"Berührungen" Nr. 45

4 Mose 10:29
„Und Mose sprach zu Jethro, dem Sohne Reguels, des Midianiters, seinem Schwiegervater: Wir ziehen an den Ort, davon der HERR gesagt hat: Ich will ihn euch geben! Komm mit uns, wir wollen dich gut behandeln; denn der Herr hat Israel Gutes zugesagt!“
4 Mose 10:33
„Also zogen sie von dem Berge des HERRN drei Tagereisen weit. Und die Lade des Bundes des Herrn zog vor ihnen her diese drei Tagereisen, um ihnen einen Ruheplatz zu erkunden.“
4 Mose 10:34
„Und die Wolke des HERRN war bei Tag über ihnen, wenn sie aus dem Lager zogen.“
4 Mose 10:35
„Und wenn die Lade weiterzog, so sprach Mose: „HERR, stehe auf, lass deine Feinde zerstreut werden, und lass die, die dich hassen, vor dir fliehen!“
4 Mose 10:36
„Und wenn sie ruhte, so sprach er: „Kehre wieder, o HERR, zu den Myriaden der Tausende Israels!
 
4 Mose 11:4
„…und auch die Kinder Israel fingen wieder an zu weinen und sprachen: „Oh, dass wir Fleisch zu essen hätten!“
4 Mose 11:5
„Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten aßen, die nichts kosteten, und der Gurken und Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs.“
4 Mose 11:6
 „Nun aber ist unsre Seele matt, unsre Augen sehen nichts als dieses Manna!“
 
Wie oft ist es so, dass wir uns, wenn wir mit Ungewissheit und Not konfrontiert werden, danach sehnen, zum Alten, Bekannten und Gewohnten zurückzukehren. Das gibt uns ein (falsches) Gefühl von Sicherheit. Ebenso war es mit Israel in der Wüste. Sie sehnten sich nach dem „alten Land“, ihrem alten Lebensstil, symbolisiert durch ihr Verlangen nach der gewohnten Nahrung – ungeachtet dessen, dass das alte Land ein Ort der Gefangenschaft und Sklaverei war!
 
Ein Teil der Unsicherheit bestand darin, dass sie nie wussten, wie lange sie an einem Ort lagern würden oder wie lange der Weg dauern würde. Sie hatten das Land, das verheißen war, nie gesehen und – wie bei uns – war das alltägliche Leben so viel näher und realer als irgendeine Verheißung Gottes.
 
Wie grundlegend anders war doch die Haltung von Mose – mindestens in vierfacher Hinsicht:
1. Die Verheißung Gottes war sehr real für ihn. Dies geht aus seinem zuversichtlichen Angebot an seinen Schwiegervater Jethro (Hobab) hervor. Er sagte zu ihm: „Komm mit uns, denn der Herr hat Israel Gutes verheißen.“
 
2. Die Gegenwart Gottes war sehr real für ihn. Das sehen wir daran, was er in das Buch schrieb: „Und die Wolke war Tag für Tag über ihnen…“. Die Israeliten hingegen waren stärker mit dem beschäftigt, was sie vermissten.
 
3. Für ihn war die Führung Gottes real. Er wusste ganz genau, dass Der, der sie führte, der Gott des Bundes war. „Und die Lade des Bundes des HERRN ging vor ihnen her drei Tage…“ Das bedeutete, sie konnten Ihm völlig vertrauen, dass Er sie während des ganzen Weges führen würde. Er ging vor ihnen her. Und wenn Er uns vorangeht, was haben wir zu fürchten?
 
4. Die Freude am und im Herrn war seine Stärke. Er freute sich im HERRN; er freute sich an der Wanderung, die sie ins verheißene Land brachte. Anstatt mit dem Volk zu seufzen: ‚O nein, wir müssen wieder aufbrechen…wir wünschten, wir könnten zurückgehen…“, feuerte er an: „Steh auf, O HERR, lass deine Feinde zerstreut werden, und lass die, die dich hassen, vor dir fliehen!“ Für ihn war jeder Schritt ein Schritt näher zur Erfüllung.
 
Wie ist es bei dir? Sehnst du dich danach zurückzugehen, oder ist es für dich genug, dass Yeshua vorausgegangen ist – in Seiner Auferstehung sozusagen drei Tage – um einen Ort für dich zu bereiten? Vielleicht ist die Erfüllung nicht mehr weit, doch müssen wir über unsere Herzenshaltung entscheiden. Wird sie so sein wie die von Mose oder wie die des Volkes?
 
Wähle heute.
 
Sei gesegnet in Yeshua.

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