Wachen und Beten - März 2020

Fürbitte für Deutschland

„Und er wird den Nationen ein Banner erheben und die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas von den vier Enden der Erde zusammenbringen“ (Jes 11,12).

 „Ihr Heuchler! Über das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr urteilen; warum aber könnt ihr nicht über Zeichen der Zeit urteilen?“ (Mt 16,3; Lk 12,56).

"Säet euch Gerechtigkeit, erntet nach Maßgabe der Güte! Pflüget einen Neubruch, denn es ist Zeit, den Herrn zu suchen, bis dass er komme und euch Gerechtigkeit regnen lasse!" (Hosea 10,12).

"Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist!" (1 Mose 19,22a).

Ich kann nichts tun, bis…

"Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist! Daher wird die Stadt Zoar genannt" (1 Mose 19,22).

Dies ist ein bemerkenswerter Vers!

Gott teilte Lot mit, dass er nichts tun könne, bis Lot in Sicherheit sei. „ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist!“ Der Herr hielt die Ausführung seines Gerichts über Sodom und Gomorra zurück bis Lot in Sicherheit war.

Das ist in der Tat bemerkenswert: Wie weit geht Gott bei der Beantwortung von Abrahams Gebet für Sodom und für seinen Neffen Lot!

Wie gnädig und barmherzig ist doch unser Gott, wie groß und mächtig und notwendig ist Gebet!

Diese erstaunliche Sichtweise wird unter anderem auch in der Offenbarung erkennbar:

„Schädiget die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes auf ihren Stirnen versiegelt haben!“ (Offb 7,3).

In beiden Fällen sind die Erlösungsziele Gottes ausschlaggebend für Ereignisse, die sich auf der Erde entfalten. Im ersten Fall ist das örtlich begrenzt, im zweiten Fall weltweit. Darüber hinaus verstehen wir aus Offenbarung 7,3, dass alles, was auf der Erde geschieht, Gottes Werk in seinen Auserwählten untergeordnet ist. Er hält Seine Hand über Seiner Gemeinde – auch im Gericht. Als Gott Ägypten richtete, weil es neugeborene Israeliten tötete und Gottes Volk nicht in Gottes Wegen gehen ließ, lesen wir:

„Da streckte Mose seine Hand zum Himmel. Und es wurde eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland, drei Tage lang, dass während drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren Wohnungen“ (2 Mose 10,22-23).

Das Corona-Virus

Wenn wir über die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Welt nachdenken, ist es naheliegend, sich mit den Aussagen der Bibel in der Offenbarung zu beschäftigen und mit den Dingen, die auf der Erde geschehen werden, wenn Gott sie schlußendlich richten wird. Dennoch, Gottes Erlösungsabsichten sind die Mitte der Ereignisse auf der Erde und nicht das Gericht an sich.

Man kann das Virus als eine Art Vorbote der Zeiten betrachten, die auf die Menschheit zukommen werden. Schließlich spricht das Buch der Offenbarung von großen Plagen, die über die Erde kommen werden.

Doch wie in den Zeiten Lots und Noahs ist es die große Erlösungskraft Gottes, die das eigentliche Thema der Geschichte ist, nicht die Zerstörung. Im Buch der Offenbarung stehen die Offenbarung Jesu, des Messias im Mittelpunkt, und Gottes letzter großer Sieg auf Erden und nicht die Plagen.

Gott ist absolut souverän:

Psalm 29,10: "Der Herr regierte zur Zeit der Sündflut, und der Herr regiert als König in Ewigkeit."

Lasst uns mit diesem Verständnis für Gottes Absichten für die Gemeinde weltweit, für die Nationen und auch für Deutschland beten.

Gebet für die Gemeinde

Die Gemeinde soll in allem Geschehen die Erlösungsabsicht Gottes erkennen. Jesus wird eine Braut bekommen, die ihre Augen auf Ihn gerichtet hält und Ihm entgegen geht.

Lasst uns beten:

  • dass die Gemeinde mit großem Ernst das Angesicht Gottes sucht.
  • „Säet euch Gerechtigkeit, erntet nach Maßgabe der Güte! Pflüget einen Neubruch, denn es ist Zeit, den Herrn zu suchen, bis dass er komme und euch Gerechtigkeit regnen lasse!“ (Hosea 10,12).
  • dass sie darum eifert, Seiner würdig zu leben und sich nach Transformation in Sein Bild ausstreckt, d.h. Ihm ähnlich zu sein.
    „… werden umgewandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geist“ (2 Kor 3,18).
  • dass Gott in Seiner Gnade fortfährt, in der Gemeinde zu wirken.
    „Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern“ (Rö 8,29).
  • dass die Gläubigen aufwachen und die Zeichen der Zeit erkennen.
    „Ihr Heuchler! Über das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr urteilen; warum aber könnt ihr nicht über Zeichen der Zeit urteilen?“ (Mt 16,3; Lk 12,56).
  • dass die Gemeinde die Stimme Gottes hört, die sie ruft, aus „Babylon“ herauszukommen und ihr gehorcht.
    „Und ich hörte eine andre Stimme vom Himmel, die sprach: Geht hinaus aus ihr (Babylon), mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!“ (Offb 18,4; zum Verständnis ganzes Kapitel lesen).
  • dass die Gemeinde den Ruf Jesu hört und Ihm Folge leistet: ICH möchte eine betende Gemeinde!
    „Er (Jesus) sprach zu ihnen: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein für alle Nationen“ (Mk 11,17).
  • dass die Gemeinde in China in dieser Zeit der Bedrängnis ein wirkliches Licht sein kann.
    „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen bleiben“ (Mt 5,14).
  • dass der Herr diese Zeit in China nutzen möge, um viele Herzen für das Evangelium zu öffnen

Unsere Geschwister in China werden wegen ihres Glaubens vom Staat unter Druck gesetzt.

Und wie ist es in den westlichen Nationen? Wohin geht es bei uns im Westen?

In einem Artikel der „Times of Israel“ vom 19.02.2020 wird folgendes berichtet:

Der Leiter einer evangelisch-lutherischen Diözese in Finnland und ein Mitglied des finnischen Parlaments sollen strafrechtlich angeklagt werden. Sie wurden letzte Woche von der Polizei 5 Stunden lang verhört. Anklage: Veröffentlichung und Verbreitung eines Anti-LGBTQ-Hefts (LesbianGayBisexuellTransgenderQuer). Laut der Generalstaatsanwältin Raija Toivainen "stiftet" die Broschüre, die immer noch online auf Finnisch, Schwedisch und Englisch verfügbar ist, zu "Hass" gegen die LGBTQ-Gemeinschaft an, berichtete Evangelical Focus.

Juaha Pohjola, Dekan der Evangelisch-Lutherische Missionsdiözese Finnland sowie Herausgeber der Broschüre sagte, dass „der LGBTQ-Lebensstil gegen Gottes Schöpfungsordnung verstößt und eine Übertretung Seines Willens darstellt. Wenn man dies nicht öffentlich lehren darf, hat die Botschaft von Sünde und Gnade keine Grundlage mehr, und die Religionsfreiheit wird eingeschränkt".

Und wo sind wir da in Deutschland?

Aus einem Artikel der Weltonline vom 25. 02. 2020 über eine geplante Evangelisation in Köln mit Franklin Graham, dem Sohn von Billy Graham, im Juni 2020:

„Hass- oder Liebesprediger: Darf Franklin Graham auftreten?

… Ina Wolf… Sprecherin des Kölner Lesben- und Schwulentages: … „Dieser Mann bereitet den Nährboden, auf dem Gewalt gegen Lesben und Schwule gedeiht“…

Graham ist bekennend konservativ. Warnt vor zu viel Einfluss der Schwulen- und Lesbenverbände. Und den Islam nennt er eine „üble Religion“. …

Lesben- und Schwulen-Verbände und die Grünen warnen, er sei ein „Hassprediger“.

Auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann schrieb einen offenen Brief an das Management der Lanxess-Arena – und setzte es unter Druck, Graham auszuladen. Damit gelangt eine Protestwelle nach Deutschland, die in Großbritannien ihren Anfang nahm. Dort wurden sieben Auftritte Grahams abgesagt, nachdem Schwulen- und Lesbenverbände mobilisiert hatten.

Solch eine Ausladung wünschen sich die Protestierer auch für Köln. Doch was ihnen als Sieg gegen Homophobie erschiene, wäre für andere eine dramatische Einschränkung der Glaubens- und Meinungsfreiheit. Davor warnen die evangelikalen Gemeinden, die sich auf seinen Auftritt freuen. Dieser Konflikt hat das Management der Lanxess-Arena in eine heikle Lage gebracht. Es muss nun entscheiden, ob es sich als homophobenfreundlich oder freiheitsfeindlich schmähen lassen will. Auf Anfrage erklärte ein Arena-Sprecher, noch sei keine Entscheidung gefallen…

Franklin Graham predigt keinen Hass, er predigt Liebe“, sagt Heinrich Derksen. …Derksen leitet das evangelikale Bibelseminar Bonn in Bornheim, das gut 400 künftige Missionare, Jugendreferenten und Prediger ausbildet… Derksen selbst hat den Amerikaner 2015 bei einem internationalen Pastorentreff in Florida gefragt, ob er nicht nach Deutschland kommen wolle… Wenn man in Deutschland nicht mehr öffentlich auftreten könne, weil man Homosexualität für Sünde halte, sei das gefährlich. Schließlich sei solch eine Meinungsäußerung ja nicht verboten.

Diesen Ton schlug bereits vor Jahren der Bonner Staatsrechtler Christian Hillgruber an. Er warnte, bedroht sei heute weniger die Freiheit der Homosexuellen als die Freiheit „derjenigen, die Homosexualität für moralisch fragwürdig halten“. Die „Lobby der Homosexuellen“ wolle dieser „Minderheit die Freiheit nehmen, Homosexualität negativ zu bewerten“.“

https://www.welt.de/regionales/nrw/article206117169/Hass-oder-Liebesprediger-Darf-Franklin-Graham-auftreten.html 

Wie können wir angesichts dieser Entwicklungen beten?

  • Lasst uns im Sinne von Apg 4,23ff beten, dass die Gemeinde weltweit mit Kühnheit ihre Stimme für die Wahrheit des Wortes in allen Bereichen erhebt und sich nicht einschüchtern lässt.

Gebet für die Nationen und für Deutschland

„Und er wird den Nationen ein Banner erheben und die Verjagten Israels sammeln und die Zerstreuten Judas von den vier Enden der Erde zusammenbringen" (Jes 11,12).

Gott führt Sein Banner – ISRAEL – den Nationen seit Jahrzehnten vor Augen. Für jeden, der nur sehen will, ist erkennbar: es gibt diesen Gott der Bibel – und Er handelt heute. Er bestimmt die Ereignisse der Weltgeschichte – und die Menschheit hat nichts „im Griff“:

Das Corona-Virus

NZZ 23.2. "Der Coronavirus befällt Norditalien – Schulen werden geschlossen, Karnevalszüge sind abgesagt“

https://www.nzz.ch/international/coronavirus-in-norditalien-schulen-schliessen-karneval-abgesagt-ld.1542239?mktcid=nled&mktcval=107_2020-02-24&kid=nl107_2020-2-24&trco=

Welt online 24.2. "WHO will Welt auf mögliche Pandemie vorbereiten"

https://www.welt.de/vermischtes/live205334991/Coronavirus-WHO-will-Welt-auf-moegliche-Pandemie-vorbereiten.html

Times of Israel 24.2. "Stichworte zum Artikel" (englischsprachig)

Wie die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur IRNA am Montag berichtete, sind in der iranischen Stadt Qom in diesem Monat 50 Menschen an dem neuen Coronavirus gestorben. Die Zahl der Todesfälle im Vergleich zur Anzahl der bestätigten Infektionen durch das Virus ist im Iran höher als in jedem anderen Land.

https://www.timesofisrael.com/iran-announces-50-dead-in-qom-coronavirus-outbreak/

Wie beten?

  • Lasst uns bekennen, dass Er der Schöpfer ist, der auch jetzt über allem herrscht und alles erhält.
    „In ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht in ihm“ (Kol 1,16-17).
  • Lasst uns bitten, dass Gott das Wirken des Feindes begrenzt.
    „Satan antwortete dem Herrn und sprach: ‚Ist Hiob umsonst gottesfürchtig? Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum eingehegt?‘“ (Hiob 1,9-10).
  • Lasst uns für die Nationen beten, dass – wenigstens einige – zur Vernunft kommen, die Souveränität Gottes akzeptieren und sich dem souveränen Handeln Gottes beugen, ehe es für sie zu spät ist.
    „So nehmet nun Verstand an, ihr Könige, und lasset euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! Dienet dem Herrn mit Furcht und frohlocket mit Zittern. Küsset den Sohn, dass er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“ (Psalm 2,10-12).

Pro-„Palästina“-Politik unserer Regierung

Trotz vieler Äußerungen der Führer der Hamas in Gaza, der PA im „Westjordanland‘, der Führung im Iran, die eine Zerstörung Israels als ihr Ziel benennen, hält die deutsche Bundesregierung nach wie vor ihre Forderung nach einer 2 Staaten-Lösung aufrecht, hofiert diese Gruppen und gibt ihnen weiter Raum.

18.02.2020 "Abbas telefoniert mit Merkel"

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hat in einem Telefonat mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag seinen Widerstand gegen den US-Friedensplan bekräftigt. Er plädierte für eine internationale Friedenskonferenz als Alternative. Zudem dankte er Deutschland für die finanzielle Unterstützung. Merkel betonte, Deutschland setze sich für eine Zwei-Staaten-Lösung ein.

https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2020/02/18/abbas-telefoniert-mit-merkel/  

25.02.2020 "Forderung: Al-Kuds-Tag in Deutschland verbieten"

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat sich für ein bundesweites Verbot des sogenannten Al-Kuds-Tages ausgesprochen. Es dürfe nicht sein, dass dieser Aktionstag wie eine normale Demonstration behandelt werde… Vernichtungswerbung gegen Israel darf es auf deutschen Straßen in den kommenden Jahren nicht mehr geben.“

https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/6089030-958092-forderung-alkuds-tag-in-deutschland-verb.html

Lasst uns mit Ausdauer dafür beten:

  • dass wir eine Regierung bekommen, die von der Forderung nach einer „Zwei- Staaten-Lösung“ abrückt und erkennt, dass es für Israel keinen „Friedenspartner“ gibt.
    „In jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückbringen will, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt“ (Joel 4,1-2).
  • dass wir eine Regierung bekommen, die aktiv die Siedlungspolitik Israels in Judäa, Samaria und Ost-Jerusalem unterstützt.
    „Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Könige werden dir dienen. Denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich“ (Jes 60,10).

Heinz-Jürgen Heuhsen, 26. Februar 2020

Wir von IFI-D befinden uns in engem und regelmäßigem Austausch mit Ofer Amitai. Anregungen aus diesem Austausch gehen auch in diese Veröffentlichung mit ein. Ofer Amitai ist Pastor einer Gemeinde in Jerusalem und leitet das Israel Prayer Center. Dessen wöchentliche „prayer directions“ (englischsprachig) sind hier einzusehen. https://www.israelprayercenter.org/weekly-prayer-intercession