 10.000 Einwanderer aus der Ukraine in einem Monat beachtlich und dramatisch. Wie die Jerusalem Post berichtet, bietet Israel den fliehenden Juden aus der Ukraine kostenlose Unterkunft und Verpflegung. Den ukrainischen Juden wird angeboten, für einen Zeitraum von zwei Wochen bis zu einem Monat in Hotels zu wohnen - mit der Möglichkeit, diesen Zeitraum weiter zu verlängern.“ (Übersetzung EdP)

https://www.jpost.com/diaspora/article-698746

„Ukrainische Juden, gezeichnet von einer blutigen Geschichte, finden sich als Flüchtlinge wieder

In der gesamten Ukraine machen Juden eine historisch jüdische Erfahrung: Sie werden zu Flüchtlingen.

Hunderte von ihnen aus Odessa haben sich auf den Weg zu einem unwahrscheinlichen Ziel gemacht, dem verarmten Land Moldawien, dessen Hauptstadt Chisinau Schauplatz eines großen Pogroms war, das zu einem Symbol für die jüdische Emigration aus Osteuropa im frühen 20. Jahrhundert wurde.

Da russische Truppen in die Ukraine einmarschieren und ihre Städte bombardieren, sind viele Ukrainer auf der Flucht, sowohl innerhalb des Landes als auch in dem Versuch, in andere Länder zu gelangen. Dem Guardian zufolge ziehen die Grenzübergänge im Westen und Süden des Landes Tausende von Ausreisewilligen an. Außerdem gibt es mindestens 100.000 Binnenflüchtlinge.

Einige der in der Ukraine lebenden Juden - mindestens 43.000 und möglicherweise noch viel mehr - sind Teil dieser unglücklichen Migration …

Als die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland im November zu eskalieren begannen, sagten einige israelische Beamte, dass sie sich auf eine Masseneinwanderungswelle aus der Ukraine vorbereiteten, wo laut einer demografischen Studie über das europäische Judentum aus dem Jahr 2020 mindestens 200.000 Juden und ihre Verwandten nach Israel einwandern dürfen.

Bislang ist die Welle nicht in dem Maße eingetreten, wie es die Behörden erwartet hatten. Aber die israelische Botschaft, die zusammen mit anderen ausländischen Botschaften von Kiew nach Lemberg im Westen des Landes umgezogen ist, hat in diesem Monat Anträge von etwa 3.000 Ukrainern registriert, die noch nicht die israelische Staatsbürgerschaft besitzen, in das Land einzuwandern.

Weitere rund 5.000 Anträge auf Einreise nach Israel stammten von Menschen in der Ukraine, die bereits Staatsbürger sind, teilte die Botschaft laut mit.“

https://www.timesofisrael.com/ukrainian-jews-scarred-by-a-bloody-history-find-themselves-refugees-once-again/

„Ukrainischer Rabbiner, der 35 Gemeindemitglieder im Keller seiner Synagoge beherbergt, bittet um Hilfe

Jisroel Silberstein Der einzige Rabbiner in Tschernihiw, einer Stadt nordöstlich von Kiew, nahe der Grenze zu Weißrussland und Russland, wandte sich am Sonntag an das Weltjudentum, um seiner Gemeinde und 16 anderen in der Ukraine zu helfen, das abzuwenden, was er als eine sich entwickelnde humanitäre Krise bezeichnete.

Rabbiner Yisroel Silberstein, ein Chabad-Rabbiner, der ursprünglich aus Crown Heights in Brooklyn stammt, erklärte gegenüber der Times of Israel, dass die Mitglieder seiner Gemeinde nur noch über begrenzte Lebensmittelvorräte verfügten und es ihnen an grundlegenden Dingen wie Schlafsäcken mangele.

Etwa 35 Menschen seien im Keller der Synagoge untergebracht…

Weitere 17 Personen, darunter seine Frau und neun seiner 10 Kinder, seien im Keller seines Hauses untergebracht …

‚Den Menschen gehen die Lebensmittel und Vorräte aus. Wir befinden uns am Rande einer humanitären Krise. Wir haben vor zehn Tagen Lebensmittel bestellt, die wegen der Kämpfe nicht mehr rechtzeitig ankamen‘, sagte er.

'Wir brauchen Lebensmittel, Schlafsäcke und Heizmaterial. Wir haben eine Kampagne ins Leben gerufen, um die Gemeinden an der Frontlinie zu unterstützen' …

Tschernihiw, auch bekannt als Tschernigow, ist eine Stadt mit rund 300.000 Einwohnern. Dort leben etwa 3.500 Juden.

‚Nur sehr wenige Juden, von denen wir wissen, haben die Stadt verlassen‘, sagte Silberstein. ‚Man hat nicht geglaubt, dass so etwas passieren würde. Jetzt kann man nicht mehr weg. Wir sind in der Stadt von russischen Truppen umzingelt. Die Brücken und alle Straßen in und aus der Stadt sind entweder vermint oder wurden gesprengt.‘“

https://www.timesofisrael.com/ukrainian-rabbi-pleads-for-world-jewry-to-ward-off-humanitarian-crisis/

Wir sehen auch hier die Aktualität der Aussagen des prophetischen Wortes der Bibel: „Darum seht, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr sagen wird: So wahr der HERR, lebt der die Kinder Israel aus Ägyptenland geführt hat! sondern: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel herausgeführt hat aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Ländern, wohin er sie verstoßen hat! Denn ich will sie wieder in ihr Land führen, das ich ihren Vätern gegeben habe. Seht, ich will viele Fischer senden, spricht der HERR, die sie fischen sollen; darnach will ich viele Jäger senden, die sie jagen sollen von allen Bergen und von allen Hügeln und aus den Felsenklüften.“ (Jer 16,14-16)

Lasst uns weiter beten, dass die Juden in der Ukraine – und auch die Juden weltweit – den Zeitpunkt nicht verpassen, zu dem sie noch in ihre Heimat Israel zurückkehren können.

Wir können beten

  • und um Gnade bitten für die, die nicht geglaubt haben, dass diese prophetischen Worte wirkliche geschehen könnten.
  • dass diese Erschütterung nicht schnell verfliegt, sondern anhält - auch nach dem Ende der aktuellen Kampfhandlungen in der Ukraine
  • und bitten, dass viele Juden in der Ukraine sich aufmachen und nach den Worten des Propheten Hosea sich jetzt bebend zu dem HERRN und zu seiner Güte flüchten. „Denn die Kinder Israel werden viele Tage ohne König bleiben und ohne Fürsten, …. Darnach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren Gott, und David, ihren König, suchen und werden sich bebend zu dem HERRN und zu seiner Güte flüchten am Ende der Tage.“ (Hosea 3,4-5)
  • dass Gott zu den verantwortlichen Leitern der Juden im Exil redet, damit sie ihre Gemeinden zur Heimkehr in ihr Land Israel auffordern.
  • um Schutz und Weisheit für alle Christlichen Gruppen wie z.B. Ebenezer Operation Exodus, die jetzt versuchen, Juden in der Aliyah zu unterstützen. „Ach, HERR, hilf! Ach, HERR, lass wohl gelingen!“ (Ps 118,25)
  • dass die Juden nicht nach Deutschland fliehen um dort zu bleiben (aktuell bietet die Bundesbahn für Flüchtlinge eine kostenlose Bahnfahrt nach Deutschland an), sondern nach Israel wollen und auch wirklich dorthin weitergeleitet werden
  • dass die Gemeinde intensiv für die Rettung der Juden und ihre Rückkehr ins Land betet. „Denn also spricht der HERR: Frohlocket mit Freuden über Jakob und jauchzet über das Haupt der Völker! Verkündet, singet und sprechet: Rette, o HERR, dein Volk, den Überrest Israels!“ (Jer 31,7)
  • ...

3. Für die Regierung

Viele unserer Regierenden haben bei ihrer Vereidigung anlässlich ihres Amtsantrittes gesagt, dass sie ohne Gotte Hilfe regieren wollen. Solche Menschen werden im Epheserbrief mit folgenden Worten angesprochen: „Die Menschen, die Gott nicht kennen, werden von ihrem verkehrten Denken in die Irre geführt werden. Ihr Verstand ist verdunkelt und sie haben keinen Zugang mehr zum wahren Leben, zu Gott. Das kommt von ihrer Unwissenheit und ihrem verhärteten Herzen.“ (Eph 4,17-18)

Für jeden, der mit Objektivität und geistlichem Verständnis die Äußerungen und Maßnahmen unserer Regierung in den vergangenen Monaten verfolgt hat, wird dies an folgenden ausgesprochenen Ankündigungen und danach erfolgten erfolgten Maßnahmen sehr deutlich:

  • Deutschland wird keine Waffen an die Ukraine liefern (Wirtschaftsminister Habeck am 24. Februar)
  • Deutschland liefert Waffen an die Ukraine (Bundeskanzler Scholz am 25. Februar)
  • Der Wehretat wird gekürzt auf 1,2 % (Finanzminister Scholz in der letzten Regierung)
  • Der Wehretat wird auf über 2% erhöht (Bundeskanzler Scholz am 27. Februar)
  • Kohlekraftwerke werden abgeschaltet.
  • Es ist unverantwortlich, Kohlekraftwerke schnell abzuschalten. (Sachsen-Anhalts Regierungschef Haselhoff am 27 Februar)
  • Wir werden keine Impflicht einführen (vor der Wahl)
  • Wir werden Impfpflicht einführen (nach der Wahl).

Zu dieser letzten Frage eine neue Meldung:

„Coronavirus: Impf-Nebenwirkungen deutlich mehr als bisher bekannt

Erstmals liegen zu Nebenwirkungen von Covid-Impfstoffen die Zahlen eines großen deutschen Krankenkassenverbands vor. Der Vorstand der BKK ProVita, Andreas Schöfbeck, hat die Daten von Millionen Versicherten der BKK-Gruppe analysieren lassen. Die Gesamtzahl der Nebenwirkungen liegt demnach um ein Vielfaches höher als die, die durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet werden.

Bei der BKK ProVita sei man nach Angaben Schöfbecks hellhörig geworden, seit im Fallmanagement der Krankenkasse immer öfter Diagnosen aufgetreten seien, die auf Impfnebenwirkungen schließen ließen …

'Gemäß unserer Berechnungen halten wir 400.000 Arztbesuche unserer Versicherten wegen Impfkomplikationen bis zum heutigen Tag für realistisch', sagt Schöfbeck: 'Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung läge dieser Wert bei drei Millionen.' … Zur Art und Schwere der Beschwerden könne auf Basis des Datenpools keine Aussage getroffen werden, so Schöfbeck: 'Klar ist nur: Es ist den Leuten so schlecht gegangen, dass sie zum Arzt gegangen sind.'

Mit seinen Erkenntnissen wandte sich Schöfbeck in den vergangenen Tagen an verschiedene Institutionen, darunter die Bundesärztekammer, die Kassenärztliche Vereinigung, den GKV-Spitzenverband und die Ständige Impfkommision (Stiko). Das Schreiben an Paul Cichutek, den PEI-Präsidenten, ist mit dem Betreff 'Heftiges Warnsignal bei codierten Impfnebenwirkungen nach Corona Impfung' überschrieben. Der Verfasser erklärt darin, man sehe die neuen Zahlen 'als erhebliches Alarmsignal an, das unbedingt beim weiteren Einsatz der Impfstoffe berücksichtigt werden muss'. Er erwarte schnelle Antworten, weil eine 'Gefahr für das Leben von Menschen' nicht ausgeschlossen werden könne.

Lesen Sie hier den Brief im Wortlaut

Schöfbeck ist seit 21 Jahren Vorstand der BKK Pro Vita mit Sitz in München. Der Krankenkassenbetriebswirt sagt, er fühle sich seinen Versicherten verpflichtet. Daher mache er die Daten öffentlich: 'Die Zahlen, die sich bei unserer Analyse ergeben haben, sind sehr weit weg von den öffentlich verlautbarten Zahlen. Es wäre ethisch falsch, nicht darüber zu sprechen.'…

Vom Paul-Ehrlich-Institut war bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu erhalten.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus237106177/Coronavirus-Impf-Nebenwirkungen-deutlich-mehr-als-bisher-bekannt.html

Wir brauchen Regierende, die aus der Furcht Gottes heraus handeln – und eine Gemeinde, die intensiv für die Regierung betet. Nicht für das Land und die Regierung gemäß den Anweisungen Gottes in der Bibel zu beten, wird im Buch Samuel als Sünde bezeichnet. „Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem HERRN dadurch zu versündigen, dass ich davon abließe, für euch zu beten und euch zu lehren den guten und richtigen Weg!“ (1 Samuel 12,23)

Wir können beten

  • dass Gott den Leitern in der Gemeinde hilft, die Notwendigkeit des Gebets für die Regierenden zu erkennen. „Wir selbst werden uns auch weiterhin mit ganzer Kraft dem Gebet und der Verkündigung der Botschaft Gottes widmen“ (Apg 6,4)
  • dass Gott uns als Christen davor bewahrt, die Regierung zu kritisieren und über sie zu schimpfen anstatt zu beten
  • dass Gott Menschen im Parlament erwecken möge, die Ihm in ihrer Aufgabe als Abgeordnete des Bundestages mit ungeteiltem Herzen dienen. „Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen.“ (Jak 1,8)
  • dass Politiker den Mut haben, für Wahrheit und Gerechtigkeit ihre Stimmen zu erheben, ihre Stimmen gehört und in politisches Handeln umgesetzt werden. „So spricht der HERR: Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit!“ (Jes 56,1)
  • dass Gott unserem Land Gnade geben möge, dass Menschen in verantwortliche Positionen kommen, die in der Furcht des Herrn handeln.
  •  dass Er es auch jetzt noch ermöglicht, dass alle Aspekte und Informationen, die zu sachlich angemessenen Entscheidungen in der Frage „Impflicht oder nicht“ beitragen können, berücksichtigt werden. „Wo nicht weiser Rat ist, da geht das Volk unter; wo aber viele Ratgeber sind, findet sich Hilfe.“  (Spr 11,14)
  • dass Sein Wille in der im März anstehenden Landtagswahl im Saarland geschieht.

4. Landtagswahlen

Saarland: 27. März 2022
Schleswig Holstein: 8. Mai 2022
Nordrhein Westfalen: 15. Mai 2022
Niedersachsen: 9. Oktober 2022                      

Möge der Herr uns helfen, als Beter mit Ausdauer fest zu stehen.

Heinz-Jürgen Heuhsen
März 2022


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