Est 1,1-3
„Und es begab sich in den Tagen des Ahasveros - des Ahasveros, welcher von Indien bis Äthiopien über hundertsiebenundzwanzig Provinzen regierte -, in jenen Tagen, als der König Ahasveros im Schloss Susan auf seinem königlichen Thron saß, im dritten Jahre seiner Regierung, dass er allen seinen Fürsten und Dienern ein Mahl machte. Die Gewaltigen von Persien und Medien, die Edelsten und Obersten seiner Provinzen waren vor ihm.“
So beginnt diese erstaunliche Geschichte, die ihren Höhepunkt in der Rettung des jüdischen Volkes vor dem bösen Haman findet.
Der Name Gottes erscheint im Buch Ester überhaupt nicht. Auch seine Handlungen und Taten werden nicht erwähnt. Der einzige kleine Hinweis, der auf die Tatsache deutet, dass Er sehr gegenwärtig und tätig ist, findet sich in Mordechais Warnung und Herausforderung an Ester: „Denn wenn du unter diesen Umständen schweigst, so wird den Juden von einer anderen Seite her Trost und Rettung erstehen.“ (Est 414)
In dieser wunderbaren und stärkenden Geschichte werden mehrere Dinge offensichtlich.
Wie es damals war, so ist es auch heute. Die Wege Gottes haben sich nicht geändert. Wir können sicher sein, dass Gott weiß, wie Er Seine Absichten in unserem Leben und auf der Erde erfüllen will. Wir können Seiner Souveränität und Vorsehung gewiss sein und brauchen weder Angst zu haben noch uns fürchten, beunruhigen oder versuchen, Dinge in unserer eigenen Kraft und Weisheit auszuarbeiten.
Doch wie in jeder guten Geschichte gibt in all dem einen entscheidenden Punkt. Die glücklichen Fügungen Gottes geschehen nicht automatisch. Wir müssen uns entscheiden, auf welcher Seite Seiner Vorsehung wir sein wollen.
Ester zögerte, ihren Teil zu tun, weil sie Angst hatte. Mordechai warnte sie, aber ermutigte sie auch, „den Glaubensaspekt der dunklen Dinge“ zu erkennen.
Est 4,14-15
„Als nun Esthers Worte dem Mardochai mitgeteilt wurden, ließ dieser der Esther antworten: Bilde dir ja nicht ein, dass du vor allen Juden entrinnen werdest, weil du in des Königs Haus bist! Denn wenn du unter diesen Umständen schweigst, so wird den Juden von einer anderen Seite her Trost und Rettung erstehen, du aber und deines Vaters Haus werden umkommen. Und wer weiß, ob du nicht um dieser Umstände willen zum Königtum gekommen bist?“
Die Rettung des jüdischen Volkes war möglich, weil sich Mordechai und Esther entschieden, mit dem Herrn zu gehen und Seinen Willen zu tun. So entschied sich Esther, ihr Leben zu riskieren und ungerufen vor dem König zu erscheinen und für ihr Volk einzutreten.
Auch Mordechai wandelte in der Furcht Gottes - trotz der großen Gefahr und Herausforderung, die dies für seine Person bedeutete.
Auch wir müssen uns entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte wir sein wollen; wir sind gerufen, den Willen und die Wege Gottes zu wählen.
Röm 8,28
„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
Und wer sind diejenigen, die Gott lieben, wenn nicht jene, die Seinen Willen und Seine Wege lieben und darin wandeln?
Wähle Gott. Er hat versprochen, alle Dinge entsprechend Seinen Absichten auszurichten, selbst wenn Er verborgen zu sein scheint - selbst wenn du Ihn nicht sehen kannst, selbst wenn Dinge keinen Sinn machen.
Er ist Immanuel - Gott mit uns!
Sei gesegnet in Yeshua.