"Berührungen" Nr. 02

 
Lass dich vom gegenwärtigen Druck zu Gott hin und in Gott hinein drängen – nicht weg von Ihm …
 
2 Mose 6,2-9

V2  „Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: ‚Ich bin der HERR ‘“

​V3  „Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als der allmächtige Gott; aber mit Meinem Namen HERR war ich ihnen nicht bekannt.“

V4  „Auch habe Ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu  geben, das Land ihrer Pilgrimschaft, darin sie Fremdlinge waren.“

V5  „Und Ich habe auch das Seufzen der Kinder Israel gehört, die die Ägypter in Knechtschaft halten, und habe meines Bund gedacht.

V6  „Darum sage zu den Kindern Israel: ‚Ich bin der HERR; Ich will euch unter den Lasten Ägyptens herausführen, Ich will euch von ihrer Knechtschaft befreien, und Ich will euch mit ausgestrecktem Arm und mit großen Gerichten erlösen.
 
V7  „Ich will euch mir zum Volk nehmen, und Ich will euer Gott sein. Dann werdet ihr erkennen, dass Ich der HERR bin, euer Gott, der euch von den Lasten der Ägypter befreit.“
 
V8  „Und ich will euch in das Land bringen, das Ich geschworen habe, Abraham, Isaak und Jakob zu geben; und Ich will es euch als Erbe geben: Ich, der HERR.“
 
V9  „Mose redete solches zu den Kindern Israel; aber sie hörten nicht auf Mose wegen der Angst ihres Geistes und der grausamen Knechtschaft.“
 
V 2-3  Nicht dass unsere Väter den Namen Yahweh (HERR in der englischen Übersetzung) nicht kannten. Siehe z.B. 1 Mose 15,7 wo Gott zu Abraham spricht: „Da sprach er zu ihm: ‚Ich bin der HERR, der dich aus Ur der Chaldäer herausgeführt hat, um dir dieses Land zu geben, um es zu erben‘.“ 
Was Gott meint ist vielmehr, dass Israel bis dahin nicht die Fülle des Namens Gottes erfahren hatte, d.i. die Fülle von all dem, was Er ist.
‚Kennen‘ bedeutet im hebräischen Denken ‚erfahren‘, kennen kommt durch ‚erfahren‘. Kopfwissen ist wichtig, jedoch nicht genug.
Sie werden Gott als Yahwe durch Seinen Weg ihrer Befreiung von der Knechtschaft kennenlernen, wenn er sie in das Land der Verheißung bringt. Dadurch werden sie Ihn als HERRN kennenlernen – d.h. sie werden den HERRN durch das kennenlernen, was Er mit ihnen und für sie tut.
 
V 7 zeigt dies deutlich. "Dann werdet ihr erkennen, dass Ich der HERR (Yahwehbin."
Man kann mit niemandem eine tiefe Beziehung haben, den man nicht genauer kennt. Das gilt ganz gewiss für Gott. Seine Absicht ist ja, uns zu den Seinen zu machen, zu einem Volk, das Ihn in der Fülle Seiner Herrlichkeit und Seines Wesens kennt!
 
Welchen Bezug hat das zu uns? Auch wir kennen den Namen Gottes und Seines Erlösers Yeshua - jedoch nicht so gut oder intensiv wie wir denken. Wir haben nicht alles erfahren, was Er in Sich Selbst ist. Wir haben noch nicht die Fülle der Erlösung erfahren. Wir kennen ihn nicht völlig. Wir werden dies jedoch erleben, wenn Er Sein Werk an uns tut, wenn Er uns ‚bis zum Äußersten‘ errettet. Wir werden Ihn so kennenlernen, wie Er ist. Wir werden Seine Herrlichkeit und Kraft in unserem Leben durch den Messias erfahren.
 
V 9  Sie beachteten nicht ... wegen Angst (Ungeduld) und harter Arbeit. 
​Gottes Handeln, Seine Bundesversprechen zu erfüllen und Sein Volk aus der Knechtschaft zu befreien, bewirkt heftigen Druck. Er war gekommen, um Seine Verheißung an Abraham zu erfüllen und das Volk nach 400 Jahren herauszubringen. Der Widerstand Pharaos bringt jedoch großes Leid und Druck auf die Menschen … Israel wird ungeduldig hinsichtlich des Redens Gottes zu ihnen. Sie wollen es nicht annehmen.
Zweifellos sah die Situation nicht so aus, wie sie sich Erlösung vorgestellt hatten.
Auch wir können in gewisser Weise unvorbereitet sein, dass unsere Erwartungen nicht der Realität dessen entsprechen, was tatsächlich geschieht. Unsere Herausforderung besteht darin, keinen ‚Anstoß‘ an Gott zu nehmen. "
Mt 11,6  „Und gesegnet ist, wer nicht Anstoß nimmt an Mir!“
 
Bist du unter Druck? In Angst? Bewirkt die unsichere und herausfordernde Situation, dass du ungeduldig, ängstlich bis zur Unkonzentriertheit oder gar bis zum Verlust deines Glaubens bist?
Lass dich von Gott in dieser Zeit zu Ihm Selbst drängen. Der Druck ist nur hilfreich, wenn Gott dahintersteht. Das Volk Israel brauchte damals den Druck, sonst wäre es damit zufrieden gewesen, weiter in der Knechtschaft zu bleiben.
 
So geht es auch uns. Wir kommen klar und gewöhnen uns an die Welt und das Fleisch und leben irgendwie im "Frieden" mit ihnen. Aber Situationen wie die, die wir gerade durchleben, können von Nutzen sein, wenn wir uns von ihnen zu Gott hin und in Ihn hinein drängen lassen - und nicht von Ihm weg. Wenn wir uns in dem Druck Gott hingeben und uns in Seine Hände legen, werden uns alle Dinge zum Besten mitwirken, das bedeutet gemäß den Absichten Gottes (s. Röm 8,28-29).

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