Wachen und Beten - April 2020

Fürbitte für Deutschland

"Denn also spricht der Herr der Heerscharen: Noch einen kleinen Augenblick, und ich erschüttere den Himmel und die Erde, das Meer und das Trockene; und ich will auch alle Nationen erschüttern …" (Hag 2,6-7a).

"Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen. Ich und der Vater sind eins" (Joh 10,27-30).

"Siehe, wenn ich den Himmel zuschließe, dass es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und sich mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen, so will ich im Himmel hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. So sollen nun meine Augen offen stehen und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an diesem Ort. Ich habe nun dieses Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name daselbst sein soll ewiglich; und meine Augen und mein Herz sollen da sein täglich" (2 Chr 7,13-16).

"Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist voll Erbarmen" (Ps 116,5).

Gott, der Herr der Heerscharen, erschüttert die Nationen!

Wer kann in solchen Erschütterungen fest bleiben?

Die Schafe – d.h. diejenigen, die sich demütigen können und sagen: Ich brauche Hilfe, ich brauche den Schutz und die Leitung eines Stärkeren. Ich brauche Jesus, meinen guten Hirten. Wenn wir das sagen können, haben wir Seine Zusage: Du wirst meine Stimme hören. Du kannst mir folgen. Ich führe Dich auch durch das „Tal des Todesschattens“ (Ps 23,4).

Deshalb ist es in diesen Tagen wichtiger als je zuvor, sich Zeit zu nehmen und persönlich in der Stille den Herrn zu suchen: „Suchet mich, so werdet ihr leben!“ (Am 5,4).

Wenn ich in dieser persönlichen Gewissheit und Geborgenheit lebe, bin ich frei, um mich dem zu stellen, was Gott in diesen Zeiten der Erschütterungen tun möchte. Auch wir, die wir vielleicht schon lange beten, dürfen den Zusammenhang nicht vergessen oder müssen ihn möglicherweise jetzt klarer verstehen, in dem der häufig zitierte Vers aus 2 Chr 7,14 steht.

„Siehe, wenn ich den Himmel zuschließe, dass es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pestilenz unter mein Volk sende, und sich mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen, so will ich im Himmel hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen“ (2 Chr 7,13-14).

Wir müssen Gott immer mehr kennen, um angemessen beten zu können! Wenn ich alles, was mir negativ erscheint, sofort einem Wirken des Teufels zuschreibe und dann „im Gebet den Mächten der Finsternis widerstehe“ – verpasse ich möglicherweise Gottes eigentliche Absichten.

„… wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und sich mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen …“

In dieser Zeit sollten wir (die Gemeinde Jesu) erkennen: In uns ist keine Weisheit, Seine Wege sind höher als unsere Wege. Dem aber, der sich zur Buße rufen lässt und sich demütigt, kann Gott Gnade geben und Rettung senden.

Ich habe in den letzten Tagen zwei sehr erstaunliche Artikel in israelischen Veröffentlichungen gelesen, aus denen ich zitieren möchte.

Der erste Artikel erschien am 20. März in der „Jerusalem Post“ (englischsprachig, Übersetzung von mir):

Könnte das Coronavirus ein Segen sein?

So gehe nun, mein Volk, in deine Kammern und schließe die Tür hinter dir zu und verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist!‘ (Jes 26,20).

Ja, es schmerzt uns, dass Menschen krank sind und andere gestorben sind. Aber für alle, die am Leben bleiben, und das werden die meisten von uns sein, kann es durchaus ein Segen sein.

Und hier ist der Grund dafür:

… Dieser Weckruf ist tatsächlich ein enormer Segen, der es uns ermöglicht, echte Realisten zu werden. Dieses winzige Virus zwingt uns dazu einzugestehen, dass unser selbstbewusstes Gesundheitsgefühl trügt …

Wir sind plötzlich von Terror und dem Gefühl erfüllt, dass unsere Weisheit weniger als Staub ist und wir mit einer Situation konfrontiert sind, die die ganze Welt ins Chaos gestürzt hat. Wir sind voller Schrecken und fragen, was nun geschehen wird. Was ist unsere Zukunft?

Wir sind uns bewusst, dass niemand die Antwort weiß – nicht einmal unsere größten Experten und gewiss nicht unsere politischen Leiter…

In aller Verwirrung gibt es eine Sache, die wir sicher wissen: Wir sind in den Händen Gottes… ‚Der Löwe brüllt; wer sollte sich nicht fürchten?‘“ (Amos 3,8)."

https://www.jpost.com/Opinion/CoronaKvirus-Is-it-good-621544

Der zweite Artikel wurde am 26. März veröffentlicht. Der Autor ist Generalmajor (a. D.) Gershon Hacohen, Mitarbeiter am Begin-Sadat Center for Strategic Studies.

„Coronavirus, Gott und die Wissenschaft

Als der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am 21. März in einem Fernsehinterview sagte, dass ‚wir mit Gottes Hilfe die Coronavirus-Krise durchstehen werden‘, unterbrach ihn der Interviewer mit den Worten: ‚Mit der Hilfe des Weizmann-Instituts … Der moderne Tempel des Zionismus befindet sich am Weizmann-Institut.‘…

Der moderne Staat hat sich von Anfang an auf Wissenschaft und menschliche Rationalität als Mittel für eine stabile und sichere Zukunft verlassen …

Die bedeutenden Wissenschaftler wissen, wie sehr selbst das wissenschaftliche Streben eine tiefe Demut und die Hoffnung auf die Erlösung durch den Schöpfer erfordert.“

https://besacenter.org/perspectives-papers/coronavirus-god-and-science/  

Welche Gnade, dass in unserer Zeit derartige Artikel geschrieben und in großen Publikationen veröffentlicht werden!  

Wie können wir beten?

"Der Herr ist gnädig und gerecht, und unser Gott ist voll Erbarmen" (Ps 116,5).

Gebet für den Leib Jesu in unserem Land

  • dass jeder diese einzigartige Zeit nutzen möge, um Gottes Wort zu lesen, darüber nachzusinnen, zu beten und sich in Gott zu bergen
  • dass wir durch einen auf Jesus orientierten Lebensstil Licht und Salz sein können
  • dass viele Geschwister erkennen mögen, dass Gott einen Weckruf an die Gemeinde ergehen lässt, damit sie verstärkt ihre Berufung zum Gebet ergreifen. „Mein Haus ist ein Bethaus“ (Lk 19,46).
  • dass die Geschwister die Dringlichkeit des korporativen Gebets erkennen und dazu mit Dankbarkeit die technischen Möglichkeiten unserer Zeit nutzen.
    Siehe den praktischer Hinweis unten.

 Gebet für die Leiter

  • dass sie jetzt geistlich richtige Prioritäten setzen und als Vorbilder der Herde vorangehen, Gott zu suchen und zu beten. „… wir aber wollen im Gebet und im Dienste des Wortes verharren“ (Apg 6,4).
  • dass Gott sie durch Seinen Geist mit Weisheit, Glauben, Sensibilität und Liebe erfüllt, damit sie als Unterhirten die Schafe durch diese Zeit bringen können
  • dass sie unter der Leitung des Heiligen Geistes, Menschen, die jetzt ins Fragen kommen, mit Jesus in Beziehung bringen können.
  • dass sie Weisheit zur Evangelisation haben

Gebet für unsere Regierenden und alle Entscheidungsträger im Land

  • um Weisheit, richtige und angemessene Maßnahmen zu treffen – keine Panikaktionen
  • für das gesamte Gesundheitswesen, Krankenhäuser, Ärzte, medizinisches Personal
  • für all diejenigen, die bereits infiziert sind – besonders die Schwerkranken
  • für eine wachsende Offenheit gegenüber dem Evangelium vom Reich Gottes 

Ein praktischer Hinweis zum gemeinsamen Beten
Unsere gemeinsamen Gebetstreffen machen wir jetzt per „zoom“. Das haben wir als eine technisch sehr gute Möglichkeit entdeckt (gute Ton- und Bildqualität). Auch unsere älteren Geschwister haben die Technik gut hingekriegt!

Heinz-Jürgen Heuhsen, 31. März 2020

Wir von IFI-D befinden uns in engem und regelmäßigem Austausch mit Ofer Amitai. Anregungen aus diesem Austausch gehen auch in diese Veröffentlichung mit ein. Ofer Amitai ist Pastor einer Gemeinde in Jerusalem und leitet das Israel Prayer Center. Dessen wöchentliche „prayer directions“ (englischsprachig) sind hier einzusehen. https://www.israelprayercenter.org/weekly-prayer-intercession