"Berührungen" Nr. 106

Jer 38,20:
„Jeremia antwortete: Man wird dich ihnen nicht ausliefern! Gehorche doch der Stimme des HERRN in dem, was ich dir sage, so wird es dir wohl ergehen und du wirst am Leben bleiben!“

"Gehorche doch der Stimme des HERRN ... und es wird dir wohl ergehen", so lautete Gottes gnädiges Angebot an Zedekia.

Wie unvorstellbar geduldig und gnädig ist der HERR inmitten des Gerichts!

Trotz der Rebellion Zedekias gegen den Herrn, trotz seiner Unterdrückung des Volkes Gottes und der Verfolgung Jeremias erweist Gott ihm - mitten im Gericht - Gnade, indem er ihm verspricht, die Stadt vor der Zerstörung zu bewahren und auch sein Leben zu verschonen, wenn er sich demütigen und dem Willen des HERRN gehorchen würde.

Wir werden niemals erfahren, wie die Geschichte ausgesehen hätte, wenn Jerusalem und der Tempel verschont geblieben wären, wir wissen jedoch, dass sie anders hätte verlaufen können. Wagen wir es zu sagen, dass es besser oder weniger schmerzhaft gewesen wäre?

Aber Zedekia entschied sich aus Furcht vor Misshandlungen durch die Juden, die sich bereits den Chaldäern ergeben hatten, dafür, seinen eigenen Willen über das Wort des HERRN zu stellen. Er entschied sich dafür, sich von seiner Angst beherrschen zu lassen, anstatt dem Wort Gottes zu gehorchen. Das war das Verhaltensmuster seines Lebens.

Wie oft haben wir unseren Weg und unseren Willen über Gottes Willen gestellt? Gottes Wille, wie wir ihn in Seinem Wort lesen können, ist nicht immer angenehm für uns. Ja, Sein Wort und Sein Wille durchkreuzen sogar unseren Willen an vielen Punkten.

Doch wie schwierig uns die Entscheidung auch fallen mag, Gottes Wort und Gottes Willen über unseren eigenen Willen zu stellen ist der bessere Weg - der Weg des Lebens.

Ps 16,11:
„Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!“

5 Mose 5,32-33:
„So gebt nun acht, dass ihr tut, wie der HERR, euer Gott, euch geboten hat, und weichet nicht, weder zur Rechten noch zur Linken, sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, dass ihr leben möget, und dass es euch wohl gehe, und ihr lange lebet im Lande, das ihr einnehmen werdet!“

Eph 6,3:
„auf dass es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden"

Im Hebräischen bedeutet der Ausdruck "wohl ergehen": gut für dich. Wenn du in allem den Weg gehst, den der Herr dir befohlen hat, kannst du sicher sein, dass er gut für dich sein und auch gut enden wird. Gott wird dir Gutes tun.

Wir mögen auf unser Leben zurückblicken - vielleicht haben wir das bereits getan - und erkennen, dass nicht alles, was wir durchgemacht haben, notwendig war. Manche Schwierigkeiten, in die wir geraten sind, haben wir selbst verursacht. Wir hatten uns entschieden, nach unserem eigenen Willen zu leben.

Doch selbst in jenen Zeiten war unser treuer und gnädiger Gott bei uns, um uns zu leiten und zu lehren, ihm zu vertrauen und unsere Angst zu überwinden, unseren Willen dem Seinen unterzuordnen. Er erlöst uns von unseren törichten Fehlern.

Es gibt keinen anderen Weg (und keinen besseren) als zu vertrauen und zu gehorchen. Tue das, damit es dir gut geht. Das ist der „Weg des Lebens".

Spr 3,5-8:
„Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnenHalte dich nicht selbst für weise; fürchte den HERRN und weiche vom Bösen! Das wird deinem Leib gesund sein und deine Gebeine erquicken!

Sei gesegnet in Yeschua,

Ofer


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