"Berührungen" Nr. 112

Hos 5,15 – Hos 6,3:
„Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen werden; in ihrer Not werden sie mich ernstlich suchen: Kommt, wir wollen wieder umkehren zum HERRN! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns verwundet, er wird uns auch verbinden; nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tage wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben; und lasst uns erkennen, ja, eifrig trachten nach dem Erkennen des HERRN! Sein Erscheinen ist so sicher wie das [Aufgehen] der Morgenröte, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt!“

Die Weigerung Israels und Judas, die Bitten und Warnungen des Herrn durch den Mund der Propheten zu beherzigen, führt dazu, dass Gott ankündigt, er werde Seine Gegenwart von ihnen zurückziehen, bis sie ihre Schuld anerkennen.

Hos 6,1-3, was eigentlich zu Kapitel 5 gehört, ist ein Aufruf des Propheten zur Umkehr. Die Sünde hat sie so blind gemacht und verwirrt, dass er sie an Gottes liebenden und treuen Charakter erinnern muss.

„Ja, Er hat zerrissen, Er hat verwundet, aber Er wird auch die Wunden verbinden und uns heilen“ (Hos 6,1).

Die Reaktion jedoch ist oberflächlich; es gibt keine tiefe Überführung. Sie meinen, den Herrn zu kennen.

Hos 8,2:
„Zu mir werden sie schreien: Du bist mein Gott; wir Israeliten kennen dich!“

Ihre Treue ist wie der Morgentau, der bei der geringsten Hitze schnell verdunstet.

Hos 6,4:
„Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda? Eure Frömmigkeit ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht!“

Sie kommen mit Opfern …

Hos 5,6:
„Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern werden sie kommen, den HERRN zu suchen; aber sie werden ihn nicht finden; er hat sich von ihnen entfernt.“

… aber sie suchen nicht wirklich nach ihm.

Hos 7,10:
„Wiewohl aber Israels Stolz sich als Zeuge wider ihn erhebt, sind sie doch nicht zu dem HERRN, ihrem Gott, umgekehrt und haben ihn trotz alledem nicht gesucht“

Der Rückzug Gottes führte nicht zu einer tiefgreifenden Buße von ganzem Herzen und zu einer Rückkehr zum Herrn.

Eine tiefgreifendere Buße kommt, wenn Gott sich uns naht.

„Wehe mir, denn ich bin verloren!" rief Jesaja, als der HERR zu ihm in den Tempel kam. Keine Lösung außer Gott! Und dann flog ein Seraph mit einer glühenden Kohle vom Opferaltar und berührte mit ihr seine Lippen. Dies war ein Symbol für das Werk des Messias am Kreuz.

Joh 12,41:
„Solches sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete.“

Gott ist uns nahegekommen - in Christus!

Im Messias ist Er uns nahegekommen und hat Sich für uns „sichtbar" gemacht. Am Kreuz sehen wir Seine Herrlichkeit (Joh 1,14); dort sehen wir die Tiefe unserer Not; dort sehen wir das einzige Heilmittel für unsere Sünden: unseren gekreuzigten König. Dort wird unsere Hinwendung so tiefgreifend sein, wie Seine Annäherung an uns in Christus ist.

Joh 1,14:
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

Warum ist das so wichtig? Weil Gott uns mit Sich Selbst verlobt hat! Er hat uns für Sich auserwählt…

5 Mose 7,6:
„Denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, heiliges Volk; dich hat der HERR, dein Gott, aus allen Völkern, die auf Erden sind, zum Volk des Eigentums erwählt.“

…und deshalb wird Er äußerliche Liebe und ein oberflächliches Christentum nicht akzeptieren.

Joh 17,24:
„Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, dass sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt!“

Es braucht mehr als Oberflächlichkeit, um uns darauf vorzubereiten, in der Herrlichkeit mit Ihm zu leben, und Er wird nicht nachlassen, bis wir ganz Ihm gehören.

Willst du Ihm gehören, ganz Ihm gehören?

Sei gesegnet im Messias,

Ofer


Drucken   E-Mail