"Berührungen" Nr. 89

Jes 5,7:
„Der Weinberg des HERRN Zebaoth ist die Nation Israel, und die Männer von Juda sind die Pflanzung, an der er sich erfreute. Er wartete auf Gerechtigkeit, und siehe da, Blutvergießen; auf Erbarmen, und siehe da, Geschrei der Armen.“

Dieser Vers sollte folgendermaßen gelesen werden:

„Denn das Haus Israel und die Menschen von Juda sind der Weinberg des Herrn der Heerscharen; eine Pflanzung, die er zu Seiner Freude und zu Seinem Wohlgefallen gepflanzt hat,

Hast du jemals den Herrn darum gebeten, was auch immer in deinem Leben zu tun, damit Er sich daran freuen kann? Hast du Ihn jemals darum gebeten, was auch immer mit deinem Leben zu tun, damit es Ihm Freude und Wohlgefallen bringt?

Wir alle sehnen uns nach Erfüllung und Glück, aber wir sind versucht, auf unsere Art danach zu streben. Von Adam und Eva, unseren ersten Eltern, tragen wir immer noch das Misstrauen in uns, dass Gott uns vielleicht etwas vorenthalten könnte, das uns glücklich macht und die Erfüllung bringt, nach der wir uns so sehr sehnen.

Aber vielleicht stehen Gottes Freude und Wohlgefallen viel weniger im Gegensatz zu dem, was wir uns vorstellen, als wir denken. Vielleicht - nur vielleicht - falls wir Gott erlauben würden, das in uns zu tun, was Er zu Seiner Freude tun möchte, würde sich herausstellen, dass es genau das ist, was uns die Erfüllung und das Glück beschert, nach denen wir uns so sehr sehnen.

Wenn Gott uns für Sich selbst geschaffen hat, würde es ja Sinn machen, dass Er auch für uns zur größten Freude, zum höchsten Glück und zur tiefsten Erfüllung würde. Es wäre einleuchtend, dass, wenn wir für Ihn geschaffen sind, wir genau mit den erforderlichen Fähigkeiten ausgestattet sind, Gott als unsere höchste Freude zu genießen.

Die Bibel bestätigt das: wir wurden zu Seiner Freude geschaffen.

Offb 4,11:
„denn du hast alle Dinge geschaffen, und zu deiner Freude sind sie und wurden sie geschaffen.“

Ps 16,11:
in deiner Gegenwart ist Fülle von Freude; liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich“.

Der Weg hin zur Fülle von Freude und zu ewiger Wonne ist jedoch nicht einfach nur geradeaus. Oft werden wir durch das Tal der Todesschatten geführt; wir erfahren Umbrüche, Schmerz und Leiden.

Für denjenigen jedoch, der Gott liebt und sich Seinem Wirken hingibt, werden alle diese Dinge nur dazu dienen, die Aufnahmefähigkeit seines Herzens für die Freude und das Glück zu vertiefen, die Gott für ihn vorgesehen hat.

Röm 8,28-29:
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“

In den Händen unseres Retters werden alle unsere Leiden zu Gottes Werkstatt, um uns für das Gute zuzubereiten, das Er für uns vorbereitet hat.

1 Kor 2,9:
„Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört und keinem Menschen in den Sinn gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben."

Bist du immer noch argwöhnisch, immer noch unsicher hinsichtlich der Absichten und des Herzens Gottes? Stehst du sozusagen immer noch vor dem ersten Baum, vor dem unsere ersten Eltern gestanden haben? Dann richte deinen Blick auf jenen anderen Baum, den Baum von Golgatha, und sieh deinen Retter dort.

Sei gewiss, und lass Ihn tun, was Er will. Der Weg führt zum Baum des Lebens.

Offb 2,7:
„Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher im Paradiese Gottes ist.“

Sei gesegnet im Messias!