"Berührungen" Nr. 118

Mk 10,46-52:
„Und sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho hinausging mit seinen Jüngern und einer zahlreichen Volksmenge, saß der blinde Sohn des Timäus, Bartimäus,  bettelnd am Weg. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth sei, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meinerUnd viele fuhren ihn an, dass er schweigen solle; er aber schrie umso mehr: du Sohn Davids, erbarme dich meinerUnd Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn! Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm: Sei guten Mutes; steh auf, er ruft dichUnd er warf sein Oberkleid ab, sprang auf und kam zu Jesus. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, dass ich dir tun soll? Der blinde Mann sagte zu ihm: Rabbuni, dass ich wieder sehend werde. Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt. Und sogleich wurde er wieder sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg.

Die Heilung des blinden Bartimäus wird unmittelbar danach erzählt, als Yeshua seinen Jüngern erneut das Wesen seiner Mission offenbarte: Er kam, um Sein Leben am Kreuz als Lösegeld für viele zu geben.

Mk 10,45:
„Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“

Die Jünger wollten eine Position haben; sie wollten etwas gewinnen. Sie wollten Ruhm für sich selbst und waren deshalb von ihrem Ehrgeiz blind gemacht. Yeshua kam, um zu geben, zu dienen und uns bis in den Tod zu lieben, damit wir für immer Sein werden können.

Der blinde Mann wusste, dass er blind war, die Jünger jedoch nicht. So nahe sie auch Yeshua waren, das sahen sie nicht und konnten es nicht sehen.

Wie ist es bei uns?

Solange wir das Kreuz bloß intellektuell verstehen, werden wir unseren christlichen Glauben in eine Erwartung von Gewinn, Erleichterung, Vergnügen und Erfüllung für uns selbst verwandeln und Seinen Ruf, Ihm zu folgen, meiden! Solange das Kreuz für uns nur eine Idee ist, werden wir beleidigt sein, wenn unser Meister uns auffordert, die Leiden zu tragen, die damit verbunden sind, andere so zu lieben, wie Er uns geliebt hat.

Er, durch den und für den alle Dinge geschaffen wurden (Kol 1,16), fragte Bartimäus demütig: „Was willst du, dass ich dir tun soll?“  Bartimäus bat kühn: Herr, „dass ich wieder sehend werde!“.

Und sogleich wurde er wieder sehend und folgte Jesus nach auf dem Weg.

Siehe - "Er ruft dich"! Was möchtest du, dass Yeshua für dich tun soll? 

Sei gesegnet in Yeshua,

Ofer


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