Gebetsalarm Nr. 16 - 13. November 2023

Die folgenden Ausführungen entstanden in Anlehnung an Hinweise zum Gebet von Ofer Amitai, Pastor einer messianischen Gemeinde in Jerusalem.

Der Herr regiert – wie auch immer unsere Wahrnehmung ist.

Jesaja 18 (Bitte lesen)

„Verglichen mit dem Aufmarsch von Armeen, dem Kommen und Gehen von Botschaftern scheint Gottes Wirken oft nicht wahrnehmbar zu sein. Inmitten der Kämpfe auf der Erde ist es manchmal schwer zu glauben, dass Gott wirklich auf dem Thron sitzt.“ (John N. Oswalt, Isaiah)

Im späten 8. Jahrhundert v.Chr. gab es große internationale Unruhen. Die mächtige Armee Assyriens, angeführt von ihren ehrgeizigen Königen, warf einen großen Schatten auf die umliegenden Länder.

Jesaja 18 beschreibt die Ankunft einer beeindruckenden Botschaft, die der äthiopische Pharao nach Juda schickte, um sich mit Juda in einem Bündnis von Nationen zusammenzuschließen, das der Aggression Assyriens entgegentreten würde.

Wolken des Krieges und die Angst vor einer Invasion beunruhigten die Herzen des Volkes und des Königs (7:2). Der Druck Ägyptens, der zweiten Supermacht der damaligen Zeit, muss ebenfalls überwältigend gewesen sein - ebenso wie es mit den Supermächten heute ist.

„Wo ist Gott in all dem?", haben sie gewiss gefragt.

Der Rest des Kapitels ist Gottes Antwort, und sie ist heute genauso aktuell wie damals, denn in Vers 3 wird die Prophezeiung Jesajas auf die ganze Welt ausgedehnt!

Jes 18,3:

„Ihr Weltbewohner alle und die ihr auf Erden wohnt: wenn das Panier auf den Bergen aufgeworfen wird, so sehet hin, und wenn man ins Horn bläst, so merket auf!“

Wie lautete Gottes Antwort damals? Wie lautet Gottes Antwort heute?

  1. Wehe euch, ihr Boten der Völker. Kehrt zu eurem Volk zurück und sagt ihnen, dass sie sich vor dem „wahren Herrscher der Welt" in Acht nehmen sollen.
  2. „Ich bleibe ruhig und schaue von meinem Wohnpalast aus." Das heißt, ich (der HERR) warte auf die perfekte Erntezeit, und dann werde ich schnell handeln. (Jes 18:4-5)
  3. Wenn ein Feldzeichen erhoben ist und die Trompete geblasen wird, dann wird beides gesehen und gehört; ebenso wirst du MEIN Werk sehen und davon hören.
  4. Mein Eingreifen wird entscheidend, schnell und verheerend sein. (Vers 6)

Es ist eine Tatsache, dass, als Sennacherib Jerusalem um 701 v. Chr. Belagerte, das Folgende geschah:

2 Kön 19,35:

„Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des HERRN aus und erschlug im Lager der Assyrer 185,000 Mann. Und als man sich am Morgen früh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen.“

Gott hat heute ein Banner aufgerichtet, das die Welt sehen kann: Es ist sein Sohn!

Jes 11,10:

„Zu der Zeit wird es geschehen, daß die Heiden fragen werden nach dem Wurzelsproß Isais, der als Panier für die Völker dasteht; und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.“

Für einige wird es das Leben sein, für andere Gericht.

Ps 46,7-12:

Die Völker tobten, die Königreiche wankten, als er seine Stimme hören ließ; und die Erde verging.
Mit uns aber ist der HERR der Heerscharen; der Gott Jakobs ist für uns eine feste Burg! - (Pause.)
Kommt her, schauet die Werke des HERRN, der auf Erden Verheerungen angerichtet hat,
der den Kriegen ein Ende macht, der den Bogen zerbricht, den Speer zerschlägt und die Wagen mit Feuer verbrennt!
Seid stille und erkennet, daß ich Gott bin; ich will erhaben sein unter den Völkern, ich will erhaben sein auf Erden.
Der HERR der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre feste Burg! - (Pause.)

Ps 2,6.10-12:

„Doch Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berge!
So nehmet nun Verstand an, ihr Könige, und lasset euch warnen, ihr Richter der Erde!
Dienet dem HERRN mit Furcht und frohlocket mit Zittern.
Küsset den Sohn, daß er nicht zürne und ihr nicht umkommet auf dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen!
Wohl allen, die sich bergen bei ihm!“

Er herrscht, Er regiert......und Er wird erhöht werden auf Erden. Für diejenigen, die sich demütigen und sich ergeben, wird es Rettung bedeuten; für diejenigen, die es nicht tun, wird es Gericht bedeuten.

1. Beten für Israel

Wir können beten

  • und mit Dankbarkeit erkennen und bekennen, dass der HERR auf der Erde und in diesem Land PRÄSENT ist und auch regiert. „Der HERR regiert. Es zittern die Völker. Er thront zwischen den Cherubim: Die Erde wankt.“ (Psalm 99,1)
  • und mit Dankbarkeit bekennen, dass die Israelis überall im Land israelische Flaggen zeigen, für das Land in Einheit kämpfen wollen und deshalb bitten, dass auch Israels geistliches Banner, Israels geistliche Standarte, der Messias von Israel gesehen wird
  • dass Israel erkennt, dass sein König mitten unter ihnen ist und ER ihre Herzen zu sich zieht
  • dass der HERR Seinen großen Namen heiligt, indem ER die Wiederherstellung bewirkt, die ER versprochen hat: „Und ich will meinen großen Namen heiligen....Denn ich will dich aus der Mitte der Völker nehmen....die Völker sollen erfahren, dass ich der Herr bin, spricht Gott der Herr, wenn ich in dir geheiligt werde vor ihren Augen." (Hesekiel 36,23-24)
  • dass ER sich mächtig erweist und Israel vor seinen Feinden rette, wie ER gesagt hat: „Ich werde meine Herrlichkeit unter den Nationen erweisen; und alle Nationen sollen mein Gericht sehen, das ich gehalten habe, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe. Und von jenem Tag an und weiterhin wird das Haus Israel wissen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin." (Hes 39,21-22)
  • dass ER die Soldaten Israels beschützt, von denen die meisten ganz normale Bürger sind, die aus ihrem normalen Leben herausgerufen wurden, um für das Leben dieser Nation zu kämpfen.

2. Beten für Israels Trost

Der Trost für Israel wird kommen. Er wird kommen als eine Person - dem Messias - der jede Träne abwischen und unsere Trauer in Jubel verwandeln wird, wenn er dieser Nation, Israel, Rettung bringen wird.

Der HERR spricht auch durch Jeremia Seinem Volk Trost zu und ermutigt sie zu Zuversicht.

Jer 31,15-16:

„So spricht der HERR: Eine Stimme wird auf der Höhe Rama vernommen, bitterliches Klagen und Weinen: Rahel beweint ihre Söhne und will sich nicht trösten lassen wegen ihrer Söhne; denn sie sind nicht mehr! So spricht der HERR: Wehre deiner Stimme das Weinen und deinen Augen die Tränen! Denn es gibt noch einen Lohn für deine Mühe, spricht der HERR; und sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes“

 Wir können beten

  • und dem HERRN danken, dass ER die Person ist, deren Gegenwart jede Träne abwischen und jedes Herz heilen will und kann. „Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes von der ganzen Erde hinwegnehmen!“ (Jes 25,8)
  • dass ER allen die, die jetzt Trost brauchen, die Gnade des Gebets und des Hinschauens auf IHN schenkt. „Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott!“ (Psalm 146,5)
  • dass die Gefangenen zurückgebracht werden, wie ER es versprochen hat. „So spricht der HERR: Halte deine Stimme zurück vom Weinen und deine Augen von Tränen; denn es gibt Lohn für deine Arbeit, spricht der HERR, und sie werden aus dem Land des Feindes zurückkehren.“ (Jer 31,16)
  • dass die Familien der sich im Glauben an den wenden, der ihre Angehörigen retten kann. „Wenn ich die größte Gefahr laufe, so wirst du mich am Leben erhalten; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und deine Rechte wird mich retten.“ (Psalm 138,7)
  • dass viele eine reale, persönliche Begegnung mit Yeshua, dem Tröster und Retter, haben werden. „Und sie werden nicht mehr jeder seinen Nächsten und jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennt den HERRN!, denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht der HERR. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.“ (Jer 31,34)
  • dass Jesus, der Heiler, alle die Verwundet wurden, wieder herstellt und gesund macht.

3. Beten für den Cyber- und Social-Media-Krieg

Die sozialen Medien sind zu einem Schlachtfeld von großer Bedeutung geworden. Der Hass und die Verunglimpfung Israels scheinen keine Grenzen zu kennen. Das Ziel ist nicht nur, Israel zu delegitimieren, sondern es komplett von der Landkarte zu löschen. Israel ist die einzige Nation der Welt, deren Existenz in Frage gestellt wird. So groß ist der Hass, so groß ist der Antisemitismus/Anti-Zionismus.

„Wenn ich sagen würde: ‚China sollte von der Landkarte verschwinden', würden Sie mich für einen Spinner halten. Dasselbe gilt, wenn ich sagen würde: ‚Die Schaffung des Staates Kuwait war ein Fehler‘ oder ‚Jordanien ist eine imperiale Schöpfung nach dem ersten Weltkrieg und hat keine Legitimität.‘ Normalerweise wird man, wenn man über den Wunsch spricht, ein Volk, eine Nation oder eine Kultur auszulöschen, der Bigotterie oder sogar des Völkermords beschuldigt.

Nicht so beim Anti-Zionismus.

In der Tat ist Anti-Zionismus nicht nur ein weithin akzeptierter Begriff, er ist ein weithin gefeiertes Konzept. Er wird an Universitäten gelehrt - formell und informell. Anti-Zionisten beanspruchen die moralische Überlegenheit für sich und nehmen oft großen Anstoß an jeder Andeutung, sie seien antisemitisch."

https://thedispatch.com/newsletter/gfile/how-anti-zionism-shrugs-off-antisemitism/

Wir können beten

  • dass Lügen, die über soziale Medien über Israel verbreitet werden, von den Empfängern als solche erkannt werden und wirkungslos bleiben
  • dass denjenigen, die Lügen über Israel verbreiten, ihnen selber zum Schaden werden. „Du wollest hören im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten, dass du den Frevler als Frevler erkennen und seine Tat auf sein Haupt kommen lässt, den aber, der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.“ (2 Chr 6,23)
  • dass direkte Angriffe auf Israels Computersysteme, gleichgültig ob zivile oder militärische, erfolglos bleiben. „Denn ich, spricht der HERR, will eine Feuerwand sein rings um sie her, und ich will die Herrlichkeit in ihrer Mitte sein." (Sach 2,5 bzw. 9)
  • dass ER all denen in Israel, die mit der Abwehr von Cyberangriffen beauftragt sind, Weisheit gibt und sie darin leitet und effektiv macht
  • dass Gott Israel hilft, die System der Gegner zu knacken und sie dadurch entscheidende Hinweise für ihre Aktionen bekommen. „Siehe, ich, der HERR, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?“ (Jer 32,27)
  • und den Herrn an Seine Zusagen erinnern und ER auch auf diesem Schlachtfeld Sein Wort für Israel wahr macht. „Keine Waffe, die sich gegen dich erhebt, soll Erfolg haben, und jede Zunge, die sich gegen dich erhebt, soll von dir verurteilt werden. Das ist das Erbe der Knechte des HERRN, und ihre Gerechtigkeit kommt von mir, spricht der HERR.“ (Jes 54,17) 

Für diejenigen, die gerade erst auf dieser E-Mail-Gebets-Liste zu uns gestoßen sind:

Eine kurze Erklärung, warum wir in unseren Gebetstreffen Schriftstellen erläutern, bevor wir beten:

Manche denken, dass man bei einem Gebetstreffen ausschließlich beten sollte. Sie sagen: „Lasst uns die Gebetspunkte holen und beten.“

Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass das Betrachten einer Schriftstelle und eine kurze Erläuterung dazu, bevor wir zum Gebet kommen, dazu dienen kann…

a) …unsere „Augen" zu öffnen, um den Herrn selbst zu sehen.
b) …den Glauben zu stärken, neu zu entfachen und zu inspirieren.
c) …unsere Gebete zu fokussieren.
d) … unsere Gebete kürzer zu fassen (anstatt Gott alles zu erklären zu müssen, wie manche meinen).

In seinen Gebetsversammlungen, die oft bis zu zwölfhundert Personen umfassten, hielt Spurgeon an jedem Montagabend eine „Gebetsansprache", wie er sie nannte. Die meisten von uns, die wir im Zeitalter des Internets, der sozialen Medien und der Smartphones leben, würden denken, dass er sich zu lange ausließ.

Doch die menschlichen Bedürfnisse bleiben dieselben, und Spurgeon verstand, dass die Gebete der Menschen durch das Wort Gottes inspiriert, konzentriert und informiert sein müssen. (Siehe: Only A Prayer Meeting By C. H. Spurgeon Forty Addresses At Metropolitan Tabernacle And Other Prayer-Meetings).

Genau das ist unser Wunsch: dass du durch das Wort Gottes inspiriert, konzentriert und informiert werden mögest, um dann vom Geist bewegt das zu beten, was Gott zu diesem Zeitpunkt gebetet haben möchte.

Shabbat Shalom für dich aus Israel,

Ofer


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