Wachen und Beten – Dezember 2023/Januar 2024

Die Wochen seit dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Okt. sind für uns als Beter sehr intensiv und herausfordernd gewesen. Gott hat uns geholfen, häufiger und intensiver zu beten als jemals und eng an den aktuellen Tagesereignissen orientiert zu bleiben. Dafür sind wir IHM sehr dankbar!

Die Zeit „zwischen den Jahren“ kann und sollte für uns nun eine Zeit der Besinnung und Neuorientierung sein. Dazu möchten wir in dieser Dezember/Januar Ausgabe von „Wachen und Beten“ zwei grundlegende Themen ansprechen.

  1. Von der politischen Seite her die bislang starre Festlegung unserer deutschen Regierung auf eine „Zwei-Staaten-Lösung“ und die Frage: Wohin bewegt sich Deutschland in seiner Beziehung zu Israel?
  2. Von der geistlichen Seite her die Dringlichkeit und Ermutigung, als Gemeinde Jesu unseren Blick neu und noch fester auf unseren König und Erlöser zu richten. Worauf ist unser Blick gerichtet?

1. Wohin bewegt sich Deutschland in seiner Beziehung zu Israel?

Die Nachkommen Abrahams sind von Gott berufen, ein Segen für alle Nationen zu sein.

Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus von deinem Land und von deiner Verwandtschaft und von deines Vaters Haus in das Land, das ich dir zeigen will!  Ich will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. Alle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohlgesonnen sind.“ (1 Mose 12,1-3)

Zur Erfüllung dieser Berufung hat Gott Seinem Volk Israel als einzigem Volk auf der Erde ein besonderes Land als Wohnort zugewiesen, dessen Grenzen ER selbst bestimmt hat.

Als der Allerhöchste den Völkern ihr Erbe austeilte und die Kinder der Menschen voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker fest nach der Zahl der Kinder Israel.“ (5 Mose 32,8)

An dem Tag machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deiner Nachkommenschaft habe ich dieses Land gegeben, vom Fluss Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat: die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter.“ (1 Mose 15,88; u.a. auch 1 Mose 17,8; 1 Mose 26,3)

Gott selbst hat auch Jerusalem als Hauptstadt Israels bestimmt, zu der ER Sein Volk sammelt und die ER selber baut.

Der HERR baut Jerusalem, die Verjagten Israels wird er sammeln.“ (Ps 147,2)

Über die Völker, die diesem Seinen Willen für Israel widerstreben und widerstehen, hat ER bereits Sein Urteil gesprochen.

„Die Nation und das Königreich, die dir (Israel) nicht dienen wollen, werden untergehen, und diese Nationen werden gewiss vertilgt werden.“ (Jes 60,12)

Diese Bibelverse sollten uns auf dem Hintergrund aktueller Nachrichten neu herausfordern, intensiv für unsere Nation Deutschland zu beten.

„Die ‚Zwei-Staaten-Lösung‘

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat es nicht nur ‚versäumt‘, den Terrorangriff der Hamas zu verurteilen, sondern diesen offen unterstützt. Dennoch häufen sich täglich Stimmen, die dem jüdischen Staat die antisemitische Palästinenserführung als Friedenspartner für ‚nach dem Krieg‘ präsentieren wollen.

Wer repräsentiert das Volk?

Die Palästinenserregierung im Westjordanland unter der Führung von Mahmud Abbas versteht sich als legitime Führung des palästinensischen Volkes. Weil das nicht stimmt, finden dort keine Wahlen statt. Die Fatah als stärkste Partei in der Regierung hätte bei freien Wahlen gegen die Hamas keine Chance. Bei sämtlichen Umfragen sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland sowie bei Studentenwahlen ging fast immer die Terrorgruppe Hamas als stärkste Kraft hervor…

Umfragen haben immer wieder gezeigt, dass Mehrheiten der Palästinenser im Westjordanland wie im Gazastreifen den Terror befürworten. Sie stehen hinter der Hamas, nicht trotz, sondern wegen der Gewalt. Warum müssen westliche Medien und Politiker das Hirngespinst der friedliebenden Palästinenser mit aller Kraft herbeifantasieren?

Fatah war mit dabei

Die Fatah veröffentlichte auf ihren eigenen Kanälen ein Video, das beweisen soll, dass ihre ‚Kämpfer‘ selbst aktiv an dem Massaker beteiligt waren. An einer gelben Kopfbinde erkennbare Fatah-Terroristen stürmen den Kibbutz Nahal Os. Sie posieren vor der geschändeten Leiche eines entkleideten Israelis. ‚Wir töteten Soldaten und zertrampelten ihre Köpfe‘, sagt ein vermummter Fatah-Vertreter.

Im Westen hat man sich darauf geeinigt, die Fatah in einen politischen und einen militärischen Flügel zu unterteilen. Deswegen wird zu hören sein, dass es sich hier nicht um die Fatah, sondern die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden handle. Das sei eine Terror-Organisation. Die Fatah hingegen nicht. Ohne diesen Kunstgriff wäre auch in den vergangenen Jahren kein 'Friedenspartner' verfügbar gewesen.

Niemand käme auf die Idee, die Bundeswehr als „militärischen Arm der BRD“ von Deutschland zu entkoppeln. Bei israelhassenden Terrorgruppen ist jedoch alles möglich. Die Bundesregierung verurteilt nach demselben Muster den militärischen Arm der Hamas, während sie den humanitären mit deutschen Steuergeldern vollpumpt. 

Nicht einmal diesen verhängnisvollen Fehler räumen die Verantwortlichen ein. Und schon faseln sie wieder von einer 'Zwei-Staaten-Lösung'. Mit wem denn bitte?

‚Dann wäre das nicht passiert‘

Itamar Marcus gründete 1996 in Israel die Medienbeobachtungsstelle „Palestinian Media Watch“ (PMW). Seine Mitarbeiter dokumentieren täglich den antisemitischen Hass der palästinensischen Führung und Zivilbevölkerung. Sie übersetzen dafür politische Reden sowie Beiträge aus Zeitungen, Fernsehen, Rundfunk und Internet. Außerdem berichten sie über Gehirnwäsche an Jugendlichen in Schulen und Sommerlagern.

Im Gespräch mit Israelnetz sagt Marcus: 'Hätte die internationale Gemeinschaft die Empfehlungen von PMW ernstgenommen und die PA vor Jahren wie eine Terror-Organisation behandelt, dann wäre das nicht passiert.' Als treibende Kraft hinter der Stärke der Hamas stehe die Erziehung der PA. Sie lehre, Juden zu hassen und zu töten. Diese Erziehung wurde maßgeblich von Europa und Deutschland finanziert. Sie war immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Aber das Geld floss ungehindert weiter.

PA-Religionsministerium

Am Donnerstag in der zweiten Woche nach dem Gewaltexzess gab das PA-Ministerium für religiöse Angelegenheiten eine Vorlage für die Freitagspredigten heraus. In allen Moscheen des Landes sollten die Prediger ein Hadith (Ausspruch Mohammeds) verlesen, das Muslime zum Töten von Juden aufruft.

Gewaltsame Übergriffe auf Juden durch aufgepeitschte Muslime erfolgten in der Geschichte häufig im Anschluss an Freitagspredigten. Die Textauswahl des Ministeriums ist als direkter Mordaufruf zu verstehen. Außerdem setzt er den Terrorangriff der Hamas in den Zusammenhang islamischer Endzeitvisionen. Denn, so heißt es in dem Hadith, 'Die Stunde (der Auferstehung) wird nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft'. Auch die Hamas rief für diesen Freitag zu weltweiten Angriffen gegen Juden auf…

Auf den Straßen

Die Menschen, die seit dem 7. Oktober auf den Straßen im Westjordanland den Terror der Hamas bejubeln, fordern seit langem einen Rücktritt von Abbas. Es reicht ihnen nicht, dass ihr nicht-gewählter Anführer den Terror mit keinem Wort verurteilt. Sie wollen Taten sehen.

Laut palästinensischen Umfragen vom Juni dieses Jahres würde Hamas-Chef Ismail Hanije mit 56 Prozent Zustimmung weit über Mahmud Abbas (33 Prozent) liegen, wenn Wahlen stattgefunden hätten. Höhere Zustimmungswerte kann nur der in Israel inhaftierte Fatah-Terrorist Marwan Barghuti verzeichnen…

Im Netz

Sämtliche Social-Media-Kanäle aller Fatah-Offiziellen und Sympathisanten sind voll des Lobes für die Taten der Hamas. Einige brüsten sich damit, bei den Gräueltaten geholfen zu haben. Durchweg bezeichnen sie sie als 'heroische Operation'…

Ijad Dscharad, Sekretär der Fatah in Tulkarm, sagte im offiziellen PA-Fernsehen am 10. Oktober: ‚Wir stehen an der Seite unserer Brüder im Gazastreifen, weil sie wirklich eine Quelle des Stolzes, des Heldentums und der Ehre für das palästinensische Volk sind.‘

Beteiligung an Lügenpropaganda

Bis heute wiederholt die PA, allen voran ihr Premierminister Mohammed Schtaje, die Propagandalüge, Israel habe am 17. Oktober gezielt ein Krankenhaus bombardiert. Das bereits erwähnte amtliche Schreiben der Religionsbehörde behauptete, dabei seien ‚mehr als 1.000 Märtyrer‘ gestorben.

Was tatsächlich passierte: Durch die Fehlzündung einer palästinensischen Rakete schlug ein Teil eines Geschosses auf dem Parkplatz des Krankenhauses ein. Die Hamas sprach von einem direkten Treffer durch Israel, der 500 Menschen getötet habe. Die PA hat die weit übertriebene Zahl einfach verdoppelt.

Außerdem bekräftigt die Autonomiebehörde, die Hamas habe keine Zivilisten ermordet, sondern gegen 'Militäreinheiten' gekämpft. Mahmud Chaluf, offizieller politischer Kommentator im PA-Fernsehen, betrauerte am 11. Oktober das ‚Abschlachten unbewaffneter Zivilisten‘ in Gaza durch die israelische Armee. Die ‚Militäroperation‘ der Hamas sei im Gegensatz zum ‚Völkermord‘ der Israelis nicht verboten.

Zwei-Staaten-Lösung?

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), US-Außenminister Antony Blinken und viele andere meinen, jetzt sei die richtige Zeit gekommen, um über eine 'Zwei-Staaten-Lösung' nachzudenken. Wie weit kann man eigentlich von der Realität entfernt sein? Wer soll denn diesen zweiten Staat neben Israel bilden? 

Israelnetz hat Itamar Marcus gefragt, was er von solchen Vorschlägen hält. ‚Die Palästinensische Autonomiebehörde war nie ein Friedenspartner und wird es auch nie sein‘, sagt der PMW-Chef. ‚Wenn die PA nicht aufgelöst wird, werden wir in nur wenigen Jahren ein Hamas-Äquivalent mit einem anderen Namen haben.‘“

https://www.israelnetz.com/die-zwei-staaten-loesung

„‚Es darf keine Lösung über die Köpfe der Palästinenser hinweg geben‘, sagt Baerbock

Außenministerin Annalena Baerbock hat Kernelemente für einen künftigen Frieden im Gaza-Krieg hin zu einer politischen Zwei-Staaten-Lösung gemeinsam mit Israel genannt. ‚Wir brauchen kluge Lösungen wie und von wem Gaza in Zukunft verwaltet werden kann. Und wir brauchen praktische Schritte hin zur Zwei-Staaten-Lösung, auch wenn sie in der Ferne liegen mag‘, sagte die Grünen-Politikerin…

Von Gaza dürfe in Zukunft keine Terrorgefahr für Israel ausgehen, Palästinenser dürften nicht aus Gaza vertrieben werden, es dürfe keine Besetzung und keine Verkleinerung des Gazastreifens geben, sagte die Bundesaußenministerin ähnlich wie zuvor ihr US-Kollege Antony Blinken. Zugleich mahnte sie, ‚dass es keine Lösung über die Köpfe der Palästinenserinnen und Palästinenser hinweg geben darf‘“…

https://www.welt.de/politik/ausland/article248418912/Israel-Liveticker-Etwas-laeuft-offensichtlich-falsch-bei-Israels-Militaereinsatz-sagt-Guterres.html

“Hoher Fatah-Funktionär rechtfertigt Massaker vom 7. Oktober als ‘Verteidigungskrieg’ gegen Israel

Jibril Rajoub, Generalsekretär des Zentralkomitees der Fatah, rechtfertigte am Sonntag (26. November) das Massaker der Hamas vom 7. Oktober, bei dem in Israel mehr als tausend Menschen, überwiegend Zivilisten, getötet wurden, als eine Tat ‚im Rahmen des Verteidigungskrieges, den unser Volk führt‘.

In einer Rede, die er bei einem Treffen mit Journalisten in Kuwait hielt, sagte Rajoub auch, dass Israel aufgrund seiner ‚Aggression gegen alle palästinensischen Gebiete‘ für den 7. Oktober, den schlimmsten Tag der Ermordung jüdischer Menschen seit dem Holocaust, verantwortlich sei…

Rajoub, der auch Vorsitzender des Palästinensischen Fußballverbands ist, fügte in seiner Rede hinzu: ‚Die Hamas ist Teil unseres politischen und sozialen Gefüges und unseres Kampfes, und ihre Beteiligung ist wichtig‘…

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, Vorsitzender der Fatah, hat wiederholt angedeutet, dass die PA bereit ist, die Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen, nachdem die Hamas dort entmachtet wurde - unter der Bedingung, dass ein palästinensischer Staat in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt gegründet wird.

Auch US-Präsident Joe Biden hat erklärt, dass eine ‚wiederbelebte‘ Palästinensische Autonomiebehörde nach dem Krieg die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen sollte…“

https://www.timesofisrael.com/senior-fatah-official-justifies-oct-7-massacre-as-defensive-war-against-israel/

Wir können beten

  • und Gott danken, dass ER Sein Volk Israel zu einem großen Segen für die Völker der Welt gesetzt hat. (z.B. 181 von insgesamt 863 Nobelpreisträgern sind Juden, das entspricht 21%!)
  • und Gott danken, dass ER entschieden hat, Seinem Volk das ganze Land Israel zu geben. „Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinen Nachkommen will ich dieses ganze Land geben und will den Eid bestätigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, und will deine Nachkommen mehren wie die Sterne des Himmels und will deinen Nachkommen das ganze Land geben, und durch deine Nachkommenschaft sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden.“ (1 Mose 26,3-4)
  • und die Schuld unserer Regierung bekennen, die die Errichtung eines Terrorstaates auf dem Land fordert, dass Gott Seinem Volk Israel zugesprochen hat.
  • dass auch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und Herr Abbas von der Regierung Deutschlands als aktive Förderer und Unterstützer von Terror benannt werden
  • dass unsere Regierung aufhört, die israelische „Siedlungspolitik“ zu kritisieren und „Siedlergewalt“ zu verurteilen.
    (Es gibt keine „Grenzen“ von 1948 - auch nicht von 1967; es gibt kein „besetztes Gebiet“! Das ist eine Lüge, die so oft wiederholt wurde, dass sie inzwischen als „politisch korrekt“ gilt. Die internationalen Rechtsgrundlagen besagen, dass Israel auch in den Gebieten C der Westbank (d.h. Judäa und Samaria) das alleinige Recht besitzt, zu planen und zu bauen („Israel-Palestinian Interim Agreement von 1995”; unterzeichnet von US-Präsident Bill Clinton sowie den Leitern der the EU, Russlands, Ägyptens, Jordaniens, Norwegens, der PA und Israel). http://www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/Kerry-is-mistaken-on-settlements-331527)
  • dass die Regierung Deutschlands von der Forderung nach einer „Zwei-Staaten-Lösung“ abrückt. „In jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die Gefangenen Judas und Jerusalems zurückbringen will, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt.“ (Joel 4,1-2)
  • dass der deutsche Bundestag mit großer Mehrheit beschließt, alle Förderungsmittel an die PA und UNRWA zu stoppen, um einen Missbrauch des Geldes durch die Terrororganisationen zu verhindern
  • dass Gott uns eine Regierung gibt, die ihre Beziehung zu Israel auf Gerechtigkeit und Wahrheit aufbaut. „So spricht der HERR: Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit! Denn mein Heil ist nahe, dass es kommt, und meine Gerechtigkeit, dass sie geoffenbart wird.“ (Jes 56,1) Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten (Ps 43,3a) 

2. Wohin schaut die Gemeinde?

Wir möchten hier als erstes eine Ermutigung von Ofer Amitai, unserem Freund und Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem weitergeben.

Deine Augen werden den König sehen in seiner Schönheit, sie werden das Land sehen, das sehr weit entfernt ist.“ (Jes 33,17)

 

Liebe Freunde,

wenn wir auf den Beginn eines Neuen Jahres zugehen, fragen wir uns, was es wohl für uns bereithalten mag. Angesichts des Jahreswechsels scheinen all unsere Ängste, Hoffnungen und Wünsche aufzutauchen. Wird das vor uns liegende Jahr wirklich neu, anders, besser, oder wird es sogar schlechter sein?

Was wir - so scheint mir - gerade in diesen Tagen am meisten brauchen, ist ein neuer Blick auf den König, unseren Erlöser, in Seiner ganzen Schönheit. Unsere Gedanken, die aus unserem natürlichen Wesen kommen, sind hier nicht hilfreich. Was uns nottut, ist, Ihn zu sehen, Ihn mehr zu erkennen. Wenn wir Ihn, den Unsichtbaren, „sehen“, werden unsere Herzen mit wahrer Hoffnung und echtem Mut erfüllt. Wenn wir Ihn in dieser Weise „sehen“, werden wir getröstet und im Glauben gestärkt, dass Er für alles, was wir zu bewältigen haben werden, mehr als genug ist.

Möge der Herr dir diese Bibelstellen ebenso lebendig machen, wie Er es für mich getan hat, als ich heute Sein Wort las. Nimm dir Zeit, den König in Seiner Schönheit zu betrachten. Möge Er sich dir offenbaren, wenn du dich Ihm zuwendest, um Seine Schönheit anzuschauen.

Die Schönheit Seiner Menschwerdung

Jes 53,2:

„Denn Er soll vor Ihm aufwachsen wie eine zarte Pflanze, wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hat keine Gestalt und keine Anmut. Und wenn wir Ihn sehen, ist da keine Schönheit, dass wir nach Ihm verlangen sollten.“

Phil 2,6-7:

„welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen ähnlich wurde“.

Die Herabneigung Gottes ist wirklich atemberaubend. Er, der übernatürliche Schöpfer, der so anders und abgetrennt vom geschaffenen Universum ist, sollte ein Wesen aus Staub werden wie wir.

Er ist für dich Mensch geworden.

Die Schönheit Seiner Selbsterniedrigung

Jes 53,4.6:

„Doch wahrlich, Er hat unsere Schmerzen getragen, und unsere Sorgen lud er auf sich; Doch wir hielten Ihn für geplagt, von Gott geschlagen und bestraft. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; und der HERR legte unser aller Schuld auf Ihn.“ 

Röm 8,3:

Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch geschwächt war, das tat Gott: Er sandte seinen Sohn in der Gestalt des sündigen Fleisches und um der Sünde willen und verdammte die Sünde im Fleisch.“

Lk 22,44:

„Und in seiner Todesangst betete Er noch inbrünstiger. Da wurde sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“

Nachdem Jesus Mensch geworden war, erniedrigte Er sich selbst noch mehr. Er beugte sich unter unsere Last und nahm im Garten Gethsemane unsere Sünden als Seine eigenen auf Sich.

Er ging für dich und an deiner Stelle in den Garten.

Die Schönheit Seiner Liebe in der Kreuzigung

Jes 53,5:

„… aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretungen willen; Er wurde zerschlagen um unserer Missetaten willen; die Strafe für unseren Frieden lag auf Ihm und durch Seine Wunden sind wir geheilt.“

Phil 2,8:

„und in seiner Erscheinung wie ein Mensch erfunden, erniedrigte Er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.“

Er wurde für dich und an deiner Statt gekreuzigt.

Die Schönheit Seiner Auferstehung

Jes 53,10b-11:

„… so wird Er Seine Nachkommen sehen; Er wir Seine Tage verlängern, und des HERRN Vorhaben wird in Seiner Hand gelingen. Er wird die Arbeit Seiner Seele sehen und zufriedengestellt sein. Durch Seine Erkenntnis wird er, Mein gerechter Knecht, viele gerecht machen.“

1 Kor 15,55:

„O Tod, wo ist dein Stachel? O Totenreich, wo ist dein Sieg?"

Er ist für dich aus dem Grab auferstanden, und du darfst für immer mit Ihm leben.

Die Schönheit Seiner Rückkehr und ewigen Herrschaft

Phil 2,9-11:

„Darum hat ihn auch Gott über alle Maßen erhöht und Ihm den Namen gegeben, der über jeden anderen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

Jes 24,23:

„und der Mond wird erröten und die Sonne schamrot werden; denn der HERR der Heerscharen wird auf dem Berge Zion regieren und in Jerusalem und vor Seinen Ältesten in Herrlichkeit.“

Jes 25,8-9:

„Er wird den Tod auf ewig verschlingen, und Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen; die Schmach Seines Volkes wird Er von der ganzen Erde hinwegnehmen; denn der HERR hat geredet. Und zu jener Zeit wird man sagen: ‚Seht, dies ist unser Gott; wir haben auf Ihn gewartet, und Er wird uns retten. Dies ist der HERR; wir haben auf Ihn gewartet; wir werden fröhlich sein und jubeln in Seiner Rettung!“

Tit 2,13:

„in Erwartung auf die gesegnete Hoffnung und die herrliche Erscheinung unseres großen Gottes und Retters Jesus Christus.“

Offb 21,5:

„Dann sagte Der, der auf dem Thron saß: ‚Siehe, ich mache alles neu.‘ Und Er sprach zu mir: ‚Schreibe; denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.‘“

 

Wir möchten euch mit Ofer ermutigen, während unserer „Pause“ Zeiten der Stille mit IHM und in Seinem Wort zu suchen…

(Unsere „Pause“ von Erhebt das Panier wird voraussichtlich vom 21. Dezember bis 9. Januar 2024 sein.)

Wir können für uns persönlich und für die Gemeinde Jesu in unserem Land beten

  • und unserem HERRN, Jesus, dem Messias, für alle Leitung, allen Schutz und alle Bewahrung im vergangenen Jahr danken. „und saget allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus“ (Eph 5,20)
  • dass ER uns und Seine Gemeinde im kommenden Jahr weiter geistlich wachsen lässt. „Wachset dagegen in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Sein ist die Herrlichkeit, sowohl jetzt, als für den Tag der Ewigkeit!“ (2 Petr 3,18)
  • dass Jesus uns alle als Glieder Seines Leibes mit großer Freude erfüllt, Sein Wort „zu verschlingen“. „Fand ich deine Worte, so verschlang ich sie; deine Worte sind zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, weil ich nach deinem Namen genannt bin, HERR, Gott der Heerscharen!“ (Jer 15,16)
  • dass ER uns persönlich und Seiner ganzen Gemeinde das Verlangen nach täglicher Beziehung zu IHM und Veränderung durch IHN ins Herz legt. „Lasst euch in eurem Denken erneuern durch den Geist, der euch geschenkt ist. Zieht den neuen Menschen an, den Gott nach seinem Bild geschaffen hat und der gerecht und heilig lebt aus der Wahrheit Gottes, an der nichts trügerisch ist.“ (Eph 4,23-24)
  • dass Jesus Seiner Gemeinde hilft, in all den kommenden Stürmen immer wieder Stille zu werden vor IHM. „Nur auf Gott wartet still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung/ mein Heil (hebr. Yeshua).“ (Ps 62,2)
  • dass ER uns befähigt, unter Seiner Leitung durch das kommende Jahr 2024 zu gehen. „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“ (Eph 2,10)

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, daß ihr überströmet an Hoffnung, in der Kraft des Heiligen Geistes.“ (Röm 15,13)

Heinz-Jürgen Heuhsen

Dezember 2023


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