"Berührungen" Nr. 91

Hes 36,33:
„So spricht Gott, der HERR: Zu jener Zeit, da ich euch von allen euren Missetaten gereinigt haben werde, will ich auch bewirken, dass ihr in den Städten wohnt, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden.

Hes 36,34:
„Und das verwüstete Land soll wieder bearbeitet werden, nachdem es zuvor wüst lag vor allen, die vorübergingen.“

Hes 36,35:
„Und man wird sagen: Dieses Land, das wüst war, ist wie der Garten Eden geworden, und die zertrümmerten und zerstörten Städte sind befestigt worden und sind bewohnt!"

Hes 36,36:
„Dann werden die Heiden, die rings um euch her übriggeblieben sind, erfahren, dass Ich, der HERR, das Abgebrochene aufgebaut und das Verwüstete bepflanzt hat: Ich, der HERR, habe es gesagt und werde es auch tun.“

Hes 36,37:
„So spricht Gott, der HERR: Auch dafür will ich mich vom Hause Israel noch erbitten lassen, es für sie zu tun: Ich will sie mehren mit Menschen wie eine Herde.“

Aus diesen Bibelversen können wir mehrere Dinge lernen:

Israel und Juda haben ein Land, in dem Milch und Honig floss“, durch Rebellion und Sünde in ödes Land verwandelt.

Die Verwüstung Israels und Judas war total. Es gab für Israel und Juda keinerlei Möglichkeit mehr, die Verödung des Landes, der Stadt Jerusalem, des Tempels und ihres Lebens rückgängig zu machen. Israel und danach Juda wurden ihrem Feind übergeben und nach menschlichem Ermessen war alles verloren. (Das geht deutlich aus Hes 37 hervor, wo von Israels Wiederherstellung als von einer ‚Auferstehung‘ die Rede ist.)

Doch Gott ist ein Erlöser. Es ist Sein Wesen, zerstörte Ort wieder aufzubauen und zu bepflanzen, was trostlos ist. Gott ist beschäftigt mit Errettung, Reinigung, Wiederherstellung und Erneuerung all dessen, was zerstört und verwüstet worden ist. Und selbst, während Er Sein Volk züchtigte, war nicht Zerstörung Gottes Absicht, sondern Segen, Wiederherstellung und Vollendung.

Hebr 12,10: 
„Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, nach ihrem Gutdünken; Er aber zu unsrem Besten, damit wir Seiner Heiligkeit teilhaftig werden.“

Sogar als Gott Israel und Juda für ihre Rebellion züchtigte, war ihnen Sein Herz zugewandt.

Hes 36,9:
„Siehe, Ich bin für euch und will mich euch zuwenden.“

Jer 29,11-13:
„Denn ich weiß, was für Pläne ich mit euch habe, spricht der HERR, Pläne des Wohlergehens und nicht zum Bösen, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Dann werdet ihr mich anrufen und kommen und zu mir beten, und ich will euch hören. Ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich mit eurem ganzen Herzen sucht.“

Gott möchte darum gebeten werden, dies zu tun. Es ist Gottes Freude und Wille, unsere verödeten Lebensbereiche wiederherzustellen und sie in einen Garten Eden zu verwandeln.

Hast du verödete Gebiete in deinem Leben? Hast du durch Sünde und Rebellion Zerstörung in Teile deines Lebens gebracht? Weißt du, dass du das nicht selbst wieder „hinkriegen“, d.h. reparieren kannst?

Wenn du willig und bereit bist, dich Gott zuzuwenden und Ihn zu bitten, wird Er tun, was niemand sonst tun kann - nämlich die verödeten Bereiche deines Lebens in einen Ort der innigen Gemeinschaft mit Ihm zu verwandeln.

Weshalb wartet Gott darauf, dass wir Ihn bitten, anrufen, zu Ihm beten?

Mit uns ist es wie mit dem verlorenen Sohn, der „zu sich selbst kam“ (Lk 15,17).

Als der verlorene Sohn „zu sich selbst kam“, erkannte er, dass ihn seine eigenen Wege zugrunde gerichtet hatten. Außerdem sah er zum ersten Mal seinen Vater im rechten Licht - so wie er wirklich war. (Sonst wäre er nicht in der Lage gewesen zurückzukommen.) Und als er die Dinge sah, wie sie wirklich waren, fand er die Gnade, sich zu demütigen, heimzukehren und seinem Vater ins Angesicht zu blicken.

Und was fand er heraus, als er nach Hause kam?

Er entdeckte, dass sein Vater barmherzig und gnädig, liebevoll und vergebend ist, und dass er Macht hat und wiederherstellen kann; und vor allem erkannte er, wie sehr er danach verlangt, seinem eigensinnigen Sohn gnädig zu sein.

Du wirst dasselbe herausfinden.

Sei gesegnet in Yeshua.


Drucken   E-Mail