Wachen und Beten – Juni 2021

Gott hat Sein Volk Israel im Mai durch elf schwierige Tage geführt. ER hat damit der Welt, d.h. allen die es sehen wollen, wieder einmal vor Augen geführt, was die wahren Ziele der Hamas und der Palästinenser sind. Darauf gehen wir im Teil 2 dieses Gebetsbriefes genauer ein.

Wir wissen, dass es im Kern um einen geistlichen Kampf geht. Das muss die Gemeinde verstehen.

Der Name „Jerusalem“ wird fast 1000 Mal in der Bibel erwähnt, was allein von der Statistik her die immense geistliche Bedeutung dieser Stadt unterstreicht. Der geistliche Kampf um Jerusalem ist deshalb so heftig, weil Gott Seinen Anspruch auf diese Stadt klar artikuliert.

Darüber hinaus spricht Gott von Jerusalem, ohne den Namen selbst zu erwähnen. Er gebraucht Umschreibungen bzw. den Namen „Zion“.

an dem Ort, den der HERR erwählen wird, dass sein Name daselbst wohne“ (5 Mose 16,2.6.11.15-16)

Denn der Herr hat Zion erwählt und sie zu seiner Wohnung begehrt: Dies ist für immer meine Ruhestatt, hier will ich wohnen; denn so habe ich es begehrt.“  (Ps 132,13-14)

Jerusalem … ist des großen Königs Stadt“ (Mt 5,35).

Diese Stadt ist das Ziel Gottes, in der Er mit all denen leben wird, die Ihn lieben.

Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam, welche die Herrlichkeit Gottes hat.“ (Offb 21,10)

Bis wir jedoch zu diesem Ziel gelangen, findet ein heftiger Kampf um Jerusalem statt.

So spricht Gott, der HERR: Dieses Jerusalem, inmitten der Nationen habe ich es gesetzt und Länder rings um es her.“ (Hes 5,5)

Und es soll geschehen an jenem Tage, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reißen“ (Sach 12,3)

Was bedeutet diese Erkenntnis für uns?

1. Für die Gemeinde in Deutschland

Es gibt immer noch sehr viele Geschwister im Land, die die Bedeutung Israels und des Kampfes um Jerusalem in unserer Zeit nicht erkannt haben und deshalb weder im Gebet noch im praktischen Handeln für Gottes Pläne mit Jerusalem einstehen. Doch Gott wird zu jedem reden, der die Wahrheit wirklich wissen will.

Wir können beten

  • dass Gott vielen Pastoren, Leitern und Gemeindegliedern die Augen für Seine Pläne mit Jerusalem und Israel in dieser Zeit öffnen möge. „Und es wird keiner mehr seinen Mitbürger und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn es werden mich alle kennen, vom Kleinsten bis zum Größten unter ihnen“ (Hebr 8,11).
  • dass viele die ausdrückliche Berufung, für Jerusalem im Gebet einzutreten, ergreifen. „O Jerusalem, ich habe Wächter auf deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen! Die ihr den HERRN erinnern sollt, gönnt euch keine Ruhe! Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem herstellt und bis er es zu einem Ruhm auf Erden setzt!“ (Jes 62,6-7)
  • dass diejenigen, die schon lange Jahre beten, sich immer wieder neu vom Wort her stärken lassen und sich untereinander ermutigen, mit Ausdauer für die Erfüllung des Planes Gottes mit Seiner Stadt und Seinem Volk zu beten. „Ich wünsche nur sehnlichst, dass jeder von euch genau denselben Eifer an den Tag legt, wenn es darum geht, die Hoffnung auf das, was Gott uns versprochen hat, mit voller Kraft bis zum Ende durchzuhalten. Ihr dürft darin nicht nachlassen! Nehmt euch ein Beispiel an denen, die Glauben und Ausharren bewahrt und darum empfangen haben, was Gott versprochen hat“ (Hebr 6,11-12).
  • dass Gott allen Betern besonders für dieses Thema Seinen Geist des Gebets schenkt, der Geduld und freudige Zuversicht in ihren Herzen freisetzt. „Wir wollen nicht müde werden zu tun, was gut und recht ist. Denn wenn die Zeit da ist, werden wir auch die Ernte einbringen; wir dürfen nur nicht aufgeben“ (Gal 6,9).

2. Beziehung Deutschland – Israel

Unsere Regierung weigert sich seit Jahren, das was offensichtlich ist und auch immer wieder ausgesprochen wird, zur Kenntnis zu nehmen und entsprechend zu handeln. Ein kurzer Abschnitt aus einem Zeitungsartikel vom 12. Mai macht das deutlich.

„‘Pforzheimer Zeitung‘ (Deutschland): ‚Die Bundesregierung schaut tatenlos zu

Deutschland hat seinen Anteil daran, dass der Hass auf Israel und die Juden in den Palästinensergebieten explodiert. Seit Jahren ignoriert Berlin Warnungen, dass auch mit deutschen Steuermitteln arabische Schulbücher finanziert werden, die Israel dämonisieren und Juden zu Feinden des Islam erklären. Ebenso schaut die Bundesregierung tatenlos zu, wie Palästinenserpräsident Abbas internationale Gelder dazu missbraucht, um Familien von Terroristen großzügig zu „entschädigen“. Je schlimmer das Verbrechen, desto höher die Belohnung. Judenmörder werden in den palästinensischen Autonomiegebieten zu „Märtyrern“ verklärt, Schulen und Sportstadien nach ihnen benannt. Die Saat des Hasses geht nun auf.“

https://www.welt.de/politik/deutschland/article231076831/Stimmen-zu-Israel-Lage-ist-so-dramatisch-dass-neue-Intifada-zu-befuerchten-ist.html 

Das ist der derzeitige Stand eines jahrelangen Trends unserer deutschen Außenpolitik.

Artikel in der Welt 13. Dezember 2017

Deutschlands Botschaft gehört nach Jerusalem ... Deutschland muss endlich aufhören, mit Millionenzahlungen an die palästinensische Autorität Ehrenrenten für Terroristenfamilien zu finanzieren ... Und Deutschland sollte seine Botschaft nach Jerusalem verlegen ...“

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article171554817/Deutschlands-Botschaft-gehoert-nach-Jerusalem.html 

Im August 2018 schrieb Außenminister Heiko Maas einen Gastkommentar für das Handelsblatt. Es ging unter anderem darum, dass die USA der UNRWA, dem Hilfswerk der UNO, das allein für die Unterstützung palästinensischer „Flüchtlinge“ arbeitet, einen Großteil der Unterstützungsgelder gestrichen hatte. Die USA begründete diesen Schritt damit, dass die Gelder zum großen Teil der Hamas zugeflossen seien. Reaktion Deutschlands durch Außenminister Maas:

Wir lassen nicht zu, dass die USA über unsere Köpfe hinweg handeln

... Deshalb haben wir die Mittel für das Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) erhöht …

https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-wir-lassen-nicht-zu-dass-die-usa-ueber-unsere-koepfe-hinweg-handeln/22933006.html?ticket=ST-673359-6gSh1SsY59wPocFOWIVA-ap4 

Dann ein Zeitsprung in die letzten Wochen.

10. Mai 2021 „Jerusalem: Radikale Araber wollen ‚judenreine‘ Stadtviertel

Der Konflikt, der sich gerade in Jerusalem entlädt, reicht weit zurück. Aktuell wird er angeheizt durch jene, die von der ethnischen Säuberung ganz Israels nach dem Vorbild Ost-Jerusalems träumen. Gerade Deutschland kann und darf das nicht durch Schweigen billigen…

Auf den ersten Blick scheint die Lage in Jerusalem klar: Araber aus Ost-Jerusalem wehren sich gegen israelische Zwangsräumungen. Doch im Nahost-Konflikt täuscht der erste Blick fast immer. Um die aktuellen Bilder zu verstehen, muss man in die Geschichte eintauchen.

Seit 2000 Jahren lebten Juden im Stadtteil Schimon HaTzadik. Ende des 19. Jahrhunderts, als Jerusalem zum Osmanischen Reich gehörte und die Bevölkerungsmehrheit jüdisch war, siedelten hier viele jemenitische Juden. Als Palästina nach 1918 einen Aufschwung erlebte, setzte eine starke arabische Zuwanderung ein. Aufgestachelt vom Hitler-Anhänger und Großmufti al-Husseini, griffen zwischen 1936 und 1939 Araber aus dem benachbarten Stadtteil Scheich Dscharrah die Juden in Schimon HaTzadik an.

Statt sie zu verteidigen, ordneten die Briten ihre Evakuierung an. Als Jordanien 1948 entgegen dem Beschluss der UN Ost-Jerusalem besetzte, wurden die letzten Juden vor die Alternative Flucht oder Tod gestellt. Ihr Eigentum wurde beschlagnahmt, der Name Schimon HaTzadik getilgt. 1967 wurde im Sechstagekrieg Ost-Jerusalem von Israel erobert, 1980 erfolgte die verwaltungsmäßige Wiedervereinigung der Stadt.

Und so wie hierzulande mit der deutschen Einheit der von den Kommunisten enteignete Besitz zurückgegeben wurde, haben in Jerusalem enteignete Juden Anspruch auf Rückgabe ihres Eigentums. Seit 20 Jahren versuchen die jüdischen Eigentümer von vier Häusern in Schimon HaTzadik auf legalem Weg, ihr Eigentum zurückzubekommen. Israels Oberstes Gericht gab ihnen nun recht.

Das Ergebnis ist Gewalt, weil radikale Kräfte unter den Palästinensern immer noch nicht die Vorstellung akzeptieren, Juden und Araber könnten sich friedlich das Land teilen. Zu ihnen gehört die Fatah, deren Vorsitzender vor 16 Jahren zum Präsidenten der palästinensischen Selbstverwaltung gewählt wurde und seitdem sein Volk nicht wählen lässt.

Zu ihnen gehören alle, die eine Normalisierung des Verhältnisses zwischen Israel und den arabischen Staaten torpedieren wollen und von der ethnischen Säuberung ganz Israels nach dem Vorbild Ost-Jerusalems träumen.

Alle Aufrufe zur Mäßigung wirken verlogen, sofern sie nicht den Kern des Problems benennen: den Wunsch radikaler Araber, die arabischen Viertel Jerusalems ‚judenrein‘ zu erhalten. Gerade Deutschland kann und darf das nicht durch Schweigen billigen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article231034941/Jerusalem-Radikale-Araber-wollen-judenreine-Stadtviertel.html?cid=onsite.onsitesearch

10. Mai 2021 „Gewaltsame Unruhen auf dem Tempelberg

Nach einem Wochenende mit gewaltsamen Ausschreitungen und Raketenangriffen sind die Unruhen in Ost-Jerusalem am Montagvormittag weitergegangen. Ab etwa 8 Uhr Ortszeit warfen Palästinenser Steine auf die Mughrabi-Rampe, den einzigen Zugang zum Tempelberg für Nicht-Muslime.

Israelische Sicherheitskräfte betraten daraufhin das Areal und gingen gegen die Aufständischen vor. In den Auseinandersetzungen wurden etwas mehr als 300 Palästinenser verletzt, viele kamen ins Krankenhaus. Die Polizei sprach von neun verletzten Beamten, einer musste stationär behandelt werden.

Auch auf den Straßen am Fuße des Tempelbergs kam es zu Gewaltszenen. Bilder einer Sicherheitskamera zeigen, wie Palästinenser das Auto eines jüdischen Fahrers nahe des Löwentors mit Steinen bewerfen....

Fatah ruft zu Gewalt auf

Angesichts der Lage haben die zuständigen Behörden am Montagmorgen – noch vor Ausbruch der erneuten Gewalt – Juden verboten, das Tempelberg-Areal zu betreten...

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas, verurteilte am Montag erneut den ‚brutalen Sturm und Angriff auf Gläubige in der gesegneten Al-Aqsa-Moschee‘. Dies stelle eine neue Herausforderung für die internationale Gemeinschaft dar. Abbas' Partei Fatah hatte am Wochenende zu einer Fortführung der Unruhen aufgerufen.

Tage der Gewalt

Bereits während des Wochenendes waren Palästinenser und israelische Sicherheitskräfte in Ostjerusalem schwer aneinander geraten. Mehr als 300 Palästinenser wurden verletzt. Zehntausende Muslime kamen am Samstagabend anlässlich der „Nacht der Bestimmung“ auf das Tempelberg-Areal. Laut Überlieferung empfing der muslimische Prophet Mohammed in dieser Nacht den Koran.

Auf Bildern ist zu sehen, wie die Muslime für den Kampf gegen israelische Sicherheitskräfte Steine mit Schubkarren heranschafften und zum Teil in der Al-Aqsa-Moschee selbst horteten. Treppenaufgänge wurden mit Felsbrocken blockiert. Während der gewaltsamen Proteste waren zahlreiche Flaggen der Terror-Organisation Hamas zu sehen. Die Gläubigen verbarrikadierten sich zum Teil in der Moschee und griffen von dort die Sicherheitskräfte an…

UN: Israel muss sich zurückhalten

UN-Generalseketär António Guterres rief Israel am Sonntag dazu auf, „maximale Zurückhaltung“ zu üben… Im Laufe des Wochenendes riefen mehrere Länder zur Deeskalation auf… Der Staatenverbund Europäische Union rief bereits am Samstag „alle Seiten“ zur Zurückhaltung auf. Dem schloss sich die Deutsche Bundesregierung am Montag an.

https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2021/05/10/gewaltsame-unruhen-auf-dem-tempelberg/?

25. Mai „Abbas: Waffenstillstand muss Ende der jüdischen Besuche auf dem Tempelberg beinhalten

Der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas muss ein Verbot von Besuchen von Juden auf dem Gelände der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg beinhalten, sagte der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas gegenüber Ägypten und Jordanien.

Abbas stellte diese Forderung bei getrennten Treffen mit dem ägyptischen Außenminister Sameh Shoukry und dem jordanischen Außenminister Ayman Safadi, die beide in den vergangenen 24 Stunden Ramallah besuchten...

Die Palästinenser bezeichnen Besuche von Juden auf dem Tempelberg regelmäßig als ‚Übergriffe‘, bei denen die Juden den Tempelberg ‚stürmen‘...

Er (Abbas) betonte auch die Notwendigkeit, den Friedensprozess mit Israel unter der Schirmherrschaft der Mitglieder des Quartetts - den USA, den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Russland - wiederzubeleben, um einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zu errichten...

Safadi warnte auch, dass die Vertreibung palästinensischer Familien aus ihren Häusern im Ost-Jerusalemer Stadtteil Sheikh Jarrah als ‚Kriegsverbrechen‘ betrachtet werden würde, das ‚zu einer Explosion in Palästina führen wird.‘" (Original Englisch; Übersetzung von EdP)

https://www.jpost.com/arab-israeli-conflict/abbas-ceasefire-must-include-end-to-jewish-temple-mount-incursions-669106

26. Mai 2021 „Netanjahu an Blinken: Wir sind gegen ein Konsulat für Palästinenser in Jerusalem

Premierminister Benjamin Netanjahu informierte US-Außenminister Antony Blinken, dass Israel gegen die Wiedereröffnung eines US-Konsulats für Palästinenser im souveränen Israel ist, Stunden bevor die USA mit ihrem Plan, dies in Jerusalem zu tun, an die Öffentlichkeit gingen... Blinken hat nicht angegeben, wo in Jerusalem das neue Konsulat sein würde…

Der israelische Botschafter bei den USA und den Vereinten Nationen Gilad Erdan...wies darauf hin, dass die Eröffnung der PA-Botschaft in Jerusalem der amerikanischen Politik widerspricht, die die Stadt als Israels Hauptstadt anerkennt, wie es der ehemalige US-Präsident Donald Trump im Jahr 2018 tat und Biden sagte, er würde es nicht rückgängig machen.“ (Original Englisch; Übersetzung von EdP)

https://www.jpost.com/middle-east/netanyahu-to-blinken-we-oppose-consulate-for-palestinians-in-jerusalem-669250

Nach all diesen Ereignissen hält Deutschland auch Ende Mai 2021 gegenüber Israel an der grundsätzlichen Forderung fest, das Land Israel zu teilen und auf diesem Land den Palästinensern einen eigenen Staat und einen Teil Jerusalems zu geben.

Die Bundesregierung betreibt auch im Rahmen der EU und anderer internationaler Gremien Pläne zum Aufbau eines Palästinenserstaates und übergeht dabei die Souveränität des Staates Israel.

Wir können beten

  • und die Schuld unseres Landes bekennen, sich immer wieder gegen die Pläne Gottes mit Israel und Jerusalem zu stellen. „In jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückbringen will, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben, und mein Land haben sie geteilt“ (Joel 4,1-2).
  • und um Gnade flehen, dass unsere Regierung die Regierung Israels in ihren Aussagen respektiert und unterstützt (Jerusalem ist Israels Hauptstadt; der Golan gehört zu Israel!), anstatt dagegen zu arbeiten. „Denn die Nation und das Königreich, die dir (Israel) nicht dienen wollen, werden untergehen, und diese Nationen werden gewiss vertilgt werden.“ (Jes 60,12)
  • und Gott bitten, uns eine Regierung zu geben, die die Realpolitik unseres Landes so gestaltet, dass sie dem häufig zitierten Satz tatsächlich entspricht: „Die Sicherheit Israels gehört zur Staatsräson Deutschlands“

3. Wahlen

In diesem Jahr stehen für unser Land noch einige Wahlen an, die für die Landes- bzw. Bundespolitik von besonderer Bedeutung sind:

6. Juni Sachsen-Anhalt Landtag;

26. September Bundestag; sowie Mecklenburg-Vorpommern Landtag und Thüringen Landtag

Der Ausgang dieser Wahlen wird die Richtung, in die sich unser Land bewegt, entscheidend prägen.

Nahostkonflikt: Baerbocks Naivität wird man in Israel genau wahrnehmen

… Die Grünen sind eine Schönwetterpartei … Die heitere Instagram-Welt der Grünen wirkt auch auf Bürgerliche attraktiv, weil niemand deren in weiten Teilen linkes Programm liest.

Um so bezeichnender sind die Signale, welche die Grünen nun im Wahlkampf senden. Denn sie sind verstörend unklar und auch – wenig überraschend – opportunistisch. Das Rumgeeiere der Kanzlerkandidatin in Interviews, wenn es darum geht, wie wer künftig wohin fliegen kann, war atemraubend. Es ist das radikale „Sowohl“ (Verzicht!) „Als auch“ (jeder kann hinfliegen, wohin er will). Man will es allen recht machen und agiert damit durchaus populistisch…

Wirklich katastrophal wird diese Schönwetter-Eierei, wenn es um die großen Themen geht – um Leben und Tod. Um Krieg. Nach den umfassenden Blamagen von Heiko Maas mit Blick auf die Terrorattacken der Hamas auf Israel, nach den erbärmlichen Fehleinschätzungen der Medien (ob „Frankfurter Rundschau“, „Tagesspiegel“ oder „Tagesthemen“) wäre die Kanzlerkandidatin gefragt gewesen, eine klare Linie zu ziehen.

Auch weil Israels Sicherheit zur Staatsräson Deutschlands gehört, hat Annalena Baerbock, die kluge, sympathische, moderne, leider komplett versagt: Wer angesichts von Terrorattacken auf die Zivilbevölkerung von einer „Gewaltspirale“ spricht, die man beenden müsse, zeigt, wie wenig Ahnung er von dem Konflikt hat – oder wie sehr er auf die antizionistische Linke in der eigenen Wählerschaft Rücksicht nehmen muss.

Das Gerede vom Friedensprozess, das Baerbock anstimmte, wirkt in so einer Situation, in der die einzige liberale Demokratie in der Region um das Leben jedes ihrer Bürger kämpft, geradezu albern oder naiv.

Mit der Nominierung von Baerbock beginnt der Ernstfall. Ab jetzt wird jede Wendung der aktuellen Politik mit dem Wertekorridor der Kandidatin abgeglichen ... So … machen nun 2018er-Aufnahmen von Baerbock im Internet wieder die Runde: Baerbock, ganz lässig und entspannt und so-ich-setze-mich-mal-mit-dir-auf-den-Boden-mäßig, spricht mit Thilo Jung (einem notorischen Israelverächter), sie wirft Israel den Bruch des Völkerrechts vor und will keine U-Boote liefern. Dies wird man in Israel sehr genau wahrnehmen …

https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus231087877/Nahostkonflikt-Baerbocks-Naivitaet-wird-man-in-Israel-genau-wahrnehmen.html

Allerdings scheint es auch bei Politikern einen „Überrest“ zu geben, der aufsteht und eine Wende und Rückkehr zu einer an den Werten der Bibel orientierten Politik fordert. Als ein Beispiel dafür zitieren wir aus dem „Manifest“ der Werte Union.

„Die Werte Union tritt für eine inhaltliche und personelle Erneuerung von CDU und CSU auf christlich-konservativer und marktwirtschaftlicher Basis ein. Unsere Leitbilder sind die Grundsatzpositionen der CDU/CSU und das christliche Menschenbild.

Wir wollen, dass sich die Union wieder auf ihre Grundwerte besinnt und unsere auf dem Christentum fußenden Überzeugungen im politischen Alltag umsetzt. Hierzu zählen vor allem Fragen des Lebensrechts, der Familie und der Würde des Menschen. Unser Bestreben gilt dabei auch der Bewahrung von Gottes Schöpfung...

Die ungesteuerte Zuwanderung nach Deutschland und in unser Sozialsystem ist abzuwenden. Geltendes Recht muss wieder eingehalten werden, die 2015 geöffneten Grenzen sind künftig wieder zu schützen. Die Masseneinwanderung seit 2015 war rechtswidrig und falsch. Daraus folgt, dass sie rückgängig gemacht werden muss.

Wir fordern insbesondere eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam. Anders als andere Religionen weist der Islam eine Doppelnatur auf: Er ist nicht nur Religion sondern zugleich politische Ideologie mit Allmachtsanspruch...“  (https://werteunion.net/)

Wir wollen beten

  • dass Gott durch diese verschiedenen Wahlen Politiker aus allen Parteien in die Parlamente und Regierungsverantwortung bringt, die sich an solchen Werten orientieren
  • dass Er Personen, die mit Arroganz und Hochmut handeln, nicht in Regierungsverantwortung kommen lässt. „Entferne üble Berater aus der Nähe des Königs, dann wird er gerecht regieren und seine Herrschaft wird Bestand haben“ (Spr 25,5). 

Zum Schluss einige Verse, mit denen wir für unsere Regierenden beten können:

„Gerechtigkeit erhöht ein Volk; die Sünde aber ist der Leute Verderben“ (Spr 14,34).

„Könige hassen es, wenn Unrecht geschieht; denn durch Recht wird ihre Herrschaft gefestigt“ (Spr 16,12).

Der folgende Vers ist zwar eine Verheißung für das Volk Israel, aber wir können Gott um Gnade bitten, dass Er das auch für unser Land tut.

„Ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch weiden mit Kenntnis und Verstand“  (Jer 3,15).

 

Heinz-Jürgen Heuhsen

1. Juni 2021